Die Malteser - Mehr als Blaulicht!
Shownotes
Ehrenamt hat viele Gesichter – und oft mehr Facetten, als man denkt. Ulrike und Uwe Joostema von den Maltesern zeigen, wie vielfältig ihr Engagement ist: von Sanitätsdiensten bei Großveranstaltungen bis hin zu sozialen Projekten wie Seniorencafés oder besonderen Herzenswunsch-Fahrten. Dabei wird deutlich, dass Helfen nicht nur in akuten Notfällen stattfindet, sondern auch im Alltag – dort, wo Menschen Zeit, Aufmerksamkeit und Gemeinschaft brauchen. Diese Folge gibt Einblicke in die verschiedenen Wege ins Ehrenamt und zeigt, warum es sich lohnt, Teil davon zu werden.
Transkript anzeigen
00:00:00: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge vom Podcast aus dem Bert Brechthaus BBH.
00:00:08: Und als Zusatz haben wir noch SV dabei.
00:00:11: SV steht für Sufir
00:00:14: und Volker.
00:00:15: Herzlich Willkommen!
00:00:19: Wir haben genau, wir haben diesmal zwei Gäste da etwas ungewöhnlich um jetzt nicht wirklich zumindest mit den Nachnamen nicht so durcheinanderzukommen.
00:00:27: Uwe und Norike sind da wollte ich euch selber nochmal vorstellen.
00:00:30: Ja, hallo.
00:00:31: Ich bin Ulrike.
00:00:32: Bin neunvierzig Jahre alt, komme aus Oberhausen und bin ehrenamtlich tätig und ich glaube deswegen auch heute hier.
00:00:38: Genau!
00:00:39: Der Podcast handelt um Ehren an den Oberhausen und unsere Gäste sind von Malteser vor Ort.
00:00:46: Genau dann kann ich mich auch mal eben kurz vorstellen.
00:00:48: Hallo?
00:00:49: Ich bin der Uwe, ich bin dreiundsechzig, bin auch ehrenabendlich tätigt bei dem Maldesern in Oberhausin.
00:00:55: Ja.
00:00:56: Sehr gut, also ich bin glaube ich hier die Uninfluencer.
00:00:59: Das ist immer ganz gut weil ich dann auch immer die einfachsten Fragen stelle, die vielleicht zuhause ihnen auch gerne interessieren Was sind die Malteser eigentlich?
00:01:09: Wer sind diese?
00:01:11: Diese Maltese sind eine gemeinnützige Hilfsorganisation, wie zum Beispiel auch das Deutsche Route Kreuz, Juanita oder Arbeiter Samaritabund.
00:01:18: Und ja im Oberhausen ist halt der Standort rein ehrenamtlich geführt.
00:01:23: den Maltesa-Hilfsdienst gibt es auch im hauptamtlichen Bereich also es gibt Rettungswagen besetzt werden.
00:01:29: Aber wir in Oberhausen sind ein rein ehrenamtlicher Standort und engagieren uns dort in ganz vielen Bereichen, auch im sozialen Ehrenamt oder halt auch in diesem typischen Blaulichtmilieu?
00:01:39: Genau das Blaulichmilieu um das mal sofort so aufgreifen zu wollen.
00:01:44: Das Thema betrifft natürlich die Unterstützung mit Sanitätsdiensten auf zum Beispiel Großveranstaltungen Die wir auch ziemlich regelmäßig hier in Oberhaussen haben Weil es gibt halt Vorgaben von Veranstaltern.
00:02:01: bei einer Besucheranzahl, von ich sage mal Anzahl weiß ich nicht.
00:02:05: Zweitausend, dreitausends, viertausend Besuchern muss eben eine gewisse Anzahl von Sanitätsdienstlichen Mitarbeitern da vor Ort sein um auch eventuelle gesundheitliche Probleme sofort im Kleinen sofort abdecken zu können.
00:02:22: Die Maitreya
00:02:22: gibt's ja schon ganz lange?
00:02:24: Wisst ihr wo der Name herkommt eigentlich?
00:02:27: Wo der Name herkommt, das ist natürlich eine gute Sache.
00:02:29: Da müssen wir ganz weit zurückgehen, aber da ich in Geschichte nicht so gut orientiert bin ... Ich weiß, wir haben ne sehr lange Geschichte und waren eins mit den Johannitern und haben uns irgendwann getrennt.
00:02:38: Der Ursprung liegt auch wirklich in Malta, der Stadt.
00:02:41: Und da wurde das irgendwie gegründet, da gibt's auch noch Krankenhäuser.
00:02:44: Das sind Ordensgeschichten, aber dann muss ich gestehen, da stecke ich nicht im Thema drin!
00:02:49: Wir könnten jetzt zurückgeben bis zu den Kreuzzügen und der Fall von Jerusalem und die Maltese.
00:02:56: Oder der Orden damals ist nach Malta ausgewandert, geflüchtet wie auch immer.
00:03:01: Hat sich da niedergelassen und irgendwann waren die Protestanten, die Joanita oder aus den eher protestantischen Glauben entstanden – die Joannita und Malthesa sind der katholische Kirche verbunden?
00:03:16: Genau so ist das!
00:03:17: Habt ihr was damit zu tun?
00:03:19: Wir sind natürlich auch in unserem Ehrenamt, in der Tätigkeit mit der Kirche involviert.
00:03:25: Natürlich wir sind sehr nah an der Gemeinde bei uns im Oberhaus Lierig.
00:03:30: in Verbindung haben da auch Räumlichkeiten die wir für verschiedene Veranstaltungen von unserer Seite aus nutzen können und dürfen und im Gegensuch dazu sind wir natürlich auch für die Kirche da wenn da irgendwelche Anfragen kommen der ein bisschen zu unterstützen.
00:03:46: Aber wahrscheinlich geht es eher um die christlichen Werte,
00:03:49: oder?
00:03:50: Ja genau.
00:03:50: Das ist keine Grundvoraussetzung, dass wir sagen jeder der irgendwann zu uns kommt muss auch unseren Glaubenteilen.
00:03:56: aber wir bieten das natürlich schon an und es ist ein wichtiger Bestandteil in unserer Hilfsorganisation weil wir halt auch eine katholische Organisation sind.
00:04:03: also da bieten wir schon Raum dafür.
00:04:05: wenn jemand sehr gläubig ist ist das auch bei uns überhaupt kein Problem.
00:04:09: jetzt seid ihr hier in zivil.
00:04:11: Ihr
00:04:11: habt aber, damit man euch erkennt auch eine bestimmte Kleidung.
00:04:16: Könnt ihr die beschreiben?
00:04:18: Ja also wenn wir in dem Sanitätsdienstlichen Einsatz sind gibt es halt Vorschriften wirklich eine Schutzausrüstung zu tragen.
00:04:24: das sind spezielle Hosen die verschiedene Normen erfüllen müssen wie Flammschutz und so weiter.
00:04:30: Eine Einsatziacke Klar, ein Polo-Shirt da drüber.
00:04:33: Aber auch da gibt es schon Vorschriften, dass das Shirt nur in der Hose getragen wird.
00:04:36: Also alles muss so gehandelt werden.
00:04:40: Sicherheitsschuhe, die über den Knöchel gehen und jede Menge reflektieren.
00:04:44: Wir leuchten sehr aufgrund der Sicherheit geschuldet.
00:04:48: Muss das sein?
00:04:49: Da gibt's wirklich Vorschritten wie diese Kleidung auszusehen hat.
00:04:53: Das ist fest veranktert in einer Dienstvorschrift.
00:04:55: Da gibts keine Abweichungen!
00:04:57: Uniformen tragen viele Menschen, die helfen... Ich wollte eigentlich auf euer Alleinstellungs-Kennzeichen hin, also dass man euch wirklich ein Malteserkreuz erkennt.
00:05:09: Genau
00:05:10: und damit seid ihr sozusagen immer
00:05:12: legitim.
00:05:13: Das ist natürlich auch der Jacke mit aufgenäht das Symbol des Malteseerkreuzes.
00:05:20: Auch wenn wir mal in einer Dienstgeschichte sind wo mehrere Hilfsorganisationen zusammen sind Ich sag mal, die Leute, Zivilisten vielleicht, die sich nicht so damit auskennen was jetzt wie wohin gehört.
00:05:38: Damit man aber auch ein Emblem hat oder was Optisches hat um die Sachen... ...die Organisationen an sich zu unterscheiden.
00:05:45: Wir
00:05:45: beide sind glaube ich komplette Leinen in Bezug auf Die Hilfsdienste, die ich auf der Kirmes sehe bei Großveranstaltung.
00:05:56: Ich seh da immer Menschen, die sich in irgendeiner Form engagieren und die meiste Zeit sitzen oder beobachten ... Was macht ihr?
00:06:11: Also
00:06:12: sitzen und beobachten ist nicht immer richtig.
00:06:14: Wir laufen uns auch zum Teil echt, die hat den Wund!
00:06:17: Ich glaube Ihr müsst wirklich basic anfangen.
00:06:19: also wie viel Menschen, wieviel?
00:06:21: was macht ihr?
00:06:22: und nicht direkt in so ein Detail reingehen und reflektoren sondern wirklich...was macht ihr also
00:06:30: alle Tätigkeiten die wir in Oberhausen machen?
00:06:32: meinst du Volles Programm.
00:06:35: Ja, also wie der Uwe schon sagte Sanitätsdienste ist unser großes Steckenpferd das es eigentlich bei jeder Hilfsorganisation so.
00:06:42: aber bei uns hat man halt auch Möglichkeiten zu sagen Ich engagiere mich anders und ich möchte zum Beispiel nicht in den medizinischen Bereich, der ja eigentlich immer so gesehen wird.
00:06:51: Sondern auch im sozialen Bereich.
00:06:53: Und dann geht es halt wirklich darum dass wir alte Menschen betreuen das wir ein Seniorencafé betreuten Das wir Hunde ausgebildet haben zu Besuchshunden die in Altershalme gehen alten Menschen nochmal Freude geben, weil Tiere öffnen Türen die Menschen nicht öffnenden können.
00:07:09: Und das neueste Projekt was wir jetzt noch haben ich weiß nicht viele kennen es vielleicht nicht Es gibt einen Herzenswunsch Krankenwagen Das heißt Menschen die am Lebensende sind.
00:07:19: erfüllen wir mit diesen.
00:07:21: Noch einen letzten Wunsch eine letzte Fahrt zum Meer zu einem Geburtstag zu einer Hochzeit.
00:07:27: und dort haben Wir in Oberhausen auch ein Alleinstellungsmerkmal dass wir ein Auto haben wo wir diese Fahrten mit durchführen.
00:07:34: Bei uns ist das allerdings kein Krankenwagen, sondern nur ein Auto wo man Rollstühle mit transportiert.
00:07:39: Weil nicht jeder Mensch am Lebensende muss liegen.
00:07:42: Das brauchen wir nicht.
00:07:43: aber wir wollen diese Wünsche erfüllen und auch in dem Bereich sind wir in Oberhausen sehr aktiv.
00:07:48: dass wir diese Sachen auch noch erfülle haben uns dort mit den Oberhausener Hospizen zusammengeschlossen.
00:07:54: Das machen wir halt auch noch her.
00:07:56: genau
00:07:57: ich glaube ich fange mal ganz anders an.
00:08:01: Ich will mich bei euch engagieren.
00:08:03: Wo komme ich hin?
00:08:06: Wo muss ich hin, wo treff' ich
00:08:08: euch?".
00:08:09: Okay.
00:08:10: Und machst du?
00:08:11: Ja, kann nicht gerne machen!
00:08:13: Du findest uns natürlich zeitgemäß online erstmal auf maltesa.de.
00:08:21: Da hast du die Möglichkeit dich ein bisschen durchzusuchen.
00:08:26: Das zeigte auch das Interesse dann an deiner Eventuellentätigkeit.
00:08:30: Kannst uns über die Homepage eine E-Mail schreiben.
00:08:34: Hallo, ich bin der und der.
00:08:35: Ich habe das und das Interesse bei euch mitzuarbeiten.
00:08:38: Wie verfahren wir jetzt weiter?
00:08:40: Dann bekommst du natürlich eine Antwort Mit eventuell per Mail oder Per Rückruf wie auch immer Das dann gewünscht ist.
00:08:48: Und man vereinbarte treffen meistens dann bei uns in einer Dienststelle.
00:08:52: Ah!
00:08:53: Ihr habt eine Dienststell.
00:08:56: Ja, wir haben eine sehr kleine feine Dienststelle in Oberhausenlierig.
00:09:03: Unser Ansitz ist auf der Wunderstraße.
00:09:08: Und dort treffen wir uns jeden Freitag um neunzehn Uhr also unsere Ehrenamtlichen der Einsatzdienste für zwei Stunden und davor jeden freitag trifft sich auch noch unsere Jugendgruppe für zwei stunden und dort sind wir halt immer ansprechbar.
00:09:21: Also Freitags ist der Tag, wo diese Dienststelle immer besetzt ist und man auch spontan mal reingucken kann.
00:09:26: Und man findet immer jemanden, der einem sofort Rede und Antwort steht.
00:09:52: alle verschiedenen Richtungen geht, die eben die ehrenamtliche Tätigkeit umfassen.
00:09:58: Und da ist dann natürlich auch die Möglichkeit für neue Interessenten dazu zu stoßen sich einmal mit uns unterhalten oder auch mit dem Leiter der Einsatzdienste zu unterhalten.
00:10:13: ja die Möglichkeit haben wir da eben.
00:10:15: wer mag immer gerne ran
00:10:18: Weil das grundsätzlich der Einstieg für euch in das Ehrenamt bei Maltesern, was war eure Aufgabe im Ursprung?
00:10:25: Also grundsätzlich ist die Geschichte so gewesen.
00:10:28: Dass mein Sohn mit fünfzehn Jahren gesagt hat Mama ich mach ehrenamtlich gehe jetzt zu den Malteseern und ich gesagt hab ja okay dann macht das mal.
00:10:36: Ich selber habe eine medizinische Hintergrundkarriere Und irgendwann sagte dann meinen Sohn so nach einem Jahr möchte nicht einfach mal dazu kommen und ein bisschen helfen Und aus dem bisschen wurde dann halt so viel, dass ich jetzt einen ganzen Stadtverband leite.
00:10:48: Also eigentlich ist ... Wir sind ziemlich familiär also alle in unserer Familie machen das und das war der Einstieg für uns zu sagen komm doch mal vorbei mach ein bisschen und wuchs und hörte nicht mehr auf weil es halt auch Spaß macht.
00:11:02: So ist für uns der Einstick dann gekommen dahin.
00:11:05: Seit wann seid ihr Teil des Themes dort?
00:11:08: Wir sind da jetzt bei seit zwei Jahrzehnten.
00:11:11: Wie gesagt reingekommen über unseren Sohn Mal reingeschnuppert, mal gemerkt was an einem Ehrenamt dranhängt.
00:11:20: Was da alles wie umfassend das ist und uns dann weiter in die Materie reingegeben indem wir Ausbildungen gemacht haben, die man natürlich da auch angeboten bekommt wenn man Interesse zeigt und Interesse hat.
00:11:34: ja Wir haben damals zum Beispiel eine Ausbildung gemacht zum Ausbilder für erste Hilfe war für mich auch eine ganz neue Geschichte in meinem Leben.
00:11:46: Ich habe mir nie vorstellen können, dass ich mich vor andere Menschen stell und denen was beibringe.
00:11:53: Die Möglichkeit hab' ich bei den Maltesern
00:11:54: bekommen.".
00:11:55: Ja?
00:11:57: Und auch so ganz viele andere Sachen man bekommt als um das Thema mit dem Neu- oder Neueinstieg bei dem Maltese noch mal aufzugreifen... muss da ein paar Ausbildungen durchleben oder mitmachen.
00:12:14: Das ist eine Vorgabe bei den Maltesern, da gibt es so genannte Malteser Grundausbildung.
00:12:21: Man bekommt eine Ausbildung im ... Wie heißt das?
00:12:25: Präventionsbereich.
00:12:27: Das weiß ich immer.
00:12:29: Also ganz viele verschiedene Ausbildung, die man bekommen muss und erst der Hilfekurs machen als Grundlage auch für die Medizin, für die Geschichte Und dann kann man sich so ein bisschen selber aussuchen, in welche Richtung man gehen möchte.
00:12:45: Will ich eben erst oder hauptsächlich in die medizinische Schiene rein?
00:12:50: Oder ist mein Begehr lieber im sozialen Bereich?
00:12:54: Die Möglichkeiten habe ich immer.
00:12:56: also es wie gesagt Es ist immer einen Ehrenamt und keiner wird zu irgendetwas gezwungen gedrängt oder sonst irgendwas wo keine Lust zu hat.
00:13:04: Dann macht's da machen mich keinen Spaß.
00:13:08: Okay, wenn ihr sagt euer Sohn ist eigentlich die treibende Kraft gewesen.
00:13:13: Der ist noch nicht sechzig!
00:13:18: Er wird den geschmeidigen vierzehntagen siebenzwanzig und er hat angefangen selber mit fünfzehn.
00:13:24: also er hat da schon eine gute Karriere hingelegt immer weiter integriert, dass er sogar ... Er hat seinen beruflichen Werdegang darauf ausgelegt.
00:13:33: Weil's ihm im Ärmendamt so viel Spaß gemacht hat.
00:13:36: Dass er hauptamtlich auch noch im Rettungsdienst fährt.
00:13:39: Bei ihm ist die Weiche da hingegangen, dass sich nichts anderes vorstellen konnte.
00:13:43: und das trägt sich durch die Familie, weil ein Enkel ist mittlerweile schon da und der ist genauso besessen.
00:13:48: also ich glaube da geht die nächste Richtung auf.
00:13:50: Der Nachwuchs ist da dafür wird gesorgt.
00:13:53: Was ist das Faszinierende?
00:13:55: Also warum hat er mit fünfzehn, finde ich enorm gesagt.
00:13:59: Ich will mich da engagieren und nicht in die Disco oder...
00:14:04: Er ist auch selber durch einen Freund dran gekommen der einfach mal so durch Mundpropaganda kommt doch mal mit und er hat halt einfach gemerkt dass ihn das erfüllt.
00:14:11: Er war jetzt nicht der Partygänger natürlich auch mal gefeiert.
00:14:15: Aber er war immer der und hat sich gesagt, ich möchte Menschen helfen und ich will was
00:14:19: zurückbekommen.".
00:14:19: Dieses Gefühl war für ihn schon sehr früh da.
00:14:22: Und das hatte halt einfach weiter gelebt und gelebt.
00:14:25: Das hat ihm so viel zurückgegeben, dass er dann gesagt hat, das ist jetzt meine Richtung und da weiche ich nicht mehr von ab.
00:14:30: Er hat sogar damals seine Ausbildung dafür abgebrochen die normale, was Jungs zu machen.
00:14:34: Er wollte Automechatroniker werden und hat nach einem Jahr gesagt ne, das is jetzt nicht meins und ist dann über ein freiwilliges soziales Jahr, immer weiter in dem Bereich geblieben.
00:14:47: Das ist einfach diese Wertschätzung von Menschen.
00:14:49: Ich finde auch immer man kann nicht alles mit Geld aufwiegen.
00:14:52: es ist wichtig dass ich Dankbarkeit zurückbekomme das was mich daran hält dort zu bleiben.
00:14:58: Und das muss man halt aber auch fühlen.
00:15:00: wenn man das nicht kann glaube ich ist man in den Bereich doch ein bisschen falsch.
00:15:05: Mein Gehirn braucht immer ein bisschen länger, um darauf zu antworten und eine Frage dahingehend zu stellen.
00:15:11: Ihr seid ja jetzt noch mal in eurem privaten Fall eine komplette Familie, die da andockt ist insgesamt sehr familiär wahrscheinlich dort oder?
00:15:21: Wie viele Leute seid ihr ungefähr bei den Maltesern?
00:15:25: Also in Oberhausen?
00:15:26: mit allen Bereichen sind wir ungefähr so um die fünfzig Die Familie, ja das erschreckt sich in der Tat wirklich nur ziemlich auf die Leitung.
00:15:34: Aber man muss sagen im Endeffekt bei den Maltesern sagt man immer wir sind das nie allein und das ist... Irgendwie alles eine Familie, also man geht da wirklich hin und trifft Menschen und Freunde.
00:15:45: Und das hören wir immer wieder wenn neue Menschen zu uns kommen.
00:15:47: ich fühle mich hier sofort so wohl und aufgenommen dass das für mich nichts mehr anderes ist.
00:15:52: Man freut sich auf den Freitag, man freut dich auf die Gemeinschaft und keiner geht nach dem Gruppenabend nach Hause!
00:15:57: Man trinkt noch zusammen, man isst noch zusammen... Also das es wirklich so familiär, dass man irgendwann gar nicht mehr unterscheiden kann.
00:16:03: ist das jetzt meine richtige Familie oder ist das einfach nur ein Kollege?
00:16:07: Das ist so was auch das Ganze ausmacht Das Team, was dahinter steckt.
00:16:11: Aber ihr seid jetzt im Sanitärsbereich ständig?
00:16:15: Nein überall!
00:16:17: Ich bin selber die Stadtbeauftragte das heißt bei den Maltesern ich bin... Der Chef des Ehrenamts, alle ehrenamtlichen Bereiche laufen unter meiner Leitung.
00:16:25: Ich hab die ganzen Finanzen mit dem Blick zusammen mit meinem Geschäftsführer und muss mich halt um alle Belange kümmern.
00:16:32: nicht sehr so.
00:16:32: trotz findet man mich sehr häufig auch im Sanitätsbereich weil ich da auch ausgebildet bin Und ich mache auch ganz normal wie jede andere Helfer meine Sanitäzdienste macht das Seniorencafé mit nur halt.
00:16:42: irgendwie muss einer ja den Kopf hinhalten und das bin halt ich.
00:16:46: Und da das ja familiär bleibt, ist der Uwe natürlich mein Stellvertreter.
00:16:49: Das
00:16:50: passt
00:16:50: dann immer sehr gut!
00:16:51: Dann kann man sowas auch mal verteilen.
00:16:54: Genau und der Sohn leitet die Einsatzdienste,
00:16:57: d.h.,
00:16:57: er ist primär für den ganzen Sanitätsdienstbereich zuständig.
00:17:01: Weil das wäre auch die einzige Information eigentlich von mir gewesen für die Malteser, dass das irgendwie was mit Blaulicht, mit Sanitätern zu tun hat... Ich hatte gerade schon die Ausbildung angesprochen.
00:17:14: Wenn ich eine gesundheitliche Ausbildung schon mitbringe, ist so etwas irgendwie hinfällig?
00:17:18: Ist das dann nur eine Abnahme beziehungsweise während der Hauptfrage, ihr habt jetzt noch andere soziale Komponenten da drin?
00:17:26: Muss da auch diese gesundheitlichen Ausbildungen trotzdem als Prämisse da sein?
00:17:32: Wenn du medizinische Vorbildungen mitbringst, ist das natürlich immer gut.
00:17:36: Bei uns verfällt gar nichts.
00:17:37: Wir gucken immer wo wir das integrieren können.
00:17:40: Die rettungsdienstliche Schiene ist noch mal anders wenn du aus dem Bereich Pflege zum Beispiel kommst.
00:17:46: Kannst du viel Medizin?
00:17:47: Anatomie ändert sich halt nicht also der Körper bleibt immer gleich aber die Notfallmedizin ist eine andere.
00:17:53: es ist jetzt auch keine Voraussetzung Und wenn du halt in den sozialen Bereich gehst, sprich mit alten Menschen arbeiten möchtest.
00:18:00: Ist das keine Voraussetzung dass du irgendwas rettungsdienstliches oder medizinisches machst?
00:18:04: Da ist für uns Empathie und Menschlichkeit wichtig!
00:18:06: Du musst reden können, mit Menschen umgehen können.
00:18:09: also wir sortieren schon im welchen Bereich du möchtes und was du dafür mitbringen musst.
00:18:13: Nicht jemanden habt der sich in die Ecke setzt und nicht redet dem brauche ich nicht in einen Seniorencafé setzen wo Menschen viele reden wollen.
00:18:19: Also das ist so immer das fein Gefühl von uns.
00:18:22: Du meldest dich bei uns, sagst ich kann mir was vorstellen und ich weiß nicht was.
00:18:26: Wenn du nicht weißt was ist es unser Ding zu gucken wo passt das hin?
00:18:30: oder du sagst konkret Ich will dass so Und dann gucken wir wo dein Weg hin führt.
00:18:34: aber da auch mit genug Reflexion zu sagen Vielleicht ist die andere Schiene für dich doch besser.
00:18:39: Aber jeder soll das machen wozu er Spaß hat.
00:18:41: Das ist das Wichtige im Ehrenamt und keine... Ich muss jetzt das machen damit ich das machen kann.
00:18:46: also das gibt's nicht.
00:18:47: Du kommst einfach umbefangen Da nichts und wir gucken, was wir aus der Hütte biegen können.
00:18:55: Das habe ich jetzt schon verstanden, dass es Kaffeekuchen gibt?
00:18:57: Ja!
00:18:58: Dass es eine Gemeinschaft gibt und das ich keinen Sport machen muss.
00:19:01: Das
00:19:02: klingt erst mal gut für ein Freitagabend.
00:19:05: Ich weiß nicht, was ich machen will.
00:19:08: Zack.
00:19:08: Genau.
00:19:09: Jetzt
00:19:09: ist es an dir sozusagen mich zu überzeugen, catch'n.
00:19:14: Du kriegst dann viele Gespräche mit den entsprechenden Dienstleitern.
00:19:18: Wir stellen dir alles vor, was wir bieten können und du hast dann natürlich die Möglichkeit an dem Gruppenabend mal zu gucken ob dir das liegt.
00:19:25: oder wir sagen pass auf.
00:19:26: Dann ist der Nürncafé, komm mal da vorbei und guck dir das mal an vielleicht liegt ihr das?
00:19:31: Und so hast du halt einen Einblick.
00:19:32: also du musst nicht sofort sagen ich mache das jetzt bei euch.
00:19:35: Du kannst dir alle Bereiche lang genug angucken bis du sagst die Schiene gefällt mir und da könnte ich mir etwas vorstellen.
00:19:41: Ihr müsst ja auch gucken Also ob das zusammenpasst.
00:19:47: Du hast jetzt von verschiedenen Bereichen gesprochen, ich gehe gerne zu Kirmes.
00:19:54: Wie geht's jetzt weiter?
00:19:56: Okay, ja das ist natürlich eine Hürde.
00:19:59: Natürlich kann ich dann so hin dass wir dir ein Sanitätsdienst anbieten, dass du praktisch über die Kirmes laufen kannst und dabei noch was Gutes tust, was dir wahrscheinlich nicht gefallen wird weil du willst ja Karussell fahren.
00:20:09: da hört es dann wirklich auf.
00:20:11: aber zum Beispiel könnte ich sagen hey unsere Jugendgruppe macht doch einen Ausflug in den Moviepark Das wäre doch genau richtig für dich!
00:20:17: Du kannst als Begleiter mit und kannst dann mit denen Achterbahn fahren.
00:20:20: also Tausend Möglichkeiten, wenn man wirklich sagt.
00:20:24: Man möchte einen Ehrenamt machen dass wir sagen Wir finden wirklich was zu dir passt und wo du dich dann auch wohl fühlst.
00:20:30: Ich denke schon ja.
00:20:31: Also ich komme dann einfach zu dieser Beratungsstelle quasi eigentlich nach Lierig Und kriege dann ein Protokoll ich mag kein Blut ich Möchte nicht auf die Kirmes gehen Ich habe aber auch keinen Führerschein.
00:20:45: zum Beispiel Was bleibt da übrig?
00:20:49: Kuchen verteilen im Senioren-Kaffee.
00:20:51: Seid denn, du magst jetzt auch keine alten Menschen?
00:20:53: Dann würde ich sagen okay Jetzt haben wir langsam ein Problem weil die Putzstelle ist vergeben Aber auch einen Führerschein also kein Führer Schein zu haben ist gar kein Problem.
00:21:02: aber Ich denke mal Wenn du zu einer Hilfsorganisation gehst, wirst du ja ungefähr wissen wo der Weg hingeht.
00:21:08: Und wenn diese Voraussetzungen so sind dann würde ich sagen also jetzt tut's mir wirklich leid Geh keine Ahnung was machen.
00:21:14: da muss man auch mal ehrlich genug sein um zu sagen es passt wirklich nicht.
00:21:18: Dann tuts mir wirklich Leid.
00:21:19: wir kommen nicht zusammen.
00:21:20: aber ansonsten jeder der den Kopf bei uns durch die Tür steckt weiß ungefähr wo es lang geht und Sind halt immer auch sehr begeistert wie breit das gebiet doch gefächert ist.
00:21:28: und nicht nur Ich mache blaulicht Aber ich kann ja eigentlich kein blut sehen.
00:21:31: deswegen komme ich nicht dass wir sagen, wir sind nicht nur diese Blaulicht-Familie.
00:21:37: Dafür gibt es ja auch das Ehrenamtsbüro bei der Gleichstellungsstelle, wo Frau Denken sehr genau guckt oder auch sozusagen nicht vorsortiert aber schon mal begleitet.
00:21:50: Es gibt so viele Ehrenämter und da haben wir schon kennengelernt, dass es für jeden ein Bereich gibt.
00:21:58: also von daher wenn ich kein Blut sehen kann.
00:22:05: Ich spielte ein wenig darauf an.
00:22:07: auf die nächste Frage, weil jetzt auch viele Jugendliche eigentlich erwähnt worden sind... Wage kann ich mich daran erinnern, dass Bekanntschaften damals in ihrer Jugend solche Trainingslager besucht haben.
00:22:20: Wo Opfer irgendwie mit Make-up bunden erstellt worden sind.
00:22:25: und wie gehe ich mit einer Katastrophensituation vielleicht um?
00:22:29: Dass ihr für die Jugend einfach wirklich so ein Hilfskamp organisiert?
00:22:35: macht ihr das?
00:22:37: Oder schickt ihr nur eure Jugendlichen dorthin?
00:22:39: Wo ist es und wo was stattfindet.
00:22:41: Also in der Tat, es gibt diese Camps oder auch diese Bundesjugend-Wettkämpfe, wo das gemacht wird.
00:22:50: Das machen wir in Oberhausen allerdings nicht.
00:22:52: haben unsere Jugend erst vor anderthalb Jahren neu gegründet, haben jetzt aber allerdings auch schon siebzehn Kinder die da wirklich aktiv bei sind und bei uns heißt das Konzept.
00:23:01: Das ist auch ein Alleinstellungsmerkmal von uns.
00:23:03: wir haben die einfach Superhelden von morgen genannt und die lernen wirklich.
00:23:08: also es geht ab fünf jahren schon los bis siebzen hoch weil dann gehen Sie irgendwann in die große Generation dass die wirklich ab dem kleinsten Punkt die erste Hilfe lernen, kleine Urkunden bekommen dafür.
00:23:20: Dass sie jetzt eine Pflaster-Urkunde haben und so weiter und sofort.
00:23:23: Wir machen aktiv erste Hilfe aber nicht in dem Rahmen wie du das gesagt hast.
00:23:27: Das sind dann schon mehr Wettkämpfe wo dann wirklich realistisch geschminkt wird weil das ist auch wirklich sehr aufwendig um.
00:23:32: man muss das lernen.
00:23:34: Das gibt es jetzt im Oberhausen nicht.
00:23:35: Aber wie gesagt diese Superhelden von morgen Ausbildung ist da sehr aktiv bei uns Und die macht denen auch allen.
00:23:41: Ich mag die Beruflichkeit, die Superhelden von morgen gerade in Generation Alpha und darunter.
00:23:49: Die werden glaube ich unterschätzt für unsere Zukunft noch.
00:23:52: Auf jeden Fall!
00:23:53: Habt ihr mehr Jugendlicher als vielleicht andere?
00:23:58: Die Mischung ist sehr bunt.
00:24:00: Bei den Jugendlichen geht es natürlich sehr schnell, dass dann der eine bringt den nächsten Freund mit und so weiter.
00:24:05: aber wir kommen irgendwann mit fünfzehn-sechzehn in die kritische Phase.
00:24:09: Dann wird das andere Geschlecht nochmal interessant, dann geht's in die Berufsfindungen, die Zeiten ändern sich, die haben nicht mehr so viel Zeit Mitte dreißig Anfang vierzig da feste Leute bekommen, weil die sind mit der Familienplanung durch.
00:24:24: Die stehen fest im Berufsleben und suchen sich einfach was wo.
00:24:27: sie sagen jetzt brauche ich noch einen Ausgleich und dann komme ich.
00:24:30: Die anderen Anfang zwanzig sind auch sehr engagiert.
00:24:34: allerdings sind die dann immer ja jetzt mache ich das?
00:24:36: Und dann mache ich die Ausbildung und irgendwie merke ich dann irgendwann Jetzt geht mein Leben doch wieder woanders hin.
00:24:40: Dann kommt die Familie kommt der erste Nachwuchs und dann bricht das auch wieder ein.
00:24:45: Also ich würde wirklich schon sagen, dass das mittlere Alter im Ehrenamt sehr kräftig wird also die halten sich auch lange wenn man das mal so sagen kann.
00:24:54: mit den Kindern ist es halt schwierig ab dem Zeitpunkt wo sie anfangen in Ausbildung zu gehen und sonstiges
00:24:59: Finde ich aber auch in Ordnung, dass man sich noch mal mit den zwanziger Jahren irgendwie anders orientiert.
00:25:05: Ich finde es aber sehr interessant gerade auch dann bei eurem Sohn wenn er so früh anfängt das Ehrenamt und eigentlich die Inspiration oder der Motiv war so auch die Karriere zu gestalten.
00:25:16: im Weiterum Dass ihr da schon aber auch, wenn Jugendliche vielleicht nur kurz da sind Aber schon bleibenden Eindruck hinterlasst
00:25:25: Das auf jeden Fall... Eigentlich der große Vorteil bei uns, weil wir ganz viele Themenspaten abdecken.
00:25:33: Und da hast du natürlich auch als Jugendlicher, als noch Schüler vielleicht in einer Berufsfindungsphase eine Möglichkeit dich dafür irgendwas zu begeistern und daraufhin deinen Berufswunsch oder später dein Berufsbild aufzubauen.
00:25:51: Und das wären in dem Fall nicht nur die Malteser, sondern ihr arbeitet eng auch mit anderen Institutionen der Feuerwehr zusammen.
00:26:02: Das gilt natürlich für alle anderen Hilfsorganisationen nicht nur für die Malthesa.
00:26:06: Das ist in allen anderen Hilfsoganisationen genauso dass gleich jeder der da neu reinkommt hat dann natürlich die gleiche Sparte oder die gleich Bandbreite an Themen die sich eben öffnet.
00:26:19: Und da ist eben, das muss man auch sagen.
00:26:21: Jede Hiorg also Hilfsorganisation hat da so seine eigene Art mit den Leuten umzugehen.
00:26:28: jetzt nicht dass die eine mehr oder weniger gut ist oder schlecht ist, das will ich jetzt nicht sagen.
00:26:32: aber einer hat das Thema vielleicht ein bisschen weiter ausgearbeitet für sich wo der andere ein bisschen weniger oder ein bisschen zurückzieht und dafür hat er aber wieder ein anderes Thema ein bisschen mehr im Vordergrund.
00:26:45: und so habe ich natürlich die Möglichkeit als Neu-Einsteiger, auch so ein bisschen für mich Erosine da aus dem Kuchen zu picken.
00:26:53: Jetzt war ich Kaffee trinken, hab schon paar Vorträge gehört zur Herzgesundheit oder Rettungsdienst oder Senioren oder Zimmer.
00:27:05: die Bandbreite fort
00:27:09: Unsere Bandbreite vorzählen, ja.
00:27:11: Also
00:27:12: die Art der Vorträge?
00:27:14: Was lern ich an dem Freitag
00:27:15: ... Ach so bei uns!
00:27:16: Und wie geht's dann weiter?
00:27:19: Ihr habt diese Treffen aber ihr habt auch das ist nicht euer Hauptzweck.
00:27:24: So die Treffen.
00:27:25: Ja gut in den Treffen abends hast du manchmal einfach Gemeinschaftsleben um die Gruppe kennenzulernen Aber natürlich auch viel Ausbildung weil wir machen eine Tätigkeit gerade im Bereich Sanitätsdienst und dafür sind diese Gruppenabenden Ja, eine gewisse ... Gewisse ... wissen, irgendwo doch voraussetzt.
00:27:44: Und du kannst ja das mit diesen Gruppenabenden ein bisschen vorstellen wie in der Fahrschule.
00:27:48: Themen wiederholen sich immer wieder aber die sind halt immer da und müssen immer gemacht werden.
00:27:52: Wie weiß ich nicht alle paar Wochen gehst du an diese Reanimationspuppe?
00:27:56: Und muss das üben oder du lernst Verbände es werden auch andere Dinge besprochen wie Abläufe von Sanitätsdiensten sind und halt viele offene Fragen geklärt.
00:28:06: dass ist das was du dann halt abends in diesem Gruppen Abendin lernest.
00:28:09: und damit du diese Themen nicht so nach dem das war jetzt einmal und fändelt immer wieder hinten über, ist es halt so dass sich das immer und immer wieder wiederholt.
00:28:17: Wir haben da eine Jahresplanung und dort wird dann halt eingesetzt was wir unterrichten und das ist halt wichtig auch für den Bereich.
00:28:23: dann hinterher um auf die Menschheit sag ich mal losgelassen zu werden.
00:28:26: Ja gehört zum Beispiel als Thema fällt mir gerade mal ein hatten wir letztens noch bei uns.
00:28:33: ne Funkübung ist natürlich bei uns auch ein ganz großes Thema.
00:28:37: Wenn wir auf Sanitätsdiensten sind, gerade auch zum Beispiel wie Kirmes was du gerade angesprochen hast, da arbeitet man heute nicht mehr intern mit einem Handy, dass es werden beispielsweise zwei Leute als EVT.
00:28:52: EVT ist dann ein Erstvorsorgungsteam.
00:28:56: die werden mit dem Rucksack und mit dem Funkgerät über den Kirmest geschickt sieht man dann immer wieder mal wenn man mal drauf achtet.
00:29:02: Da sieht man immer wieder Leute in Orange oder Weiß, mit dem Rucksack auf den Rücken und Funkgerät rumlaufen.
00:29:09: Die gucken einfach ob alles in Ordnung ist.
00:29:11: Ist irgendwo was nicht in Ordnungen sind die beiden natürlich sofort vor Ort?
00:29:15: Können sich um gegebenenfalls eine verletzte Person kümmern?
00:29:19: Und haben dann auch das Wissen damit umzugehen.
00:29:22: also ist da jetzt nur zum Beispiel nötig nach einem Sturz- und Pflaster zu kleben.
00:29:27: Oder hat man sich nach dem Sturz vielleicht doch ein bisschen schwerer verletzt und geht dann übers Funkgerät.
00:29:32: Und fordert zum Beispiel den Rettungsfragen nach,
00:29:34: ja?
00:29:35: Und um da auch... Da gibt es natürlich ganz klare Richtlinien wie ich mich am Funk unterhalten kann.
00:29:40: Da kann ich nicht einfach nur so reinquatschen, wie ich das will oder wie ich jetzt hier mit euch mache.
00:29:44: Da muss ich die Richtlinie haben und regeln.
00:29:47: Das wird natürlich auch unterrichtet und auch mal beübt.
00:29:52: Dafür sind unsere Gruppenabende da.
00:29:55: üben müssen!
00:29:57: Meist hilfreich gibt eine Routine und gibt auch eine Sicherheit.
00:30:01: Und nimmt auch Angst, also wie geht ihr damit um?
00:30:07: Also wir haben immer die Möglichkeit belastende Sachen zu besprechen.
00:30:11: da gibt es auch speziell geschulte Kräfte bei uns für die halt diese psychosoziale Notfallvorsorge nennt man das haben und die dann halt solche Dinge aufarbeiten.
00:30:20: Wir sind da immer gesprächsbereit, auch im Vorfeld.
00:30:23: natürlich kommt immer die Aussage ich habe aber Angst wenn da mal ein Kind liegt.
00:30:27: ja das kann jedem passieren.
00:30:28: wir sind alle nicht sehr häufig in diesen Situation weil im Ehrenamt passiert Nicht so viel als wenn ich jetzt aktiv auf dem Rettungswagen sitze, aber wir gehen da halt mit Gesprächen und versuchen immer die Angst zu nehmen.
00:30:40: Aber wenn dann auch einer sagt stopp hier ist meine Grenze, dann merken wir uns das auch und dann wissen wir okay, wenn dieser Einsatz kommt müssen wir schauen dass er zum Beispiel als dritter Mann läuft, dass man ihn daraus nehmen kann.
00:30:50: also es ist nicht, dass sich sage derjenige hat jetzt Angst und das funktioniert alles nicht!
00:30:55: Also auch da stehen wir immer mit mit Gesprächen und was nimmt ihr die Angst?
00:30:59: Und wie können wir damit umgehen?
00:31:00: immer zur Verfügung
00:31:03: Was sind eure Festen?
00:31:05: Habt ihr so was wie eine Jahresplanung, also habt ihr feste Ereignisse wo ihr vor Ort seid.
00:31:13: Genau wir haben verschiedene Veranstaltungen in Oberhausen wo wir immer wissen da sind wir jedes Jahr zum Beispiel der Schulwaldlauf im Kaisergarten in Kooperation mit der Juanita, fest in der Rudolf Weber Arena.
00:31:26: Das heißt wir haben da auch den ganzen Jahresplan welches Konzert läuft wo wir hin müssen.
00:31:31: aber es kommen halt auch immer wieder spontane Anfragen.
00:31:33: dann kommt irgendein Verein und sagt ich habe jetzt ein Fußball Turnier könnt ihr da kommen?
00:31:38: Und dann geht halt diese Maschinerie los das dann unser Schiff da der Leiter Einsatzdienste Angebote erstellt und dass ist dann nur noch ein wirtschaftliches Ding bis die sagen ja okay werden wir eingeteilt.
00:31:48: Und das ganze steuern wir über eine App, in dieser App kann jeder Hilfer sehen was an Sanitätsdiensten offen ist und wenn er sagt okay jetzt habe ich Zeit an dem Tag dann trägt der sich da ein und dann ist es auch sehr unproblematisch.
00:32:01: Ihr seid schon planbar für Veranstaltungen.
00:32:04: oder passiert das denn auch dass ihr noch irgendwie auf Abruf seid?
00:32:10: So wie ich das jetzt verstanden habe seid ihr tatsächlich vor Ort bei Großveranstaltung für die Ersthilfe Seitdem aber trotzdem zwischendurch bei wirklich schweren Unfällen mit dabei, also dann auch vielleicht auf Kirmes?
00:32:22: Wenn du das Thema Kirm ist da sind wir ja auch nur mal eben bei einer Großveranstaltung.
00:32:27: Und ja, da kann es natürlich sein wenn wir vor Ort sind und da passiert eben dementsprechenden relativ schweres Unglück so wie du das jetzt ansprichst.
00:32:37: Dann sind wir natürlich auch vor Ort weil wir sind Wir sind für diese Kirmensanitätsdienstlich in dem Moment verantwortlich.
00:32:46: Ja, das heißt wir es laufen dann ja auch nicht nur zwei Leute mit dem Rucksack rum wie ich das gerade gesagt habe Dann laufen eben über die Kirmes vier fünf oder sechs mal zwei leute mit dem rucksack herum Die also das ganze areal das ganze gebiet so ein bisschen Absichern können.
00:33:03: ja dann hat jeder immer so ein bißchen Sein sein Bereich wo er drin rumlaufen kann.
00:33:07: und wenn da eben was passiert dann haben wir natürlich auch über den Funkverkehr, eine Verbindung zu unserem ELW.
00:33:15: Zu unserem Einsatz Leitwagen der dann hauptverantwortlich eben irgendwo steht und von da aus weiter dann konstruktisch spinnen kann.
00:33:25: Es wird immer zum ELW hingemeldet und der ELW kann dann eben weiter entscheiden.
00:33:31: was machen wir jetzt hier?
00:33:32: Was brauchen wir?
00:33:32: Brauchen wir ein Rettungswagen, brauchen zwei Rettungwagen brauchen wir dies, das brauchen wir einfach nur vielleicht eine trage Unterstützung weil ein Patient nur noch liegend erstmal aus dem Prozess da rausgeholt werden kann.
00:33:49: Das sind die Sachen.
00:33:50: ja natürlich sind wir dann für sowas auch da.
00:33:53: Ihr seid vor allen Dingen einfach auf einem fester Standort.
00:33:56: ich glaube ihr seid oft gerne mit Zelten unterwegs dass ich auch einfach, wenn mir ein bisschen cholerig werde.
00:34:02: Wenn ich vielleicht irgendwie doch einen Glas zu viel getrunken habe, dann kann ich mich kurz bei euch hinsetzen und kriege ein paar Elektrolüte.
00:34:09: Also auch dieses Angebot ist bei solchen Veranstaltungen abgedeckt von euch.
00:34:13: Genau
00:34:13: also es kommt immer auf die Veranstaltung an sich an.
00:34:15: Wenn du natürlich eine Innenveranstaltung hast, kriegst du meist einen festen Raum zugewiesen.
00:34:19: Dann sitzt du halt wirklich da mit deinem Rucksack auf dem Stuhl und die Leute sprechen dich an.
00:34:23: Ähm...wenn kein Zelt von Nöten ist weil's zu klein ist haben wir einen Rettungswagen.
00:34:27: auch bei uns im Ehrenamt den wir mitnehmen Verhandlungsraum nutzen, wenn dann auf so einem Mai fest zum Beispiel es einem schlecht geht.
00:34:33: Dann bringt man den eben ins Auto kann da vernünftig seine ganzen Sachen abarbeiten.
00:34:38: Oder auch Zelte bei Großveranstaltungen, wie zum Beispiel dem Schulwaldlauf.
00:34:42: Da wird natürlich vorher aufgebaut dass man mehrere Plätze hat da drin und so ist das dann.
00:34:47: aber dann sind wir immer ansprechbar.
00:34:48: also wir werden uns nie verstecken.
00:34:50: Wir wollen immer zeigen wir sind hier Und wenn es dir schlecht geht kommt zu uns.
00:34:53: ob wir laufen sitzen oder fahren wie auch immer Es ist immer so dass wir präsent sind.
00:34:59: Wie kommt man denn auf euch zu?
00:35:00: Wenn ich jetzt eine groß Veranstaltung plane die erste neue.
00:35:03: von mir Ruf ich euch jetzt einfach an als Organisation und bitte um eure Hilfe.
00:35:09: Und ihr bringt ein Konzept mit?
00:35:11: Also du kannst uns anrufen oder es gibt auch die Möglichkeit des Kontaktformulas, da trägst Du halt einfach ein was hast Du für eine Veranstaltung?
00:35:19: wieviel Besucher erwartest Du?
00:35:20: ungefähr?
00:35:21: kommt VIP wie zum Beispiel der Bürgermeister oder irgendein toller Sänger den Du einlädst und anhand dieser Daten kommt das dann bei uns an und unser Leiter Einsatzdienste hat dann halt einen Schema der sagt okay so viel Besucher viel Quadratmeter.
00:35:35: Das ist ein So und so fest, es kommt kein VIP.
00:35:38: dann sag ich dir jetzt du brauchst zwei Sanitäter und das kostet dich so und so viel.
00:35:41: also da hast du nichts mit zu tun.
00:35:43: Du teilst uns nur die Daten deiner Veranstaltung mit und den Rest machen wir.
00:35:47: Und es ist natürlich zeitabhängig, ob vielleicht gerade der Slot auch frei ist.
00:35:51: Der wird immer frei sein!
00:35:53: Vielleicht am Wochenende wo die Kirmis.
00:35:55: vielleicht ist dann nicht so.
00:35:57: aber um von der Kirmismal ein bisschen wegzukommen.
00:35:59: Schulwaldlauf wurde gerade schon ein bisschen erwähnt.
00:36:02: was sind so die üblichen Veranstaltungen in den Oberhausen wo ihr tätig seid?
00:36:07: von der Ehrenamtseite die beliebtesten Veranstaltung und dort Einsätze zu machen.
00:36:12: Die
00:36:12: Rudolf Weber Arena ist gerade sehr beliebt, weil man steht halt auch sehr häufig neben der Bühne – welch ein Jammer!
00:36:18: Das muss man dann auch so hinnehmen.
00:36:20: aber ansonsten ist vom Pfarrfest über.
00:36:23: wir hatten schon Kindergeburtstag wo irgendeine Frau meinte ich möchte jetzt auf dem Kindergeburtstag keinen Schüsselklopfen spielen sondern ich möchte erste Hilfe unterrichten.
00:36:33: Gartenfeste, wir haben Mai-Feste.
00:36:36: Die Holten der Nachtwächter laufen durch die Gegend und fahren hinterher.
00:36:39: Da ist wirklich keine Grenze gesetzt wo wir anfangen, wo wir aufhören.
00:36:42: Es gibt immer Dienste.
00:36:43: wer setzt sich gerne acht Stunden in eine Kleingartenveranstaltung weil es sein
00:36:47: muss?
00:36:47: dann wäre natürlich die Arena der bessere Punkt.
00:36:50: aber unsere Ehrenamtler sind eigentlich so gestrickt dass sie sagen hey ich mache das für uns Ich habe da was von und dann setze ich mich auch da acht Stunden hin
00:36:58: Weil ich musste jetzt auch so ruhen, laufe vielleicht.
00:37:02: Wir haben ja hier in den Alt-Oberhausen... Wo kommt ihr eigentlich her?
00:37:06: Aus
00:37:06: der
00:37:06: gerade?
00:37:07: Das ist da.
00:37:08: Weil hier im Altoberhaus die berühmt berüchtigte Musik Sommernacht zum Beispiel.
00:37:14: Da erwarte ich euch eigentlich erfasst, oder?
00:37:17: Also uns wahrscheinlich nicht.
00:37:18: Weil wir teilen uns das ja mit den Vielhilfsorganisationen und es kommt halt immer drauf an... Es ist auch eine Preisfrage wo der Veranstalter wirklich zuschlägt oder was er jetzt als erstes.
00:37:28: also ich muss mal ehrlich sagen die meisten sagen okay Sanitätsdienst Rote Kreuz Das ist einfach ein Begriff dass weiß jeder Und andere gucken dann auch mal über den Tellerrand und sagen hey es gibt ja noch ganz andere.
00:37:37: Dann frage ich da auch mal an und dann entscheidet sich weiß ich nicht nach nahe so über den Preis oder wer sich zuerst meldet.
00:37:43: Also man kann jetzt nie sagen, wir machen hier alles das teilt sich gut auf.
00:37:47: aber ansonsten wenn die Anfrage kommt und wir können es bedienen sind wir natürlich immer dabei.
00:37:53: Was ist für dich persönlich?
00:37:54: Das Lieblings-Event im Jahr?
00:37:57: Oh!
00:37:57: Das ist wirklich schwierig.
00:37:59: also ich kann dir sagen welche Events ich nicht so gerne
00:38:01: mache Aber
00:38:02: ja das Lieblungs-Events Ja natürlich würde ich lügen, wenn ich sage da kommt was in die Arena.
00:38:08: Was ich gerne gucke, da gehe ich jetzt nicht gerne hin.
00:38:11: aber man muss auch mal sagen das kann auch voll schief gehen weil Ich bin immer noch zum Arbeiten da und das letzte Event was ich mir vorgestellt habe was sich gemütlich gucke endete dann im Desaster für mich.
00:38:20: Ich hab nichts gesehen Aber ansonsten habe ich da nicht so die Prioritäten.
00:38:25: Ich mache kleine Karnevalsveranstaltungen gerne.
00:38:28: Ich geh auch gerne auf große Dienste.
00:38:30: Jahuén Loff war nicht so meins.
00:38:32: Da war dann auch die Luft sehr schlecht.
00:38:34: Das war nicht so günstig, aber ansonsten mache ich einfach alles was sein muss.
00:38:40: Aber ja man hat natürlich bei manchen Dingen sagt man sich Ja das macht jetzt doch ein bisschen Spaß weil es schon cool ist solche Leute zu sehen aber das kann halt auch immer nach hinten losgehen.
00:38:48: also man sollte nicht denken Ich gehe auf diesen Dienst Weil das ist jetzt gerade der Star und den sehe ich.
00:38:53: Nein das ist nicht die Qualität den zu sehen.
00:38:55: Also du bist erst mal zum Helfen da.
00:38:59: Dadurch dass wir heute zwei Gäste haben So völlig eh leute Habt ihr auch gemeinsam Einsätze oder müsst ihr euch splitten?
00:39:07: Du bist die Vertretung, hab ich zu mir schon mal rausgehört.
00:39:10: Ich bin die Vertreterin.
00:39:14: Aber ich darf auch mal reden!
00:39:17: Das wollte ich gar nicht.
00:39:20: Macht man sich Gedanken...
00:39:22: Da schneiden wir gleich raus und natürlich werden wir das nicht machen.
00:39:28: Nein, wir sind natürlich auch sehr oft ... gemeinsam in Einsätzen unterwegs.
00:39:36: Wo ich aber auch der Meinung bin, dass das schweißt uns immer noch mehr zusammen weil wir dann auch zusammen arbeiten müssen und zusammen wissen müssen wie wir strukturiert und konzentriert einen Einsatz abarbeiten müssen.
00:39:50: Und das funktioniert bei uns wirklich sehr gut.
00:39:54: Das ist wirklich so ein ... Ich sag mal, da verstehen wir uns auf Augenkontakt wenn Was braucht, da weiß Uli was sie mir angeben muss oder umgekehrt genauso.
00:40:06: Da ist kein Zimmer bitte!
00:40:08: Da gibt es keinen Bitte und Danke wenn wir im Einsatz sind dann gibts nur noch tak-tak-tak.
00:40:13: so muss das gehen und das funktioniert so.
00:40:16: Und das ist auch das was wir aber auch durch die Zeit durch üben, üben ,üben gelernt haben.
00:40:26: Ganz wichtige Geschichte.
00:40:27: Dafür habt ihr ja auch im normalen Alltagsleben genug Übung wahrscheinlich gehabt, gerade die Nonverbalität wahrscheinlich.
00:40:34: Gibt es denn aber auch so Momente wo man das dann vielleicht kurz mal geärgert hat und mit nach Hause nimmt?
00:40:40: Und dann denkt so Boah Schatzi!
00:40:42: Nächste Mal.
00:40:44: Also ich muss mal sagen, so lang warte ich gar nicht!
00:40:48: Wenn im Einsatz irgendwas aufplöppt dann musst du das raus, dann sage ich kurz und knapp, dass hätte ich vielleicht anders gemacht.
00:40:53: aber ich muss ehrlich sagen, ich glaube es passiert so gut wie gar nicht weil das einfach... Ja es hört sich jetzt vielleicht komisch an, aber es ist ein blindes Verständnis und im Einsatz funktionieren wir wirklich super.
00:41:02: also da könnte ich sagen privat gibt's da vielleicht mal mehr Reibereien wenn die Kaffee das nicht in der Spülmaschine landet.
00:41:07: aber im Einsatz ist das wirklich absolut Ja, professionell und das ist blind.
00:41:13: Das weiß ich aber auch.
00:41:15: Aber es können wir mit anderen Kollegen, mit denen wir viel zusammenarbeiten, aber bei uns ist es halt wirklich prädestiniert, dass es gut funktioniert.
00:41:23: Und man muss auch mal sagen, wenn wir uns im Einsatz ständig trennen würden, würden wir uns gar nicht mehr sehen.
00:41:28: also dann wäre wirklich schwierig weil dieses Stundenkonto von uns gerade in gehobener Positionen mit allen Bereichen schon so immens voll ist, dass da manchmal für Privatleben schon nichts mehr überbleibt.
00:41:38: Also das ist schon hart!
00:41:40: Zum Teil, ja.
00:41:43: Aber man hört auf jeden Fall sehr raus wie mit welcher Leidenschaft dir eigentlich daran geht weil ihr habt ja wirklich zu hundert Prozent Malteser im Alltag.
00:41:51: also wenn ich jetzt sage auch mal einfach zur Eurer Tätigkeit das ist euer Alltag es glaubt nicht gar nicht so anstrengend für euch oder?
00:41:59: Na wir sind schon natürlich da sehr involviert und auch natürlich mit sehr viel Herz dabei.
00:42:06: Ich muss mit sehr viele Herz dabei sein Weil ich mache ja den Maltesa Job neben meinem Hauptjob.
00:42:13: Also mache ich das als On Top oder wir machen das als on top so und dann muss ich schon ja auch ein bisschen bekloppt sein, um diesen Job auch so zu lieben wie ich das mache und dass auch versuchen rüberzubringen und meinen Mitmenschen die mich in der Einsatzkleidung sehen Das auch zu zeigen.
00:42:37: Und das finde ich auch einen ganz wichtigen Punkt im Ehrenamt, wenn ich draußen auf der Straße bin und ich habe Maltesersachen an – Ich werde erkannt!
00:42:45: Jeder andere Zivilist ist, sag' ich mal jetzt, ganz doof ein normaler Zivilisten.
00:42:52: Der rennt da in seiner Jacke rum, was weiß ich?
00:42:55: Heute hat er eine blaue an, morgen eine braune übermorgen eine grüne.
00:42:59: Ich renn immer in Maltesa PSA-Rum oder wir Und da werden wir erkannt und auf uns wird immer geguckt.
00:43:07: Ich möchte weitergeben, dass ich meine Freude am Malteser sein, weil eben dir mitgeben kann zum Beispiel wenn du mich siehst.
00:43:20: Ja?
00:43:20: Ich will da jetzt nicht stehen mit einer dicken Lippe auch Scheiße!
00:43:23: Ich habe hier einen Job und muss genau drei Stunden stehen und einigebe das alles total auf dem Boller und ich will dort nicht... Nein!
00:43:30: Ich stehe hier, weil ich das
00:43:32: will.".
00:43:33: Und weil ich da Spaß dran habe und weil ich finde, dass der Job als Maltese auch im Ehrenamt wichtig
00:43:41: ist.
00:43:48: Ja.
00:43:52: Hast du dann angefangen mit Kuchenbacken oder hast du angefangen, ich fahre den mal hin?
00:43:56: Also wie entsteht so eine Dynamik, dass ihr beide da seid?
00:44:00: Weil natürlich ist das Ehrenamt sehr zeitaufwendig und natürlich ist es ne total smarte Lösung für euch, dass Ihr eure Freizeitgestaltung zusammen verbringt!
00:44:10: Und dann habe ich nicht die Diskussion mit.
00:44:12: Du gehst schon wieder freitagabend dahin oder sowohl natürlich auch innerhalb einer Beziehung Konflikte entstehen können das noch.
00:44:20: Smart von euch, also Kuchenbacken oder Autofahren?
00:44:24: Wer war zuerst dran?
00:44:25: Wechglisch süß.
00:44:27: Total!
00:44:28: Wir beide zusammen wirklich.
00:44:30: Also das war wirklich so dieses Komma-Helfen weil ich hatte selber mit achtzehn auch meine erste Ehrenamtzerfahrung bei einer anderen Hilfsorganisation und habe dann aufgrund von Schwangerschaft aufgehört.
00:44:40: Also war der Weg für mich sehr einfach und für mich war eigentlich von vornherein klar du machst mit oder ich mache es nicht.
00:44:46: Also, das war so.
00:44:47: Ich weiß wie aufwendig Ehrenamt sein kann und ich wollte jetzt nichts machen, wo ich sage, ich trenne mich von meinem Ehemann entferne ich mich weil ich mach jetzt Ehrenamten und das ist toll, weil ich konnte mir schon fast denken was endet aber es war auch gar keine Frage.
00:44:59: irgendwie.
00:44:59: also er sauchte ja gut gehen wir mal gucken und dann war gucken werden sehr schnell sehr viel.
00:45:04: und also von daher hat sich die frage nicht gestellt wer hat angefangen?
00:45:07: wir sind direkt gemeinsam dahin und haben auch gesagt wird machen dass gemeinsam ansonsten funktioniert halt nicht
00:45:13: genau unterschied.
00:45:15: Zu Uli noch, wie gesagt hat sie ja gerade gesagt.
00:45:18: Sie hat ihren Amt früher schon mal gemacht.
00:45:20: für mich war es jetzt erst also im Jahr zwei Tausend Achtzehn ein kompletter Neuanstich in diese Wahnsiedigkeit und ich bin mitgegangen Ja weil klar wir als Paar da wo Uli hingeht gehe ich auch hin und umgekehrt auch.
00:45:39: Und dann war ich da hab mir das angeguckt und Bin total gefest gewesen vom ersten Moment eigentlich an total geflasht, hab dann wie gesagt auch da meine Unterrichtseinheiten bekommen.
00:45:51: Hab da erst im Jahr zwei Tausend Achtzehn für mich persönlich den Einstich in die medizinische Ebene bekommen und bin auch da gut reingekommen und mittlerweile hauptberuflich auf medizinischer Ebene unterwegs.
00:46:12: also Malteser sei Dank.
00:46:14: Das heißt man wächst mit dem Ehrenamt?
00:46:17: Ja, so kann man das nennen.
00:46:19: Also man hat Angebote und wenn man die annimmt, man investiert natürlich so viel Zeit wie man investieren möchte.
00:46:25: aber wenn man da die feste Überzeugung hat ich möchte da irgendwo ziemlich weit kommen, kann man da auch sehr weit kommen.
00:46:31: also ehrenamt öffnetüren und ich glaube wir sind nicht die einzigsten in dem Bereich so hängen geblieben sind, dass wir sagen okay, wir machen jetzt auch beruflich was.
00:46:40: Also viele die im Ehrenamt tätig sind orientieren sich dann noch mal neu und sagen ich glaube die Sparte liegt mir besser und ich muss jetzt irgendwas in den Bereich machen und gehe aus meinem alten Bürojob weg.
00:46:51: also das ehrenamt öffne Türen finde ich wenn man es möchte auf jeden Fall
00:46:56: ja nicht nur so türen sondern man erfährt mehr auch über sich selber.
00:47:00: wie geh ich mit Gefahrensituationen um?
00:47:03: wie Interagiere ich mit anderen Menschen wie ... Ich hab schon einen großen Bekanntenkreis, aber so wie ihr das beschreibt habt ihr immer mit ganz unterschiedlichen Menschen hier in Oberhausen zu
00:47:17: tun.
00:47:18: Ja, das auf jeden Fall!
00:47:19: Also jede Veranstaltung bringt ja ein anderes Publikum mit und dann hast du entweder die ältere Generation oder du weißt jetzt es... Zum Beispiel das und das in der Arena, dann weißt du genau okay die Generation kommt mit dem Rollator.
00:47:32: Die Nächsten kommen mit einem Kinderwagen so, ne?
00:47:34: Das ist halt ganz breit gefächert und du musst dich irgendwie auf alles einstellen.
00:47:39: Du hast da alles.
00:47:40: Bundesprogramm!
00:47:42: Wie ist so das Feedback?
00:47:43: also wenn ich euch sehe, auferkehren wir es, kommen die Leute auf euch zu wie man hört ja manchmal so dass Menschen beschimpft werden oder das was nicht mehr so ganz so... positiv aufgenommen wird, wie es eigentlich gedacht ist.
00:47:58: Könnte da so eine Entwicklung auch vielleicht beschreiben?
00:48:01: Hat sich da was getan in den letzten Jahren?
00:48:03: Also... Wie is Oberhausen zu
00:48:05: euch?!
00:48:07: Also bei uns wenn ich jetzt nur mal von uns rede auf den Veranstaltungen wo wir unterwegs sind, ist Oberhausenn sehr pro Helfer!
00:48:19: Also ich selber hab da noch keinen negativen Einfluss von den Leuten gefunden, dass man eben beschimpft bespuckt wird oder andere angegangen wird.
00:48:27: Was man eben so in den Medien mittlerweile leider immer öfter hört was ich immer mehr erfahre wenn ich gerne auch als Fußtrupp unterwegs bin wie es gerade mal angesprochen habe.
00:48:42: ne Leute kommen nicht direkt auf eins.
00:48:43: ja wenn man irgendwie ein Wehwehchen hat ach guck mal.
00:48:46: gut das sind die Sanis.
00:48:48: Aber auch im normalen Rundlauf, wenn ich einfach unterwegs bin ... die Leute sehen dich.
00:48:53: Die Leute begrüßen dich einfach.
00:48:55: Die lachen dich mal an und freuen sich, dass du da bist.
00:48:57: Man hört auch mal so im Vorbeigehen einen Satz toll, das ihr den Job macht oder toll, dass ihr da seid.
00:49:03: Also Ehrenamt ... Die Leute wissen ja jetzt nicht unbedingt, dass es ehrenamt ist aber man wird schon gesehen und man wird auch schon so ein bisschen positiv angesprochen.
00:49:18: Das auf jeden Fall.
00:49:20: Ja, ich glaube da haben wir im ehrenamtlichen Bereich noch ein bisschen mehr Luxus als wenn man das hauptamtlich macht.
00:49:24: Da ist das Geräte schon mal ein bisschen anders.
00:49:27: aber in einem ehrenamtlichen Bereich glaube ich ist es positiv ziemlich positiv das Feedback, dass die wirklich denken danke, dass ihr hier seid.
00:49:34: Und wenn man mal ins Gespräch kommt sind viele auch total geschockt, dass wir da keinen Cent Geld für kriegen.
00:49:38: Das ist dann auch manchmal so wie ja und was machst du denn sonst so?
00:49:42: Ja ich gehe noch arbeiten okay wow das ist krass.
00:49:44: also dieser Schock ist dann manchmal dachte ich nicht aber im Ehrenamt ist es wirklich sehr wertschätzend im Gegensatz zu regulären.
00:49:52: Die haben den schwereren Stand.
00:49:54: Wir stellen uns nicht draußen hin und sagen, guck mal hier die Maltleser sind da und ihr müsst uns jetzt alle feiern.
00:50:03: Man sagt ja auch immer am besten sind wir immer da wo wir nicht sichtbar sind.
00:50:09: Wir müssen nicht unbedingt immer sichtba sein aber präsent.
00:50:14: Das ist das was wir draußen versuchen Präsenz zu sein aber eben nicht unbedingt großartig auffallen.
00:50:21: Wir laufen zwischen Menschen hin und her, gucken das soweit alles in Ordnung ist.
00:50:26: Wenn eben Bedarf ist sind wir da und dafür sind wir halt da.
00:50:30: Das ist der Job den wir machen relativ unscheinbar zu sein aber doch eben mittendrin.
00:50:39: Werdet ihr eigentlich dann auch schon wieder erkannt?
00:50:42: Ihr persönlich jetzt wenn es mir mal nicht gut ging quasi in Anfangsstrichen gerettet worden.
00:50:51: Die Erstversorgung lief gut und dann wurde ich vielleicht ins Krankenhaus weitergeladet, da bin ich ja erst mal für euch weg.
00:50:59: Passiert das manchmal, dass jemand wieder irgendwie Kontakt aufnimmt und sagt danke schön?
00:51:02: Das war notwendig, wenn ich da richtig ins Krankenhaus musste?
00:51:06: Ja also sehr... Prägend ist das jetzt noch nicht, wie gesagt wir sind auch gerade erst im Wiederaufbau.
00:51:12: Aber es kommt schon mal vor dass wirklich Menschen ankommen und sagen da hat mich mal jemand gerettet und da möchte ich jetzt nochmal explizit Danke sagen.
00:51:20: meistens muss man leider sagen geht der Dank an die Feuerwehr Die sind halt da, ne?
00:51:24: Weil immer so Arich wird gerettet.
00:51:26: Der Rettungswagen, die Feuerwehr alles super!
00:51:28: Aber ja es ist auch schon passiert dass ich auf Sanitätsdiensten war und danach auf ein Sanitätzdienst und dann Person XY sagte hey weißt du
00:51:35: noch?!
00:51:36: Du warst da diejenige und dann hab' ich sogar noch einen Selfie mit dir gemacht weil's mir so schlecht ging.
00:51:41: Ich sag okay, erinnere mich natürlich dran und dann sehe ich auf einmal dieses Foto und denke ah ok also das kommt auch schon vor definitiv Ja
00:51:49: Ich hab gerade schon ein paar Wörter gehört.
00:51:52: Wahnsinn, die Verrückten!
00:51:57: Also ich mach auch Eier und Amt wie beide eigentlich machen Ehrenamt.
00:52:01: Wir haben jetzt noch mit Kindern zu tun Und das Thema Feierabend war grade Thema.
00:52:06: Wann haben wir alle so Feier Abend?
00:52:08: Wann habt ihr Feier Abend?
00:52:09: Wanne haben wir Feier abends?
00:52:11: Das ist eigentlich klassisch fürs Ehrenabend dass man keinen... keine Uhrzeit hat eigentlich, sondern man ist dann fertig irgendwann.
00:52:20: Man braucht solche Verrückten die dazu zumindest in Anspruch nehmen.
00:52:28: okay ich habe eigentlich nur bis zwanzig Uhr Zeit jetzt aber hier irgendwie noch nicht ganz Ende.
00:52:32: ich muss ja noch abbauen dass es wichtig ist das wir Menschen brauchen die einfach mehr machen als sie's müssten eigentlich
00:52:40: definitiv.
00:52:41: also du brauchst da wirklich schon einen bisschen Wahnsinn dazu.
00:52:45: Aber wir akzeptieren auch, wenn Leute kommen und sagen hey nee ich muss morgen um sechs Uhr arbeiten und heute ist für mich wirklich um acht Uhr Schicht.
00:52:51: Ja man versucht immer mal zu fragen ob halt neun auch noch eine Option wäre.
00:52:55: aber nein natürlich wird das akzeptiert weil man kann halt nicht voraussetzen oder ich musste irgendwann auch mal lernen dass nicht jeder so ist wie ich.
00:53:02: also ich kann das nicht von jedem verlangen.
00:53:04: ich muss das nehmen was sie mir bieten.
00:53:06: aber es ist natürlich immer schön wenn der Helfer bereit ist zu sagen Ich brauche keinen Feierabend!
00:53:13: Ja, eigentlich ist ja natürlich wird drauf geachtet.
00:53:17: Für uns im aktiven Dienst dann ist natürlich dann Feierabend.
00:53:21: wenn A die Veranstaltung zu Ende ist für die wir eben da sind und B nach dann eventuell auch noch Veranstaltungsabbau.
00:53:33: der Veranstalter ums dann irgendwann sagt so jetzt schön dass er da war und jetzt könnt ihr feiern machen oder guckst auf Uhr und sagt Scheiße, die Veranstaltung ist schon zwei Stunden vorbei und ich bin immer neu hier.
00:53:47: Also das macht schon ein bisschen den Wahnsinn aus.
00:53:51: Es ist dann eben nicht nur mal vielleicht ein Open-Air-Konzert in einem Kleingartenverein was von, ich sag mal, neunzehn bis zwanzig Uhr angesagt ist.
00:54:04: es ist dann auch noch der Abbau vielleicht brauchen, um vielleicht noch ein, zwei Bier zu trinken und trotzdem sicher vom Veranstaltungsgelände wieder gehen können oder weg sind.
00:54:21: Ja das ist eben der Wahnsinn in Tüten dabei, der dazu gehört.
00:54:28: Wahnsinn natürlich im positiven Sinne.
00:54:32: Ein erfüllender Wahnsinn!
00:54:35: Wie viel nehmt ihr mit nach Hause, mit dieser Erfüllung?
00:54:38: Wenn du bist jetzt auch noch mal ganz frisch mit Ehrenamt.
00:54:40: Du hast eine andere Feuerfahrung ... Weil das für dich ist nicht so lange her.
00:54:46: Hast du eine völlig andere Erfüllung für dich gehabt?
00:54:49: Ja auf jeden Fall.
00:54:51: Auf jeden Fall!
00:54:51: Also durch die Sachen, durch diesen immensen Kontakt... Für mich sehr positiven Kontakt Mit Menschen, die ich nicht kenne oder die mich nicht kennen.
00:55:03: Ich nehm da unheimlich viel mit nach Hause.
00:55:06: Eben diese Wertschätzung, die man bekommt oder auch ... Ja auf Veranstaltungen, die Wertschätzungen, Großveranstaltung oder auch wenn ich das ... Ich muss das Thema mal dahin bringen.
00:55:22: Wenn wir unser Seniorencafé abhalten Das ist dann im relativ kleinen Rahmen Wir reden davon ungefähr Roundabout im Schnitt vielleicht so bis zwanzig Senioren, die da hinkommen.
00:55:36: Die bekommen Kaffee und Kuchen.
00:55:38: Wir werden ein bisschen bespaßt.
00:55:39: Wir spielen hinterher ein paar Runden Bingo ... Und dieses Lächeln, dass das Lachen von Menschen, die einfach dankbar dafür sind, dass du deine Zeit mit denen opferst oder die Zeit mit den verbringst und dich aber auch mit denen befasst.
00:55:59: Du machst ja nicht nur einfach die Tür auf unschürtes Kaffe ein Du redest mit den Leuten.
00:56:04: Du kommst irgendwie mit denen ins Gespräch, ja?
00:56:08: Und ich krieg schon wieder eine Gänsehaut dabei!
00:56:12: Nein es ist aber wirklich so.
00:56:13: das sind unheimlich erfüllende Sachen und darum macht mir auch... Darum komme ich auch glaube ich von diesem Ehrenamt, von diesen Maltesern gar nicht mehr weg.
00:56:22: Man braucht also eigentlich nicht den offensichtlichen Verband.
00:56:25: Also am Arm, man braucht keine offensichtliche Vorletzung.
00:56:29: Ich finde Stichwort Einsamkeit.
00:56:32: Kann man mit einem sanitären Koffer vielleicht ... ja ich habe es gewerkt, dass Sanitäter Kofferswett machen.
00:56:40: Da ist das vielleicht schon schöner wenn man einfach nur mal da ist und zuhört.
00:56:46: Also die Dame im Seniorencafé sind dann auch irgendwann so vertrauensvoll, dass sie halt Post mitbringen und sagen kannst du mir da mal irgendwie ein Helfen?
00:56:54: Guck doch mal drüber.
00:56:54: Und die schütten wirklich ihr Innerstes nach außen.
00:56:57: Na also wenn dir das Vertrauen was eigentlich aus sehr schnell geht einmal gefasst haben, dann erzählen die dir Sachen... Das ist unglaublich!
00:57:04: Die freuen sich dann wirklich auf die nächsten den nächsten Termin in vier Wochen, weil sie dann so viel erlebt haben dass die einfach ihre Seele ausschütten möchten und ich glaube das kannst du halt mit keinem Pflaster machen.
00:57:14: Das ist schon so wie du sagst ja.
00:57:16: Ja es ist auf jeden Fall sehr wertvoll eure Arbeit.
00:57:20: wir haben glaub ich vergessen zu fragen Wie oft macht ihr das in der Woche eigentlich?
00:57:23: oder ist das auch im Monat gerechnet?
00:57:25: Meinst Du was er namnt an sich?
00:57:27: also Ja, so wie es gerade ist.
00:57:31: Also der Freitag ist immer gesetzt gar keine Frage aber dann halt sehr spontan.
00:57:35: die Dienste sind Seniorencafées Mittwochs Dann hast du manchmal Sanitätsdienst am Dienstag Am Donnerstag Am Samstag Am Sonntag Jeder Tag ist möglich.
00:57:44: also da wo's gemacht werden muss wirds gemacht.
00:57:47: Mal hast du aktive Wochen dann hast Du nicht so aktive Woche.
00:57:49: das kann man gar nicht pauschalisieren.
00:57:52: Wenn ich neu komme, darf ich einmal die Woche?
00:57:54: Ich darf aber auch dreimal die Woche.
00:57:55: Ich darf auch nur einmal im Monat oder?
00:57:57: Ja
00:57:58: natürlich du darfst auch nur mal im Quartal.
00:58:00: hauptsache Du kommst mal irgendwann und wir wissen du bist noch da Aber so wie es bei dir passt.
00:58:04: also viele kommen und sagen dann direkt ich habe aber nur vier stunden in der woche zeit Wo ich mir denke besser viel als keine.
00:58:10: Wir finden da auch was für Und kommt so wie du das möchtest.
00:58:14: nur wichtig ist halt immer Für uns melde dich bitte ab oder an damit wir planen können.
00:58:18: weil so ein Ausbildungsabend wenn wir sagen was weiß ich, wir machen die und die Übung heute.
00:58:22: Dann weißt du ob du die mit fünf oder mit zwanzig Personen
00:58:25: planst.".
00:58:26: Und das ist halt wichtig!
00:58:26: Das ist das Einzige wo wir sagen dass es für uns Voraussetzung diese Verlässlichkeit, dass du uns sagst hey heute komme ich nicht.
00:58:32: und auch wenn du einfach sagst ne Fernsehprogramm ist zu gut Wetter ist so toll Ich hab kein Bock dann isst das so?
00:58:38: Dann ist dir keiner böse.
00:58:39: aber wir wollen halt Ehrlichkeit.
00:58:41: Ich habe heute keine Lust ich kann heute nicht und dann ist das auch okay für uns.
00:58:44: Merkt ihr so, oder also ein bisschen jetzt von Malteser ist nur zum Feiern und ich gehe zu Konzerten oder auf Kirmes.
00:58:53: Von der veränderten Weltwir... Also Weltlage Krisen kommt das näher?
00:59:00: Kommt es auch zu euch?
00:59:02: Also weil das ist ja schon so ... Ich empfinde euch oder auch andere Hilfsorganisation immer wie die so eine Versicherung!
00:59:10: Also ich freue mich dass ihr da seid will euch aber eigentlich nicht im Einsatz sehen.
00:59:17: Das ist bei mir immer so ein bisschen die Spannungslage, also wirklich.
00:59:23: Gibt es eine Veränderung?
00:59:24: Wie geht ihr damit um?
00:59:25: seit ihr dafür bereit?
00:59:28: Ja, die Vorbereitung auch seitens der Feuerwehr und die Schulung und die Sensibilisierung der Bevölkerung wird anders.
00:59:34: Man merkt das früher war es dann halt diese Katastrophenschutzlage.
00:59:37: okay es wurde eine alte Weltkriegsbombe gefunden.
00:59:39: Die muss heute entschärft werden und du musst mal aus deiner Wohnung raus.
00:59:42: Heute reden wir von Notfallgepäck Vorräten, die man sich in den Keller stellen soll.
00:59:47: Weil immer was passieren kann.
00:59:49: Wir haben Blackout-Szenarien.
00:59:50: Es geht ja nicht mehr um den reinen Angriff von oben aus der Luft oder wie auch immer.
00:59:55: Cyberangriffe sind mittlerweile viel schlimmer und da muss man halt die Bevölkerung sensibilisieren und das kriegen wir mit weil auch die Anforderungen an uns dann nochmal anders werden.
01:00:04: Wie gehen wir als Helfer damit um?
01:00:06: Wo gehen wir hin?
01:00:07: Was machen wir mit unseren Familien?
01:00:09: ist jetzt bei uns natürlich einfach, weil wir alle dabei sind.
01:00:12: Aber Helfer XY hat zu Hause noch die Mutter, die will er nicht alleine lassen in so einem Fall.
01:00:16: Er sollte aber den Einsatz.
01:00:18: also heißt das dann für uns auch wir müssen gucken wo gehen wir hin?
01:00:21: Wo halten wir uns auf und welche Familie Mitglieder nehmen wir mit damit auch der Helfer vielleicht ein bisschen Luxus daran hat ein Helfer zu sein und seine Familie zu schützen dass man weiß, okay die sind jetzt sicher.
01:00:32: Die sind hier untergebracht.
01:00:34: unsere Helfer sind da und nicht ich lass die Mutter zu Hause und ich weiß nicht was passiert weil dann kriegst du den Helfer nicht in den Einsatz.
01:00:40: Und das sind für uns die Sachen.
01:00:41: ja die kommen definitiv näher die müssen durchgesprochen werden und sie müssen geplant werden.
01:00:46: Also keiner von uns plant gerne ein Notfall Gepäck oder Wasservorräte oder Essensvorräte.
01:00:50: aber man muss darüber nachdenken.
01:00:52: Das ist einfach so und das kommt bei uns schon ordentlich an auf jeden Fall
01:00:56: Und dann auch immer in Zusammenarbeit mit Feuerwehr, mit Johannittern und mit THW.
01:01:04: Seid ihr denn auch da wenn der Deich bricht den ich brechen wird an der Ruhe?
01:01:10: Also sind das Einsätze für euch auch oder spielt das bei euch keine Rolle?
01:01:15: Doch in der Tat werden wir jetzt sehr... zukunftsfähig mit in den Katastrophenschutz nennt sich das dann eingebunden, dass wir dann halt auch in solchen Szenarien unterstützen.
01:01:24: Das ist ein großes Konzept mit Einsatzeinheiten die hier schon sind, die aber personaltechnisch immer Leute brauchen.
01:01:31: und da haben wir als Malteser gesagt okay wir sind dabei wollen es mit der Feuerwehr gerade auf die Beine stellen, dass Wir dann wirklich aktiv in solche Sachen mit rausgehen.
01:01:40: wo wir jetzt halt schon eingebundet sind ist das System des Blackouts.
01:01:43: Da gibt's ja diese Notfallinformationspunkte hier im Oberhaus was ja auch schon mehrfach beübt worden ist.
01:01:49: Und da stecken wir halt schon fest mit drin, also wenn dieser Fall eintritt dann sind wir schon dabei und stellen Informationspunkte und geben der Bevölkerung Rat und Stehen zur Seite.
01:01:59: Es ist natürlich schwierig, wenn man so involviert ist Wenn ich jetzt selber meine Sachen zu Hause packen muss als Familie Dann aber zu einem dieser Leuchttürmen zu gehen im Einsatz eigentlich nicht um sich selber Hilfe zu suchen Geht hier so was auch noch mal anders durch als Mitarbeiterinnen statt jetzt nur als Aufklärung?
01:02:19: Anders durch.
01:02:20: Wir reden da, als Hiorg, als Hilfsorganisation intern natürlich viel viel offener drüber.
01:02:28: wir müssen da offen darüber reden damit auch jeder Helfer weiß letztendlich wo er sich darauf einlässt was eventuell mal passieren kann.
01:02:36: Da reden wir intern natürlich ganz anders drüber.
01:02:40: also wie ich das woanders mach, in der Kneipe beim Bier oder auch immer.
01:02:47: Und ja die Themen müssen raus und da muss drüber gesprochen werden damit auch der Helfer weiß was er zu machen hat welche Pflichten welche Verantwortung dahinter hängt.
01:03:02: verantwortung des Verständnis für die Verantwortung gerade in so einem Fall ist immens wichtig dann jeder Helfer greifbar ist und jeder Helfe freiwillig kommt und sagt, ihr habt gerufen ich bin jetzt da.
01:03:18: Und jetzt können wir auf Deutsch gesagt in unseren Möglichkeiten unsere kleine Welt retten das was sie hier machen können.
01:03:31: Ich muss sagen, mir hilft das.
01:03:32: Ich kann das jetzt zum Beispiel an Corona mal festmachen.
01:03:36: Da waren wir wirklich im Dauereinsatz und ich war total überfordert aus diesem Einsatz rauszugehen abends und eingesperrt zu sein, weil es gab eine Ausgangssperre.
01:03:45: Das war wirklich ne Hürde!
01:03:46: Wir waren von morgens bis abends in Testzentren und sind nach Hause gekommen.
01:03:51: um einundzwanzig Uhr fünfzehn oder bei einundzunzig Uhr durfte keiner mehr auf die Straße und dann hatte ich Hausarrest.
01:03:58: Die Corona-Zeit war für mich anders als für jeden anderen, der vielleicht auf Quarantäne eingesperrt oder sonst wie war.
01:04:04: Weil ich war im Einsatz!
01:04:05: Ich hatte keine sozialen Kontakteinschränkungen... ...ich hatte eine Aufgabe und das hilft mir.
01:04:11: Also wenn ich jetzt an diese Blackoutsache denke und ich wüsste okay, ich sitze jetzt zu Hause.. ..ich mach meine Kerzen an, ich hab keinen Strom, ich habe kein Internet ist das für mich gerade ganz wild in meinem Kopf?
01:04:20: So weiß ich aber mein Melder geht.
01:04:22: Ich fahr da jetzt hin und ich hab was zu tun.
01:04:24: Das ist für mich die andere Sicht der Dinge, die mir hilft in solchen Szenarien besser klarzukommen.
01:04:29: Dass ich was aktiv daran ändern kann den Menschen zu helfen und nicht zu Hause zur Sitzung meiner Kerze anzuzünden?
01:04:35: Ich finde du hörst dich sehr routiniert an dass du vielleicht anders Angst hast als ich jetzt zum Beispiel wenn hier die Serene losgehen.
01:04:43: bei mir war nur der Gedanke wenn die Seren hier los gehen irgendwas muss dann passieren und ich denke okay jetzt fängt dir die Panik an.
01:04:49: wo gehe ich denn jetzt als nächstes hin?
01:04:51: aber dieses wegfahren könnt ihr einfach gar nicht machen.
01:04:59: Aber um so wertvoller, dass ihr euch damit auseinandersetzt und dazu bereit seid das auch so handzuhaben...
01:05:07: Also für uns oder für mich jetzt persönlich ich lebe das so es gibt keine Option.
01:05:11: Der Tag passiert und ich kann mich jetzt nicht in den Autosetzen sagen, ich fahre dahin wo Strom ist.
01:05:15: Sondern Ich weiß Jetzt gehe ich zur Wache ziehe meine Kleidung an und muss helfen.
01:05:19: das ist mein Ding.
01:05:20: Das habe ich so gemacht dass will ich so Und nichts anderes gibt es für mich.
01:05:24: deswegen.
01:05:25: Ja natürlich finde ich dieses Szenario gar nicht toll und ich weiß auch nicht wie das alles funktioniert wenn ich in diesen Einsatz gehe.
01:05:31: Aber ich weiß halt ich hab was zu tun Ich mach das, ich muss da jetzt organisieren.
01:05:35: Da bin ich auch in meiner Funktion ein bisschen Improvisationstalent, dass ich immer schnell Wege finde, alles Mögliche zu umgehen und Lösungen zu finden.
01:05:43: Das hält mich dabei gar nicht über die Gesamtsituation nachzudenken, sondern einfach zu handeln.
01:05:50: Habt ihr noch wirklich sehr wichtige Sachen, die hier ja auch nochmal irgendwie erwähren wollt?
01:05:57: Mir fällt gerade nichts ein!
01:05:59: Was noch so ganz wichtig
01:06:01: ist ... Könnte vielleicht noch kurz erzählen, dass wir damals wie der Ukraine-Krieg angefangen hat.
01:06:10: Das war auch eine sehr ... Ich sag mal vom Arbeitsaufwand her sind sehr intensiv und anstrengend.
01:06:20: eine Geschichte für uns aber auch eine emotional unheimlich ergreifende.
01:06:26: Wir waren also im, ich nenne es jetzt mal in einer Auffangstation für ukrainische Flüchtlinge in einem Schulkomplex.
01:06:35: Da waren mehrere große Tourenhallen, die wurden umgebaut von der Stadt.
01:06:40: Da wurden so kleine Schachtelwohnungen reingebaut, dass die Leute eben mindestens eine kleine Privatsphäre für sich hatten und wir haben die vierundzwanzig Stunden lang Tag und Nacht mit zwei Hilfsorganisationen im Austausch haben wir sie versorgt – mit Essen, mit Kaffee Buchen, soweit es geht mit Frühstückabendessen.
01:07:06: Mit eventuellen Fragen die aufgekommen sind und diese Szenerie.
01:07:11: wenn ich hier nicht da immer dran zurück denke Ich stelle mir das immer ganz grausam vor Wenn Leute aus ihrem Haus aus ihrem privaten Bereich rausgerissen werden durch ein Kriegsgeschehen Werden in Bus gesetzt in Flugzeug gesetzt und irgendwo anders hin wo Wo mich keiner versteht.
01:07:35: Und dann rennen auf einmal Leute rum, die geben mir was zu essen und eine Unterkunft.
01:07:43: Wir waren vierundzwanzig Stunden da und haben so ein tolles Verhältnis auch ohne große Kommunikation nur mit Augen geredet oder mit Händen und Füßen gerede.
01:07:54: Das war genial!
01:07:55: So ergreifend, wo ich aber auch sage, das kann ich erleben... wenn ich ehrenamtlich tätig bin und mich für sowas interessiere.
01:08:06: Und wie gesagt, kann ich noch mal so den Aufruf machen im Hintergrund auch mit diesem Gedanken?
01:08:12: Wer da möchte, wer da Interesse daran hat meldet euch irgendwo bei einer Hilfsorganisation.
01:08:23: Die Maltese haben jetzt nochmal den kehllichen Hintergrund christlich.
01:08:28: Wir sind immer auch in Deutschland Ist nicht gar nicht so festgesetzt, wird schon gesagt.
01:08:33: Was ist, wenn du gerade auch von ukrainischen Flüchtlingen sprichst?
01:08:36: Was mit anderen Kulturen von Mitarbeitern vielleicht die ihr auch mitbringen müsst und Dolmetschen müssen?
01:08:43: Habt ihr solche Leute bei euch im Feld, die jetzt nicht typisch diesen deutschen christlichen Bild entsprechen sondern dass die Kultur geöffnet wird?
01:08:52: In der Tat haben wir sogar einen in unserem Ehrenamt.
01:08:55: Der ist ein ukrainischer Flüchtling und kam zu uns, weil er eigentlich nur ein bisschen sprechen lernen wollte.
01:09:01: Und der ist jetzt so ein fester Bestandteil, der hat Ausbildungsbahnen durchlaufen und ist einfach ein herzergreifender Typ.
01:09:07: also Wir sind da wirklich in alle Richtungen offen und nehmen auch alles an.
01:09:10: Da gibt es keine Grenzen und Also von daher würde ich sagen sind wir da sehr breit gefächert und in alle richtung orientiert was das angeht.
01:09:19: Ich würde gerne noch mal nachfragen.
01:09:21: Das sind die kleinen Gesten, die Großes bewirken können für mich.
01:09:27: Ihr habt gerade noch erzählt mit dem Auto und dem letzten Wunsch ... Und dann sind wir auch... Was ist das?
01:09:37: Habt ihr euch das ausgedacht oder kommt das von den Kreuzzügen
01:09:40: noch?
01:09:41: Oh Gott, wo das jetzt genau herkommt kann ich den nicht sagen.
01:09:44: Aber es ist halt...
01:09:44: Kommt rein
01:09:45: auf das eine ganz alte Trabizko!
01:09:48: Ja wahrscheinlich mit einer Kutscho oder so, nee keine Ahnung also ob wir uns das ausgedacht haben?
01:09:52: Ich glaube nicht dass wir in der Hinsicht das Rad erfunden haben.
01:09:54: Das gibt's in jeder Hilfsorganisation und du machst es halt einfach weils da ist, weils wichtig isst.
01:10:01: aber man muss auch sagen das ist glaube ich der belastende Dienst oder belastendste Dienste die man machen kann.
01:10:08: Wir werden dafür speziell geschult.
01:10:10: Man kann sich nicht einfach in dieses Auto setzen und sagen, ich fahre jetzt den halbstärbenden Patienten noch mal zum Fußballstadion, sondern man kriegt da wirklich eine Schulung.
01:10:18: Da wird auch gut aussortiert, wer das kann oder nicht?
01:10:20: Also wir beide haben selber auch schon Fahrten gemacht.
01:10:23: Und ich muss dir sagen, dass es wirklich ... Ja, das nimmst du mit nach Hause.
01:10:28: Das kann man nicht anders sagen.
01:10:29: Deshalb ist es auch wirklich gut, dass wir das so machen oder bei uns im Ehrenamt, dass die Gespräche suchen.
01:10:35: Weil es ist halt nicht immer der alte Mensch der Ehe Bald stirbt, du fährst halt auch mit jungen Leuten und die erzählen dir halt deine Lebens- oder ihre Lebensgeschichte.
01:10:43: Und du denkst ja einfach nur ... Ich reg mich hier morgens über Rückenschmerzen auf.
01:10:48: Also das ist wirklich so.
01:10:49: Aber das haben wir nicht erfunden!
01:10:51: Dieses Projekt gibt es als Krankenwagen.
01:10:53: Wir haben nur das Alleinstellungsmerkball, dass unser ein Rollstuhlwagen ist, sprich, dass die Menschen nicht liegen müssen um mit uns zu fahren sondern mit ihrem eigenen Elektrorollstuhltherapiroll Stuhl mitfahren können.
01:11:04: und dann gibt's halt die Fahrt ans Meer.
01:11:06: oder wir waren auf der Hochzeit des Sohnes noch und Pferde gestühlt was auch immer.
01:11:12: und das ist aber wirklich Ja, ich will's nicht schlechtreden.
01:11:15: Aber dafür muss man schon gemacht sein.
01:11:17: Das kann glaube ich nicht jeder.
01:11:18: Viele kommen an und sagen, ich möchte ein bisschen im Hospiz arbeiten ... Schwierig!
01:11:23: Hört sich immer toll an.
01:11:24: aber nein ist das ... Nee, ich
01:11:25: fang jetzt auch gleich schon um zu wahren.
01:11:27: Ja nee es ist also wirklich so.
01:11:29: Die sagen immer Ich will was Gutes tun, ich geh ins Hospiz, aber keiner kann sich vorstellen wie sich das anfühlt.
01:11:34: Wer da noch nicht drin war?
01:11:35: Also das ist nicht schön.
01:11:37: Also ein Hospiz ist schön und Gottes Willen, dass es sterben.
01:11:40: auf hohem Niveau muss man sagen wenn man das so sagen kann.
01:11:43: Und wenn wir im Hospiz Menschen abgeholt haben, haben wir da auch eigentlich fröhliche Menschen sitzen sehen.
01:11:48: Wirklich fröhlichen Menschen, wo ich so denke ... Okay!
01:11:53: Aber gut, ob ich jetzt fröhlich bin oder schlechte Laune hab der Tag und das Ende wird nicht anders.
01:11:57: Aber diese Fahrten sind halt wirklich ergreifend.
01:12:00: Wenn man das kann geben die dir so unendlich viel.
01:12:04: Das kannst du nicht in Worte fassen.
01:12:06: Das kannst Du mit keinem Geld der Welt bezahlen.
01:12:10: Ich weiß nicht wie ich es sagen soll.
01:12:12: Herzergreifende
01:12:14: Hat was mit Würde zu tun, finde ich.
01:12:17: Definitiv, definitiv.
01:12:19: Der geht da sehr seriös und würde voll dran.
01:12:22: Das find ich.
01:12:23: Ja das musst
01:12:23: du auch.
01:12:24: Es ist auch immer sehr schlimm, dass passiert leider auch, dass Fahrten gebucht werden und der Gast die Fahrt nicht mehr erlebt
01:12:31: wird.
01:12:31: So knapp dann doch?
01:12:33: Ja leider!
01:12:33: Ja es kann ja immer von heute auf morgen anders werden und dann hast Du etwas und dann warst zum Beispiel auch irgendwie eine Ausstellung von irgendeinem Künstler und dann hieß es sogar, ja der Künstl kommt abends noch vorbei Alles mega, Tag X kommt.
01:12:47: Das ist dann natürlich auch noch mal hart, sehr hart.
01:12:52: Aber wenn ihr euch so gedanklich mit Katastrophenverletzungen beschäftigt.
01:12:59: relativiert das die eigenen alltäglichen Probleme oder eure alltägliche Sicht auf die Welt, auf Belange?
01:13:13: Ich kann mich darüber aufregen, dass irgendjemand durchs Treppenhaus poltert.
01:13:17: Ich kann mir über alles Mögliche aufregegen.
01:13:22: Sind das die Probleme, die uns im Moment bewegen sollten?
01:13:25: Oder geht es da um was anderes?
01:13:27: oder wie beeinflusst das Eure... Weil dieses Meckern finde ich manchmal sehr anstrengend.
01:13:34: Ja, das ist richtig!
01:13:35: Man sieht die Welt vielleicht auch wirklich ein bisschen anders.
01:13:38: und wie ich schon eben sagte... Ich beschwere mich über meine Rückenschmerzen und sehe halt einfach dass Leid ist ganz woanders.
01:13:44: aber nichtsdestotrotz möchte ich sagen kann ich mich trotzdem noch immer manche Dinge gut aufregen.
01:13:48: Das geht so mein naturell.
01:13:50: Aber ja, man sollte vielleicht doch dreimal überlegen ob es das jetzt wert ist.
01:13:55: Genau Nein Mann Man bekommt auf jeden Fall eine andere Sicht der Dinge, weil man ganz andere Sachen auf einmal sieht.
01:14:06: Da werden wirklich Kleinigkeiten über die ich mich früher mal aufgeregt habe.
01:14:11: Die werden gegenstandslos.
01:14:14: Weil ich eben zum Beispiel mit dem Wünschewagen unterwegs bin und da relativ große Schicksal miterleben darf für diesen Tag.
01:14:32: Das gibt mir ganz anderes zu denken, wenn ich dann den Tag zu Ende hab.
01:14:38: Wo ich auch sehr froh drüber bin, dass ich mit der Udi darüber reden kann.
01:14:43: natürlich das belastet einen immer aber es ist die Kunst dann auch oder die Fähigkeit mit dieser Belastung umzugehen Darf zum Beispiel, wie das bei uns mal passiert ist bei einer Fahrt.
01:15:00: Ich habe damit dem Gast, wie es dann heißt unter anderem und dem Kollegen wo ich die Fahrt mitgemacht hab.
01:15:10: wir haben zusammen am Friedhof gestanden an dem Grab von unserer Gästin nicht an dem Grab unsere Gäste entschuldigung an dem Und wir haben mit drei Leuten da gestanden und bitter, bitterlich geweint.
01:15:32: Weil einfach die Situation das so hergegeben hat.
01:15:36: Das darf man dann da ruhig machen.
01:15:38: Aber man muss da als Malteser auch wieder rauskommen können aus der Geschichte.
01:15:44: Ich darf das nicht so mit nach Hause nehmen, dass mich das tagelang belastet.
01:15:48: Ich kann meine Gefühle da mal rauslassen.
01:15:52: Hab aber den Job ... die Dame wieder sicher in ihr Hospiz zu bringen, nach Hause zu bringen.
01:15:58: Und dann kann ich den Dienst für mich beenden und dann kann das für mich ausreden und mir wieder aus dem Kopf
01:16:08: reden.".
01:16:10: Das ist so der Umgang mit einer Geschichte ...
01:16:14: War das ein Schlusssatz?
01:16:16: Oder haben wir noch was Fröhliches umraus?
01:16:20: Nee, dann brauchen wir noch etwas Fröhliche.
01:16:21: Doch ich kann noch was Frühliches erzählen!
01:16:23: Also auf Sanitätsdiensten gibt es immer gute Verpflegung.
01:16:26: Wir
01:16:26: werden immer
01:16:27: mit leckerem Essen versorgt.
01:16:28: also manche haben da einen Mega Catering und man hat ja auch was davon.
01:16:31: Man kriegt zwar kein Geld aber man kriegt Wertschätzung und auch manchmal richtig leckeres Essen.
01:16:36: Und wir können auch selber gut kochen.
01:16:38: Das auch
01:16:39: Was ich jetzt toll fand war gerade diese Gratwanderung, dieses Wechselspiel zwischen Gemeinschaft und positiven Lebensgefühl.
01:16:48: Aber gleichzeitig seriös wirklich ernsthaft mit den Realitäten umgehen oder so viel.
01:16:56: vielen Dank für den Einblick in
01:16:58: eure
01:16:58: Arbeit.
01:16:59: Sehr gerne!
01:16:59: Vielen Dank auf jeden Fall.
01:17:01: es war sehr interessant.
01:17:02: Ich habe mich gefreut dass ihr auch als Paar da wart heute.
01:17:08: Gut, bleiben Sie uns gewogen?
01:17:10: Schalten Sie uns nächste Woche wieder ein oder ich weiß auch nicht wann.
01:17:14: Alles klar!
01:17:15: Danke!
01:17:15: Tschüss!
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