Die FEUERWEHR - Blackout, Hochwasser, Krisen – bist du vorbereitet?
Shownotes
In dieser Folge sprechen Sophia Klein und Volker Köster mit Martin Götzke von der Feuerwehr Oberhausen über seine Arbeit im Katastrophenschutz. Er gibt Einblicke in die Vorbereitung auf Krisen wie Hochwasser, Stromausfälle oder Großschadenslagen und erklärt, warum Ehrenamt und Zusammenarbeit in der sogenannten „Blaulichtfamilie“ unverzichtbar sind. Eine Folge über Verantwortung, Vorbereitung und den Blick hinter die Kulissen moderner Gefahrenabwehr.
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00:00:00: Dann herzlich willkommen zum Podcast BBH SV.
00:00:04: Wofür steht der?
00:00:05: Herzlich Willkommen, ich fange hinten wieder an.
00:00:08: SV steht für Sophia und Volker.
00:00:10: Wir beide sitzen, kommen aus dem Bettbrechthaus hier in der Innenstadt und die ersten Folgen, die wir im Podcast senden produzieren handeln thematisch übers Ehrenamt.
00:00:26: auch heute haben wir wieder ein Gast.
00:00:28: Wir haben jemand von der Feuerwehr da.
00:00:31: Martin Götzke.
00:00:33: Genau, vielleicht stellst du dich nochmal selber vor!
00:00:36: Kein Problem, Martin Gürtzke bin ich von der Feuerwehr in Oberhausen und dort zuständig für den Fachbereich Zivil- und Katastrophenschutz.
00:00:44: Steigen wir direkt ein was sind denn deine Hauptaufgaben dann dort?
00:00:47: Für dich persönlich?
00:00:48: Ja die Hauptaufгaben Und das darf man so benennen, die Vorbereitung auf unterschiedliche Krisenszenarien, die sich in den vergangenen Jahren durchaus geholfen haben.
00:01:03: Das sind unwetterbedingte Ereignisse hochwässer Szenarie aber auch Hitzeperioden.
00:01:11: Durchaus aber auch die Corona-Pandemie oder auch Flüchtlingsströme, die uns in den vergangenen Jahren hier nun auch häufig erreicht haben.
00:01:30: Ich weiß relativ wenig über die Feuerwehr.
00:01:34: Also ich weiß, dass ihr mit schönen großen Autos schnell durch die Stadt wird.
00:01:40: Es gibt noch den Rettungsdienst.
00:01:43: Erzähl mal ein bisschen, wie du zur Feuerwehr gekommen bist.
00:01:47: Was du gedacht hast was du dann da später machst und wieso dein heiltag aussieht?
00:01:52: Sitzt Du an der Brückdurchstraße?
00:01:54: Genau ich sitze an der Rüttelstrasse dort auf der Hauptwache Und bin dort vor dreieinhalb Jahren hingekommen Tatsächlich über einen Quereinstieg.
00:02:06: In dem Ursprung war Ich in einer oberausener Hilfsorganisation die lange Jahre also sechzehn Jahre Abteilungsleiter tätig und hatte immer aber schon einen Sachgebiet, das sich damals nannte Katastrophenschutz.
00:02:21: Und jetzt seit dreieinhalb Jahren halt fokussiert auf den Zivilonkatastrophen-Schutz als ausschließliches Hauptaufgabenfeld.
00:02:30: Zur Feuerwehr gibt es ganz viele unterschiedliche Wege.
00:02:33: also es gibt nicht dem Weg zur Feuerwehr.
00:02:36: was gibt's da alles?
00:02:38: Ja, vom Grundsatz her gibt es ja die Möglichkeit natürlich über eine technische handwerkliche berufliche Ausbildung in die Feuerwehrtechnische Laufbahn einzusteigen.
00:02:48: Darüber hinaus gibt es aber mittlerweile auch die Möglichkeit wirklich im Rahmen einer dreijährigen Berufsausbildung als Notfallsanitäter in die Laufbahnen der Feuerwehr einzusteigend also über die medizinische fachliche Ausbildung später dann in die Jeder Feuerwehrmann ist gleichzeitig auch mindestens Rettungssanitäter, wenn nicht sogar Notfallsanitäter.
00:03:12: Also Notfall-Sanitäther ist die heutige medizinisch höchste Ausbildung, die es im Rettungsdienst gibt und ermöglicht so die Funktion des Beifahrers auf dem Rettwagen wahrzunehmen.
00:03:25: Jetzt könnte man bei euch aber auch schon Jen dann oder?
00:03:29: In Richtung Feuerwehrfrau oder?
00:03:31: Natürlich, selbstverständlich.
00:03:33: Die Feuerwehr in Oberhausen hat durchaus einige Frauen auch sowohl als auch im Rettungsdienst und auch im Feuerwehrtechnischen Dienst.
00:03:42: Selbst im Führungsdienste gibt es sie schon.
00:03:45: Wie viel seid ihr?
00:03:49: Ungefähr über den Daumen dauernd fünfzig Hauptamtliche die bei der Feuerwehr an Oberhause tätig sind Zusätzlich aber noch mal gut, ich sage, an hundertachzig Ehren, die sich in den freiwilligen Feuerwehren engagieren.
00:04:02: Gibt es das in Oberhausen?
00:04:03: Die Freiwillige Feuerwehr?
00:04:05: Ich kann das nur von Dörfern für so kleine Schuppen stehen und... Nein, nein!
00:04:08: Auch wir in der Oberhausendürfen genussvoll auf die Freiwillig Feuerwehr zurückgreifen.
00:04:14: Das muss man genauso zum Ausdruck bringen denn ist es wirklich wichtig dass es die freiwillige Steuerwehr gibt.
00:04:21: Und in der Stadt Oberhausen haben wir vier freiwillige Löschzüge.
00:04:27: Einen in Königshaar, einen in Stärkrade aber auch einen in Oberhausendmitte und einen in den Oberhausensüd die zwar bei uns zentral an der Hauptwache stationiert sind Aber insgesamt haben wir da doch eine gute Unterstützung von ungefähr am... ...undertachzig ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und Männern.
00:04:45: Ja Das wusste ich gar nicht.
00:04:49: Also ich aber weiß, dass es noch eine Werksfeuerwehr in Obernrissen gibt.
00:04:53: Ja die gibt es in der Tat.
00:04:56: Aktuell meines Kindes schon nur noch die im Schimpiwerk in Holten.
00:05:04: Ich weiß das es irgendwo auch bei MAN noch was gibt, aber da bin Ich kenne nur die von der Ruchemäe, die halt sehr viel Wert drauf legen.
00:05:12: Dass sie halt spezielle Kennesser haben vom Werk was wie brennt und dass man das nicht unbedingt mit Wasser löschen soll.
00:05:20: Ja genau, da gibt es gewisse Sohleinschaffen ja.
00:05:23: Habe ich auch mal an so einem Training mitgemacht.
00:05:26: Das war sehr spannend!
00:05:27: Warum gehe ich zu freiwilligen Feuerwehr?
00:05:30: Wer engagiert sich dabei?
00:05:31: eures?
00:05:33: Ich würde sagen wirklich... Kunter, Bund gemischte Haufen.
00:05:37: So kann man das glaube ich zusammenfassen.
00:05:38: also da sind wirklich aus unterschiedlichsten Bereichen Männer und Frauen die sich dort umfangreich engagieren also wirklich von Postboten ein bisschen zu einer Malalakira aber auch einen Vertriebler.
00:05:53: Also wirklich die gesamte Bandbreite ist eigentlich im Ehren vertreten und engagiert sich für die vorher.
00:06:01: Warum tun Sie das?
00:06:02: Da müssten wir am besten die Kolleginnen und Kollegen mal selbst fragen.
00:06:05: Aber ich kann nur sagen, dass jetzt aus dreieinhalb Jahren direkte Berührung mit der freiwilligen Feuerwehr.
00:06:12: auch mit einer unglaublichen Engagement werden dort Veranstaltungen, Übungen, Dienstabende abgeleistet.
00:06:18: also da wird wirklich richtig viel geleistet und richtig viel auf die Straße gebracht her.
00:06:26: Was wäre denn der Unterschied zwischen der regulären Feuerwehr und der freiwilligen Feuerwehr?
00:06:33: Ja, regulären.
00:06:35: Man hat ja früher tatsächlich unterschiedlich zwischen der Berufsfeuerwehr und den Freiwilligen-Feuerwehr.
00:06:39: Heute ist es aber in der Regel so dass wir sagen wie sind die Feuerwehr?
00:06:44: darunter wird alles gezählt das wird nicht mehr separiert.
00:06:48: Auch auf den Jacken, dass da freiwillige Unberufsfeuerwehr draufstand.
00:06:52: Das wird heute doch alles irgendwo zusammengefasst weil am Ende sind wir für den Bürger die Feuerwehr Oberhausen und das ist auch gut so.
00:07:01: natürlich gibt es Unterschiede in den Ausbildungen.
00:07:04: Die Ausbildung der Berufsfeuhrwehr ist intensiver umfangreicher aber nicht so, dass sie schlechter qualifiziert sind.
00:07:16: Insgesamt ist ja die Feuerwehr nicht ganz ungefährlich, deswegen fragt euch ob die freiwillige Feuerwehr bei den sehr gefährlichen Einsätzen überhaupt mitmachen darf.
00:07:26: Inwiefern werden diese denn ausgebildert?
00:07:29: Die Ausbildung umfasst schon dieselben Inhalte, die auch der Berufsfeuerwehr Frau Mann durchläuft.
00:07:38: aber es ist halt schon so das natürlich eine gewisse Routine wie es die bei den hauptamtlichen Kolleginnen und Kollegen gibt, bei den ehrenamtlichen oftmals nicht gibt.
00:07:50: Man muss dabei sagen dass wir in Oberhausen nicht die hohe Anzahl an Einsätzen haben dies auch dem Ehrenamt ermöglicht aktiv in den Einsätzen zu unterstützen.
00:08:01: Das ist ja auf der einen Seite für den Bürger sehr gut so.
00:08:04: Auf der anderen Seite natürlich für die freiwillige Feuerwehr ernüchternd, so will ich es mal formulieren.
00:08:10: Nichtsdestotrotz sind sie hoch motiviert und bilden sich regelmäßig fort.
00:08:14: das gehört natürlich gerade da wo wenig praktische Erfahrungen im Alltag erfolgt dazu dass man sich halt in der Freizeit dann umfangreich durch Übungen und Qualifizierung auf dem aktuellsten neuesten Stand hält.
00:08:29: Wie läuft da die Finanzierung?
00:08:31: Wenn ich jetzt als Privatperson auf sie zukomme, wenn ich eine Ausbildung machen muss, dann brauche ich ja auch vielleicht ne Woche Zeit.
00:08:38: Ist das funktioniert aus?
00:08:39: am Stück habe ich mal an dem Wochenende einen Termin.
00:08:43: Genau wie kann man sich das vorstellen?
00:08:45: Die Grundausbildung bei der Freiwilligen Feuerwehr ist tatsächlich ehrenamtgerecht, die er folgt unter der Woche und am Wochenende aber schon in einem wirklich regelmäßigen Intervall Sodass man es auch schafft, die Module einigermaßen zeitlich überschaubar zu absolvieren.
00:09:03: Das heißt unter der Woche trifft man sich wirklich in Abenform und an den Samstag dann wirklich in Vollzeit auf der Wache.
00:09:11: Es gibt weiterführende Qualifikation oder Qualifizierung Seminare wo es schon mal eine Freistellung gibt, wo der Arbeitgeber letztendlich gesetzlich verpflichtet ist, den Ehrenamtlichen freizustellen.
00:09:25: Und dafür erhält der Arbeitgeber eine Lohnersatzzahlung durch die Stadt.
00:09:30: Finanziert wird das Ganze durch die Staat, durch Steuergelder am Ende und so sieht es aus.
00:09:37: Wie viele Einsätze hat man im Jahr in Oberhausen im Schnitt?
00:09:42: Es ist schwierig zu sagen, also die Einsatzzahlen der Berufsfeuerwehr sind jetzt insbesondere auch so nach der Corona-Pandemie wieder leicht abschwachend.
00:09:52: Aber man kann nicht fest sagen es sind immer so und so viele Einsätze im Jahr, das ist schon sehr individuell.
00:09:58: Das merke ich an der Müllammer Straße.
00:10:01: Man muss sich zehn Minuten warten weil da ganz viele Einsatzfahrzeuge rausfahren Und dann mal wieder drei Wochen gar nicht.
00:10:09: Wie würdest du Oberhausen beschreiben?
00:10:11: Was ist das so aus Feuer, Wehrs, Mann, Sicht... was ist das hier für eine Region?
00:10:20: Es ist schwierig zu sagen.
00:10:21: also was ist es für in der Region?
00:10:23: vom Grundsatz her würde ich sagen ist es ruhig und gesittet.
00:10:27: Das ist ja auch gut so.
00:10:29: wenn die Feuerwehr nicht raus muss geht den Bürger gut.
00:10:31: und Ja, es ist schwierig einzuschätzen Komm, da kannst du mehr erzählen.
00:10:38: Ihr habt Autobahn zum Beispiel?
00:10:40: Wir haben Autobahn, wir haben Gleisanlagen und Dachanlagen.
00:10:48: also das haben wir schon.
00:10:50: aber vom Grundsatz her wünsche ich das zumindest.
00:10:53: mit anderen Städtenvergleich wie würde ich sagen sind wir doch bisher immer gut von größeren Schadensereignissen weggekommen.
00:11:03: ja finde ich auch ich wohn mir jetzt hier schon eine Zeit lang Aber sowas wie mit dem Deich, das kenne ich halt.
00:11:13: Ich kenne noch so Bilder aus den zwanziger Jahren glaube ich oder einachzehnhundert Schlachtmicht tot wo die Ämscher so über die Ufer getreten sind.
00:11:21: Ich kenn Aufnahmen vom Concorde der See also der Gramasee gegenüber vom Theater den ganzen Platz oder wirklich bis zum Bahnhof.
00:11:29: was überschwemmt hat Die Ruhr wieder in den Fokus gerät ist schon eine aktuelle Entwicklung.
00:11:40: Ja, so kann man sagen wir haben halt klimabedingte Veränderungen durch häufigere länger anhaltende starke Regenerreignisse Und damit haben wir nun mal hier und da schon einmal Herausforderungen, dass es dann zu Situationen kommt, wo ein Handeln der Feuerwehr erforderlich wird.
00:12:05: Jetzt muss man sagen, zwanzig-einenzwanzig war ein extremes Hochwasserereignis und ja auch nicht nur punktuell in Oberhausen sondern wirklich landesweit was umfangreich einen Einsatz erforderliche gemacht hat am Ruhedeich zur Sicherung.
00:12:20: Das sind natürlich alles präventive Vorsichtsmaßnahmen, die man ergreift.
00:12:24: Damit es erst gar nicht zu einer größeren Gefahr kommt.
00:12:27: und das Gleiche hat uns ja dann noch mal in Dezember zwanzig dreiundzwanzig erreicht.
00:12:34: Ja, man kann einfach nur sagen, man muss sich immer mehr solchen Situationen annähern.
00:12:39: Man darf die nicht aus dem Blick verlieren.
00:12:43: Wissen, dass es zu solchen Szenarien kommt und dementsprechend auch seine Maßnahmen in der Vorbereitung im Alltag darauf fokussieren.
00:12:51: Und materiell und aber auch personell konzeptionell das ganze neu durchdenken damit man eben für solche Szenarin gut und sicher aufgestellt ist.
00:13:00: Dreiundzwanzig war ja schon nicht ganz ungefährlich.
00:13:04: Wie passiert das?
00:13:05: Ruf dich jemanden Anwohner an und sagt, hier steigt das Wasser oder wie kann ich mir das vorstellen.
00:13:11: Das ist schon so dass wir diverse Warnsysteme haben die wir dann auch im Blick nehmen.
00:13:19: Das sind jetzt speziell für den Deich Pegelstände die wir im Blick behalten.
00:13:24: Die werden bei uns Vierundzwanzig Sieben wirklich durch die Leitstelle mit dem Blick behalten.
00:13:30: Und wir haben nach dem Hochwasserwerk des zwanzig-einzwanzig da auch nochmal deutlich nachgesteuert, dass wir eben halt uns ja auch konzeptionell materiell und personell aufgestellt haben.
00:13:42: Und gewisse Grenzwerte beschrieben haben, wo wir einfach gesagt haben ab den und den Grenzwerten ist es sehr vorderlich das auch vor Ort wirklich der Deich im Blick behalten wird und dann entsprechend aber auch bei weiteren steigenden Wasser die ersten Maßnahmen umgesetzt werden.
00:14:01: Und man sieht sehr gut, dass das zwanzig, dreinzwanzig dann auch eben funktioniert hat.
00:14:07: also es ist ja für uns dann immer wieder auch gut zu sehen, dass was man in der Theorie am Schreibtisch ausarbeitet in der Praxis dann auch wirklich greift und funktioniert.
00:14:17: Was hat da genau funktioniert?
00:14:19: Also beschreib mal deinen Arbeitstag dem Zeitraum?
00:14:25: Es war so, dass wir letztendlich über die Leitstelle die Informationen bekommen haben.
00:14:32: Dass der Pegel am Rudai steigt und dass wir das also näher im Blick behalten müssen.
00:14:40: dann ist es so, daß wir über Partnern in dem Fall die Wirtschaftsbetriebe in der Stadt Oberhausen einen Abkommen haben, die wirklich vor Ort sich das Ganze anguckeln und ab einem gewissen Schwellenwert fährt dann der Führungsdienst der Feuerwehr mit an den Ruhr durch raus.
00:14:57: Hält das ganze Vorort im Blick und entscheidet dann welche Maßnahmen zu treffen sind.
00:15:02: In dem letzten Ereignis ist es so, dass dann auch relativ schnell die Bezirksregion als obere Aufsichtsbehörde das natürlich zusätzlich nochmal mit den Blick behält.
00:15:11: Man dort in den aktiven Austausch einsteigt und entscheidet welche Maßnahmen werden hier erforderlich natürlich auch immer unter Berücksichtigung der Wetterprognosen.
00:15:21: Was passiert eigentlich in den nächsten Stunden?
00:15:23: Haben wir mit weiteren anhaltenden Regenerreignissen zu rechnen oder aber stumpft das ab, beruhigt sich die Wetterlage sind keine weiteren Maßnahmen erforderlich.
00:15:32: und genau da sitzen wir dann ein aktivieren.
00:15:38: unsere internen Führungsstrukturen fahren den sogenannten Stab der Einsatzleitung hoch.
00:15:44: Das sind also umfangreich qualifizierte Führungskrifte der Feuerwehr, die zusammenkommen und in verschiedenen Sachgebieten diese Themen dann weiter ausarbeiten.
00:15:55: Vorbereiten, materiell beschaffen, ich sage mal Sand organisieren, Sandsäcke vorbereiten lassen usw.
00:16:04: So sieht der Alltag danach
00:16:05: aus.".
00:16:06: Das heißt das kann an vielen, vielen Kleinigkeiten scheitern?
00:16:10: Also du hast Sand aber keine Schippen oder... Das wäre Vater.
00:16:16: Nein, sowas kommt ganz sicher nicht mehr vor.
00:16:20: also wir sind da nach den Ereignissen Und aber auch mit dem Kenntnisstand, dass wir im Klimaveränderung haben und solche Szenarien häufiger werden können.
00:16:28: Gut vorbereitet!
00:16:29: Wir haben mittlerweile eine ordentliche Vorhaltung an Sandsecken sowohl gefüllt als auch ungefüllt.
00:16:35: Es sind Sandsackfüllernlagen geschafft worden, es sind ausreichend Schaufeln, Besen usw.
00:16:39: beschafft wurden.
00:16:40: also das wird uns nicht passieren.
00:16:42: Wir haben Partner in der Stadt die uns mit Material auch beliefern weil sand ist erstmal Keine Kernausstattung der Feuerwehr.
00:16:51: Das ist in erster Linie Wasser, aber wir kommen da relativ schnell an Unmengen an Sand um eben halt da gut vorbereitet und aufgestellt zu sein.
00:17:01: Ist das dann auch ein Szenario wo die Freiwillige Feuerwehr zum Einsatz kommt?
00:17:05: Definitiv!
00:17:06: Also man darf ja nun mal nicht aus dem Blick verlieren wenn es anfängt zu regnen und es regnet.
00:17:12: weiter passieren Dennoch im Stadtgebiet weitere Notfälle.
00:17:16: Dann ist das ja nicht ausgeschlossen in dem Moment, wenn es regnet, dass keiner mehr ein Herzinfarkt oder einen Schlaganfall bekommt oder vielleicht sogar noch mal irgendwo parallel in den Feuer ausbricht.
00:17:24: also natürlich muss der Grundschutz auf der einen Seite erhalten bleiben und aber eben halt dieses zusätzlich eintretenes Szenario muss bearbeitet werden Und da greifen wir dann sehr umfangreich auf die Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr, des technischen Hilfswerks.
00:17:41: Aber eben auch auf die Unterstützung aller anderen Hilfsorganisationen zurück.
00:17:46: Weil wo viele Leute zum Einsatz kommen wird irgendwann auch mal der Appetit deutlich.
00:17:53: Das heißt man muss eine Versorgungsstruktur auch aufbauen.
00:17:56: Die ist ermöglichte Einsatzkräfte mit Getränken und Verpflegung Ja, zu unterstützen.
00:18:01: Letztendlich im Szenario zwanzig dreiundzwanzig reden wir auch nicht über einen Einsatz der in drei Stunden vier Stunden fünf Stunden abgearbeitet war sondern es war ja unmittelbar vor der Weihnachtszeit und bis heilige Abend wurde er dort auch vor Ort Arbeit geleistet und somit ist es natürlich klar dass dafür viele Dinge Hilfenehende benötigt werden.
00:18:27: Das muss ja auch schnell gehen.
00:18:29: Ich finde, bei Regen kann man ja noch ein bisschen beobachten über zwei drei Tage von zu Hause aus ob die Lage sich entspannt oder nicht.
00:18:36: wenn ich jetzt als Ehrenamtlerin eigentlich nur sage ich habe Donnersdachzeit dann ist er eigentlich akut.
00:18:42: da muss ich parat sein.
00:18:44: funktioniert das sehr gut dass man da die Leute zusammen ruft?
00:18:46: oder kommen die freiwillig dann wenn man weiß hier steht was an?
00:18:50: also das ist eben die Besonderheit an diesem ehrenamt.
00:18:56: Wir kennen das, dass vom Grundsatz eine gesellschaftliche Veränderung auch im Ehrenamt spürbar wird und immer mehr Ehrenamten da auch kommt.
00:19:03: Und sagt ich kann aber ich kann nur dann und dann.
00:19:12: Das sind schon eigentlich Menschen die relativ schnell erkennen, dass vielleicht das Ehrenabend im Katastrophenschutz, im Bevölkerungsschutz nicht das richtige Ernamnt ist.
00:19:21: Denn bei uns ist es ja nicht so was wir sagen Bitte stelle dich darauf ein.
00:19:26: Donnerstag Nachmittag, fünfzehn Uhr brennt es und da brauchen wir
00:19:29: Hilfe.".
00:19:30: Und genauso ist das eben halt bei den unwetterbedingten Ereignissen oder aber auch Corona-Pandemien und überhaupt allgemein in Pandemie.
00:19:42: Das Ehrenamt wird hier Artok plötzlich aus dem Alltagsgeschäft herausgerissen wenn ich das so formulieren darf.
00:19:53: die sitzen am Arbeitsplatz, sind als Postbote oder als Malala Kira oder im Bankwesen unterwegs.
00:20:02: Der Pager also der Funkmelde-Empfänger geht man unterbricht von jetzt auf gleich das Arbeitsgeschäft in den Alltag und geht in seinen Ehrenamt.
00:20:12: Und einen Ehrenamten kann ich nur dann ausführen wenn ich dazu auch wirklich bereit bin.
00:20:19: Das erforderten Verständnis natürlich auf Seite der ist Arbeitgebers, genauso aber auch natürlich im familiären Umfeld.
00:20:27: Also das muss schon gut organisiert sein wenn ich zu Hause Kinder habe oder pflegende Angehörige für die ich auch Verantwortung trage dass das eben organisiert ist in so einem Moment.
00:20:39: also es ist die Flexibilität bei euch nochmal sehr gefragt ja besonders genau hier definitiv.
00:20:49: Ich kann mir aber auch vorstellen, dass sich das so verschiebt.
00:20:52: Also ich kenne aus meinem Umfeld Freunde in Brandenburg die theoretisch auch nur am Donnerstagzeit haben, aber jetzt durch eine geänderte klimatische Bedingung der Waldbrand wenn er das Eigenheim angreift irgendwie bedroht dann verschieben sich so Prioritäten und dann hat man doch auf einmal Zeit merkt ihr das?
00:21:15: oder wie geht ihr damit um?
00:21:18: Niemand will, was da im Moment passiert in der Welt.
00:21:22: Aber auch für Oberhausen hat das konkretere Folgen oder kann es konkrete Folgen haben?
00:21:31: Das macht ja genau das Ehrenamt.
00:21:33: Ich sag's mal in der Blaulicht-Familie aus.
00:21:35: Man weiß genau man ist dazu da um in außergewöhnlichen Krisensituationen die Hilfe zu leisten und darauf qualifiziert man sich wochenlang am Ende ja sogar jahrelang immer wiederkehrend.
00:21:51: Und wenn solche Szenarien eintreffen, dass unwetterbedingte Situationen entstehen in den Hilfe des Ehrenamtes erforderlich wird oder aber auch brennende große Schadensereignisse dann verschieben sich sofort die Prioritäten und man ist da.
00:22:10: also wir haben eigentlich noch keinen keine Krisensituation erlebt wo Ehrenamt nicht da ist.
00:22:18: Das ist ja letztendlich die Motivation, die der ehrenamtliche auch hat über die Jahre hinweg sich zu qualifizieren und sie vorzubilden um dann in einer Schadenssituation wirklich dazu sein.
00:22:31: Jetzt weiß ich das von der Werksfeuerwehr der Ruchemi oder Oxia oder OQ oder was auch immer.
00:22:39: Wir haben zwei Bereiche.
00:22:40: Einerseits gehen Sie immer sehr genau rum im Werk und gucken, wenn was Neues entsteht.
00:22:47: Wo könnten Gefahren entstehen?
00:22:50: Also die Prävention ist ein sehr großer Bereich um darauf vorzumachen zu sein hinterher auch genau so handeln zu können das jetzt hauptsächlich in Holten die Bevölkerung nicht mitkriegt.
00:23:03: Wie seid ihr da unterwegs?
00:23:04: Ist das auch ein Teil deiner Aufgabe eigentlich die Kerneraufgabe tatsächlich.
00:23:09: Wir beschäftigen uns mit Risikoanalysen, mit Gefährdungsbeurteilungen und das natürlich fokussiert auf unterschiedliche Situationen, die theoretisch vorkommen könnten.
00:23:24: als Beispiel ist ein Massenanfall von Verletzten nicht auszuschließen bedingt durch den Unvergessenfall sein.
00:23:33: Das kann aber leider auch in der heutigen Zeit bedingt, durch terroristische Aktivitäten sein.
00:23:40: Also man sucht sich verschiedene Szenarien aus und bewertet diese und stellt sich da rauf anschließend dann wirklich personell, materiel- und konzeptionell ein um diesen situation gerecht zu werden.
00:23:56: ja.
00:23:56: Steckrader Kirmes im Laufe der Jagen.
00:23:59: ich bin Steckrader Ich weiß nicht wo Du wohnst, ähm... Ich komme aus Kassel-Brauxen aber kenn die Sterkradar-Kirmes würde ich sagen.
00:24:06: Und nun auswendig seit zwanzig Jahren.
00:24:08: Okay, ich könnte es... Ich stecke Radarkirmes mit krangerkirmes ersetzen.
00:24:12: Da hat sich was getan in meiner Wahrnehmung.
00:24:15: Ähm ...ich guck mir Menschenmengen, ich guck mich Wege ganz anders an und jeder entscheidet ja so mit.
00:24:24: wie läuft das im Vorfeld bei euch ab?
00:24:26: Nehmen wir jetzt ganz konkret mal Sterkrada-Kirmes.
00:24:28: Also Vom Grundsatz her sind alle Veranstaltungen geplante, organisierte Veranstaltung werden bei der Feuerwehr über die vorbeugende Gefahrenabwehr betreut.
00:24:39: Natürlich in Zusammenarbeit mit der Ordnungsbehörde wird eine Gefährdungsbeurteilung vollzogen und man prüft welche Gefährdingen durch so ne Veranstalthung entstehen könnten.
00:24:52: Und daran wird dann letztendlich analysiert welchen Bedarf habe ich an Sicherungsmaßnahmen, Anvorkehrungen aber auch für den Sanitätsdienst vor Ort sowie für den Rettungsdienst.
00:25:05: Also wenn viele Leute zusammenkommen ist es nicht auszuschließen dass auch medizinische Vorfälle passieren, Herzinfarkt Schlaganfälle aber auch in sicherlich mal hitzebedingte Ereignisse Kreislaufprobleme und so weiter.
00:25:20: und daran wird dann über eine Gefährdungsbeurteilung analysiert und letztendlich festgesetzt was ein Sicherheitspotenzial vor Ort erforderlich ist.
00:25:30: Das wird natürlich auch geguckt, was es so die letzten Jahre passiert und dann wird mit einem adäquaten Augenmaß entschieden welche Sicherheitsverkehrungen erforderlicher werden.
00:25:42: Konzept!
00:25:43: Du hoffst wen an?
00:25:46: Lässt die ein macht eine Ortsbegehung oder wie kann ich mir das vorstellen?
00:25:50: Das fragen wir jetzt noch zu... Ja also ich zum Glück gar nicht an der Stelle weil Keine Aufgabe des Zivil- und Katastrophenschutzes.
00:25:59: Das ist wirklich Kerneraufgabe, erst mal das Veranstalter selbst.
00:26:06: Der ist in der Verantwortung ein Sicherheitskonzept einzureichen.
00:26:12: Und danach wird aber dann eben die vorbeugene Gefahrenabwehr sich der Tätigkeit annehmen.
00:26:18: Es ist eine separate Abteilung bei uns innerhalb der Feuerwehr.
00:26:23: Die wird dann umfangreich mit der Ordnungsbehörde der Bauaufsicht usw.
00:26:29: in Planungen und Organisationen
00:26:31: eintreten.".
00:26:33: Und du hast gerade das Wort Blaulicht Ehrenamt oder wie war das?
00:26:37: Blaulich Familie zum Beispiel, ja!
00:26:40: Wie ist die Familie dann da eingeladen?
00:26:42: Ist sie involviert?
00:26:44: Ja, in der Tat.
00:26:44: Also Feuerwehr ist natürlich immer dabei, die Polizei ist immer dabei aber eben halt auch derjenige, der sanitätsdienstlich diese Veranstaltung betreut und das ist jetzt an deinem Beispiel der Frohn-Leichnams-Gymnis eine ortsansässige Hilfsoperation, die das übernimmt.
00:27:02: bei vielen verschiedenen Konzerten sind es andere Anbieter Ja, die sind in der Regel am Tisch.
00:27:08: Die entscheiden mit und besprechen mit.
00:27:12: Und lassen natürlich auch ihre Erfahrungswerte einfließen, weil auch sowas ist über die Jahre gesehen immer sehr interessant und relevant für die Beurteilung weiterer Wandschaltung.
00:27:24: Also seit letztem Jahr gibt es ja für Veranstaltungen ein neues Sicherheitskonzept.
00:27:28: Gerade dann auch diese Autoblockaden, die neuen Krallen in den Boden rein mit Wiederhaken quasi.
00:27:38: Dafür seid ihr jetzt gar nicht zuständig zum Aufbau zumindest?
00:27:42: Nein, dafür sind wir wirklich nicht zuständig.
00:27:47: Wir können sowas natürlich empfehlen vorzuhalten und das ist nun mal durch die Ereignisse, auch immer wichtiger geworden, dass man solche Dinge denkt.
00:27:59: Aber das sind keine Dinge die wir aufstellen oder gar veranlassen.
00:28:04: also wir können es an der Stelle wirklich nur empfehlen.
00:28:07: Genau weil sich irgendwie interessant fand und das war für mich mal irgendwann neu, da ist tatsächlich die eins-eins null und die Eins-Eins zwei.
00:28:15: Das sind ja nunmal jetzt für jedes Kind bekannte Telefonnummern, dass tatsächlich nicht so differenzieren kann zwischen Feuerwehr und Rettungswagen, dass ihr eigentlich beides zusammen seid.
00:28:29: Ja wir haben ja gerade am elften zweiten im internationalen Tag des Notrufs nochmal verdeutlicht wie wichtig denn die Rufnummer einseins zweieinig ist.
00:28:39: also das es die Notrufnummer die europaweit einheitlich ist und ja vom Grundsatz her ist das so ich sag mal schon die Notrufnummer, wo ich letztendlich Hilfe kriege bei medizinischen Notfällen.
00:28:55: Aber genauso eben halt auch bei technischen notfällen, bei brennten und so weiter ja.
00:29:00: Die ist auch schneller zu wählen finde ich.
00:29:01: Die Null ist soweit unten eigentlich.
00:29:03: also aber werde ich die ein oder zwei Anufe die würden dann aber auch nochmal beurteilen ob nicht vielleicht auch die Polizei eigentlich angerufen worden wäre?
00:29:12: Klar!
00:29:12: Ist es einen Ereignis, wo Polizei Verkehrsunfälle irgendwelche kriminellen Delikte... Dann ist das natürlich für uns Klar, dass zu solchen Einsatzstellen auch die Polizei gerufen wird.
00:29:23: Und da ist ein kurzer Draht.
00:29:24: Es gibt ja auch andersrum, dass die Leute die Einsand Null rufen oder eigentlich zur Einsand Zwo wollen.
00:29:29: also das wird natürlich auf dem kurzen Dienstweg dann auch vermittelt.
00:29:33: Also ihr seid gut in Kooperationen?
00:29:36: Ja definitiv.
00:29:37: Also Polizei und Feuerwehr sind gar nicht so eine unübliche Kombination.
00:29:44: Aber das ist schon auch dein Hauptding.
00:29:46: jetzt Kommunikation Katastrophenschutz.
00:29:51: Ist ja keine spaßige Angelegenheit, oder?
00:29:55: Ja, eine spaßigere Angelegung würde ich das nicht nennen.
00:30:00: Es ist ein deutlich ernsteres Thema geworden so kann man es glaube ich wirklich formulieren.
00:30:06: und ja es gibt Themen mit denen wir uns auseinandersetzen die eigentlich seit Jahren Jahrzehnten überhaupt gar nicht mehr im Fokus standen.
00:30:17: Nichtsdestotrotz muss man sich diesen neuen Herausforderungen annehmen.
00:30:23: Man darf die nicht aus dem Blick verlieren und selbst wenn, die auch teils ja beunruhigend sind weil eben halt keiner weiß was passiert sind es Dinge die erledigt werden müssen.
00:30:37: Da sind wir im Team gut aufgestellt und nehmen uns der Sache an, vernetzen uns natürlich aber insbesondere auch mit den Abteilungen der benachbarten Feuerwehren um da eben halt auch irgendwo ja ich sage mal gleiche Ausstattung zu geschaffen.
00:30:54: Gleiche Konzepte zu erstellen.
00:30:58: Dinge auch einfach mal untereinander zu diskutieren gemeinsam zu überlegen Ist auf jeden Fall ein hoch spannendes, interessantes Tätigkeitsfeld.
00:31:10: Und ja ich würde fast sagen im Moment auch ein Tätigskeits-Feld was statt ruhiger doch eher Arbeitsreicher wird.
00:31:19: aber es ist interessant.
00:31:22: Das heißt für mich als konkretes Beispiel früher gab's die ganzen Serien, die kenn' ich noch aus meiner Schulzeit dann gab sie ganz lange nicht jetzt... Gibt das sie wieder?
00:31:34: Genau, so ist es.
00:31:35: Die Sirenen sind tatsächlich noch aus Zeiten des Krieges, des Meilen Weltkrieges entstanden und dann durch die ja eigentlich eine kernte Friedensdividende brauchte man das über Jahre nicht mehr den Bevölkerungsschutz als euch jetzt nicht mehr.
00:31:56: Und dann ist alles über Jahre abgebaut worden und das natürlich nicht nur in Oberhausen, sondern überall und hatte zur Folge dass eben Dinge die man heute vielleicht nochmal überlegt wieder aufzubauen zu reaktivieren.
00:32:16: ja Hätte man sie damals nicht abgebaut, wären wir heute nicht an dem Punkt.
00:32:21: Aber das sind halt genau solche Themen mit denen wir uns im Alltag beschäftigen.
00:32:26: Oberhausen hat.
00:32:27: Da hat er ein Vierzisirenen.
00:32:28: Wir testen die am Landes- und Bundesweiten Warentag.
00:32:31: Und was wollen wir damit erreichen letztendlich?
00:32:34: Wollen wir nur erreichen dass man sich mit diesen Warn Medien einfach auseinandersetzt?
00:32:40: Ja also niemand muss sein Angst und Panik verfallen.
00:32:43: Man muss sich halt einfach nur mit dem Thema beschäftigen, um zu wissen wozu sind die eigentlich und was bedeuten diesen Zweifel für mich.
00:32:52: Und das kann man eigentlich nicht oft genug zum Ausdruck bringen.
00:32:55: Beschäftigt euch mit diesem Themen setzt euch damit auseinander, um letztendlich auch in Krisensituationen für solche Szenarien vor oder für solche Situationen vorbereitet zu sein.
00:33:07: Jetzt ist es ja ein bisschen so, jetzt gucke ich raus, die Sonne scheint, ich nehme keine Regengacke mit habe auch den Wetterbericht nicht gehört und dann fängt es an zu regnen.
00:33:16: Wer ist dann schuld, dass ich nass werde?
00:33:19: Du wolltest keine Nachrichten proben das.
00:33:23: Anders gesagt, das Geld für eine Regenglacke spare ich mir ja gerne weil ich gerne die Sonne hab.
00:33:30: so wie geht ihr damit um?
00:33:31: also da sind ja Sachen die nicht vom Himmel fallen die sehr sorgfältig geplant werden die auch teilweise kostenintensiv sein.
00:33:40: aber wenn was passiert, immer schnell der Vorwurf im Raum steht.
00:33:46: Warum habt ihr das nicht gedacht?
00:33:49: So warum habt ihr nicht dagegen vorbesorgt?
00:33:51: Das ist so eine Gratwanderung oder?
00:33:53: Ja also konkret für deine Regenjacke bist du schon noch selbst verantwortlich.
00:33:59: Aber es ist ja in der Tat so dass man merkt Dass nach irgendwelchen Ereignissen oftmals gesagt wird warum habt er nicht und warum wurde mich?
00:34:12: letztendlich muss man sagen, wir tragen auch alle als Bürger eine eigene Verantwortung.
00:34:19: Ich bin ja auch irgendwo Bürger und bin auch vorbereitet auf Situationen die mich von jetzt auf gleich in meinem Alltag einschränken.
00:34:27: So natürlich immer wieder fokussiert auf mich selbst was habe ich eigentlich für Herausforderungen wenn?
00:34:33: Von jetzt auf Gleich aus die Wohnung muss weil es vielleicht nebenan brennt Oder aber, wenn von jetzt auf gleichem Familienmitglied ins Krankenhaus muss und ein pflegender Angöriger noch zu Hause ist.
00:34:46: Das sind ja nun alles Dinge womit ich mich auch Zuhause in meinem Alltag beschäftigen soll Und im Moment sind wir gerade aus der Sicht des Katastrophenschutzes schon nochmal sehr engagiert unterwegs.
00:35:00: genau das zu vermitteln dass man sich eben auf neue Herausforderungen einstellt Das ist kein Hexenwerk.
00:35:08: Viele sagen auch, ich kann mir das alles gar nicht leisten was ihr da fordert.
00:35:12: wir fordern ja nicht eine sofortige Anschaffung von Lebensmitteln Vorräten ausreichenden Regenjaggen sondern es geht ja wirklich in kleinen Schritten denken dass man einfach ein langsamer Vorrat anliegt.
00:35:28: und Oftmals kommt ja auch die Frage, aber ihr wisst ja schon mehr als wir.
00:35:33: Warum sollen wir uns denn vorbereiten auf Krisen?
00:35:36: Was erwartet uns?
00:35:37: doch Ihr wisst mehr?
00:35:38: Nein, wir wissen nicht mehr!
00:35:40: Es ist einfach nur so was wir wissen, dass wir Veränderungen auf der Welt haben, die auf der einen Seite sicherlich aus sichheitspolitischen Gründen entstehen und auf der anderen Seite aber auch schon durch die eben angesprochenen klimatischen Veränderungen.
00:35:58: Und genau das muss die Motivation sein, sich auch im häuslichen Umfeld auf Dinge vorzubereiten mit denen ich vielleicht früher weniger Berührungspunkte hatte und oftmals muss man auch sagen ist.
00:36:14: gerade in so Krisensituationen kann staatliche Hilfe nicht sofort überall sein.
00:36:21: Staatliche Hilfe selbst wenn sie lang konzeptionell ausgearbeitet, vorbereitet wurde ist ja in einer Krisensituation die oftmals von jetzt auf gleich einsetzt auch erstmal in der Situation dass man mit der neuen Situation umgehen muss.
00:36:40: Und das ist immer so, dass in einem Ereignis erst mal einiges unorganisiert läuft und dann aber im Verlauf der Zeit in geregelten Bahnen übergeht.
00:36:50: Und genau das ist der Zeitraum, wo ich mich als Bürger auch zu Hause in meinem häuslichen Umfeld darauf vorbereiten muss.
00:36:58: Ist es der Stromausfall und ich sitze von jetzt auf gleich im Dunkeln?
00:37:02: Dann kann ich schon erwarten dass jemand mal eine Taschenlampe zuhause hat ne Kerze hat vielleicht aber auch mal wenn's länger dauert ne Decke damit ich mich warm halten kann.
00:37:12: Wenn alle Strecke reißen vielleicht einfach mal eine Lebensmitteldose öffne und heute Abend nicht um die Ecke in das griechische Restaurant gehe, sondern einfach mal irgendwo mich mit eigenen vorgehaltenen Dingen versorgen können.
00:37:27: Das war jetzt eine große Werbung für das Ehrenamt auch wenn du das nicht gesagt hast, oder?
00:37:34: Ja!
00:37:36: Das Ehrenamt ist ja dann immer wieder da in solchen Situationen und versucht tatsächlich Hilfe zu leisten.
00:37:42: man muss aber auch sehen dass eben halt die Ressourcen beschränkt sind.
00:37:51: Das ist keine Schwäche des Systems, das muss man auch mal realistisch sehen.
00:37:58: Das sind Realitäten im Begrenz der Ressourcen so muss man sehen staatliche Hilfe rollt an Auch mit dem Ehrenamt aber auch unsere Möglichkeiten sind beschränkend und genau deshalb ist es wichtig dass man sich im häuslichen Umfeld selber darauf vorbereitet.
00:38:17: Das war jetzt die Werbung für eine solidarische Gesellschaft, oder?
00:38:21: Ja genau so ist es!
00:38:24: Das sagt man ja oft, ich sage mal der Bevölkerungsschutz natürlich, der beginnt bei uns bei der Feuerwehr, er beginnt auch im Rathaus aber am Ende endet der natürlich auch im privaten Umfeld.
00:38:35: also das kann man nur gewisse Krisensituationen gemeinsam schaffen.
00:38:42: und Mit einem Rückblick auf die Corona-Pandemie hat man es auch gesehen, dass es funktioniert.
00:38:49: Man ist doch noch füreinander da und das ist auch gut so.
00:38:53: Dass man mal einen Blick auf den Nachbarn hat, der eigentlich versorgt wenn ich weiß er ist alleine zu Hause, dass man doch irgendwo auch mal mit offenen Augen durch die Welt geht.
00:39:03: und so schlecht wie es oftmals dargestellt wird sind wir untereinander nicht.
00:39:08: Die Welt ist für mich da auch ein ganz gutes Stichwort, weil immer wenn ich mitkriege ob im europäischen oder außereuropäischen Ausland.
00:39:16: Auch in der Bundesrepublik also Katastrophen aus welchen Gründen auch immer eintreten.
00:39:21: Da ist sofort die Feuerwehr und sagt irgendwie sehr am Hunde wir haben das, wir haben Aggregate, ihr guckt das schon nach?
00:39:30: Ja selbstverständlich!
00:39:31: Also die Feuerwehre.
00:39:33: aber alle Blaulichtorganisation sind umfangreich aufgestellt.
00:39:38: Die haben ein enormes Leistungsspektrum, also das ist ja wirklich von Rettungshunden über Reiterstaffeln, über Drohnenstaffel, es gibt so unättlich viele spezialisierte Themenfelder die das Ehrenamt an der Stelle schon abblickt, die ersetzen aber nicht die eigene Vorsorge zu Hause Gerade wenn es um Menschlichkeit geht, Hilfe.
00:40:03: Wir müssen uns zusammenraufen.
00:40:05: Glaubst du das ist halt dem Ehrendamt nochmal anders spürbar?
00:40:09: Also ich glaube insgesamt dass das Ehrenamt innerhalb der Blaulichtorganisation schon ein besonderes Ehrennamen ist wo man nicht ineinander vorbei arbeitet sondern wirklich miteinander arbeitet.
00:40:22: und das hat sehr eindrucksvoll hier auch in Oberhausen schon Dinge gegeben die mich eigentlich unglaublich beeindruckt haben.
00:40:34: Ein ganz besonderes Beispiel ist sicher die damalige Corona-Impfaktion in der Arena Oberhausen, wo wir mit Ehrenamt mit einhundertfünfzig ehrenamtlichen aus allen Hilfsorganisationen THW Deutsche Lebensrettungsgesellschaft der Freiwilligen vorher wäre gemeinsame Impfaktion auf die Beine gestellt haben, wo wir natürlich intensiv geplant und vorbereitet haben.
00:41:06: Aber eigentlich keiner wusste weil es so ein Zusammenspiel noch nie gab wird das hier eigentlich reibungslos laufen.
00:41:12: Und es ist kein Geheimnis wenn ich sage ich habe drei Tage vor dem Tag nicht mehr schlafen können.
00:41:19: Ich hatte damals federfühlt die Organisation für dieses Projekt Ja, ich war davon überzeugt es wird funktionieren.
00:41:29: Trotzdem war sehr beeindruckend und ja... Es hat aber funktioniert!
00:41:34: Und das macht glaube ich wirklich das Ehren nimmt aus.
00:41:37: Es ist eine große Familie so kann man sagen zu der wirklich auch alle blaue Organisationen gehören.
00:41:46: Sagst du dass es jetzt hauptsächlich Also, dass so Corona scheint ja sehr prägend gewesen zu sein für die Feuerwehr.
00:41:53: Das ist zum ersten Mal keiner weiß genau wir haben keine Blaupause uns vorzubereiten, dass man im Nachhinein trotzdem auch Fehler einräumen darf das es auch völlig normal ist auch als Feuerwehr?
00:42:07: Vom Grundsatz her ist es schwierig.
00:42:10: also erst mal schwierig weil man nie weiß was kommt.
00:42:13: Natürlich gibt es Konzepte, die auch Pandemien beschreiben.
00:42:19: Das sind aber erstmal keine Kernaufgaben der Feuerwehr.
00:42:24: Da sind wirklich eher andere am Zuge.
00:42:28: Aber ja natürlich machen wir Fehler.
00:42:32: Also das darf kein Geheimnis sein.
00:42:35: Wir lernen aber auch aus Fehlern und das ist ja nun mal genau das Wichtige oder auch das Richtige.
00:42:42: nochmal wieder fokussiert auf unseren Bereich Katastrophenschutz.
00:42:46: Durch das Stromausfallereignis Anfang diesen Jahres in Berlin haben wir profitiert, so und das mag sich erst mal komisch anhören.
00:42:55: Wir sind fünfhundert Kilometer entfernt.
00:42:58: Das heißt aber nichts.
00:42:59: also wir haben in den letzten Wochen dort schon die ersten Austausche gehabt um eben zu erfahren welche Probleme die Kollegen in Berlin hatten diese Probleme zu hören.
00:43:13: Und das ermöglicht uns einfach auch nochmal unsere Papiere Konzepte in die Hand zu nehmen, noch mal wirklich kritisch zur Hinterfragen und natürlich auch nochmal an der einen oder anderen Stelle nachzujustieren.
00:43:27: also ja Fehler dürfen passieren und aus Fehlern lernen wir und Fehler sind dazu daumen gemacht zu werden und am Ende letztendlich auch seine eigenen Planungen nochmal zu überlegen.
00:43:41: Es gibt Themen, die wir derzeit bearbeiten, die uns beeindrucken.
00:43:46: Da brauchen wir nicht darüber reden und das ist auch nicht schön zu reden.
00:43:53: Immer irgendwo den richtigen Weg einzuschlagen ist ja auch schwierig weil wir haben uns noch nie mit solchen Themen auseinandergesetzt.
00:44:01: Die gab es bei uns nicht mehr und diese Themen stehen heute wieder auf der Tagesordnung.
00:44:09: kürzlich noch zu einer Kollegin gesagt, also die mich anrief in der Ausarbeitung eine Angelegenheit und auch sagte so ich weiß eigentlich gar nicht mit der Situation umzugehen.
00:44:19: Und tatsächlich tue ich kann ich beruhigen?
00:44:21: Ich auch nicht.
00:44:21: aber ich weiß eins wir werden es schaffen und zwar gemeinsam.
00:44:25: Das ist nun mal genauso die Herangehensweise auf die verschiedenen Herausforderungen, die gerade kommen.
00:44:34: ja Jeder Einsatz ist individuell, ob es der rettungsdienstliche Einsatz oder auch der Brandschutz- und technische Hilfeleistungseinsatz.
00:44:41: Die sind alle individuell und man lernt aus jedem Einsatz irgendwie was Neues.
00:44:45: aber man hat ja schon irgendwo so ein gewisses routiniertes Schema das dann erstmal abläuft und man funktioniert in dem Moment.
00:44:52: aber da schließt nicht aus dass man auf einem Weg nach Hause nochmal darüber nachdenkt.
00:44:56: und die Tatsache, dass ich aus Kastrop-Krumm viel Zeit auf der A forty über Dinge nachzudenken.
00:45:02: Das tue ich auch gar keine Frage.
00:45:04: aber so vom Grundsatz her sind wir gut aufgestellt und Herausforderungen, die kommen, die meistern wir uns zwar in der Regel gemeinsam.
00:45:15: Ich glaube aber schon das es sehr wichtig ist mit unterschiedlichsten Menschen zu sprechen weil nicht alle Herausforderung kann man kommen sehen.
00:45:24: also Ich habe auch gelernt, ein Elektroauto.
00:45:28: Wenn das anfängt auf der Autobahn zu brennen muss ich da anders mit umgehen?
00:45:32: Das hätte es vor zwanzig Jahren noch nicht gegeben.
00:45:35: also die Welt ändert sich und was wird wenn das städtische Netz gehackt wird seit ihr da betroffen seid ist dass also ich finde das schon katastrophal aber ist das so?
00:45:51: Aber das sind ja genau diese neuen Herausforderungen, von denen ich spreche.
00:45:57: Und natürlich sind Cyberangriffe heute mehr denn je Thema und die beschäftigen uns – auch unsere IT!
00:46:08: Wir stehen dort im engen Austausch.
00:46:11: die haben im Ergebnis und das weiß man, wenn man ein bisschen die Augen aufhält und die Medien verfolgt.
00:46:18: Die haben gravierende Auswirkungen.
00:46:22: Wir haben sehr umfangreicher im Jahr zwanzig-zweiundzwanzig mit der gedrohten Energiemangellage uns auf verschiedene Situation vorbereitet und da eben aber im Fokus natürlich den damaligen Blackout gehabt hat.
00:46:39: Blackout als langanhaltend über regionalen Stromausfall.
00:46:45: Das ist eines der vertalsten Ereignisse, die uns erreichen könnten und wir haben das damals mit einem großen Team bearbeitet und sind da heute an dem Punkt wo wir sagen Wir sind aus unserer Sicht erst mal gut aufgestellt.
00:47:02: so gut aufgestellt ist natürlich in dem Punkt Theoretische Feststellung unsererseits oder Meinung.
00:47:10: sehen kann man das erst, wenn es dann tatsächlich dazu kommt.
00:47:15: Aber für man drüber nachdenkt bei einem Stromausfall ist ja nun mal nicht nur das Licht aus.
00:47:20: Es funktioniert von jetzt auf gleich.
00:47:22: keine Lichtzeichen also keine Ampelanlage im Stadtgebiet mehr die Aufzüge bleiben stecken die brandbilder Anlagen gehen los Der Einzelhandel kann seinen Betrieb nicht mehr aufrecht erhalten.
00:47:32: Ich krieg keinen Bargeld mehr am Automaten und, also das ist schon eine enorme Herausforderung für die Bevölkerung mit diesen Situationen umzugehen.
00:47:44: Und nächstes Trotz bleiben wir dabei.
00:47:47: wenn ich mich einigermaßen auf solche Situationen vorbereite dann werden wir auch sowas gemeinsam gut durchstehen.
00:47:56: Nein, guckst du gerne Katastrophenfilme?
00:47:59: Ist mir gerade eingefallen.
00:48:04: Also ist es kein Geheimnis.
00:48:06: Ich mein Mark Ellsberg Blackout.
00:48:09: da habe ich sowohl das Buch als dann später auch die Verfilmung gesehen.
00:48:14: Das ist hoch interessant und ich glaube schon auch dass das ein Stück weit die Realität werden könnte.
00:48:23: Ja aber sonst... gucke ich keine Katastrophenfilme.
00:48:27: Man guckt ja auch Film, um sich von der Realität abzulenken glaube ich.
00:48:33: Ja!
00:48:34: Aber wie gehst du denn mit Angst um?
00:48:36: Ich meine auch gerade bei Katastrophenfilmen da kommt ja schon direkt ein Angstgefühl raus und du steckst ja... Genau aber das ist ja dein Alltag eigentlich, Fan-Up von Fiktion.
00:48:49: Also ich habe es tatsächlich gestern gehört dass bei einer benachbarten Feuerwehr auch eine Mitarbeiterin im Team ist die für sich entschieden hat, sie kann es nicht.
00:49:00: Das ist okay!
00:49:01: Also man muss das nur erkennen und man muss da vor allen Dingen auch darüber sprechen dürfen.
00:49:06: Ja also Angst... was ist Angst?
00:49:11: Also natürlich sind die Themen beeindruckend wie wir bearbeiten aber Angst wenn ich Angst verspüre ... bin ich sicherlich dort in einer Sackkasse und muss einen Rückwärtsgang einlegen, um den neuen Weg.
00:49:26: Also... ... unser Team wir haben auch eine Kommunikation Wir reden regelmäßig und viel miteinander Und da verspüre ich nicht dass da jetzt im Moment irgendwo das ein Problem ist.
00:49:39: Wenn das ein problem wird dann muss man darüber offen reden Auch offenreden dürfen und dann gibt es sicherlich auch Möglichkeiten irgendwo anders in Tätigkeit auch aufzunehmen, ne?
00:49:52: Na Angst jetzt nicht im so sehr schlimmen Fall vielleicht aber nervös oder dass man einfach schon Respekt vor der Arbeit hat.
00:50:00: Das ist ja schon ... Bevor man in eine Situation eingeht, hat man wahrscheinlich mal irgendwie Herzklopfen und hoffentlich geht das gut hier alles.
00:50:09: Wie viel Glück muss man eigentlich haben dann?
00:50:13: Ja wieviel Glück muss ich haben.
00:50:15: Glück!
00:50:16: Glück ist ja immer so eine Sache.
00:50:18: Also ich persönlich sage immer, wenn wir uns intensiv mit den neuen Herausforderungen auseinandersetzen und dieser Themen annehmen die Konzepte dazu ausarbeiten das Material dazu beschaffen und auch das Personal dafür vorhalten qualifizieren ausbilden dann ist es ja schon so dass man oder das einem an der Stelle auch ein Stück Angst, Sorge genommen wird.
00:50:48: Und vom Grundsatz her bin ich nur Mensch und wenn ich die Nachrichten verfolge dann beeindruckt mich das genauso wie alle anderen gerade auch da draußen.
00:51:01: Das darf es auch.
00:51:03: ja.
00:51:03: also dafür sind wir Menschen und ich glaube es wäre auch unnormal wenn es nicht so wäre.
00:51:09: Vom Grundsatz her sagen wir immer, wir müssen uns halt diesen neuen Herausforderungen annehmen.
00:51:16: Die brauche ich nicht so fokussieren, dass sie mich in meinem Alltag stören oder gar angstbeängstigend auf meinen Alltag einwirken.
00:51:25: aber wenn ich mich der Situation annehme und mich auch bisschen mit den Themen auseinandersitze vorbereite dann habe ich schon mal Gutes getan.
00:51:36: Ihr setzt auch, glaube ich mit Psychologen in Begleitung.
00:51:40: Habt man da... Ich hab keinen!
00:51:41: Nein also kein Privaten.
00:51:43: aber ich glaube vom Hören sagen dass wenn Bedarf da ist.
00:51:47: wäre jemand zur Stelle?
00:51:49: Ja Also das ist so.
00:51:51: wir haben einen PSU-Team.
00:51:55: psychosoziale Unterstützung So nennt sich das Ganze innerhalb der Strukturen der Feuerwehr.
00:52:01: die greifen aber in erster Linie wirklich, wenn Ereignisse passiert sind im Alltag sowohl rettungsdienstlicherseits als auch im Brandschutz.
00:52:11: Die irgendwo Spuren hinterlassen haben.
00:52:13: dann kann ich mich an die Kolleginnen und Kollegen wenden und werde dort begleitet unterstützt.
00:52:18: man spricht über das Erlebte.
00:52:21: Das ist auch heute mehr Thema als früher.
00:52:24: Früher war man ja sofort das Weichei dass es ist man heute nicht mehr.
00:52:27: also gibt neue Dinge, die auch leider häufiger vorkommen als es früher war.
00:52:34: Und da darf man auf jeden Fall offen und ehrlich mal den Wort rüber verlieren ja?
00:52:40: Musste glaube ich auch einfach.
00:52:41: also wenn ich jetzt im schlimmsten fall zugunglück ist glaube ich keine schöne sache dass sich da nochmal jemanden habe mit dem ich darüber sprechen kann.
00:52:52: Ja das ist so!
00:52:53: Also das muss so sein körperliche Reaktionen, normale körperlichen Reaktion auf unnormale Ereignisse.
00:53:03: Ich will nochmal einen anderen Angstbegriff.
00:53:06: also müsst ihr Angst machen dass der Damm in Mühlheim bricht an der Ruhe oder Kommunikation ist glaube ich ein extrem wichtiger Punkt und je mehr ich natürlich weiß desto angst befreiter kann ich auch mit Situationen umgehen ohne jetzt genau zu wissen was In den nächsten zwei Jahren, fünf Jahr und zehn Jahren passiert Kommunikation oder Angst in der Bevölkerung?
00:53:31: Also Kommunikations ist unglaublich wichtiges Thema Krisenkommunikation.
00:53:39: Da gibt es besondere Schulungen sogar für.
00:53:44: im Kern ist das aber so.
00:53:45: man muss offen und ehrlich kommunizieren.
00:53:49: Das ist ja das, was wir auch als Kerneaufgabe haben.
00:53:52: Krisenvorbereitung, wo wir oftmals für verurteilt werden.
00:53:58: Ihr seid hier Panikmachern?
00:54:00: Nee, sind man nicht!
00:54:01: Also, wir leben halt nur in einer neuen Realität.
00:54:05: Und da darf man drüber reden.
00:54:07: Da darf man auffordern sich darauf vorzubereiten.
00:54:10: Es ist ja schön wenn man es nie braucht aber es ist schön zu wissen wenn ich es brauche, dass ich es habe.
00:54:16: Kommunikation ist ein wichtiges Thema sicherlich mehr denn je und wir sind insbesondere auch als Katastrophenschutzbehörde häufiger unterwegs informieren die Bevölkerung Wir merken das aber auch verstärkt jetzt so nach den bundes- und landeseinheitlichen Warentagen Dass dann doch nochmal zum Hörer gegriffen wird und Dinge hinterfragt werden.
00:54:39: Das ist auch gut so, also dafür sind wir da.
00:54:42: Wir stellen uns der Sache.
00:54:44: Wir geben dort im Rahmen unserer Möglichkeiten Tipps und Ratschläge und haben jetzt ja auch nach dem Ereignis in Berlin auch in Oberhausen gesagt okay, wir suchen den Kontakt zur Presse und reden einfach nochmal darüber wie sind wir aufgestellt?
00:55:00: Und was ist aber auch wichtig?
00:55:02: Wie muss ich mich als Bevölkerung auf solche Situation vorbehalten?
00:55:07: Wir werden unsere Leute sowohl ehrenamtlich als auch Hauptamt nicht brauchen in Krisensituationen und die kann ich nur sicher haben, wenn diese sich selbst mit den Themen auseinandergesetzt haben.
00:55:18: Ich hatte vorhin eingangs mal erwähnt das betrifft ja schon, Kinder habe, die betreut werden müssen.
00:55:24: Aber auch im fliegende Angehörige zu Hause und wenn ich vielleicht damit das nicht um sechzehn Uhr mal ganz normal zuhause bin sondern weil ein Ereignis es erforderlich macht und ich bleibe auf der Wache und bin dann mal zwölf Stunden oder vielleicht auch zwanzig Stunden dass eben dann sicher Zuhause gestellt ist, dass eine Versorgung gewährleistet wird.
00:55:44: Wir haben regelmäßige Gespräche mit den Hilfsorganisationen in Oberhausen.
00:55:48: Das ist bei uns der Arbeitskreis Katastrophenschutz.
00:55:51: Da tauschen sich in erster Linie die Führungskräfte aller Oberhausener Blaulichter mit uns gemeinsam aus.
00:55:57: Und da werden unter anderem genau über solche Dinge auch gesprochen, dass man sich einfach auch mal im Team der Frage stellen muss und darf bin ich eigentlich zu Hause gut aufgestellt wenn eine Krise eintrifft?
00:56:11: Das tun wir ja!
00:56:13: Um mehr darüber zu erfahren kann ich euch kontaktieren.
00:56:17: oder ist das wirklich dann der Weg?
00:56:19: Ehrenamt Blaulicht Hilfsorganisationen.
00:56:23: Sowohl als auch, also es ist ja so wir verweisen gerne auf die landeseinheitliche Broschüre selbst Hilfe-Tipps des Landes Nordrhein-Westfalen.
00:56:34: Wir verweisen aber auch gerne an den Krisenratgeber des Bundes und natürlich mache ich gerne dafür Werbung weil ich sehr umfangreich involviert war auch auf den Kriseneratgeber der Stadt Oberhausen hin.
00:56:50: Die Stadt Oberhausen hat mit zwanzig, zweinzwanzig Beginn ein Krisenratgeber erarbeitet.
00:56:58: Der aus meiner Sicht sehr, sehr umfangreich und sehr ja durchdacht ist.
00:57:04: den haben wir zwanzi, drehen zwanziger an jeden Oberhaus in der Haushalt versandt.
00:57:09: und unser Wunsch war damals immer bitte schmeißt das Ding nicht weg sondern heftet euch den vielleicht mit einem Magneten mal an den Kühlschrank Damit er da ist, wenn ihr ihn braucht.
00:57:18: und der Krisenratgeber liegt an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet aus und kann dort heute noch in Empfang genommen werden.
00:57:26: Und wir nutzen jede Möglichkeit, dann das bundesweiligen Warentag nochmal auf den Krisen Ratgeber hinzuweisen.
00:57:34: Der Krisen rat Geber beinhaltet einmal unsere Notruf Informationspunkte im Stadt-Gebiet Wir haben vierzehn an der Zahl und an diesen Notrufen Informationspunkten kann ich eben, wenn irgendwo Ich sag mal, es ist so ein Stromausfall kommt, ob der punktuell ist oder aber auch wirklich übers gesamte Stadtgebiet oder sogar über regional Hilfe erfahren.
00:57:54: Ich kann dort einen Notruf absetzen und ich kann dort Informationen erhalten und aber auch kleine niederschwillige medizinische erste Hilfetipps erfahren.
00:58:04: also das Ding ist gut durchdacht und mein Wunsch ist es und bleibt es halt den im Haushalt irgendwo griffbereit irgendwie nie brauchen ist es gut.
00:58:14: Wenn wir brauchen, ist es gut das man haben.
00:58:16: Ich gucke noch mal gleich nach wo unser ist.
00:58:20: Ich bringe mir gerne nochmal an vorbei!
00:58:22: Also, meiner ist bei Social Media.
00:58:26: Da werde ich aktualisiert.
00:58:27: Ich glaube das war auch im Zuge von Berlin, dass da nochmal der Reminder kamen.
00:58:31: Da gibt es ja immer diese Liste welche Lebensmittel man so zu Hause haben könnte.
00:58:37: Wichtig ist aber nicht nur weil Social Media ist den Ding dran ist der Strom weg und ein Social Media Weg.
00:58:43: Genau!
00:58:44: Und wie ist eine spontane Hilfsbereitschaft vor Ort?
00:58:50: Egal, wenn ich an die Ruhr denke.
00:58:53: Man bekommt das als Anwohner mit und dann darf ich sofort einsteigen zumindest auch so Sandsäcke zu transportieren.
00:59:01: wie geht ihr damit um?
00:59:03: Ja also wir wissen ja spätestens seit zwanzig-einzwanzig aus dem Ahrtal dass diese sogenannten Spontanhilfen denn eine wirklich immer größere Rolle bei solchen Szenarien spielen.
00:59:16: Wir sind auch, was das angeht in Oberhausen dabei uns da konzeptionell aufzustellen.
00:59:23: Denn wir wissen die Bevölkerung will ja in solchen Situationen unterstützen und wir wissen auch dass wenn es nicht organisiert läuft, dass es unorganisiert läuft und das ist natürlich genau das was wir was wir nicht wollen und am Ende auch nicht brauchen denn wir wollen sie dann schon gerne unterstützt gemeinsam so dass es auch sicher ist.
00:59:45: Und ja, der spontan hilfende ist wichtig.
00:59:50: Nur der spontane Hilfende hilft halt nicht bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn.
00:59:55: Wenn er dort als erst Helfer vor Ort ist das gut und wichtig, dort in einem sicheren Rahmen Hilfe zu leisten.
01:00:03: Bei größeren Schadenslagen sollte man aber auf jeden Fall immer gucken dass man auch wirklich einen Auftrag zu erhält mit dem Hinweis wo kann ich jetzt eigentlich wirklich sinnvoll helfen?
01:00:15: Katastrophe ist jetzt nicht das Schönste, sag ich mal.
01:00:19: Hast du denn aber in den letzten Jahren, wo du jetzt tätig bist eine sehr besonders gute Situation aber gehabt?
01:00:26: Eine besonders gute Situation!
01:00:28: Die habe ich eigentlich tagtäglich.
01:00:30: also das muss man wirklich auch so mal sagen dürfen.
01:00:33: Denn wenn man sich mit den Themen auseinandersetzt und auch konzeptionell was ausgearbeitet hat Ist es ja nicht nur so dass es mich ein Stück weit beruhigt, sondern ich weiß halt auch dass durch die Ausarbeitung unserer verschiedenen Szenarien ja auch Sicherheit für die Bevölkerung ist.
01:00:57: Und das ist schon was, was mich persönlich beruhigt.
01:01:02: zu wissen, dass auch die Bevölkerungsicherheit hat Ist kompliziert bei deinem Beruf.
01:01:11: Also normalerweise sage ich, nein das was du gerade meintest ist wünsche ich dir viel Erfolg in deinem beruf.
01:01:18: und wie definierst du den erfolgen?
01:01:20: eigentlich will Ich dass dein beruf überflüssig wird Dass du dich selbst überflüßig machst also dass ich mich gut aufgehoben fühlt.
01:01:30: dann gibt es aber so viele faktoren die wir in der stadt nicht in der hand haben.
01:01:35: Also deswegen also das ist ein beruf ist kompliziert Ja und trotzdem ist er schön.
01:01:45: Mein Job ist insofern schön, dass wenn ich weiß wir haben was erstellt und üben das ja dann auch regelmäßig.
01:01:55: also wir haben hier die letzten drei Jahre jedes Jahr eine große Übung gefahren mit deutlich über einhundert Einsatzkräften und das ist so ein bisschen natürlich das Feedback für mich als Team zu erfahren, dass das was wir ausgearbeitet haben auch funktioniert.
01:02:14: So jetzt könnte man natürlich sagen ja gut ihr habt das einmal im Jahr geprobt aber ich sage mal das sind ja noch mal zusätzliche Proben zu den Dingen die halt ich sag mal wöchentlich in den Hilfsorganisationen bei der Freiwilligen Feuerwehr im Rahmen von Dienstabenden auch nochmal geübt und gepropt wird.
01:02:33: Und ich sage mir das sind so bei uns dann immer so Jahres Erfolge, wenn wir am Jahresende eine große Übung fahren und das läuft reibungslos.
01:02:44: Das ist dann auch nochmal so eine Bestätigung dass das was wir übers Jahr ausgearbeitet haben doch irgendwo Kopf und Fuß hat.
01:02:53: Haben wir irgendwas vergessen?
01:02:54: Möchtest du noch etwas... Also Du hast viel Werbung fürs Ehrenamt gemacht, das finde ich gut!
01:03:01: Das war wahrscheinlich sogar unterbewusst weil das wäre vielleicht tatsächlich nur mal mein Schluss abhält.
01:03:08: Selbst wenn du die nicht vorstellen kannst, hauptberuflich die Uniform zu tragen!
01:03:12: Vielleicht eher ehrenamtlich?
01:03:14: Nein aber es ist schon so... ich möchte das an der Stelle wirklich nutzen um die Bevölkerung auch nochmal zu motivieren.
01:03:22: Schaut euch die Ehrenämter an.
01:03:24: Die sind hochspannend und interessant, die sind vielschichtig, die ein wichtiger gesellschaftlicher Beitrag, der geleistet werden kann und ich weiß das wirklich über alle Hilfsorganisationen hinweg an allen Ecken im Kanton Unterstützung gesucht wird.
01:03:48: Und wir würden uns freuen wenn da Unterstützung möglich ist.
01:03:54: deshalb wer Interesse hat sich zu engagieren habt keine Hemmungen davor in Kontakt aufzubauen.
01:04:01: sucht die Kontakte.
01:04:03: Ja, wir würden uns freuen.
01:04:05: Und auch glaube ich das wichtig zu sagen nach deswegen dass die erste Organisation aus welchen Gründen auch immer dann kann ich ja viele unterschiedliche Organisationen ausprobieren also das unterschiedliche organisation mit unterschiedlichen Schwerpunkten und das ist sehr wirklich.
01:04:24: ich sag mal von Betreuungsaufgaben über sanitätsdienstliche Aufgaben bis hin zu technischen Aufgaben.
01:04:31: Da ist alles dabei, ja?
01:04:33: Und ich finde das auch das was das Ehrenamt im Blaulicht ausmacht.
01:04:38: Ich kann mich da umfangreich austoben.
01:04:42: es gibt Reiterstaffeln und Hundestaffeln.
01:04:44: Ich hatte's vorhin schon kurz erledigt.
01:04:45: Drunenstaffel!
01:04:47: Jetzt nach Olympia populärer denn nie?
01:04:50: Genau Rettungshunde gibt es Rettungstaucher, Rettungsschwimmer.
01:04:57: Es gibt wirklich so viele Tätigkeitsfelder in diesem Ehrenamt dass ich vermuten würde es gibt für jeden was und es gibt sogar und das ist gar nicht zu unterschätzen auch den Feldkoch und der ist wichtiger ja als alles andere als vieles andere.
01:05:15: Weil sie kommt schon noch mit dem Gulaskernone um Ecke?
01:05:18: Ja genau so ist es.
01:05:19: aber Das ist eben halt wichtig.
01:05:22: Für langanhaltende Einsätze muss eine gute, organisierte Verpflegung sichergestellt sein und Feldküche gibt es heute weiß Gott nicht mehr so viel wie es DIGA damals auch gab.
01:05:31: Und ja wir merken das natürlich gerade bei größeren Ereignissen wie unglaublich unterstützend das schon ist für die Kolleginnen und Kollegen und auch motivierend.
01:05:41: Bei mir Ticats schon.
01:05:42: Nein ich kann das von Filmen machen wenn nicht die Gro-Gut Fütter sind demotivierter ganz klar.
01:05:48: Ohne Mann kein Kampf!
01:05:50: Ja?
01:05:52: Gutes Schlusswort.
01:05:53: Vielen, vielen Dank für Dein Besuch!
01:05:55: Danke auch!
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