Ambulantes Hospiz

Shownotes

Was bleibt, wenn das Leben sich dem Ende nähert? Deborah Rau vom ambulanten Hospizdienst begleitet Menschen in ihren letzten Lebensphasen – und ihre Angehörigen durch eine der schwierigsten Zeiten überhaupt. Dabei geht es nicht um medizinische Versorgung, sondern um etwas viel Grundlegenderes: Zeit, Zuhören und menschliche Nähe.
In dieser Folge sprechen wir über Abschied, Würde und die Bedeutung von Begleitung am Lebensende. Es geht um stille Momente, ehrliche Gespräche und die Frage, was am Ende wirklich zählt. Eine ruhige, aber tief bewegende Folge, die zum Nachdenken anregt.

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00:00:00: Herzlich willkommen zum Podcast, den neuesten in Oberhausen.

00:00:05: Aus dem Bert Brecht Haus.

00:00:06: BWH?

00:00:07: Deswegen heißen wir BBH

00:00:09: aber SV für

00:00:12: Sophia und

00:00:13: Volker.

00:00:14: Herzlich Willkommen!

00:00:16: Herzlich will kommen auch an unsere neueste Besucherin die Deborah.

00:00:20: Wer bist du?

00:00:21: Hi Hallo

00:00:22: ich bin Deborah Rao.

00:00:23: Ich bin Koordinatorin vom ambulanten Hospiz Oberhausen e. v.

00:00:27: Ambulantes Hospiz.

00:00:28: Sagen wir kurz mit diesen Wörtern aufräumen, was ist ambulant?

00:00:32: Was ist hospiz?

00:00:33: Ambulante bedeutet, dass wir rausfahren in die Familien, im Wohnumfeld und in die Viergeeinrichtung ins Krankenhaus sogar.

00:00:43: Wir kommen dahin, wo wir gebraucht werden außer ins stationäre Hospiz.

00:00:48: Das ist das Pondor dazu, ne?

00:00:49: Genau!

00:00:50: Was ist Hospiz?

00:00:51: aber?

00:00:52: Hospiz ist quasi Gasthaus vom Ursprung Und ... ist die Unterkunft, wo schwerstkranken Menschen am Lebensenden einfach unterkommen und versorgt werden.

00:01:04: Medizinisch, legerisch aber auch psychosozial, also einfach auch betreut werden, begleitet werden.

00:01:10: Wir sind sozusagen das mobile Hondo dazu.

00:01:14: Du bist ehrenamtlich dort tätig?

00:01:16: Nein, ich bin hauptamtlich.

00:01:18: Aber du darfst als Hauptamtliche über Ehrenamtliche Koordination sprechen heute.

00:01:23: Genau!

00:01:24: also beziehungsweise über ehrenamtliche Sterbebegleitung.

00:01:27: Und ich als Koordinatorin lerne die Familien kennen, bekomme dort einen ersten Eindruck erfahre was braucht die Familie und suche dann hand dessen dann die passende Sterbe Begleitung oder so das Ehrenamt aus damit sie möglichst gut zusammenpassen und das Beste aus der restlichen Zeit machen.

00:01:48: Ich finde es immer ein bisschen schwierig.

00:01:50: ihr steigt immer sofort ein.

00:01:52: Weil ja, alles wisst und ich weiß jetzt aber wenig.

00:01:57: Das heißt wo sitzt ihr?

00:02:00: Wer seid ihr?

00:02:02: Wie ist euer Organisation aufgebaut?

00:02:06: Ich bräuchte mehr Grundinformationen.

00:02:09: Entschuldigung.

00:02:11: Kein Problem.

00:02:11: also wir sind ein gemeinnütziger Verein den es seit Und wir sind mit vier Koordinationskräften und einer Sekretärin.

00:02:25: Und haben ungefähr um die Hundertfünfzig Ehrenamtliche, die wir koordinieren, die uns unterstützen... ...die aber auch die Familien unterstützen.

00:02:33: also da gibt es auch verschiedene Funktionen am Ehrenabend.

00:02:37: Wir sitzen seit Dezember letzten Jahres an Max-Planckring und vorher waren wir ganz zentral auf der Marktstraße tatsächlich.

00:02:45: Genau, da war ich mal!

00:02:49: Ihr wolltet so ein Podcast?

00:02:51: Ihr seid das eigentlich... Also, das finde ich eine total schöne Initiative von euch.

00:02:57: Vielen Dank dafür!

00:02:59: Haben wir gerne aufgetriffen zusammen mit der Inger Dander vom Ehrenamtsbüro oder bürgerschaftliches Engagement wie ich gelernt habe.

00:03:08: Warum denkst du dass es gut ist einen Podcast zu machen?

00:03:12: Oder war das nicht deine Idee?

00:03:14: Tatsächlich waren wir erst mit dem Gedanken beim Bürgerfunk.

00:03:19: Und waren da vor ein paar Jahren auch schon mal aktiv und hatten dann gesagt, okay warum lassen wir das nicht mehr wieder aufleben um wieder das Thema auch ein bisschen mehr unter die Leute in Oberhausen zu bringen was einfach daran liegt dass wir immer wieder hören.

00:03:33: auch hätte ich das mal früher gewusst dass es euch gibt.

00:03:37: Das war so ok.

00:03:38: was können wir noch machen?

00:03:41: an Möglichkeiten, um das Indie-Gesellschaft zu bringen.

00:03:45: Das gibt es und ich kann darauf zugreifen wenn ich bedarf habe.

00:03:49: Ich hab schon die komplexeren Fragen irgendwie weil ich komm wieder mit gar keine Ahnung hier rein.

00:03:55: wie läuft denn überhaupt so?

00:03:57: was ist aus Peats?

00:03:59: Also verstehe ich dass ihr geht zu den Familien aber wir kommen in die Familien auf euch dann zu.

00:04:05: Das ist tatsächlich sehr unterschiedlich.

00:04:07: also manchmal kommen die Einrichtungen wo die kranken Leben auf uns zu und melden sich bei uns mit.

00:04:13: Da ist jemand am Lebensende, der ist einsam oder der braucht Gespräche und die können das selber vielleicht manchmal nicht gewährleißen in dem was gebraucht wird.

00:04:23: Manchmal sind es die Familien selber, die auf uns zukommen, die bei uns auf einmal im Beruf stehen oder die uns anrufen.

00:04:30: Manchmal ist es das Palliativteam Oberhausen dass uns kontaktiert mit die Klärten auf über die Möglichkeiten der verschiedenen Ja Angebote in Oberhausen und auch eben über unsere Arbeit.

00:04:43: Und wenn dann die Familie natürlich äußert, dass da Interesse besteht, dann leiten sie quasi den Kontakt weiter.

00:04:49: Wir melden uns bei den Familien direkt ... Das ist sehr unterschiedlich.

00:04:53: Manche kennen uns von Marktständen zum Beispiel in Stärkrade oder Schmachtendorf andere vom Osterfelder Stadtfest oder anderen Veranstaltungen jetzt bald Stärkerader Spiele- und Sportfest sind wir wieder vertreten.

00:05:06: also wir versuchen auf ganz vielen Ebenen Erreichbar und greifbar zu sein, damit möglichst viele Menschen von dem Angebot wissen und darauf zugreifen können.

00:05:15: Du hast so ein bisschen meine Vorstellung vielleicht bestätigt.

00:05:18: also wenn man jetzt klassisch sieht, wenn man ein bisschen älter wird dann geht man vielleicht auch ins Altersheim.

00:05:25: sind das dann wirklich so Partnerschaften mit den Altersheim die dann von der Organisation auf euch zugehen und sagen wir haben da jetzt Eine Station Walter, sage ich mal.

00:05:35: Ist schwierig über so ein schwieriges Thema zu sprechen gerade.

00:05:38: Ich habe ein bisschen Probleme mit meiner Wortwahl.

00:05:41: Man sagt jetzt auch schon Senioren-Einrichtung

00:05:44: oder?

00:05:45: Ja weiß ich nicht.

00:05:46: Das

00:05:46: ist ja so... Es sind ja erstmal Erpflegeeinrichtungen und man kann ja ab achtzehn rein.

00:05:52: Sehr unterschiedlich!

00:05:53: Man hat ja auch einmal die Jüngeren dazwischen.

00:05:55: aber ja die Einrichtungen auf die gehen wir immer wieder zu und stellen uns immer wieder vor weil auch dort die Mitarbeiter heutzutage auch relativ schnell durchaus mal wechseln können.

00:06:06: Das heißt, wir machen da ... wie man das so klassisch sagen würde, Klingenputzen um uns vorzustellen und mit dem Hinweis wenn ihr jemanden habt der am Ende Lebensphase ist und wo vielleicht keine Angehörigen sind oder Gesprächsbedarf haben oder einfach jemandem brauchen, der da ist.

00:06:23: Das kann ja die Pflege heute ... im Zeiten der Fachkräftemangel-Situation kaum leisten.

00:06:29: Dann schicken wir gerne ihren Amtliche, die das übernehmen.

00:06:32: Wir sind auch in Pflegeheimen, aber eben nicht nur.

00:06:35: Wir gehen genauso nach Hause und in die Krankenhäuser.

00:06:37: Auch da gibt es diese Situation ... Und wie viel gebraucht werden?

00:06:42: sind wir dann?

00:06:43: Würde quasi ein Krankenhaus bei euch anrufen und euch weiterleiten?

00:06:48: Genau!

00:06:50: Die Krankenhäuser hier in Oberhausen sind mit uns vernetzt Und dann sind wir da oder auch die Stationen manchmal direkt.

00:06:59: Aber das ist ein Problem wirklich von vielen ehrenamtlichen Einrichtungen, die einen Superangebot haben?

00:07:06: Aber eben dass das dann ganz oft kommt hätte ich das mal gewusst weil sprich zwar vom Klinken putzen aber du willst ja nichts verkaufen.

00:07:15: Genau!

00:07:16: Wir wollen nur darauf aufmerksam machen, dass es uns gibt und es ist auch ein kostenfreies Angebot.

00:07:20: Das ist natürlich auch immer wieder etwas was nicht so bekannt ist klar ist.

00:07:25: Und viele scheuen ja dann auch so was anzufragen, weil sie Angst haben das da wieder neue Kosten draufzukommen wenn wir bei den Pflegeeinrichtungen bleiben.

00:07:33: Es ist ja auch sehr teuer von der Unterbringung und nicht jeder hat eine große Rente und nicht jede hat auch noch Angehörige die sich manchmal kümmern.

00:07:42: Das ist ja

00:07:49: Da habe ich das schon auch gemerkt, also dass die Kinder wohnen dann in Wiesbaden, in Heilbronn, in Spanien irgendwo.

00:07:57: Also es gibt sozusagen noch familiäres Umfeld zumindest in der Generation.

00:08:02: Die sind aber nicht vor Ort und bei einigen habe ich schon gemerkt sie haben Sprechbedarf.

00:08:10: Das ist jetzt keine intensive Fliege oder die haben keine Not, keine sichtbare

00:08:15: Not

00:08:16: Genau.

00:08:17: Wir machen auch keine körperliche Pflege, wir machen nichts Medizinisches.

00:08:20: Wir sind wirklich für die Menschen da bieten Entlastung dadurch für die Angehörigen in welche da sind dass sie auch wissen okay ich muss jetzt nicht heute noch mal hin da ist ja heute jemand wird nicht einsam auf mich gewartet.

00:08:33: aber auch in den Einrichtungen gerade Hausabendfrieden sind wir tatsächlich sehr viel und auch sehr aktiv mit eingebunden.

00:08:41: Und auch da sind es manchmal Patienten oder Bewohnerinnen die dort leben, wo Angehörige da sind und wir trotzdem kommen um es ein bisschen abwechslungsreich zu machen.

00:08:54: Und das Haus hat ja auch selber schöne Angebote aber nicht mehr.

00:08:56: alle künderenden Teilen nehmen.

00:08:59: Die begleiten wir dann

00:09:01: auch.

00:09:01: Das machst du aber nicht!

00:09:03: Genau, das mache ich.

00:09:05: Ich nehme den Kontakt auf und schaue mir die Situation an.

00:09:08: Schau, wer wird gebraucht?

00:09:09: Wer wird vielleicht gebraut?

00:09:10: Wir machen auch Biografie-Arbeit.

00:09:13: Was waren Interessen früher?

00:09:15: Was wurde bis zuletzt gemacht?

00:09:17: Was geht jetzt noch?

00:09:18: Worauf wird gut reagiert um weitergeben zu können ans Ehrenamt?

00:09:24: Da liegen Interessen und es ist vielleicht der Glaube noch ein Thema.

00:09:27: oder wird gerne Musik gehört.

00:09:29: Und dann kann man auch zusammen Musik hören, oder hat die Person gerne gelesen?

00:09:34: Kann das aber vielleicht nicht mehr?

00:09:36: Dann wird vielleicht vorgelesen oder ... Spiele gespielt haben wir schon, gesungen, musiziert.

00:09:45: Spazierengehen gibt's auch insofern das möglich ist.

00:09:49: Wir sind ja immer ganz flexibel eigentlich.

00:09:52: dafür Gucken wir dann immer, dass es gut zusammenpasst.

00:09:57: Dass das ein Match wird von Begleitung und Ehrenamt.

00:10:00: Das ist unsere Aufgabe als Koordination.

00:10:03: Versuchen wir mit viel Feingefühl zu erfüllen was wird gebraucht und wer wird gebaucht?

00:10:08: Und versuchen diese Menschen zusammenzubringen.

00:10:11: Bist du auch durchs Ehrendamt zum ambulanten Hospiz gekommen?

00:10:14: oder wie ist deine Biografie?

00:10:17: Tatsächlich gar nicht!

00:10:18: Ich bin mit der Fliege aufgewachsen weil meine Mutter selbstständig einen Pflegedienst in Essen hatte.

00:10:24: Mittlerweile ist er in zweiter Generation übergegangen und so bin ich mit Pflege- und auch mit Palliativarbeit aufgewachsen und bin dann nach der Schulzeit in die Pflegeausbildung gegangen, bin von der Pflege Ausbildung direkt in meine Fachweiterbildung für palliativ gegangen.

00:10:44: Dann bin ich in den Bereich Tätik und habe vor einigen Jahren eine ehemalige Kollegin kennengelernt, mit der ich seit acht Jahren zusammen im Unterrichtsbereich arbeite.

00:10:59: Und die hatte dann irgendwann zu mir gesagt ... Als ich gesagt hab, ich will mich noch mal bisschen umschauen und schauen, ob ich noch mal außer Unterricht was anderes mache.

00:11:09: Meinte sie so, ich wüsste einen guten Platz für dich!

00:11:14: Und so bin ich quasi beim ambulanten Ausbiets gelandet und seit einem Jahr da.

00:11:21: Wiesen das, wenn jetzt die klassischen Ehrenden am Platz auf euch zukommen?

00:11:26: Ihr habt relativ viel, habe ich gerade gehört, hundertfünfzig.

00:11:31: Weil du sagtest man muss einen Matcher auch irgendwie finden zwischen zwei Menschen.

00:11:35: Wenn ich zu euch komme, hab' ich direkt so ein Bewerbungsgespräch, muss ich erst mal eine Liste aushöhlen wie meine Biografie ist und meine Interessen...

00:11:46: Wir machen das in der Regel, dass wir uns ein Kennenlernentermin machen.

00:11:50: Wo wir einfach auch nachhören wie ist man auf uns gekommen?

00:11:55: Was sind so die Erfahrungen im Leben?

00:11:57: und es gibt dann auch einen Fragebogen, der ausgefüllt wird.

00:12:01: Und tatsächlich geht es aber dann so bei uns, dass jeder Sterwebegleiter oder Begleiterin die werden fast ein Jahr ausgebildet Das ist ein Dreivierteljahr, wo die wirklich in Ausbildung bei uns gehen und erst nach Abschluss der Ausbildung oder Qualifizierung gehen sie in die sterbe Begleitung.

00:12:19: Und das heißt aber auch wir lernen in dieser Qualifisierung die Menschen kennen, die dann entkommen, wir erfahren viel über die Biografien, die Gruppen tauschen sich aus – es begleiten wir alles sehr eng!

00:12:29: Und das bedeutet man lernt sich einfach schon gut kennen und dann hat man natürlich eine Vorstellung von Menschen und man muss natürlich ein gutes grundsätzliches Menschengespür haben, wenn man dieses zusammenbringen macht.

00:12:43: Nur so, wenn mir das grundsätzliche Schwerfeld irgendwie Menschen einzuschätzen und das zwischen den Zeilen lesen schwerfällt dann wird es wahrscheinlich auch schwierig, das gut zusammenzubringen.

00:12:55: Das ist jetzt bei uns im Team, Gott sei Dank nicht der Fall.

00:12:57: Das kriegen wir meist gut hin und trotzdem kann es passieren und kommt auch vor dass wir noch mal das wechseln und das stellen wir den Familien voll einfach an frei.

00:13:05: Dass wir sagen wenn sie merken das passt nicht gut!

00:13:08: Das haut einfach nicht.

00:13:10: die Chemie stimmt nicht?

00:13:11: Wir sind ja immer zwischen Menschen.

00:13:12: das kann immer passieren, dass Sie dann uns das rückmelden können und dass wir denn ohne das zu werten ist nochmal neu zusammenstellen und andersrum.

00:13:22: aber auch genauso für das Ehrenamt.

00:13:24: Auch die haben die Möglichkeit zu sagen, ich fühle mich da in der Situation mit dem Patienten oder mit der Familie nicht so wohl.

00:13:31: Oder wir kommen einfach nicht auf eine Ebene – auch das gibt es ja!

00:13:35: Dann schauen wir einfach nochmal.

00:13:37: Aber mit welcher Motivation kommt dann die zukünftigen Ehre im Amtlichen zu euch?

00:13:44: Ich weiß nicht wie ich das sagen soll, aber das ist kein lustiges Thema.

00:13:48: Also, das ist was anderes als ich gehe mit dem Hund spazieren.

00:13:51: Hab eine gute Zeit mal mit Kindern auch wenn die aus komplizierten sozialen Umfängen gekommen.

00:13:59: Ja also das ist ja schon schwer ernsthaft.

00:14:03: Das sind tatsächlich oft Menschen, die selber viel Kontakt in ihrem Leben mit Sterben und Tod hatten und auch wissen dass es nicht nur schwer und nicht nur traurig Wir sind es ja auch nicht unbedingt nur beim Sterben dabei, sondern eine Sterbebegleitung kann auch mehrere Jahre andauern.

00:14:20: Umso früher mit reinkommen um so länger ist natürlich die Bindungsarbeit möglich.

00:14:24: Manchmal sind wir aber auch wirklich noch ein paar Tage oder Stunden da und trotzdem kann gelacht werden in diesen Momenten.

00:14:31: Oder man kriegt einfach ne wahnsinnig hohe Wertschätzung von den Menschen wieder ohne Dankbarkeit und das gibt auch ganz viel und das macht's zu einer ... Auch wenn es immer für die Gesellschaft schon komisch klingt zu einer schönen Sache, zu einer wertschöpfenden Sache.

00:14:47: Zu wissen ich helfe da jetzt in großer Not einfach schon manchmal nur weil ich da bin und weil ich vielleicht eine Hand halte oder... Zuhören

00:15:01: wird gerne unterschätzt glaube ich gerade bei älteren.

00:15:05: Personen, die lange nicht so reden einfach.

00:15:08: Genau aber auch das Dasein auszuhalten wirklich dazu sitzen und der Mensch möchte vielleicht gar nicht sprechen, er möchte trotzdem nicht alleine sein.

00:15:16: Und das auch zu halten.

00:15:17: ich sitze einfach stumm da im Wimm bei diesen Menschen und signalisiere ihm Ich bin da!

00:15:22: Das ist auch etwas das muss man können und es kann aber ganz viel geben.

00:15:26: und gleichzeitig kann man ohne Worte trotzdem spüren dass sich gut anfühlt und dass es schön sein

00:15:32: kann.

00:15:33: Manchmal ist das ja auch ein Vorteil, wenn ihr von außerhalb kommt.

00:15:37: Also wenn ihr nicht diese ganzen Familien-Altlasten mitbringt und neutral, nicht neutral

00:15:44: seid.

00:15:45: Definitiv manchmal kommen bei uns Themen auf die mit den Angehörigen nicht besprochen werden weil sie sorgen nicht noch auf die eh schon belasteten Angehöhren aufbürgen wollen und dann ist es tatsächlich so dass das ihren Amt sehr gerne da reinkommt und dafür genutzt wird.

00:16:03: Und gleichzeitig, sobald das Ehrenamt da ist oder auch wir in die Familienkommens schon zum Kennen lernen ... Wir sind direkt mittendrin!

00:16:10: Also es ist nicht als würde jemand fremd sein sondern wir erfahren Dinge, die andere von außen nicht erfahren würden.

00:16:17: Wir sind im Familiengeschehen drin und auch das Ehrendamt wird oft direkt mit eingebunden.

00:16:23: Das ist wie ein neues Familienmitglied, dass aber schon direkt reinspringt und da ist und hilft.

00:16:30: für den, der begleitet wird schön.

00:16:33: Aber auch für die Familien ist es ja auch.

00:16:35: manchmal kommen wir rein in die Familien damit die angehörigen entlastet sind.

00:16:38: Damit ihr wisst okay ich kann jetzt aus der Wohnung gehen selber zum Arzt einkaufen in Ruhe vielleicht mal auch mal einen Kaffee trinken und da ist trotzdem jemand und das kann nichts passieren.

00:16:48: Da passt jemand quasi so ein bisschen auf.

00:16:50: Auch das kann ganz große Hilfe sein und gleichzeitig gibt dass auch eine Verschnaufpause für den Betroffenen oder die Betroffene um zu sagen Okay Man hat wieder ein bisschen Abstand und man kann auch mal mit jemandem neues reden.

00:17:03: Irgendwann hat man sich ja auch manchmal innerhalb einer Familie nicht mehr so viel zu erzählen, wenn man immer nur zusammen in den gleichen Räumen ist.

00:17:09: Das passiert ja auch nicht so viel.

00:17:12: Ja oder manchmal ist ja die Erwartungsreitung an die einzelne Getochter oder die Tochter, die dann die Pflege übernimmt.

00:17:18: Es ist relativ groß ... Und dann kommt der Schwager einmal im Monat und er ist dann der König.

00:17:25: Also das gibt ja ganz viele unterschiedliche so... Konstellationen, wo ihr außen vor seid oder das entschärfen könnt.

00:17:33: Definitiv und es ist auch ganz unterschiedlich was wir erleben von jemandem der wirklich niemanden hat bis hin zu Familien, wo gefühlt trotzdem die ganze Zeit jemand da ist und trotzdem werden wir gebraucht.

00:17:46: also man weiß nie was man so was einem in der nächsten Tür oder hinter der nächsten tür erwartet.

00:17:52: aber es ist wahnsinnig abwechslungsreich und einfach wahnsinn nicht wertschätzend und erfüllend

00:17:59: Auch total spannend, also wie so Familienkonstellationen sind.

00:18:03: Also ich habe zwei Geschwister und wir haben alle eine Rolle.

00:18:08: die ist klar definiert und die ist wahrscheinlich schon seit vierzig Jahren so.

00:18:12: Die wird sich auch nicht mehr ändern aber

00:18:15: ja

00:18:16: weiß gar nicht wo den Haufen hinausfällt.

00:18:17: Aber da könnt ihr schon mal von außen drauf gucken und glaube ich ein relativ gutes Gesellschaftsbild?

00:18:26: haben oder was sich so tut in der Gesellschaft?

00:18:30: Würde ich jetzt nicht sagen.

00:18:31: einfach, weil sich die Rollen gerade in so einer Situation oft verändern.

00:18:35: Weil das genau die Situation sind wo die vierzig Jahre eingefahrenen Rollen sich verändern und auf einmal jemand Verantwortung übernimmt von dem der das vielleicht vorher gemacht hat er es aber nicht mehr kann.

00:18:44: Und auch grade wenn wir bei den Angehörigen sind also pflegende Angehöre geht zu sein.

00:18:48: Ich finde dass wird gesellschaftlich viel zu sehr unterschätzt.

00:18:51: Das sind Menschen die rund um die Uhr für ihre Angehörung da sind sich um alles kümmern, ein weiteres Leben komplett oft managen und ihr eigenes Leben ja auch noch irgendwie fühlen müssen.

00:19:03: Manchmal einen eigenen Haushalt manchmal noch eigene Kinder.

00:19:07: Das ist wahnsinnig was diese Menschen leisten und ich finde das wird in der Gesellschaft viel zu wenig anerkannt.

00:19:14: tatsächlich Und genau.

00:19:16: und die Rollen die sich da manchmal verändern also manchmal schon durch die Erkrankung aber auch manchmal nach dem Versterben Manche Familie melden sich danach ja noch mal bei uns.

00:19:27: Und dann auch zu sehen, okay es hat sich alles gefügt.

00:19:31: oder melden sie später nochmal für Trauerangebote die wir auch anbieten dass Sie sagen habt doch damals begleitet ich hätte da noch sowas offen könnte ich eine Trauerbegleitung bekommen?

00:19:43: Auch dafür sind wir da.

00:19:44: Sind das dann so Situationen wo viel ihr schult?

00:19:48: Wofür ihr auch seriöserweise elf

00:19:50: Monate braucht

00:19:51: Also fast ein Jahr.

00:19:52: Genau, also die Sterbebegleitung braucht elf Monate und dann gibt es trotzdem jedes Jahr fortlaufend immer neue Angebote und Themen.

00:20:01: Es hört nie auf, wenn bei uns im Ehrenamt ist der hat einen großen Pool an Möglichkeiten sich noch mal zu anderen Themen auch ausbilden weiterzulernen und verschiedene Projekte wie es auch gibt.

00:20:14: Und die Trauerbegleitungen erfolgt tatsächlich zusätzlich von extra ausgebildeten Trauerbegleiterinnen und Begleitepern, die gehen ungefähr ein halbes Jahr.

00:20:25: Und sind aber auch zertifiziert und dann lernt man auch wieder sehr viel.

00:20:31: Das heißt es macht keiner bei uns wirklich was so richtig ohne Ausbildung für die, die in Kontakt gehen.

00:20:37: Also wir haben auch einige Ehrenamtliche, die helfen uns eher super organisatorischen Sachen bei uns in der Geschäftsstelle bei Marktständen auch von Abbauern, bei Veranstaltungen die mit durchzuführen.

00:20:49: Da ist es nicht unbedingt immer der Fall.

00:20:52: da kann man aber trotzdem dann bei uns aktiv sein ohne dass man eben direkt in die Familien geht.

00:20:56: Aber sobald Kontakt quasi zu Familien und Betroffenen besteht, ist immer eine fundierte Ausbildung von Nöten bei uns.

00:21:04: Fundierte Ausbildung also wenn ich aber auch schon eine Ausbildung an der Pflege mitbringe muss ich eure Ausbildung aber trotz dessen durchlaufen, oder?

00:21:14: Ja muss trotzdem erfolgen.

00:21:16: Wir haben auch tatsächlich relativ viele ehemalige ja Krankenschwestern und auch aus den verschiedensten Bereichen.

00:21:24: die durchlauchen das genauso trotzdem mit und lernen trotzdem auch noch mal was Neues Oder kriegen sie auch einfach teilweise aufgefrischt.

00:21:32: Das muss ja nicht immer alles nur neu sein.

00:21:34: Es passiert ja dann automatisch Und alleine diese Gruppendynamik gehen in Ausbildungen stattfindet Auch von denen lernt man ganz viel Und miteinander, also die Wachsen auch wirklich zusammen.

00:21:45: Ich glaube ich habe das so ein halb rausgehört.

00:21:47: Kann es sein dass du dann für die Ausbildung zuständig bist?

00:21:50: Für Unterrichten?

00:21:51: Auch!

00:21:52: Wie sieht denn so eine Ausbildung aus?

00:21:54: Also von der Logistik her einfach nur wenn ich jetzt muss ich einmal die Woche irgendwo hinfahren kann ich das vielleicht per e-Learning machen.

00:22:03: hast du da so einen Schnitt wie man sich das vorstellen kann?

00:22:07: Wie viel Zeit man vielleicht auch investieren müsste als Ehrenablerin?

00:22:11: Ganz klar vorab, also die Ausbildungszeit ist fast die zeitintensivste Zeit.

00:22:16: Danach ist das deutlich flexibler wenn man dann einfach die Begleitung auch nehmen kann wo man sagt das kriege ich auch mit Beruf und Familie unter.

00:22:24: da ist die Ausbildung wirklich noch die größte Herausforderung.

00:22:26: das erste Jahr.

00:22:28: Und es ist so.

00:22:28: wir starten in der Regel Januar Mit unseren Kursen und Die finden dann statt an einem Wochentag.

00:22:36: Das bleibt auch immer der gleiche für dieses Jahr.

00:22:38: Es ist der Mittwoch Und dann noch samstags, das heißt mittwochs abends.

00:22:43: So von achtzehn bis zwanzig Uhr manchmal auch einzwanzig uhr und dann Samstags auch oft von neun bis fünfzehn Uhr.

00:22:52: und da finden die Veranstaltungen statt mit dem Wissen dass es irgendwie kompatibel sein muss mit Arbeitszeiten und Co.

00:23:00: wir versuchen die Termine auch immer wenn Interesse besteht frühzeitig raus zu gehen geben damit Arbeitgeber zum Beispiel auch drauf oder dass man sich das mit dem Arbeitgeber entsprechend vorplanen kann und es dadurch machbar werden kann.

00:23:14: Und nach der Ausbildung, wie gesagt da, ob ich... Da fragen wir halt danach nochmal ab wann kannst du gut begleiten?

00:23:21: Wann sind deine Zeiten?

00:23:22: Wanne passt es dir gut?

00:23:23: Was kannst du dir gut vorstellen?

00:23:25: Und oft ist bei denen die berufstätig sind dann eben das Wochenende oder die Abendsachen.

00:23:30: Auch da haben wir Begleitungen, die genau dafür anfragen weil zum Beispiel der Partner, die Partnerin vom Erkrankten einfach noch mal zum Sporten möchte und dann wird genau für die Zeit jemand gebraucht oder weil gesagt wird, abends bin ich aber irgendwie fitter.

00:23:46: Das gibt es alles und dann findet sich da immer was.

00:23:50: Und dadurch ist das ganz flexibel und gleichzeitig gibt's auch viele, die vormittags begleitet werden möchten.

00:23:57: Da sind wir froh über jeden der vielleicht nicht mehr berufstätig sind oder im Schichtdienst auch manchmal arbeitet wo wir wissen okay den können wir jetzt genau für diesen Zeitraum anfragen.

00:24:07: oder auch Wochenendes gibt's auch.

00:24:10: Wenn ich jetzt an elf Monate Ausbildung denke, hast du Schlagwörter?

00:24:14: Was da so gelernt wird ... Ich hab wirklich gar keine Ahnung von Sterbehilfe und Pflege.

00:24:21: Ihr sagt nicht im klassischen medizinischen Sinne mit Pflege zu tun.

00:24:27: Wie man einen Menschenkörper wäscht ist vielleicht ein Schlagpunkt, was nicht bei euch mit reingreift.

00:24:33: Aber was sind das für ... Kategorien, Sterbehilfe.

00:24:39: Was deckt ihr so ab?

00:24:40: Wie kann man sich das vorstellen?

00:24:42: Also die Sterbebegleitung... Das ist wichtig nicht, die Sterbhilfe bitte!

00:24:47: Weil genau dann sind wir in einem ganz anderen Bereich.

00:24:49: Das Palliativ,

00:24:50: ne?

00:24:50: Die Sterbe Begleitung wäre dann das Palliative oder?

00:24:55: Gesamte quasi.

00:24:56: Das ist das Umandeln, also um

00:24:58: Sorgen... Ach jetzt schaue ich da!

00:24:59: Entschuldigung, sterbe Hilfe und sterbe Begleitung?

00:25:02: Ja, ich weiß wo ihr

00:25:03: seid.

00:25:06: Du bist nicht die Erste der das passiert und du wirst auch nicht die Letzte sagen.

00:25:10: Da fühle mich mir ganz sicher, dass passiert relativ häufig.

00:25:13: Tatsächlich werden wir auch manchmal gefragt von Patienten, könnt ihr mir dann nicht jetzt... Ne, können wir nicht machen wir auch nicht, wollen wir gar nicht.

00:25:20: Wer diesen Weg geht, den begleiten wir trotzdem auch soweit wir das können.

00:25:24: und dann ist es aber auch nochmal extra abgesprochen dass es bei diesem Wunsch gibt und dass die sich eben über zum Beispiel solche entsprechenden Organisationen in Kontakt sind.

00:25:37: Aber grundsätzlich ja was lernen sie bei uns?

00:25:40: Wir fangen natürlich an mit dem Basics wie vorhin erstmal Begriffsklärung Und was gibt es in Oberhausen und was ist die Aufgabe von dem Ehrenamt?

00:25:47: Was ist nicht die Aufgabe, aber auch mit der eigenen Biografie, mit der eigenen Trauer zu arbeiten.

00:25:54: Wie kann Trauer aussehen bei anderen, das zu lernen, Familiensysteme zu lernen wie und zu akzeptieren diese nicht zu werten oder sich da einzumischen weil das ist ganz viel wir sehen ja ganz viel Aber dürfen wir nicht reingeritschen.

00:26:11: Wir sind nicht die Helfer und die Heiler Auch wenn es Probleme gibt in den Familien.

00:26:15: Dafür sind wir nicht da, das ist nicht unser Auftrag und auch das zu lernen fällt manchen schwer.

00:26:19: Das ist aber auch Thema.

00:26:21: natürlich dann...

00:26:22: Das hat doch bestimmt.

00:26:23: also Pflege hat für mich auch immer was mit Machtgefüge zu tun.

00:26:27: Also sowohl innerhalb der Familie als auch extern?

00:26:32: lernt ihr da auch das einzuschätzen oder da auch zu vermitteln?

00:26:38: immer zu einer bestimmten Uhrzeit oder irgendwie grob, ich werde immer grob gewaschen.

00:26:44: Oder ich will lieber was anderes frühstücken?

00:26:46: Sind das so Fragen, die dann

00:26:48: da auftauchen?

00:26:49: Nee eher tatsächlich gar nicht so.

00:26:51: also wir haben es manchmal dass wir in so Vermittlerrollen gedrückt werden oder kommen, da muss man aber auch gut aufpassen wofür ist es jetzt und welchen Umfang geht es und sich da auch mit dem Ehrenamt abstimmen, dass man da nicht so reingezogen wird.

00:27:08: Das kann kritisch werden, aber es ist eigentlich in der Regel nicht.

00:27:12: Also wir gehen auch ganz klar rein und sagen okay das machen wir nicht was mehr machen und dass wird auch gelehrt im Kurs zu kleineren Reichungen.

00:27:21: wie kann ich vielleicht ein Schluckwasser nochmal anregen?

00:27:25: Was kann ich machen wenn der Mund trocken ist?

00:27:26: Wie kann ich das Bett ein bisschen hochstellen also wirklich eher so minimale Sachen

00:27:33: Die menschlich sind?

00:27:34: Genau, die Menschen helfen.

00:27:36: Wie gehe ich selber damit um, wenn da vielleicht bestimmte Symptome auftauchen wie Luftnot und auch zu sagen, okay, wenn was passiert, wen rufe ich dann an?

00:27:47: Was mache ich dann?

00:27:49: Und auch mit den Familien zu sprechen, gibt es zum Beispiel Krampfanfälle.

00:27:54: Gibt's dafür dann irgendwo?

00:27:55: Liegen dann schon Sachen parat und wie werden die gegeben?

00:27:59: Also auch so was klären wir z.B.

00:28:00: vorher ab um das Ehrenamt entsprechend darauf weiterzugeben.

00:28:03: Gleichzeitig gibt es natürlich Erkrankungen wo die Belastung von dem Patienten höher ist oder das Schwierige ist.

00:28:13: da gucken wir aber auch eher dass wir das passende Ehrenamtauszug und das entweder sehr erfahren oder vielleicht auch eine pflegerische Vorausbildung hatte und die dann da auch noch mal das anders damit umgehen, unten ein bisschen gelassener damit auch umgeben können.

00:28:27: Das sind aber tatsächlich nicht nur die mit der pflegerischen Ausbildung also wir haben auch einige die aus ganz anderen Bereichen ursprünglich kommen, die einfach so in sich gefestigt sind dass sie solche Situationen gut aushalten können.

00:28:39: natürlich wie so oft im Leben man wächst mit seinen Aufgaben, mit seinen Herausforderungen und manches kommt ja auch ganz unverhofft.

00:28:47: Das weiß man halt auch nicht vorher immer.

00:28:49: Und in den elf Monaten lernt ihr natürlich die ehrenamtlichen, zukünftigen Ehrenamtliche super kennen oder?

00:28:56: Ja absolut!

00:28:58: Wir erfahren viel aus dem Leben und wir erfahren viele aus dem Austausch wie sie kommunizieren was sie gut können, was sie nicht so gut können stärken schwächen und das macht es für uns natürlich auch die Zeit sehr wertvoll um dann zu wissen wo können wir sie also?

00:29:13: zu welcher Familie würden sie gut passen?

00:29:14: Und oft sitzt man bei den Familien oder geht aus den Familien raus nach dem Kennenlern-Gespräch von uns und hat schon eine Idee.

00:29:22: Da muss man manchmal noch gucken, passt das jetzt mit den Rahmenbedingungen von Zeit, Ort und Koch?

00:29:26: Aber ganz oft hat man schon die Idee, wer könnte da jetzt passen.

00:29:29: Man tanzt schon so zwei, drei Menschen im Kopf, wo man denkt, das könnte ein guter Mensch sein.

00:29:34: Kommen dann ehrenamtliche auch zu euch, die eigentlich mehr über sich selbst erfahren wollen als überspitzt gesagt ... Also so, wie ich das verstehe, lerne ich ja total viel über mich selber.

00:29:48: Wie gehe ich mit anderen Menschen um?

00:29:50: Wie empathisch bin ich?

00:29:51: Was nehme ich auf?

00:29:52: Was nicht?

00:29:53: Das ist doch eigentlich super

00:29:56: oder?!

00:29:57: Ja!

00:29:57: Ich würde schon sagen dass es auch mit schwingt wobei vielen das glaube ich gar nicht so in dem Vorfeld manchmal klar ist und die dann doch überrascht sind wieviel sie auch mit sich selber arbeiten und ausmachen müssen.

00:30:09: Und auch Selbstschutz zum Beispiel.

00:30:13: Eigenschutz ist ein großes Thema in dem Kurs, also was kann ich ertragen und traue mich zu sagen nein oder es passt überhaupt mit der Begleitung ja ich will irgendwie begleiten aber auch nein zu sagen okay wenn ihm die Koordination jetzt anruft das passt jetzt gerade nicht.

00:30:30: auch zu sagen können bei euch bin selber gerade irgendwie beschäftigt ich habe nicht die Zeit ich hab nicht den Kopf.

00:30:35: Was auch immer ist, kann ja immer was sein.

00:30:37: Wir fühlen hier alle trotzdem unser Leben sich dann auch bewusst zu sein okay es ist nicht schlimm und wird doch nicht gewertet wenn ich dann sage nein ich übernehme diese Begleitung jetzt nicht.

00:30:47: Auch das zu lernen ist ein Prozess und definitiv nimmt man viel auch selber für sich mit.

00:30:55: aus dem Kurs und auch aus den Weiterführenden angeboten und wir haben einige Ehrenamtlichen sagen immer Es ist so schön.

00:31:03: bis ins hohe Alter lerne ich immer wieder was Neues bei euch.

00:31:08: Ich glaub, wir sind hier in Deutschland irgendwie schlecht kultiviert, was das Thema Tod und Sterben angeht?

00:31:14: Ich glaube, hätten wir eine andere Kultiverung dahingehend ... würden wir auch besser mit Trauer umgehen können.

00:31:25: Wenn die ersten Sterbefälle meistens die Großeltern als Kind ... Du bist jetzt, kommst aus einer Palliativ-Familie.

00:31:33: Wie war das für dich, dass das halt eine gute Gewöhnung war?

00:31:37: Dass du eigentlich schon von Hause aus einen guten Umgang mit tot und sterben hast.

00:31:41: Ich bin damit aufgewachsen.

00:31:43: Es war immer ein Thema auch krank sein.

00:31:47: Zwangsläufig sind wir mitaufgewachsen einfach damit.

00:31:51: aber wir wurden auch mitgenommen zu Beerdigungen und es wurde darüber gesprochen.

00:31:55: Schon immer auch über Krankheit und Sterben und Tod Und das mache ich mit meinen Kindern zum Beispiel auch so.

00:32:01: Es ist einfach ein Thema, wir waren jetzt erst am Montag-Familie auf einer Beerdigung.

00:32:06: Ich habe die Kinder also gefragt, möchtet ihr mitkommen?

00:32:10: Das begleiten?

00:32:11: ja, wollten sie und danach werden trotzdem alle Fragen beantworten wie passt es denn in den Urnen?

00:32:18: Wie ging das?

00:32:20: Auch da gibt's passende Materialien.

00:32:22: Wir haben Bücher und dann haben wir noch eine Sendung geguckt zu dem Thema, wo es ein paar Kindgerechte dann auch nochmal aufgearbeitet wird.

00:32:29: Und dann funktioniert das auch und dann ist es auch gar nichts Schlimmes eigentlich.

00:32:35: aber das ist ja nicht immer.

00:32:36: so viele wachsen damit genau an diesem Tabuthema auf.

00:32:42: Das sehen wir wenn wir auf den Marktständen sind.

00:32:45: manche lesen bei uns interessiert erst jeden Pavillon, die Beschriftung und auf einmal wird der Schritt schneller.

00:32:51: Und dann hat das so ein bisschen Fluchtinstinkt bei manchen.

00:32:54: Also manche möchten sich damit auch nicht auseinandersetzen.

00:32:57: Das kann man ja irgendwie auch verstehen weil irgendwann wird es eine Woche treffen.

00:33:01: aber es ist ja manchmal doch besser dass vielleicht noch nicht so präsent zu

00:33:05: haben.

00:33:06: Aber das meine ich gerade, weil wenn man halt an Tod und an Sterblichkeit denkt.

00:33:11: Man assoziiert immer Leid und ich muss weinen.

00:33:15: Ich bin einfach traurig.

00:33:16: Ich habe jemanden verloren.

00:33:19: Du sagtest es schon durch, dass vielleicht aber auch in den letzten Stunden es darum geht, vielleicht noch zu lachen?

00:33:25: Ich kann das nur von mir privat sagen, ich glaube es kommt auf die Umstände an.

00:33:29: Wie tragisch vielleicht so ein Sterbefall auch war weil meine Oma ist vier neunzig geworden immer noch Hut ab Oma also für die ja ich habe mich ich hab die gefeiert dafür dass sie solange gelebt hat nicht dafür dass er gestorben ist sondern dass sie ein tolles Leben hatte eigentlich.

00:33:44: und solange da war.

00:33:48: Das meinte ich mit, wir wären vielleicht so ungünstig.

00:33:53: Vielleicht einfach nur an Tod und Stäblichkeit herangeführt statt das mit Freude, das Leben wurde ja gelebt.

00:34:01: Und jetzt ist es auch okay zu gehen eigentlich?

00:34:04: Glaubst du, dass bringen viele Ehrenamtler genau schon so mit eigentlich oder lernen die das dort?

00:34:08: Beides!

00:34:09: Wir haben tatsächlich auch ehrenamtliche Ideen in die Kurse gehen, die sagen, ich habe noch nie damit Berührungspunkte gehabt.

00:34:15: wirklich biografisch.

00:34:18: Gerade deswegen möchte ich das, und ich möchte mich damit auseinandersetzen.

00:34:22: Es ist mir wichtig, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen und anderen damit zu helfen auch wenn man selber vielleicht noch gar nicht so betroffen war.

00:34:30: Das gibt es auch.

00:34:31: Und gleichzeitig sehe ich, dass wie du ... es ist nicht immer vergleichbar, wer jemand stirbt.

00:34:38: Es fängt ja schon dabei an.

00:34:40: Habe ich lange eine Krankheit begleitet?

00:34:41: Hab diesen ganzen Prozess gesehen und gesehen, wie dieser Mensch leidet Hab aber auch gesehen, wie dem geholfen wurde, palliativ-medizinisch.

00:34:51: Und dann gibt's natürlich auch die, die unverhofft versterben.

00:34:55: Kanalauffallen, Unfall einfach ganz blöd gesagt vielleicht auch Todumfallen Das ist was ganz anderes für die Trauer und das kommt unvorbereitet.

00:35:06: Da konnte man sich nicht verabschieden.

00:35:08: gerade bei der Sterbebegleitung sind wir eher bei den Fällen wo man zumindest ein paar Wochen Ja, teilweise Jahre sich darauf vorbereiten konnte und diesen Weg begleitet hat.

00:35:18: Das ist dann nochmal auch ein bisschen was anderes.

00:35:20: Und trotzdem ist beides legitim.

00:35:22: Und manche, die auch in der... Die pflegenden Angehörigen, die das jahrelang tragen bei denen fehlt zum Beispiel auf einmal so einen Lebensanhalt.

00:35:29: Dann war die Lebensaufgabe ich kümmere mich und ich bin die ganze Zeit eigentlich rund um die Uhr beschäftigt und auf einmal nach dem Versterben großes Loch.

00:35:36: Was mache ich jetzt mit meinem?

00:35:38: Mit meiner Zeit, was mache ich jetzt mit mir?

00:35:40: Die kennen das dann teilweise auch gar nicht mehr.

00:35:42: Also Trauer ist nicht vergleichbar und es muss ja auch gar nichts sein.

00:35:46: Sie ist einfach sehr unterschiedlich und es darf sie auch sein.

00:35:48: und auch das zu akzeptieren ist gesellschaftlich manchmal nicht so leicht.

00:35:52: gerade wenn man so denkt warum traurst du immer noch?

00:35:54: Manche hauen da wirklich auch Unpassende Sprüche raus.

00:36:00: oder ist es eigentlich nicht zu bewerten?

00:36:02: Wir haben Trauerangebote, da rufen manche an.

00:36:05: Ja das ist schon so und so viele Jahre her dass es passiert ist ich habe gemerkt das ist aber irgendwie noch da darf ich trotzdem zu irren Trauer angeboten kommen.

00:36:13: ja das kann auch zwanzig Jahre her sein Das ist in Ordnung Und das kann er auch erst ein paar Wochen her sein und auch das ist in ordnung und Alleine zu sehen Ich bin nicht alleine mit Trauer Kann manchmal schon helfen.

00:36:28: Ich hatte das vor ein paar Jahren noch in so einem kleinen französischen Dorf.

00:36:32: Die Großmutter ist gestorben und die lacht drei Tage in der Küche, und das ganze Dorf ist gekommen und hat geredet und irgendwie getrauert oder so.

00:36:41: Das war sehr öffentlich obwohl ich hier denke wir haben das alles so ins private verlagert und was jetzt schon mehrmals gesagt ich werte nicht so jeder geht da anders mit sich um.

00:36:54: gibt es kulturelle unterschiede die du

00:36:56: merkst?

00:36:59: wenig, die wir dann so bemerken.

00:37:01: Also wir werden oft zur Bärdigung bzw.

00:37:04: das Ehrenamt wird oft eingeladen.

00:37:06: Die gehen auch gerne dorthin um sich zu verabschieden.

00:37:10: aber eigentlich ist es tatsächlich doch irgendwie immer vertraut egal welcher Kultur und da auch ich sage mal welcher gesellschaftlichen Schicht ist auch im Grunde egal.

00:37:19: am Ende sind wir doch irgendwie alle Menschen und alle traurig und betroffen auf irgendeine Art und Weise

00:37:26: Ja, vielleicht eine unverschämte Frage eher.

00:37:28: Aber wenn man dann öfter auch auf Beerdigungen ist gibt es ja schon glaube ich wo der kulturelle Ansatz vielleicht die Unterschiede?

00:37:38: Es gibt ja wahrscheinlich so richtig schöne Beerdigung.

00:37:41: in Anführungsstrichen sage ich mal oder halt das nötigste vielleicht Ja, deswegen unverschämte Frage.

00:37:50: Vielleicht ... Das ist ein vorsichtiges Thema.

00:37:53: Deswegen ist es schwierig das zu formulieren, finde ich.

00:37:57: Vor allem wenn man jetzt mit Scherz dran geht oder so.

00:38:00: Aber wie verabschiedet man sich?

00:38:03: Mit einem richtigen Knall?

00:38:04: Oder ist man vielleicht auch fast schon froh, keinen Ärger mehr zu haben?

00:38:13: Ich behaupte... Schöne Beerdigung haben nichts mit dem Budget tatsächlich für die Beerdigung zu tun.

00:38:17: Also auch so soziale Bestattungen, manche malen dann die Särge noch beim An- und gestalten das trotzdem wunderschön.

00:38:25: Auch wenn nicht viel Geld da ist.

00:38:27: Und gleichzeitig muss meine Toru-Beerdigung nicht gerade die Schönste sein!

00:38:31: Wenn der Traurätner irgendwie am verstorbenen Vorbeiradelt und dann nix passt, kann es genauso unpassend sein.

00:38:38: Gleichzeitig ist es einfach auch da wieder... ganz individuell.

00:38:41: Und das ist ja auch die Frage, was braucht die Familie?

00:38:43: Möchten sie ganz klein und ganz schlicht oder möchten die noch mal richtig?

00:38:47: Auch was wollte der verstorben?

00:38:48: Vielleicht hat er vielleicht einen Wunsch angegeben, wollte eine große Party oder hatte ihm gesagt, ich will nicht dass ihr da zum Leichenschmaus sagt man gerne hier im Pott kommt und dann nochmal sitzt.

00:38:59: Das fand ich schon immer ganz schrecklich wenn ich dahin musste und wenn ich verstorbe will ich nicht.

00:39:05: Das gibt's auch und das ist auch in Ordnung.

00:39:08: Auch da ist die Vielfalt eigentlich total groß, dann nimmt man einfach das was kommt.

00:39:15: Aber übernehmen Ehrenamtlerinnen teilweise so Trauerredenparts?

00:39:21: Eher nicht tatsächlich, aber sie werden oft in den Trauerräden noch mal benannt!

00:39:27: Also wir haben jetzt erst im letzten Jahr eine Begleitung wieder beendet nach mehreren Jahren, wo es in der Trauerrede dann nochmal in einem relativ langen Abschnitt aufgenommen wurde und noch mal geerdet wurde.

00:39:40: Wo auch die Sterbe-Begleiterin die Familie erst bei der Beerdigung kennengelernt hat und die feminierten einzelnen unterschiedlichen Situationen nochmal auf sie zukamen, sie gedrückt haben, sich bei ihr bedankt haben – ganz viel von ihr wussten!

00:39:54: und andersrum auch, aber die sich vorhin noch nie gesehen haben.

00:39:57: Und trotzdem für diese Dankbarkeit da für diese Unterstützung, auch wenn sie das selbst gar nicht mitbekommen haben.

00:40:04: Nur das Wissen und die Erzählungen von dem Verstorbenen haben völlig gereicht!

00:40:09: Gibt es denn so Momente, wo Ehrenampler auch einfach sagen jetzt ist der letzte Todesfeier?

00:40:14: Es war zu viel.

00:40:15: Da war ich zu nah dran.

00:40:16: Das verpacke ich nicht mehr so gut.

00:40:18: Habt ihr für solche Fälle noch andere Hilfe für eure Ehrenambler?

00:40:23: Grundsätzlich stimmen wir immer für die Ehrenamtlichen zur Verfügung, das heißt am Wochenende oder abends wenn irgendwas ist können sie uns immer erreichen.

00:40:31: und wenn wir sagen okay wir kommen... gerade nicht mit euch war, dann gibt es die Möglichkeit der Einzelsupervision.

00:40:38: Und gleichzeitig haben unsere Ehrenamtlichen einmal im Monat einen Gruppenabend und ihren Vertrauten quasi anderen ehrenamtliche, wo sie sich über die... jeweilige einzelne Begleitungen auch austauschen und einfach erzählen.

00:40:51: Und auch mal Fragen stellen können, wie würdet ihr damit umgehen?

00:40:53: oder das ist jetzt die Situation?

00:40:56: Im Rahmen dieser Gruppenabend gibt es auch fest zweimal im Jahr eine Gruppensupervision wo man dann eben auch Sachen besprechen kann.

00:41:03: Wenn das nicht reicht, ist es überhaupt gar kein Problem dass wir sagen okay wir rufen die Supervisoren nochmal an und die kommen noch einmal zu einer Einzelsupervision um da zu helfen und gleichzeitig natürlich scheiten auch ihren Amtliche aus den verschiedensten Gründen irgendwann aus.

00:41:18: oder manche sagen, jetzt habe ich so lange Stellbegeleitung gemacht.

00:41:22: Ich trete mal ein bisschen zurück und mache eher die Büro-Unterstützung oder ich sage, ich gehe jetzt mehr in die Trauer ein bisschen rein.

00:41:29: oder wir haben noch einen Projekt das heißt Hospizmachtschule.

00:41:31: da gehen wir in die Grundschulen und machen eine Projektwoche und dann sagen sie okay ich brauche zwar Begleitungspause aber ich gehe gerne mit und unterstütze das Projekt oder mache Standarbeit und Öffentlichkeitsarbeit dafür.

00:41:46: Also auch das gibt es, sind viele Möglichkeiten da?

00:41:50: Oder einfach mal zu sagen... Das haben wir eigentlich immer, dass irgendjemand bei uns sozusagen in Pause ist.

00:41:57: Das heißt wegen Krankheit oder auch wegen Urlaub oder einfach mal Luft zum Atmen sagen die uns Bescheid, dass sie in Pause gehen und dann werden Sie nicht angefragt!

00:42:09: Dann haben sie die Möglichkeit an allen Angeboten, wie immer vom Verein oder auch an den Gruppenabenteil zu nehmen.

00:42:15: Aber Sie werden aktiv von uns nicht angefragt für Bleitungen.

00:42:21: Bei Kindern ist das irgendwann so ein Thema?

00:42:23: Ich weiß nicht mehr genau, wann das war.

00:42:25: So sechs, sieben Jahre, glaube ich ... Oder früher.

00:42:28: Was ist wenn du stirbst?

00:42:31: Das kann dann von meinem Sohn... Also wo wir sterben schon ein Thema ist im frühkindlichen Alter, oder?

00:42:39: Definitiv, also mein Name ist beide Kindergarten schon mal thematisiert.

00:42:43: Und dann sind jetzt alle Urgroßeltern mittlerweile verstorben

00:42:47: und

00:42:48: das ist immer wieder ein Thema.

00:42:50: Wir gehen in den dritten- und vierten Schuljahr in die Schulen und wenn man dann abfragt ... Wer hatte denn schon mal irgendwie einen Verlust im Großen?

00:43:00: Es ist schon ein großer Teil der Kinder, die dann auf irgendeine Art und Weise mit Trauer.

00:43:05: Und Trauer kann ja jeglicher Verlust sein und schon mal umgegangen sind.

00:43:08: Also sie können damit auch schon viel was anfangen.

00:43:11: das ist für viele gar nicht so neu.

00:43:14: Für manche natürlich trotzdem.

00:43:16: Manche haben auch das noch nicht gehabt und für die ist es dann ein ganz neues spannendes Thema dass sich da so eröffnet.

00:43:21: und natürlich auch eine Frage bei den Kindern.

00:43:23: immer Selbst wenn die Fragen aufkommen, werden sie denn beantworten.

00:43:28: Das ist ja auch nicht immer so selbstverständlich und von daher kann das noch manchmal sein dass es erst wenn bei so einer Projektwoche dann wirklich auftaucht.

00:43:36: aber dann werden diese Fragen auch beantwortet.

00:43:38: Kindgerecht, aber

00:43:39: offen.

00:43:40: Das heißt ihr seid eine ganze Woche in den Schulen amt macht das?

00:43:44: Genau wir bauen

00:43:44: dann meistens

00:43:46: Freitags auf.

00:43:47: tatsächlich, wenn die Schule aus ist unsere Ehrenamtlichen mit ihren... Ja es ist fast ein Materialschlacht anrücken und schon mal sich alles aufbauen, vorbereiten.

00:43:57: Und dann geht es montagsmorgens los und erinnert nach Freitagsnachmittag.

00:44:03: Dann machen die jeder jeden Tag unterschiedliche Programmen, sprechen über Krankheit aber auch über Gesundwerten.

00:44:10: Aber was ist denn wenn der Körper nicht mehr gesund wird?

00:44:13: Wie geht man mit Trauer um... ist es in Ordnung, dass man weint.

00:44:17: Wie ist das vielleicht auch in anderen Religionen?

00:44:19: Was passiert bei so einer Beerdigung?

00:44:21: Also, das sind alles Themen die dann dieser Schulwoche bearbeitet werden und ihre Resonanz immer wahnsinnig schön.

00:44:28: Die Ehrenamtlichen genießen das gerne.

00:44:31: Es ist super anstrengend irgendwie auch für die Ehrenamten.

00:44:35: Aber sehr, sehr schön!

00:44:36: Und das Feedback von den Kindern ist auch immer Wahnsinnig toll und auch von den Klassenlehrern, die das damit begleiten die Woche über also machen zwar selber keinen Unterricht, aber sie müssen die ganze Zeit dabei sein und das mit begleiten um auch zu unterstützen.

00:44:50: Ich kenne ja ihre Klassen am besten!

00:44:52: Und das sind dann eine ganz tolle Woche.

00:44:55: Glaub ich.

00:44:56: Auch sowas machen wir da.

00:44:58: Also wirklich ein schönes Projekt?

00:44:59: Ich kende es eher dann dass so Bedenkenträger

00:45:02: kommen

00:45:02: und sagen, ach das ist doch irgendwie also man muss die Kinder beschützen und nicht überfordern und irgendwie so... Aber sowas erlebt den dann da Praktisch überhaupt

00:45:11: nicht.

00:45:12: Also es gibt vorab einen Elternabend, wo das Ehrenamt auch diesen Elternabenden durchführt und also die Lehrer erladen ein und das Ehrendammt ist dann da und beantwortet dann genau diese auch kritischen Fragen.

00:45:23: Und gleichzeitig das Ganze ist nach einem festen Konzept, nach einem pädagogischen Konzept des extra entwickelt wurde.

00:45:29: Deswegen heißt es auch, was Witz macht Schule?

00:45:31: Da kann man auch online ganz viel zu finden wenn man sich das anschauen möchte langsam reinsteigt und auch begleitet wird.

00:45:44: Und dann die Tage immer ausgeklingen werden, also ausklingen.

00:45:47: Natürlich kommt zu Hause oft trotzdem noch Fragen aber wir reißen da jetzt nicht irgendwie ein Wunder auf oder machen da irgendwie Gruselbilder und lassen sie dann so stehen sondern versuchen das wirklich ganz sanatisch unter.

00:45:59: jeder auch Ehrenamtliche oder ehrenamtlich.

00:46:03: Herr, die das durchführen sind dazu auch wieder zusätzlich qualifiziert zusätzlich zu ihrer Sterbübergleitung.

00:46:10: Also auch da sind wir wieder, weil bei uns gibt es wahnsinnig viele Angebote.

00:46:15: Aber alles darf nur gemacht werden wenn man entsprechend sich halt auch dafür ausbilden lässt.

00:46:20: Wer macht sowas?

00:46:22: Wie ist eure alter Struktur?

00:46:26: Wenn du sagst sehr cool das hat jetzt im Januar angefangen was sind das für Menschen die da drin sitzen?

00:46:34: also erst mal unsere Ehrenamtsstruktur ist tatsächlich von wir haben Mitte zwanzig bis hoch.

00:46:38: in den neunzigern haben wir alles dabei.

00:46:42: Unterschiedlich lang, manche fangen das erst in der Rente an, manchen fangen es schon in der Ausbildung an.

00:46:48: Das ist ganz, ganz verschieden.

00:46:49: und ja wer sitzt dann da?

00:46:52: meistens Menschen die einfach sagen okay ich möchte was zurückgeben in die Gesellschaft?

00:46:57: Und ich finde es wichtig und so landen sie dann oft bei uns Manchmal auch, dass sie sagen okay aufs berufenlichen Kontext kann man schon mal in Berührung aber auch das ist gar kein Muss.

00:47:08: Manche kommen aus völlig anderen Bereichen und haben einfach nicht so einen Ehrenamt gesucht oder suchen auch manchmal immer noch.

00:47:19: Auch zum Beispiel über das Ehrenamtsbüro hier in Oberhausen.

00:47:24: Und die sagen dann, okay ihr habt mich so überzeugt an eurem Stand oder beim Informationsabend.

00:47:30: Oder ich fand das so spannend.

00:47:32: Ich hab da zwar noch nie beruhigungskontakt mit gehabt und Berührungspunkte gehabt aber ich finde es so spannend, ich möchte das gerne ausprobieren und machen.

00:47:41: Ja wenn man dir so zuhört du bist motivierend.

00:47:45: Danke!

00:47:47: Das macht aber auch als Koordination wahnsinnig Spaß.

00:47:50: Es ist einfach eine wahnsinnigt sinnstiftende und erfüllende Aufgabe, das als sein Beruf nennen zu können, ist schon eine sehr schöne Sache!

00:47:59: Was ist denn aber deine Hauptaufgabe beim Organisieren?

00:48:02: Wir hatten jetzt schon GesprächspartnerInnen, die mit App zum Beispiel funktionieren.

00:48:07: Wie sich Ehrenamtliche dann melden und wann die Zeit haben oder wann sie zur Verfügung wären... wie läuft das bei euch?

00:48:16: Es ist ja etwas komplexes.

00:48:17: Man muss ja verlässlich sein, dass man auch immer wieder gerne Termine hat mit der zu begleitenden Person.

00:48:24: Was habt ihr da für ein System?

00:48:26: Wie gehst du daran?

00:48:27: Wenn jetzt jemand Neues aus der Ausbildung da ist, vielleicht verbinden noch.

00:48:32: Weil ich bin dann fertig mit der Ausbildung und werde direkt ins kalte Wasser geschubst.

00:48:35: oder habe ich es auch so ein Tandem-Prinzip zum Beispiel?

00:48:38: Es ist tatsächlich unterschiedlich.

00:48:40: Da kann man wieder Wünsche eingeben.

00:48:42: Der Kurs der letztes Jahr quasi abgeschlossen hat.

00:48:45: Da waren einige die gesagt haben, okay, ich fühle mich schon direkt bereit und andere die sagen, ich will erst im neuen Jahr starten.

00:48:51: Und wie der andere gesagt haben könnte ihr mich vielleicht zu einer Begleitung... mal mitgehen lassen, sozusagen hospitieren lassen.

00:48:57: Und dann gucken wir natürlich auch, dass das möglich ist, dass man so einen Einstieg hat und ein grundsätzliches bei neuen Ehrenamtlichen so, dass wir beim allerersten Besuch in der Familie mitgehen oder falls wir mal gerade nicht zur Verfügung stehen, wenn anderes Erfahreneihrenamtliche mitgeht.

00:49:14: Auch das besteht als Möglichkeit aber in der Regel sind wir dabei und verbinden das Ganze.

00:49:19: die Weiterfolge im Termin macht immer das Ehrenabend direkt mit der Familie aus Einfach, weil wir sonst so einen stillen Postprinzip hätten und dann wird das Ganze viel komplexer.

00:49:28: Das heißt die verbinden sich wirklich miteinander.

00:49:31: Und dann kriegen wir über die Gruppenabende oder über Telefonate oder andere Anfallanstaltungen bei uns sind oder auch einfach Gesprächstermine werden wir quasi auf dem Laufenden gehalten.

00:49:43: Dokumentationstechnisch ist es so grundsätzlich haben wir eine ganz klassische Papiermappe, die gibt es aber es gibt auch die Möglichkeit per App.

00:49:52: das Ganze zu dokumentieren.

00:49:55: Und da sehen wir natürlich immer die Dokumentation schneller, weil sich das mit unserer Software abgleicht und dann können wir genauer reinschauen.

00:50:04: Ansonsten ist es tatsächlich unsere Aufgabe einfach auch regelmäßig anzurufen wenn wir nichts hören und mal nachzufragen wie läuft es denn?

00:50:13: Das klappt eigentlich ziemlich gut!

00:50:16: Was glaubst du, wie viele Tage oder so Nachmittage muss ich im Schnitt vielleicht frei haben?

00:50:22: Also weil ich überlege nur wenn ich nur einmal die Woche Zeit habe aber die begleitende Person mehr Bedarf hat dann bin nicht nur die einzige Person die dort sondern dann wird irgendwie abgewechselt.

00:50:34: Also für eine begleitende Person können dann aber auch mehrere Ehrenabler eingesetzt werden?

00:50:39: Genau,

00:50:40: das machen wir auch.

00:50:41: Wenn da ein höherer Bedarf ist oder manchmal so eine Sitzwache benötigt wird, dann ist es manchmal wie so ein Dienstplan, den wir organisieren.

00:50:50: Aber genauso gibt es auch Begleitung wo klar ist okay, da wird einmal abends gebraucht und einmal vormittags.

00:50:56: Das ist eher, dass wir gucken, dass wieder genau zwei Leute einen ... richten quasi in diese Begleitung, der eine für abends ja noch vom Vormittagssagen auch einmal in einer Woche, abends reicht mir oder einmal in der Woche vormittags oder manche Begleitungen machen.

00:51:11: Auch zwar mal die Woche da gibt es Ehrenamtliche, die sagen das mache ich auch, dass ist gar kein Problem.

00:51:17: Das ist wieder ganz unterschiedlich.

00:51:19: aber ja es ist auch möglich mit mehreren hinein zu gehen wenn der Bedarf da ist.

00:51:24: und gleichzeitig haben wir auch manchmal Ja, ich sag mal Akutfälle die uns schon fast im Versterben anrufen und sagen wir halten das nicht aus.

00:51:32: Wir brauchen jemanden.

00:51:33: Und dann findet sich eigentlich auch.

00:51:35: also wir haben auch so eine Handvollie wissen wir die können wir immer anrufern für solche akut Fälle und die kommen raus sie sind dann da und die kommt dann im Zeichen auch drei vier Tage hintereinander oder im Wechsel dass man dann sagt okay ja ist jetzt so und solange da danach kommt er und der.

00:51:54: Wir haben einige, die sagen ich bin auch bereit mich nachts daran zu setzen und quasi eine Nachtwache zu machen.

00:52:01: Eine Sitzwache.

00:52:02: Auch das haben wir und auch das geht.

00:52:05: Aber du hast dann schon finde ich eine große Verantwortung?

00:52:08: Ich finde es jetzt locker sagen oder so aber ich finde dieses gerade dieses Matchen ist ja total wichtig.

00:52:17: Kriegst du anfragen, ich will einen Mann um die dreißig der zu uns kommen soll oder denkst Du Der Könnte passen Zu der familien Situation?

00:52:30: Oder wenn Ich Die Person Dahin Schicke Dann Kitzel ich Da noch was anders Raus oder ich schick da jemand hin der er so Passiv Fragen Aber fragen.

00:52:40: Es ist tatsächlich ganz unterschiedliche Fragen.

00:52:42: Ganz klassische Abfragen, was war denn der Beruf früher?

00:52:45: Was wurde gerne gemacht?

00:52:47: Wie ist das Thema Religion?

00:52:48: Ist es überhaupt ein Thema?

00:52:51: Was waren einfach so Interessen?

00:52:52: und dann schauen wir... Und was wäre aber auch tatsächlich abfragen ist eine Standardsfrage bei uns betenmännlich oder weiblich bevorzugt.

00:52:59: Manche sagen dass es mir völlig egal.

00:53:01: Aber es gibt genug Menschen die sagen okay ich möchte lieber als Mann möchte ich lieber mit einem Mann am Mann sprechen Oder als Frau Ich möchte lieber eine Frau oder einen Mann.

00:53:12: Das geht in alle Richtungen und da sind wir offen mit Alter.

00:53:15: wünschen, haben wir tatsächlich gar nicht.

00:53:18: Sondern eher dass wir dann schauen, okay, wir könnten einfach passen.

00:53:21: Und das ist ganz unterschiedlich so.

00:53:23: die Jungen können mit den alten gut und andersrum funktioniert es auch.

00:53:27: Also das ist gar nicht, dass man das irgendwie so mustermäßig einsortieren könnte sondern es kommt einfach ganz ... auf die Personen an und das, was einfach gerade gebraucht wird.

00:53:37: Und auch was die Angehörigen manchmal brauchen.

00:53:39: Manchmal haben die An gehörigen den höheren Redebedarf als die Patienten selber.

00:53:44: Auch das ist in Ordnung für dieseln wir da weil sie gehen ja im System auch gerne mal unter.

00:53:50: Der hat keine Zeit dafür.

00:53:52: und die freuen sich dann einfach mal wenn die jemanden haben mit dem so einen Kaffee trinken können, was anderes reden können oder einfach mal ihren Druck und den Dampf ablassen können, nicht auf saure, also nicht auf hüdende Art und Weise.

00:54:04: Sondern auf die Weise, endlich hört mir auch mal jemand zu und sieht man mich und ich kann das raus lassen.

00:54:10: Und ich kann mich austauschen.

00:54:12: Das ist tatsächlich so eine

00:54:14: Begleitungsaufgabe.".

00:54:16: Ich glaube auch nicht, dass sowas ein Algorithmus lösen kann.

00:54:19: Oder dass du so Karteikarten

00:54:20: hast.

00:54:22: Nein!

00:54:22: Dass das wirklich von deinem Gespür oder deiner Sensibilität irgendwie geschuldet ist?

00:54:28: Dass du dann so'n Match findest oder so...

00:54:31: Ja schon also es ist Bauchgefühl.

00:54:34: Manches ist natürlich rationaler Klärber.

00:54:36: Wer ist nah dran und wer hat Zeit?

00:54:39: Das sind immer so Sachen die kann man ganz klar aber gleichzeitig schwingt da immer auf ganz viel Bauch-Gefühlen mit.

00:54:44: Aber das ist jetzt hier so eine Podcast-Folge, wo ich auch total unsicher bin.

00:54:50: Also worüber kann man sprechen?

00:54:53: Wie blöd kann ich fragen?

00:54:55: Also wie schlau muss ich klingen?

00:54:57: Weil es wirklich ungewöhnlich ist über Sterben zu sprechen!

00:55:03: Ich merke das an mir selber und du bist da ganz geübt drin.

00:55:07: Also ich sage tatsächlich immer Es gibt keine blöden Fragen und man kann sie grundsätzlich alles... stellen und die Frage ist, ob immer alle beantwortet werden können.

00:55:17: Da würde ich jetzt keine Garantie drauf geben.

00:55:20: aber grundsätzlich immer mit Fragen raus und sich trauen und man muss finde auch nicht in dem Bereich ein großes Fachwissen haben weil dafür gibt es ja Berufsgruppen wie immer so im Leben.

00:55:31: Die führen an dadurch.

00:55:33: das Problem ist eher dass man an diese in dieses Netz oder dass es das überhaupt gibt, erst mal rankommen muss und wenn man dann einmal drin ist.

00:55:39: Dann ist es kein Problem.

00:55:40: aber dieser Weg dahin, der ist eher manchmal das Schwere zu sagen okay ist jetzt sehr punkt erreicht oder ist es nicht komme ich dafür jetzt um Frage?

00:55:50: Oder ist es noch zu früh?

00:55:51: Manche verbinden ja auch mit Sterbebegleitung oder auch Hospiz was wir hier im Namen tragen.

00:55:56: Das ist ganz am Lebensende Und das muss halt auch gar nicht sein.

00:56:00: also... Das ist einfach.

00:56:04: Haben viele Leute, oder du hast es direkt schon gesagt, ein Problem damit um Hilfe zu bitten?

00:56:12: Oder Unterstützung.

00:56:13: Nennen wir das Unterstützung.

00:56:14: aber ja ich würde das als Mann dann immer wenn ich jemand fragen muss bin ich mir meiner eigenen Schwäche auch bewusst und das mache ich total ungern.

00:56:26: Also tatsächlich haben wir einige, also hören wir immer mal wieder in Gesprächen.

00:56:31: Auf mir fällt das so schwer Hilfe an zu nehmen.

00:56:33: Ich habe doch alles alleine gemacht und sagen jetzt ist es auch schwer gerade wenn man nicht gewohnt ist aber wir machen es halt auch gerne.

00:56:41: Wir sind gerne da und wenn Hilfe gebraucht wird auch dann oder auch zu sagen okay jetzt hat sich was verändert rufen sie ruhig ansprechen Sie mit uns.

00:56:51: Also wir drängen uns nicht auf, aber ein Angebot besteht immer und wir können immer nur anbieten.

00:56:56: Und gleichzeitig so'n bisschen ... Manchmal können sich viele auch einfach gar nicht vorstellen was es denn jetzt ist Sterbeübergleitung und das macht einen ambulanten Suspiz.

00:57:06: Deswegen halt auch ganz viel Öffentlichkeitsarbeit sowas wie mit euch hier net quatschen.

00:57:12: Kriegt ihr auch offizielle Unterstützung von Stadt oder lebt ihr von Spenden?

00:57:18: Beziehungsweise darf ich kurz noch ergänzen, weil du hattest ganz oft irgendwie auch den Glauben schon angesprochen.

00:57:23: Seid ihr kirchlich verbunden?

00:57:25: Wir sind kooperatives Mitglied beim Charitatsverband aber sind an sich glaubensunabhängig und das ist eher ... Das wird es mit abfragen, weil wir natürlich auch Ehrenamtliche haben die da ein bisschen mehr drin sind und da einfach weiter im Thema sind oder auch kirchlich mehr aktiv sind.

00:57:43: Und natürlich haben wir auch welche, die sagen aber ich habe damit so gar nichts am Mut.

00:57:46: Wenn dann natürlich der Sterbende da Fragen und Themen hat oder Gebete möchte oder Bibel lesen möchte, ist es natürlich ungünstig wenn ich jetzt jemandem hinsitze, der vielleicht ja keine Ahnung von hat.

00:57:58: Deswegen fragen wir sowas tatsächlich immer wieder ab.

00:58:02: für die Frage zu den Kosten.

00:58:04: Wir sind ja ein kostenfreies Angebot sowohl Schulen als auch für die Trauerangebote, also auch die Sterbebegleitung selbst.

00:58:11: Und wir haben wirklich das große Glück, dass die Krankenkassen uns einmal im Jahr fördern pro Begleitung.

00:58:18: Das heißt, wir reichen einfach nur an... Wir waren bei den Modellen mit den passenden Daten und kriegen dann eine Fördersumme tatsächlich, die den Großteil unserer Arbeit finanziert.

00:58:29: und alles drüber hinaus ist spendenfinanziert.

00:58:32: und auch die ganzen Trauangebute sind zum Beispiel nicht förderfähig.

00:58:36: oder auch das Hospiz-Machschuliff-Projekt.

00:58:39: Das fällt da nicht mit rein, die sind komplett spendenfinanziert tatsächlich.

00:58:45: Am Ende doch irgendwie so fünftig wahrscheinlich einfach weil wir auch weiterhin trotzdem auf Spenden angewiesen sind um dieses umfangreiche Angebot aufrecht zu erhalten.

00:58:58: für die Sterbebegleitung selber funktioniert das super aber alles was drauf ist oder doch mal rum einfach und wir finden das gehört dazu auch trauern uns zu sagen okay, wir begleiten schnell mal irgendwie muss man ja auch die Zeit dann nach und Begleiten.

00:59:14: Das ist dann wirklich eine spendenfinanzierte Sache

00:59:16: Nicht unbedingt daran ansetzend.

00:59:18: Aber du hattest das auch gerade noch erwähnt, dass da für solche Pflege-Familien, also Familienangehörige gar nicht mehr so die Sichtbarkeit ist wie viel Aufopferung an Zeit ich investieren muss um meine Mutter zu pflegen.

00:59:37: Glaubst Du denn?

00:59:39: Dass sich vielleicht auch nochmal politisch ändern könnte zumindest auch gesellschaftlich in der Meinung Weil das ist ja schon eine große Aufopferung.

00:59:47: Das macht man jetzt nicht eben so, dass ihr da vielleicht auch merkt ... die Nachfrage erhöht sich bei euch in den letzten Jahren für solche Begleitungen?

00:59:56: Nee tatsächlich eher nicht.

00:59:58: Also ich fürchte, dass es in der aktuellen politischen Lage nicht so ist, dass die pflegenden Angehörigen gesehen werden aktuell und es sieht auch nicht so aus als wird sich da was zum positiven Ende.

01:00:13: dann diskutiert man ja, wo man noch mal sparen kann und einsparen kann.

01:00:18: Zurlasten der pflegenden Angehörigen.

01:00:21: von daher ist es wirklich ein schwieriges Thema ohne zu politisch werden zu wollen.

01:00:26: Die haben auch keine Lobby?

01:00:28: Ne, die pflegenen Angehöhungen haben eigentlich keine Lobbie.

01:00:32: Und die Pflege selber hat schon eine kleine Lobby, die lässt sich ... Also, sie wächst und durch die Pflege kann man in NRW wird es ja auch ein bisschen unterstützt jetzt einfach und professioneller als vorher.

01:00:45: Weil's geballter ist ähnlich wie wenn Sie von der Ärztekammer kennen.

01:00:49: aber wirklich die Angehörigen werden nicht gesehen und klar gibt es politisch aktive Angehöhrige die dann dafür kämpfen.

01:00:58: Aber das ist jetzt nicht dass man irgendwie den Eindruck hat politisch Das ist wirklich mal gesehen wird und weiter gefördert wird, dass man immer hinterfragt wird.

01:01:08: Und kritisch beäugt wird.

01:01:10: Hier können wir nicht doch irgendwie noch mal was kürzen.

01:01:12: Das

01:01:13: ist glaube ich hier kein Einzelfall, das gibt es auch in anderen Ehrenämtern die im Schwimmbad sind.

01:01:20: Die Vorlesen, die sich auf unterschiedlichste

01:01:23: Arten

01:01:25: Notfallseesorge engagieren.

01:01:29: Deswegen machen wir uns mit dem Podcast so ein bisschen...

01:01:33: Wir sind ja schon froh, dass unsere Arbeit von den Kassen gefördert wird.

01:01:37: Das ist auch für die Familien wahnsinnig wertvoll.

01:01:40: Manchmal laufen Tränen der Erleichterung.

01:01:43: Dann kommt immer so die vorsichtige Frage was kostet mich das dann?

01:01:46: Wenn wir sagen können, es ist kostenfrei, es kostet sie gar nichts.

01:01:49: Kein Antrag, kein Einreichen keine Bewilligung.

01:01:53: Es ist eine pure Erleicherung für die Familie und da sind wir sehr dankbar, Und gleichzeitig denken wir uns, eigentlich müsste das in mehreren Punkten sein.

01:02:05: Dass die Familien weniger diese Sorgen und Nüte haben.

01:02:09: Diesen Aufwand auch oft, ne?

01:02:12: Dann stellt man einen Antrag, dann wird er nicht genehmigt.

01:02:15: Dann geht man in Widerspruch.

01:02:17: Dann wird der vielleicht doch beim dritten- vierten Versuch bewilligt.

01:02:20: Und dann rennt man dem allen hinterher.

01:02:22: Das ist ja auch etwas was obendrauf kommt zu dieser Belastung.

01:02:25: Man ist eh schon belastet mit der ... Nicht nur mit der Pflege selbst Mit dem Abschied, mit der Situation und so.

01:02:34: Man rutscht da ja auch oft unverhofft rein als Anführer.

01:02:37: Ich finde das geht leider ein bisschen unter.

01:02:39: Na ja, das sind ganz banale Fragen wie komme ich ans Konto dran?

01:02:42: Oder kann ich den Handyvertrag kündigen oder ... Das ist nicht so Sachen die auch immer je meist aufgeteilt sind, wer sich um was kümmert.

01:02:53: Definitiv.

01:02:53: Da fängt es schon oft an.

01:02:55: bei Krankheit gibt's eine Patienten-Verfügung.

01:02:58: Wo kriegt man jetzt eine her?

01:03:01: Das machen wir zum Beispiel auch.

01:03:02: Wir haben Ehrenamtliche, die fahren zu den Familien und erstellen zusammen mit denen oder beraten, also erstellen ist falsch weil das erstellen muss der Betroffene selber machen oder die Angehörigen.

01:03:12: Also für sich auch selber sind nicht nur die Patienten selber, die dann oft eine erstellen sondern die Angehörige machen meistens gleich direkt für sie auch einer mit, die dahin fahren und die beraten dass mit dem Schritt für Schritt durchgehen Fragen beantworten dazu damit es dann da ist.

01:03:28: Gleichzeitig kommt manchmal ja Wir brauchen das, aber der kann sich gar nicht mehr äußern.

01:03:33: Das ist ja Zeitpunkt leider verpasst!

01:03:36: Dann wird es schwierig oder er hat aber jetzt einen Demenz.

01:03:38: Ich denke, zu spätend ist dieser Zeitraum was wünsche ich mir eigentlich vorbei und auch das ist ein großes Thema und das machen mich zum Beispiel ganz viel.

01:03:48: und auch dass auch wieder als kostenfreies Angebot weil es gibt viele Angebote um erstellen und auf viele Vorlagen dadurch begleitet werden dann durch diesen Bogen kostet oft beim Ein Ding bestellen, dann schon war es.

01:04:01: Und auch das Geld ist manchmal einfach nicht mehr da oder ist nicht da.

01:04:05: War vielleicht auch nie da?

01:04:07: Ja, das dachte ich gerade mit der vorherigen Frage, also so sehr politisch wollte ich gar nicht das beantworten haben, sondern man hat ja schon das Gefühl die werden dem Stich gelassen.

01:04:17: und dann muss man sich als Angehörige vielleicht überlegen, schaffe ich das finanziell, schaff ich das mit meinem Alltag, dass da vielleicht eher eine Überforderung noch da ist dass man sagt, das kann ich so gar nicht leisten.

01:04:31: Ich muss mir Hilfe suchen und dann kann ich mir sie finanziell nicht leisten und habe euch im Endeffekt als Alternative, als Ansprechpartnerinnen.

01:04:40: Dass die Nachfrage bei euch vielleicht in den letzten Jahren gestiegen ist mit dem Hintergrund demografischer Wandel.

01:04:46: Die Menschen werden eh in der Gesellschaft älter.

01:04:50: Das durchs Älterwerden auch ... Mehr Sterbefälle gerade sind vielleicht noch als vielleicht in den nächsten fünfzig Jahren.

01:04:58: nochmal.

01:04:59: Im

01:04:59: Moment rückblickend auf die letzten Jahre könnte man jetzt nicht sagen, dass es bei uns signifikant mehr geworden

01:05:05: ist.

01:05:08: Das ist eigentlich tatsächlich recht gleichbleibend.

01:05:12: aber immer eben wieder das Thema hätte ich das vorher gewusst.

01:05:15: Ich glaube da sind auch längere Zeiträume.

01:05:17: Also wo du ganz klar,

01:05:20: wenn Buba

01:05:21: jetzt in Rente geht die haben nur noch vielleicht ein oder zwei Kinder.

01:05:25: Die Jüngeren haben jetzt so viele Kakainkind mehr.

01:05:28: also die Vereinsamung ist schon auch ein Thema hier im Haus oder gegen Vereinsammlung in der VHS oder irgendwie was man da unternehmen kann.

01:05:37: von daher längerfristig glaube ich schon dass ihr eher wichtiger werdet als unwichtiger

01:05:44: Definitiv, aber ich glaube es wird immer ein wichtiger Punkt sein.

01:05:48: und gleichzeitig ist immer die Frage wie kommen die Leute dran?

01:05:51: Also wie erfahre ich das überhaupt gibt und dass sich das nie nutzen kann.

01:05:55: Und gerade wenn ihr einsam sind und das ist auf dem Punkt wie kommen sie an diese Informationen dann wenn sie da nicht mehr aus dem Haus können Freunde verstorben oder weggezogen.

01:06:06: Oder vielleicht auch gar nicht so einen großen Freundeskreis gehabt, und durch Krankheit ist es ja oft, dass sie deutlich schrumpfen muss man einfach schauen wie sich das dann so entwickelt.

01:06:16: ich bin sehr gespannt.

01:06:18: gleichzeitig.

01:06:18: wir haben auch jetzt schon manchmal ganz große aktive Familien die super zusammenhalten.

01:06:23: Ich war erst Anfang der Woche in einem mehr Generationshaushalt.

01:06:26: Es war ganz toll zu sehen.

01:06:29: Und gleichzeitig haben wir auf der anderen Seite Begleitungen, wo wird er zugerufen werden?

01:06:33: mit?

01:06:33: da ist niemand.

01:06:36: Da kann ja auch jemand aufmachen, der kann ihm nicht helfen bei Anträgen, wo wir auch so sagen dann okay ihr habt einen Ehrenamt, kann das vielleicht dahin kommen um mit denen durchzugehen?

01:06:46: Mit den Kassen zu sprechen zusammen einfach zu unterstützen.

01:06:48: also quasi auch dass passiert und auch das gibt es jetzt schon.

01:06:53: Ich denke auch, dass es grundsätzlich eher häufiger wird als seltener.

01:07:00: Aber gleichzeitig finden sich ja vielleicht auch im Programm von Quartierbüros und Projekten nochmal andere Wege und Verknüpfungen für die Zukunft.

01:07:09: Ihr deckt schon ein großes Feld ab von Tätigkeiten oder Begleitungen.

01:07:14: wie ihr das anbieten könnt war jetzt auch noch so am Anfang, da kommt dann wieder die naive.

01:07:19: Was stellt man so für Fragen?

01:07:22: Meine Vorstellung war halt diese klassischen... ich komme zum Kartenspielen vorbei oder ich gehe einkaufen vielleicht ist noch ein Haustier mit dabei wo man sich vielleicht auch drum kümmert weil auch wenn man weiß man stirbt hat man ja trotzdem vielleicht seit irgendwie zehn Jahren Hund den man nicht mal eben abkommt gibt und der trotzdem auch mit dieser Sterbebegleitung gehören würde.

01:07:43: Können man sich dann die Ehren am Blaumen vielleicht solche Fälle?

01:07:47: Also einkaufen tatsächlich nicht, aber wir möglichen natürlich den Angehörigen einkaufend zu können in Ruhe während wir da sind oder geben dann so Ideen.

01:07:57: was gibt es an Möglichkeiten oder unterstützen den Pflegedienst anzusprechen, die das ja auch anbieten?

01:08:04: Das machen wir durchaus bei Hunden.

01:08:06: Ja, das ist immer wieder das Thema tatsächlich ... Wir haben ihren amtlich gesagt, ich hab selber einen Hund in dem Wohnraum die Ecke, ich nehm den mit des, aber gar nicht im Sinne der Sterbebegleitung sondern einfach weil's gerade passt.

01:08:19: Wir haben auch schon immer wieder gehabt, dass Ihren amtliche gefragt wurde, übernehmen Sie da meinen Hund, wenn ich nicht mehr da bin?

01:08:24: Als quasi erstens.

01:08:26: Nee,

01:08:26: genau!

01:08:27: Haben wir auch als Fragen und wo wir dann sagen, nee, das geht noch weiter.

01:08:38: Das machen wir natürlich auch nicht.

01:08:39: Aber wir versuchen dann immer zu gucken, okay, wen gibt es denn da?

01:08:42: Dann gibt's ja auch andere Ehrenamtliche auch zu sagen Okay, wir wissen, da gibt es zwar jemanden oder wir googeln auch manchmal und auch die ehrenamtlichen und beraten dann oder helfen Kontakt aufzunehmen um sowas auch abzudecken.

01:08:53: also das macht das Ehrenamter.

01:08:55: grundsätzlich bereitet das Ehrendamt relativ viel.

01:08:59: Also was gibt es einfach an Möglichkeiten?

01:09:03: Ja, die sind da voll drin und die sind auch so flexibel und motiviert.

01:09:07: Und die sehen Probleme und oft lösen sie das schon selber weil sie sagen okay ich hab deine Idee und ich habe schon mal sowas gehabt oder sie rufen uns an habt ihr eine idee?

01:09:17: also auch dass kann sein

01:09:20: aber

01:09:21: Das läuft dann eher so nebenbei.

01:09:23: noch zur Stärmübegleitung.

01:09:25: Ja, das steht

01:09:26: wahrscheinlich auch einfach irgendwie...

01:09:27: Genau und man weiß ja nie was kommt auf einen Zoo manchmal und da wird halt gegobelt okay wer macht hunge Spaziergänge?

01:09:34: Auch dafür gibt es ehrenamtliche.

01:09:35: Wer kann da unterstützen oder zu schauen, wer übernimmt das vielleicht?

01:09:42: Ich finde es nur sehr spannend, weil also dafür dass man euch ja gar nicht so wirklich kennt und hätte ich mal was davon gehört seid ihr viele Menschen aber die dort tätig sind und sich engagieren.

01:09:53: Und das ist vielleicht auch das Interessante daran neue ehrenamtliche Menschen heran zu holen.

01:10:00: Ja uns ist dann bewusst wir haben irgendwie eine elfmonatige Ausbildung die zeitintensiv ist.

01:10:06: Aber wenn ich zum Beispiel Gitarre spielen kann oder Klavier, dann bring ich ja schon mal ein bisschen was mit.

01:10:12: Was sich vielleicht auch einfach als Normalität in den Alltag einer sterbenen Person mitbringen kann.

01:10:20: und da finde ich das ist halt ihr seid gar nicht so begrenzt in dem, was man anbietet sondern jeder bringt irgendwie seine Interessen und seine Hobbies selber mit hinein.

01:10:30: Das find' ich ganz schön bei euch.

01:10:32: Definitiv!

01:10:33: Und es macht's auch so abwechslungsreich.

01:10:35: tatsächlich am Ende oder auch zu sagen... Ja, ich kann einfach gut zuhören.

01:10:40: Ich bin einfach eine gute Zuhörerin oder ein Zuhöhrer.

01:10:42: Oder ich kann gut vorlesen auch solche Sachen.

01:10:45: Oder einfach dieses Dasein und ... Oder ich hab Zeit und möchte was machen.

01:10:51: Wie gesagt, wir haben ehrenamtlich gesagt, weil ich kann nicht in die Familie.

01:10:53: Ich find eure Arbeit so wichtig und wertvoll.

01:10:56: Kann ich euch unterstützen außerhalb von Spenden?

01:11:00: Weil ich habe Zeit, kann ich das machen?

01:11:02: Da findet sich eigentlich immer etwas!

01:11:06: Die sind auch genauso wert, sich willkommen bei uns.

01:11:09: Und die brauchen wir und sie sind ganz wertvoll!

01:11:14: Es ist immer wieder so ein Überraschungspaket was uns erwartet und was wir an Ehrenamt bekommen weil jeder bringt ja auch Seins mit und das darf auch und das haben wir gerne.

01:11:25: Weil es ist in der Familie genau so.

01:11:28: Dass man ein bisschen Topf von Deckel zusammenführen eigentlich.

01:11:33: Du sprichst so schön und so positiv über das Ehrenamnt.

01:11:37: Wie sehr reizt dich das neben deiner hauptberuflichen Tätigkeit selber noch, sozusagen unterstützend tätig zu werden?

01:11:44: Oder findest du dafür noch die Zeit?

01:11:48: Ich finde es grundsätzlich wahnsinnig wichtig.

01:11:50: Aber bis aber nicht die Zeit!

01:11:51: Das liegt daran einfach, dass ich mit zwei kleinen Kindern und der Berufstätigkeit gut ausgelasselt bin oder auch so.

01:12:00: Irgendwann ist alles mal nicht mehr ganz so.

01:12:03: Intensiv und betreuungsbedürftig ist.

01:12:07: Dann total gerne auch, weil ich finde das eine wahnsinnig wichtige Arbeit.

01:12:14: Das hast du gut vermittelt!

01:12:16: Dankeschön.

01:12:17: Total und ich finde wir hatten das jetzt, also wir beide vollkommen, ich habe öfter jetzt vielleicht unsere Unsicherheit auch geäußert wie man so mit Sterblichkeit irgendwie um die Tod auch immer einfach darüber redet.

01:12:29: aber Ich meine ich hab ja dann noch ein kleines Fettnäpfchen hier auch gerade bedient.

01:12:34: sehr naiv Aber das ist für mich völlig okay gewesen.

01:12:39: Das sieht jetzt, ne?

01:12:41: Aber ich finde durch deine Energie, durch deine beruhigende Art und Weise hast du mir diese Situation aber nicht als unangenehm vermittelt.

01:12:50: Sondern das ist völlig okay dass man einfach ein Wortwechsel drin hat wenn man eh nicht so einen Berührungspunkt dazu hat.

01:12:58: Ich fühle mich jetzt ein bisschen entspannter, auch dann vielleicht diese Doofenfragen zu stellen oder eine Frage zu stellen, wo ich jemand auf den Schlips treten würde.

01:13:10: Dass man mir nachsagt, ich bin nicht empathisch genug und dass man den Tod nicht ernst genug nimmt.

01:13:17: Das ist ja eigentlich der Moment da darf man nicht lachen, obwohl lachen oft auch Gale von Kindern ein Zeichen von Unsicherheit und Angst ist.

01:13:26: Das finde ich sehr schön, dass du glaube ich da auch wirklich die geeigneste Person dann bist neue Ehrenamtler zu finden für euren Bereich.

01:13:38: Danke!

01:13:38: Ich würde gerne auf das Lachen nochmal

01:13:39: eingehen.

01:13:40: Tatsächlich

01:13:40: ist es nicht nur bei Kindern so in Euren darf er nicht lachen sondern auch ganz viel mit den Erwachsene.

01:13:45: und wir haben jetzt im März gerade abgeschlossen unseren Humormonat.

01:13:49: tatsächlich Wir machen einmal mehr ein Hospiz-Tag wo auch die ganze Öffentlichkeit quasi sich anmelden kann, nicht nur unsere Ehrenamtlichen.

01:13:58: Und ... ja war das Thema, das war quasi der Auftakt des Monats, Humor und in schweren Zeiten.

01:14:07: Wir hatten jetzt eine Terri Presschert-Lesung zum Thema Humor.

01:14:11: Wir haben einen Comedyabend vom Palliativmediziner bei uns in den Räumlichkeiten.

01:14:15: Wir hätten ne Kliniklaunin da.

01:14:18: Um genau dieses Thema Humour.

01:14:20: Das geht auch mit Sterben.

01:14:23: Man kann trotzdem zusammenlachen und auch in schweren Zeiten zusammenzulachen.

01:14:28: Ja, das ist total ein Thema.

01:14:30: Und es ist einfach so schön, dass sich zu trauen oder gleichzeitig auch sich zu Trauen das Tränen laufen dürfen.

01:14:37: Das sind jetzt zwei Gegensätze aber einfach so... Auch das ist alles erlaubt!

01:14:43: Es geht beides und es kann auch gleichzeitig passieren.

01:14:46: man kann auch weinen und lachen gleichzeitig und man kann auf einer Beerdigung lachen Und man kann auch während der Mensch noch lebt rein.

01:14:54: Also da haben wir einfach leider viele Stigmatisierungen in unserem Alltag, in unserer Gesellschaft und Ängste die manchmal gar nicht sein müssen.

01:15:04: Wenn wir manchmal authentisch wären so wie die Kinder das ja dann oft sind direkt schon klar wäre manchmal vieles so leichter gerade bei so einem Thema.

01:15:13: Die hauen dann raus und machen es einfach wie sich richtig anfühlt.

01:15:17: und wir erwachsenen.

01:15:18: Wir zedenken gerne

01:15:19: mal Ja, ich glaube auch.

01:15:21: Also auch als Erwachsene wir dürfen noch mal naiv und kindlich sein.

01:15:24: eigentlich das sind die besten Fragen.

01:15:26: warum?

01:15:27: Warum?

01:15:27: Warum?!

01:15:30: Vielen Dank!

01:15:31: Man könnte jetzt glaube ich noch fünf Stunden weiterreden weil dann ein ganzes Portfolio an naiven Fragen

01:15:37: nochmal in die Ecke kommen.

01:15:39: Machen eine extra Folge, die Naive fragt zum Twilftartort und sterben.

01:15:46: Ja, also ich fand es sehr aufschlussreich.

01:15:48: Bin wieder schlauer geworden und aber das nehme ich noch mal mehr mit nach Hause da nochmal für ein Privat daran zu arbeiten.

01:15:57: wie geht man eigentlich wirklich mit Trauer um?

01:15:59: Dass dieses Lachen vielleicht nochmal anders eingebunden werden darf.

01:16:06: Vielen Dank, Deborah!

01:16:07: Sehr gerne und vielen Dank dass ich hier so einen durfte.

01:16:10: Sei gerne.

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