Das Ehrenamtsbüro
Shownotes
In dieser Folge sprechen wir mit Inga Dander vom Ehrenamtsbüro der Stadt Oberhausen über die Bedeutung und Vielfalt von ehrenamtlichem Engagement. Sie erklärt, wie Menschen ihren Weg ins Ehrenamt finden, welche Rolle Motivation, Gemeinschaft und Sinn spielen – und warum Engagement weit über klassische Vereinsarbeit hinausgeht. Eine Folge über Chancen, Herausforderungen und die unsichtbare Kraft, die eine Stadt zusammenhält.
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00:00:00: Herzlich willkommen zum Podcast BBHSV.
00:00:04: BBH für Bert Brechthaus,
00:00:06: SV für Sophia
00:00:08: und Volker.
00:00:09: Herzlich Willkommen!
00:00:11: Wir haben heute eine neue Gesprächspartnerin eingeladen, das ist die Inga Danda.
00:00:16: Herzig Willkommen.
00:00:18: Hallo.
00:00:18: Ich muss mich vorstellen...
00:00:21: Ja also Inga d'Anda hast du ja schon gesagt ich bin eine der Ehrenamtskoordinatorinnen in der Stadtverwaltung Oberhausen.
00:00:28: Klassisch aus Oberhausenn hier geboren Und ja, freue mich heute hier jetzt anzudürfen.
00:00:34: Genau also wir werden heute über das Ehrendamt in Oberhausen sprechen.
00:00:39: Das sollte auch ein bisschen lokal irgendwie verbunden sein.
00:00:41: Ich habe gerade schon ein bisschen rausgehört.
00:00:43: du kommst aus Oberhaus und du bist gebürtige Oberhausenerin?
00:00:45: Ja,
00:00:46: da steht sogar ein Pass!
00:00:49: Wo kommst Du her?
00:00:50: Weil es ist ja Stadtteil.
00:00:52: Ja
00:00:53: genau ich komme aus der neutlichen Riegel.
00:00:55: Ich komme ganz ursprünglich aus Stärk, gerade ganz klassisch Schmachtendorf.
00:00:59: Oh, das ist ja richtig weit weg.
00:01:02: Wie kommst du nun zur Marktstraße?
00:01:04: Das ist mein Job!
00:01:07: Also tatsächlich bin ich an der Schwarzstraße und gar nicht auf der Marktstraßel sondern auf der Schwarztraße im Ehrenamtsbüro also im Klassisch.
00:01:14: das nennt sich Bereich Chancengleichheit.
00:01:16: da sind wir mit der Freiwilligen Agentur angedockt.
00:01:20: Schwarzstrasse.
00:01:20: seid ihr richtig im Rathaus eigentlich?
00:01:22: Auf der gegenüberliegenden Seite.
00:01:26: Wenn man fragt, wo wir sind, können wir das immer super gut sagen?
00:01:28: Das ist halt gegenüber vom Hauptrathaus, sag ich immer.
00:01:32: Weil es gibt ja auch die Stadtteil-Rathäuser und gegenüber von Hauptrathaus, da ist es halt eigentlich so ...
00:01:39: Das hat auch einen speziellen Namen, den ich jetzt vergessen
00:01:41: habe.
00:01:42: Zinkweißgebäude.
00:01:43: Gört ihr das früher zu Altenwilch?
00:01:46: Oh, das sind Sachen die weiß ich echt.
00:01:49: Da laden wir mal den Herrn Magnus Delwig ein der weiß alles über die Stadt.
00:01:53: Denke ich auch also dass ist glaube ich der bessere Ansprechpartner dafür.
00:01:58: Das heißt du hast so eine klassische städtische Karriere gemacht oder bist Du schon immer da und war das dein Traumberuf?
00:02:07: Ich bin klassisch Sozialarbeiterin Also ich bin tatsächlich studierte Sozialarbeiterin.
00:02:12: Ich bin seit dem Jahr vier bei der Stadtverwaltung angestellt als Sozialarbeiterin, aber damals tatsächlich auch im Jugendamt.
00:02:22: Also das was man kennt oder was man denkt kennt ist das Jugendamt, so nennt sich allgemeiner sozialer Dienst.
00:02:32: Es ist grundsätzlich eine Unterstützung für die Eltern wird aber häufig halt auch mit Zwang und ... Angst verbunden und nicht mit Unterstützung.
00:02:42: Aber das ist eigentlich der Kerngedanke vom Jugendamt, familien zu unterstützen was nicht immer ganz so funktioniert.
00:02:49: Das heißt dass ehrenamtsbüro gibt es schon länger.
00:02:54: wer hatte die idee dazu dass wir sowas brauchen?
00:02:56: Und dann heißt das für mich auch indirekt du machst das nicht alleine?
00:03:01: Genau.
00:03:01: also die Geschichte ist tatsächlich relativ lang Miras, es gab in den Jahren des Jahrhunderts eine große Anfrage von SPD und CDU.
00:03:09: Was denn überhaupt für das Ehrenamt in Oberhausen getan wird?
00:03:13: Und das entstand halt daraus.
00:03:14: In dem Jahrhunderteil von der Amcetkommission vom Bundestag eingesetzt.
00:03:18: Das war rund um die zweitausender Jahre.
00:03:21: War ehrenamt ein Riesenthema.
00:03:23: und zu schauen was macht man überhaupt?
00:03:25: Was machen die Menschen?
00:03:27: Wie kann man sie unterstützen?
00:03:28: Kann man das auch vielleicht ein wenig steuern?
00:03:30: so dass waren so die Gedanken zu dem Zeitpunkt In Oberhausen, wie gesagt war das dann, dass es in dem
00:03:37: Jahr
00:03:38: ein großer Anfrage gab.
00:03:40: Die wurde dann über mehrere Jahre bearbeitet und immer wieder mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
00:03:45: Und dann hat man im Jahr zwei Tausend vier entschieden also der Hauptausschuss, dass eine Stelle eingerichtet werden soll als Anlaufstelle für alle Ehrenamtliche tätigen, für Vereine, für Organisationen, für Institutionen aber auch für Menschen die halt eine ehrenamtlich Tätigkeit suchen.
00:04:02: Ursprünglich eine Vollzeitstelle eingerichtet, dabei sind wir auch noch.
00:04:05: Also im Stellenplan ist es eine Voll-Zeit-Stelle.
00:04:08: Ich mache den Job seit zwei Tausendsechzehn und da ich nochmal studiert habe, bin ich in Teilzeit gegangen Und jetzt teilen wir uns die Stelle mit verschiedenen Teilzeitkontingenten.
00:04:20: Dann sind nochmal meine Kollegin die Jacqueline Hoffmann dabei und die Marlina Badeneuer.
00:04:26: Genau!
00:04:26: Wir machen das jetzt.
00:04:28: Was macht ihr überhaupt?
00:04:29: Ich kenne das ehrend am Spur gar nicht.
00:04:31: Das ist leider so ein Thema, woran wir echt intensiv arbeiten!
00:04:36: Das Ehrenansbüro ist eine sogenannte Freiwilligenagentur.
00:04:40: Es ist ein Begriff der halt auch nicht so bekannt ist.
00:04:42: Also in NRW gibt es über hundertdreißig Bundesweit gibt's über vierhundert freiwillige Agenturen.
00:04:49: Das sind Anlaufstellen rund ums Thema Ehrenamt.
00:04:52: also es geht darum... Menschen, die Interesse haben, Ehrenamtteile zu beraten.
00:04:57: Zu zeigen wo kann man denn ehrenamtlich tätig werden?
00:05:00: Es geht aber auch darum Strukturen zu schaffen also überhaupt das zu ermöglichen.
00:05:05: Das hört sich immer so dramatisch an.
00:05:08: Ehrenamtermöglichen, es geht wirklich darum Wege zu ebnen dass halt diejenigen, die ehrenamblich tätigt werden wollen Auch mit denen zusammen kommen, die eine ehrenampliche Tätigkeit anbieten.
00:05:20: Und da haben wir verschiedene Möglichkeiten, die wir machen.
00:05:22: Also wir machen ganz viele Veranstaltungen, die man jetzt nicht unbedingt mit dem Ehrenamtsbüro in Verbindung bringt weil wir das häufig auch unter dem Bereich Chancengleichheit machen, weil wir hier in der Stadt dort angedockt sind.
00:05:32: im Bereich Chancegleichheit und in der Verwaltungsführung nennt sich das.
00:05:35: Den Begriff Ehrenamtbürok gibt es tatsächlich schon seit Jahr zwei tausend sechs.
00:05:40: Das ist damals so benannt worden!
00:05:43: weil wir halt in kommunaler Trägerschaft sind.
00:05:45: Wobei, ich find das gar nicht so verkehrt, dass es Ehrenamtsbüro ist.
00:05:48: Weil da ist ja naheliegend, worum's dann geht, wo ich hingehe.
00:05:52: Ich find das jetzt gar nicht unkleber eigentlich.
00:05:56: Weil wenn ich nach Ehrenamt, ich bin vielleicht zugezogen im Oberhausen und dann google ich mal ehrenamt in Oberhause, dann hoff' ich, dass sich vielleicht das Ehrenamsbürok direkt erwische?
00:06:07: Also dann kommt man tatsächlich auf die städtische Seite... Und dort heißen wir Bürgerschaftliches Engagement Ehrenamt, weil das die Stellenbezeichnung ist.
00:06:16: Das ist ja alles!
00:06:17: Also das finde ich offen genug und ich weiß aber nicht genau was es alles gibt.
00:06:25: Es ist so ein bisschen wie Ich will Sport machen?
00:06:27: Genau.
00:06:29: also tatsächlich ist es so dass wir halt vor Ort beraten dass man bei uns zur Beratung kommen kann in die Stadt teilweise gehen.
00:06:41: Wenn man wirklich sich so eine Beratung, wenn man dafür kommt gibt es verschiedene Möglichkeiten.
00:06:47: also wir sind ja auch drei verschiedene Personen die das machen.
00:06:49: jeder hat ihre eigene Art das zu machen.
00:06:51: daher kann ich jetzt halt von meiner Art sprechen.
00:06:54: der Grundgedanke ist aber immer gleich.
00:06:55: Also ich mal in der Zeit irgendwann so ein Beratungskoffer entwickelt wo ganz konkrete Fragen drin sind die ich halt den Ehren interessiert und es sind ja noch keine meistens noch keine ehrenamtlichen Stelle.
00:07:06: Und dann geht es erst mal immer darum, viele kommen ja wo werde ich denn gebraucht?
00:07:11: und dann sag' ich na prinzipiell überall so das hilft jetzt gerade nicht weiter ne?
00:07:16: Dann gibt's erstmal die Frage was sind deine Interessen oder ihre Interessen?
00:07:19: Wir sind ja beim Sieh... ...und auch da finden ist vieles schwierig das zu formulieren.
00:07:26: und dann sage ich Ja dann machen wir das einfach andersrum.
00:07:28: Was ist denn ein absolutes No-Go?
00:07:30: Das ist für viele schonmal der Einstieg dass sie sagen Okay, das möchte ich auch nicht.
00:07:34: Das kann ich nicht und das traue ich mir nicht
00:07:36: zu.".
00:07:37: Und dann kommt man halt auf die andere Richtung und schaut ja ... Was trauen Sie denn zu?
00:07:41: Also gibt es vielleicht auch Stärken, die sie haben.
00:07:44: Dann gibt's halt die Möglichkeit einmal zu sagen okay wir haben eine Ehrenamtsbörse da kann man reingucken.
00:07:49: Die ist auch online.
00:07:51: Und schaut was es tatsächlich an klassischen Stellen gibt, die ausgeschrieben sind.
00:07:55: oder es gibt halt die andere Möglichkeit wenn man überlegt sich ob man eine bestimmte Organisation unterstützen möchte Und geht dann mit denen ins Gespräch und sagt ... Also, ich hab immer so ein Klassisches Beispiel.
00:08:08: Das gab's vor ein paar Jahren.
00:08:09: Ich weiß gar nicht, ob das noch so aktuell ist?
00:08:12: Es gab einen Mensch, der wollte gerne die Aids Hilfe unterstützen.
00:08:15: Er hat aber gesagt dieses Gruppenkontext, sonst ist es halt nicht meins.
00:08:21: Der hat dann die Fenster geputzt.
00:08:24: Ein oder zweimal im Jahr.
00:08:26: So ne?
00:08:27: Also da gibt auch ... die beiden Varianten, einmal dass man sich auf eine bestimmte Tätigkeit interessiert oder aber auch das man sagt ich will einfach unterstützen und ich biete das an was ich halt kann.
00:08:38: Die wäre höher.
00:08:39: vom DHK sagt auch immer wir finden für jeden was so.
00:08:43: ne also das ist jetzt speziell beim DHK dass sie da so viele Möglichkeiten haben.
00:08:48: es gibt ja kleinere Vereine.
00:08:49: die haben ganz klar wir brauchen jetzt jemand im Vorstand wir brauchen jemanden in der.
00:08:54: Also der Tierschutzverein hat halt auch ein Laden, so einen Sektenthändladen.
00:08:59: Da brauchen die aktuell einfach Menschen, die verkaufen ... Das ist eine Situation wo man sagt ja eigentlich will ich was für Tiere tun aber verkaufen ist jetzt nicht unbedingt etwas für Tiere Aber letztendlich tut man wieder was für die Tiere weil ja dafür Geld reinkommt um die Tiere zu unterstützen.
00:09:13: das sind so Situationen da denkt man vorher nicht dran wenn man zu uns zur Beratung kommt und hoffentlich Hat man nachher, wenn man aus unserer Beratung rausgeht einfach nochmal ganz andere Ideen machen kann.
00:09:25: Sollen wir mal über Zahlen sprechen?
00:09:27: Also wie groß ist das ehrenamtliche Engagement in Oberhausen und wie schätzt du das sein?
00:09:33: Engagieren sich viele Menschen?
00:09:35: Es gibt ja tatsächlich Bundes- und Landesweiteabfragen.
00:09:38: Wie jetzt in Oberhause ist es schon so dass es bei der Bürgerbefragung auch immer wieder Thema ist.
00:09:44: Das gefragt wird sind sie ehrenamblich tätig?
00:09:46: beziehungsweise es wird gefragt Kennen Sie die Stelle, was ja nicht unbedingt heißt, dass man ehrenamtlich tätig ist?
00:09:53: Bei der bundesweiten Abfrage – das ist der sogenannte Freiwilligen Survey.
00:09:57: Der wird alle fünf Jahre erhoben seit Neunzehnneunzig.
00:10:00: Heißt es, dass über vierzig Prozent der Bürgerinnen und Bürger bundesweit ehrenamblich tätigt sind in den verschiedensten Bereichen.
00:10:11: Wenn man dem Ehrenamt Atlas glaubt, das ist eine Befragung von Westlotto die NRW weit letztes oder vorletztes Jahr erstellt wurde sind sogar über fünfzig Prozent in Oberhausen ehrenamtlich aktiv.
00:10:26: Das kann ich nicht einschätzen inwieweit das repräsentativ ist.
00:10:31: Ich glaube dass es sehr viele Menschen gibt die sich einsetzen die sich in Vereinen einsetzen, aber auch in Initiativen einsetzen.
00:10:40: Man hat ja die klassischen Möglichkeiten.
00:10:43: Man bringt sich bei einem Wohlfahrtsverband ein und ist selber tätig im Verein.
00:10:48: Aber es gibt halt immer mehr Menschen, die einfach sagen, wir wollen was tun für Oberhausen oder generell wollen etwas tun.
00:10:55: Die erscheinen keiner Statistik.
00:10:56: Also die klassische Nachbarschaftshilfe sieht niemand.
00:11:00: Klar, die Menschen, der das betrifft, werden statistisch nicht erfasst.
00:11:04: Wenn man das jetzt aber mal in den Faktzahlen nimmt, also über fünfzig Prozent, dann reden wir von über hunderttausend Menschen im Oberhausen.
00:11:10: Weil wir haben ja zweihundertneuntausende Einwohnerinnen und wenn es jetzt über fünfzehn Prozent wären, dann werden es über hundertausend Menschen die sich aktiv einbringen um Stadtgeschehen zu gestalten, um Menschen zu unterstützen, um Freude zu schenken, Zeit zu schenkten.
00:11:26: Ich glaube, in einigen rutscht man einfach so rein.
00:11:29: Also wenn man sich im Kindergarten engagiert dann geht man irgendwann in den Elternrat oder so... Dann ist man da irgendwie drin.
00:11:36: also ohne dass man das jetzt bewusst ich suche einen Ehrenamt sondern das ergibt sich einfach, oder?
00:11:43: In der Tat!
00:11:46: Das sind jetzt noch die Zahlen von zwei tausend neunzehn.
00:11:49: Zwei vierundzwanzig gab es wieder die Erhebung aber die da sind auch nicht veröffentlicht Und zwei neunzehn war sehr der klassische Ehrenamtler.
00:11:57: Ich glaube, das wird jetzt erst mal irritieren ist männlich weiß und bitte viertzig.
00:12:04: Und das ist glaube ich erstmal denken viele eigentlich sind doch die älteren eher diejenigen, die haben ja Zeit machen was?
00:12:11: Und tatsächlich ist es aber so dass gerade die Vorstandsarbeit in den Sportvereinen zum Beispiel und auch die Trainerinnen eher im mittleren Alter sind, gar nicht mehr trotzdem noch berufstätig.
00:12:29: Also eine Doppelbelastung.
00:12:32: und gerade die Generationen, die man so nett Babyboomer nennt ist aktuell noch am wenigsten aktiv laut Freiwilligen Survey.
00:12:42: Ich glaube dass wenn man sich so umguckt anders wahrnimmt.
00:12:47: aber wenn es nach Statistikzahlen geht das ist tatsächlich so dass das mittlere Alter noch am aktivsten
00:12:54: Okay, das kenne ich vom Sport.
00:12:56: Also wenn man eine positive Erfahrung im Sportverein hatte, wächst man da irgendwann rein.
00:13:02: Man übernimmt so ne kleine Jugendgruppe.
00:13:05: vielleicht kann man auch gut rechnen dann wird man noch Kassierer oder so.
00:13:08: Das ist ja für jeden was da
00:13:11: auch!
00:13:12: Das ist ja nicht nur im Sport so.
00:13:14: Es gibt halt auch noch ganz viele andere Bereiche, gerade die Kirchen.
00:13:17: Klar dann hat man den Gedanken also wenn man Atheist ist wird man sich natürlich nicht unbedingt in der Kirche engagieren.
00:13:23: aber auch das wäre möglich mittlerweile gerade so in Caritas-Bereichen oder auch bei der Diakonie oder beim Diakoniwerk.
00:13:29: Aber wie gesagt nochmal studiert und ich habe auch meine Masterarbeit zu dem Thema geschrieben unter anderem Gruppendiskussionen mit Menschen aus der Generation Z. und mit Menschen aus der Generation Babyboomer gesprochen.
00:13:50: Und es ist schon spannend zu sehen, wie unterschiedlich die tatsächlich auch ihre ehrenamtliche Tätigkeiten, ich sag jetzt mal gefunden haben im ... Also gerade bei der Gensi war's oft so dass sie über Eltern Großeltern selber mal im Verein gewesen und dann, wie du gerade schon geschrieben hast, so die Aufgaben übernommen haben.
00:14:10: Aber es war halt auch einer bei der bewusst gesucht hat, aber dann über seine Freundin zur Feuerwehr gekommen ist.
00:14:18: Dass da eher so der Fokus ist ... Ich kenne da jemand oder ich geh mit jemandem mit und finde die Gemeinschaft, die ich für mich gerade brauche und tue dabei noch was Gutes.
00:14:28: Und aus der Generation der Baby-Mumor wars tatsächlich unterschiedlich.
00:14:34: Es gab welche, die wirklich schon von Kindesbeinen angefühlt irgendwie ... bis weiter durch, die jetzt sagen wollen, wenn ich bald den Rente gehe.
00:14:42: Ich glaub, ich möchte dann auch irgendwann vom Ehrenamt irgendwie ... haus- oder Rente?
00:14:48: Oder aber auch die anderen, die sagten, nee, ich hab mich eher so meine Familie gekümmert, dann hab ich mich um die Enkel gekümbert und jetzt ist es so, ich habe einfach Zeit!
00:14:57: Ich würd gerne auch irgendwie noch was
00:14:59: tun.".
00:15:00: Und bei denen war's tatsächlich so, dass die teilweise auch bei uns voll in der Beratung gewesen sind, durch so kleine Aktionen immer wieder aufs Ehrenamt mit Aufmerksam gemacht worden sind.
00:15:12: Also deswegen machen wir auch einen Marktplatz ehrenabend, damit stehen wir in der Zeitung und so immer mal wieder so kleine unaufdringliche Hinweise um was man ehrenamtlich tun kann.
00:15:21: und das führt immer einigen dazu dass ich gesagt habe Mensch ich hab da mal etwas gesehen jetzt habe ich Zeit, jetzt schaue ich mal, dass ich was mache.
00:15:30: Du hast jetzt schon ziemlich viele Klischees eigentlich weggeräumt.
00:15:35: Also grundsätzlich klar, man hat das Bild von einem Rentner irgendwie im Kopf weil da die Zeit dann einfach anders ist als bei Gensila vor allen Dingen, weil die Gensilagale einen schlechten Ruf haben was die Arbeitsmoral angeht und dann ist es ja schon fast jetzt nicht so ins Bild.
00:15:51: Die wollen ja viel Tage Woche aber haben trotzdem Bock sich unabhängig von der Arbeitszeit ehrenamtlich zu engagieren.
00:15:59: Wenn man tatsächlich die Zahlen aus dem Freiwillings-Service sieht Aktivste Gruppe.
00:16:05: Wirklich?
00:16:06: Ja, also zumindest von den Zahlen vom Freiwilligenswerfen.
00:16:08: Ich gemerkt es aber auch aus dem privaten, also im persönlichen Umfeld sind alle irgendwie aktiv weil sie's halt auch von meiner Generation gelernt haben in Anführungszeichen.
00:16:20: Jetzt sind wir so ein bisschen wieder bei den Motiven.
00:16:21: Also gerade bei der Gen Z ist das ja häufig so dass die Eine Aussage war, am besten soll dieses Team in dem man arbeitet auch so eine zweite Familie werden.
00:16:31: Also dieser Wunsch nach Zugehörigkeit und dann habe ich das bisher nur so erlebt gerade wenn sie sich zugehörig fühlen sind die hoch aktiv Und auch absolut verlässlich.
00:16:41: und da würde ich auch jedes Klischee weg schieben wollen.
00:16:45: natürlich kenne ich die Klischees und Man muss aber auch sagen dass die Arbeitshaltung der Generation der Babyboomer durch ganz andere gesellschaftliche Umstände geprägt ist.
00:16:57: Das muss man halt auch immer wieder im Kontext sehen.
00:16:59: Ich würde das Attribut Sinnhaftigkeit gerne einbringen und wenn man irgendwas sinnvoll findet, dann ist das Generationenübergreifend.
00:17:10: Absolut!
00:17:10: Das Engagement groß und dass wo drinnen jemand so seinen Sinn sieht kann auch sehr vielfältig sein.
00:17:17: Also das mit dem Sinn ist wirklich ein Riesenthema.
00:17:20: Das muss sinnhaft sein, ansonsten ... dass man schenkt seine Lebenszeit ist und sich bewusst sein muss.
00:17:27: Wenn man ehrenamtlich tätig ist, wenn man arbeitet, geht man einen Vertrag ein und sagt okay ich stelle meine Lebenszeit neun, dreißig Stunden die Woche zur Verfügung bekommen dafür ein entsprechendes Gehalt was eine Verantwortung auf beiden Seiten ganz klar ist.
00:17:42: also das Gehalt zu bekommen aber auch sich wirklich hinzustellen und sagen ja ich arbeite jetzt meiner Zeit hier Wenn man ehrenamtlich tätig ist, ist es eher die soziale Verantwortung in mir.
00:17:52: Die mich dazu bringt, regelmäßig dahin zu gehen und zu sagen ich gebe meine Zeit dafür obwohl ich Monitär erst mal nichts zurückbekomme.
00:18:00: also klar wir reden Aufwandsentschädigung und so was.
00:18:03: das gibt's auch aber dass steht in keinem Verhältnis zu dem was man an Zeit tatsächlich einbringt.
00:18:09: Und es gibt ja viele die wirklich Nichts bekommen.
00:18:12: im Anführungszeichen Also monitär angeltwert.
00:18:16: Aber es gibt so viel anderes, was man tatsächlich zurückbekommt.
00:18:20: Und das schildern auch immer wieder Ehrenamtliche.
00:18:22: Meine Kollegin macht im Moment eine Interview-Reihe.
00:18:26: Es jeden Monat gibt's ein neues Video, Ehrenamtes Monats, wo halt ehrenamtlich einfach auch Schildern warum sie tätig sind und was sie für sich daraus ziehen können.
00:18:36: Also was ... Es gibt tatsächlich ... Die machen's für Ruhm und Ehre.
00:18:41: Das hört sich jetzt erst mal ein bisschen komisch an, aber manche brauchen das auch für die eigene Selbstwertdefinition und für das Selbstwertgefühl.
00:18:50: Dass sie einen Ehrenamt übernehmen ... Also ganz klassisch.
00:18:54: Ehrenampt war ja tatsächlich auch den Bürgern vorbehalten.
00:18:58: Das durften nur bestimmte Menschen machen.
00:19:00: Daher kommt der Begriff Ehren-Amt aus der preußischen Staatsreform.
00:19:05: Noch einmal so'n kleiner Geschichtsblock!
00:19:08: Heute wird ja eher der Begriff bürgerschaftliches Engagement verwendet, um deutlich zu machen dass es eben nicht nur darum geht irgendwo hinein gewählt zu werden in einen Vorstand oder so sondern das quasi alle mitmachen können.
00:19:20: Die Ehrenamtlichen reden trotzdem von ihrem Ehrenabend aber ich schweife ab und fäll hab die Frage vergessen.
00:19:27: Das
00:19:27: finde ich jetzt total spannend.
00:19:28: also dass man sozusagen selber was wert sein musste damit ich von der Stadt oder vom Stadtgesellschaft zu einem Amt zugelassen wurde.
00:19:39: Das ist ganz ursprünglich so das Thema gewesen bei Ihren Abend.
00:19:42: Also es war nicht so wie heute, dass man sagt, man schenkt seine Zeit sondern es war ganz klassisch da seins Vorsorge.
00:19:49: also das was jetzt auch immer wieder zum Thema wird, ne?
00:19:51: War damals... ...Achzehnhundert.
00:19:54: Schieß mich!
00:19:56: In der preußischen Staatsreform Ganz klar, der Staat selber schafft es nicht.
00:20:00: Es ging immer um das Thema Armut und dann war halt zu schauen Wie können reiche Bürger Arme unterstützen Und hatten dadurch dann den Benefit, dass sie das Bürgerrecht bekommen haben.
00:20:11: Also, dass die halt selber aufgewertet wurden.
00:20:15: Dadurch, dass Sie sich eingebracht
00:20:16: haben.
00:20:17: Das ist so wie jetzt an der Uni, wo ich bestimmte Credit Points kriege, wenn ich mich engagiere?
00:20:22: So klingt das!
00:20:24: Nee, das ist damals mit Freier von Stein dazu gekommen und es ging ursprünglich eher um Kommunalpolitik.
00:20:31: Zum einen Kommunalpolitik hat sich das entwickelt, aber zum anderen tatsächlich auch die Fürsorge für Arme... Ich bin auch Sozialarbeiterin.
00:20:40: Die soziale Arbeit als Profession und das Ehrenamt sind intensiv miteinander verbunden.
00:20:47: aus dieser Bewegung, dass Bürger durften nur die Männer ... Frauen hatten keinen Wahlrecht zu dem Zeitpunkt.
00:20:54: Es ist zum Beispiel das Rauehaus entstanden oder in Wuppertal des Elberfelder Systemen.
00:20:58: Dass offizielle Bürger ein Ehrendamt ausgeübt haben, indem sie sich um Arme gekümmert haben dafür quasi halt Ruhm ansehen, Ehre bekommen haben und auch dieses Bürgerrecht tatsächlich fangen hat hatten.
00:21:12: Da haben sich dann nachher die Frauen mit eingebracht.
00:21:15: Und über verschiedenste Wege, Alice Salomon ist bestimmt auch mal irgendwie mal so ... Hat man vielleicht gehört, wenn man was mit sozialer Arbeit zu tun hat, ist daraus ein Frauenberuf entstanden?
00:21:25: Dass daraus eigentlich wirklich einen Beruf entstanden ist den Frauen ausüben durften.
00:21:29: das war dann halt die soziale Arbeite, die Sozialfürsorgerin.
00:21:34: Jetzt sind wir heute in dem In der Situation, dass sich gerade in den Zweitausenden halt auch dieses Gefühl geändert hat.
00:21:43: so das Ehrenamt ist eigentlich die Kirche auf der Sahne.
00:21:46: Das soll on top sein und man schenkt seine Zeit.
00:21:49: wenn man fragt bei den Motiviven da sagen ganz viele ehrenamtliche ich will Spaß haben und das ist ja gar nicht mit dem ursprünglichen Begriff verbundbar.
00:21:58: und wenn man sich jetzt halt angeschaut Wie viel es jetzt eigentlich nur mit Ihren Amt möglich ist, sind wir schon wieder im Thema Daseinsvorsorge.
00:22:10: Und ich schreibe schon wieder ab!
00:22:12: Es ist unfassbar mit mir.
00:22:14: Ich finde auch die Begrifflichkeit, die hatte ich auch schon ein bisschen hinterfragt weil das ja die Ehre und es ist halt eben sehr amtlich dann... Du sagtest das gerade auch, man hat ja eine Ehrenamtskarte oder eine Ehrendumspauschale um jetzt noch mal Begrifflichkeiten da reinzuwerfen.
00:22:31: Aber manche machen es einfach unentgeltig freiwillig ohne sich irgendwo anzumelden.
00:22:37: Gibt's dann Unterschied zwischen amtlichen Ehrenamtlern und den wirklich richtig Freiwilligen?
00:22:43: Grundsätzlich ja!
00:22:46: Also tatsächlich wenn ich Wahlhelferin bin, dann bin ich für dieses Amt verpflichtet.
00:22:52: Also wenn ich als Wahlhelferin gezogen werde, dann habe ich die Bürgerpflicht das Ehrenamt auszufüllen.
00:22:59: Das gilt auch offiziell als Ehrenamt.
00:23:03: Aber da bekomme ich dann Erfrischungsgeld auch.
00:23:05: Genau, aber das ist ja nicht als ob es Lohnersatz wäre oder so.
00:23:09: ne?
00:23:09: Nein, kann
00:23:09: nicht mehr eine gute Pizza von mir nehmen.
00:23:12: Man lernt nette Menschen kennen.
00:23:13: also es ist jetzt auch nicht verkehrt.
00:23:17: Das ist klassisch was man mit dem Begriff heute noch mit Ihren Amt verbindet.
00:23:22: Vieles andere ist heute gar nicht mehr mit dem begriff amt wirklich in Einklang zu bringen.
00:23:30: Deswegen hat man ja dieses bürgerschaftliche Engagement sich ausgedacht im Begriff oder neues Ehrenamt.
00:23:36: Was allen gemein ist, ist halt das was in der Ankeitkommission steht.
00:23:41: Es ist freiwillig es ist unentgeltlich also man bekommt wenn überhaupt eine Aufwärtspauschale so.
00:23:49: Das ist für das Gemeinwohl und es ist in der Regel in der Öffentlichkeit.
00:23:55: Das sind so die Begriffe, die halt für ehrenamtliches Engagement heute stehen.
00:24:00: Was du gerade angesprochen hast Ehrenamtskarte und so es gibt natürlich Bestrebungen.
00:24:06: das nennt sich Anerkennungskultur.
00:24:09: also wir haben in Deutschland immer so schöne schwere Begrüfe an Erkennung Skulptur.
00:24:15: damit soll ausgedrückt werden man möchte das Ehrenamt wertschätzen.
00:24:20: Man möchte irgendwie schon zeigen auch wenn's dafür kein Geld gibt dass Eine tolle Sache ist, dass Menschen sich einbringen.
00:24:27: Und da gibt es verschiedenste Optionen unter anderem der Hauskarte.
00:24:30: Ehrenamtskarte gesagt Das ist ein landesweites Projekt.
00:24:35: Ehrenamtskarte NRW Oberhausen ist seit zwei drei Zentern dabei.
00:24:39: Da hat man die Möglichkeit wenn man für mindestens vier Stunden in der Woche ehrenamtlich tätig ist halt einem Jahr in Oberhausin Dass man dann diese Karte beantragen kann und dann kann man dann das weit Vergünstigung bekommen.
00:24:51: Für Kann man übrigens im Ehrenarmsbüro beantrage Kleiner Werbeblock.
00:24:59: Es gibt andere, die sagen ich will so was alles gar nicht und es gibt welche, die sage ich beantrage die Karte nicht weil ich die Vergünstigung will sondern weil ich diese Karte für mich einfach ... Ich will das für mich sehen und ich habe sie für mich in meinem Portemonnaie.
00:25:12: Wir haben zum Beispiel die Möglichkeit dadurch dass wir hier eine Liste von diesen Ehrenamtskarten-Inhaberinnen dann tatsächlich haben dürfen wir einmal im Jahr der die Oberbürgermeister also Herr Schranz hat er schon gemacht und Herr Berg macht das jetzt auch Hat es dieses Jahr gemacht Ich bin nichts vorgreifen.
00:25:28: Dürfen wir immer zehn Ehrenamtliche auslosen, die am Neujahrsempfang teilnehmen dürfen?
00:25:34: Das Oberbürgermeister ist das und dann schreiben wir die immer alle an und dann... Die, die Interesse dran haben, melden sich bei uns und das sind halt immer so viele dass wir es auslösen müssen weil wir halt zehn Plätze haben Und die dürfen dann tatsächlich zu diesem Empfangen Wo Politik, Wirtschaft, zivil die Gesellschaft und so ist.
00:25:52: Für manche ist das wirklich ein Riesenhighlight.
00:25:55: Weil man da sonst ja eigentlich auch nicht hinkommt.
00:25:58: Ich frage mal ganz naiv.
00:25:59: Die Ehrenamtskarte kann ich mir jetzt vorstellen, dass da eine Stempelkarte ist?
00:26:03: Wenn ich fünfzig Stempeln habe, dann komme ich einmal umsonst ins Theater ...
00:26:06: Nee, tatsächlich ist das, weil man nachweist, dass man seit einem Jahr ehrenamtlich tätig ist für mindestens vier Stunden in der Woche oder zweihundert im Jahr.
00:26:14: Also viele haben ja auch, vielleicht eine Einsatzzeit von zwei Stunden in der Woche haben, aber an Team-Meetings teilnehmen.
00:26:22: An Fortbildungen und allen möglichen Sachen, dass man auf zweieinhalb Stunden trotzdem im Jahr kommt.
00:26:29: Und wenn die Organisation das dann bestätigt, dann reicht man den Antrag bei uns ein und wir stellen wie so eine Checkkarte aus auf der Größe.
00:26:36: Die ist für zwei Jahre gültig und dann kann man das vorweisen bei bestimmten Vergünstigungsgebenden.
00:26:43: Also die Karte ist quasi die Belohnung schon.
00:26:45: Ja, genau!
00:26:46: Das ist das was ich gerade versucht habe zu erklären.
00:26:48: Es gibt manche, die wollen gar nicht diese ganzen Vergünstigen, sondern sie wollen einfach nur diese Karte für sich haben und packen die in ihr Portemonnaie und sagen so Ich bin ehrenamtlich.
00:26:55: So.
00:26:57: Es gibts die mittlerweile auch als App.
00:26:59: es gibt eine sogenannte Jubiläums Ehrenamtskarte wo man nachweisen muss... also was heißt Nachweise?
00:27:05: ne?
00:27:05: Man treibt es halt auf dass man mindestens twenty fünf Jahre ehrenabendlich tätig ist oder gewesen ist.
00:27:13: Und dann bekommt man die Karte halt tatsächlich auch und die ist dann sogar unbefristet?
00:27:18: Ich finde, das ist eigentlich eine Motivation, dass zu machen hat sich fast an wie so ne kleine Bonuskarte beim Zahnarzt also November-December da muss man noch mal ein paar Stunden irgendwie reinkriegen.
00:27:29: aber wenn ich jetzt an die fünfundzwanzig Jahre irgendwie denke... Also ich hatte mal von seitens Wahlheiferin quasi dort Angebot der Stadt Oberhausen, dass ich mir so einen Ehrensorden abholen darf.
00:27:40: Genau, das ist uns dann daran gescheitert.
00:27:42: Weil ich muss den nochmal extra abholen.
00:27:45: Die Frist habe ich leider vertan.
00:27:47: Aber eigentlich gedanklich hab' ich mich darüber gefreut weil ich dachte jetzt hab', ich kriege ein Orden jetzt dafür.
00:27:52: Dass es wirklich eine gute Motivation ist oder einen Anreiz denn auch wenn man's freiwillig und unentgeltlich macht... Aber ich habe mich auch über meinen Seefettchen früher gefreut und hab das dann auch zu meinem Doktortitel und so, es hängt alles in meiner Diele.
00:28:07: Das sind ja meine Qualifikationen!
00:28:09: Und wenn ich für um zwanzig Jahre erntamt habe, dann freue ich mich doch über eine kleine Aufmerksamkeit ist doch super dass sich das lohnt sich irgendwie zum melden das einzutragen dass ich ehrenamtlich tätig bin
00:28:22: also es gibt welche Die machen das tatsächlich auch, dass sie sich melden.
00:28:26: Es gibt gefühlt immer noch zu wenige die das machen weil viele halt einfach auch so nach dem Motto sind ne ich brauche es nicht also ich mache das ja gerne und
00:28:36: Ja also verstehe ich auch den Gedanken.
00:28:38: Ich mach auch viel ehrenamtlich.
00:28:42: Ich freu mich, wenn ich im Jahr eine Pizza kriege.
00:28:44: Aber wenn ich wirklich nur für mich zu Hause ... Man hat so ne Schatzkiste unter dem Bett noch an Erinnerungen.
00:28:50: Dann ist das, glaub ich, einfach ne schöne Wertschätzung.
00:28:53: Die unentgeltliche Wertschättung ... Anhand von so ner Kleinigkeit eigentlich.
00:28:59: Ich find die Idee sehr schön!
00:29:01: Das is ja auch Ziel.
00:29:02: also wir haben tatsächlich noch ein paar andere Möglichkeiten entwickelt.
00:29:06: Teilweise in Kombination mit dem Land teilweise auch bei uns in Oberhausen spezifisch um ehrenamtlichen Danke zu sagen.
00:29:13: Also es ist dann immer auch nur ein kleiner Ausschnitt, man erreicht nie alle das uns auch bewusst.
00:29:22: Wir haben zum Beispiel die Bezirksbürgermeister, wir haben ja die drei Bezierke Alt Oberhausen, Stärkrad und Osterfeld Und seit twohntausend eins gibt's die sogenannte Ehrenamtsfeier.
00:29:31: Einmal im Jahr werden halt Ehrenamtliche aus bestimmten Themenfeldern eingeladen Die dann halt netten Abend erleben können wo sie zum einen Urkunde von den Bezirksbürgermeistern überreicht bekommen und so'n kleinen Oberhausen pinnen.
00:29:46: Das ist nicht die Ehrennadel, sondern die ehrenamts-Nadel.
00:29:49: Da muss man ganz groß aufpassen, weil die Ehrendahl wird halt über den Rat bestimmt wer diese erhält.
00:29:54: Und diese Ehrenamt's Nadel wird halt bei dieser Ehrenamtesfeier... ...überreicht.
00:30:01: Und das ist eigentlich immer total nett!
00:30:04: Also es ist nicht dass es immer nur ein Verein ist, sondern es ist immer ein Oberthema.
00:30:08: also Dieses Jahr wird es wahrscheinlich Umweltparten werden.
00:30:14: Wir hatten aber auch schon mal Kümmern.
00:30:16: für Kinder war ein Thema, Senioren war schon einmal ein Thema.
00:30:21: Umwelt ist generell ein wichtiges Thema.
00:30:24: also das wird jedes Jahr neu bestimmt um zu schauen was könnte denn passen.
00:30:29: Und dann werden die verschiedenen Vereine, die wir halt kennen.
00:30:32: Das ist ja auch das nächste Problem.
00:30:34: Wir kennen im Ehrenamtbüro gar nicht alle Vereine von Oberhausen.
00:30:38: also da muss man ganz realistisch sein.
00:30:40: Wir haben versucht über das Handelsregister eine Abfrage zu machen.
00:30:44: Wir habe irgendwie über zwehundfünfzig herausgefunden.
00:30:47: ich vermute aber dass es immer noch welche gibt, die uns einfach nicht bekannt sind und die entsprechenden Gruppen werden dann von uns in der Regel versucht zu kontaktieren und dass die uns dann halt Ehrenamtliche benennen, weil wir sagen, wir können ja gar nicht entscheiden am Schreibtisch wer von dem Verein tatsächlich kommen soll.
00:31:05: Deswegen sagen wir an den Vereinen bitte, benennt uns Personen, die halt kommen.
00:31:09: Und im einen Jahr haben wir zum Beispiel Karneval als Thema gehabt.
00:31:13: Da spalten sich auch gerne Geister ran.
00:31:15: also viele denken ja Karnevals ist eigentlich nur Alkohol Es ist aber... Also ich feier weiberfast nach bin ich mit im Rathaus, aber ansonsten ist das jetzt auch nicht mein Thema.
00:31:26: Nichtsdestotrotz ist aber total klar, wie wichtig das ist.
00:31:30: Es braucht Tum, es ist Gesellschaft, es is Gemeinschaft.
00:31:33: und wenn man sich einfach anguckt, wie viel Einsatz ... also meistens Trainerinnen zum Beispiel der für die kleinen Funkkammeriechen geben, ne?
00:31:42: Das ist unfassbar.
00:31:44: und wieviel auch emotionale Sicherheit Kindern damit vermittelt wird.
00:31:49: Also ich selber bin eher an Amplicht tätig in einer Kirchengemeinde.
00:31:54: Teilweise hab ich, also ich hab Sonntagsschule geleitet und teilweise sind die Kinder irgendwie über zwanzig.
00:31:59: Und erzähl mir heute manchmal noch Sachen von sich, wo ich sage ja das ist auch das was aus dem Ehrenamt rauskommt so ein bisschen.
00:32:08: Dass man halt Verbindung schafft, dass man ein bisschen Fußspuren hinterlassen kann.
00:32:15: Dann ist Wertschätzung einfach wenn einen Menschen begrüßen.
00:32:23: wenn wir wieder beim Thema Wertschätzung sind.
00:32:25: Ich
00:32:25: könnte auch Abend fürs Positive heißen, weil alles das was du erzählst hat etwas sehr Positives.
00:32:33: also du schaffst ein Klima eine Atmosphäre.
00:32:37: klar kann man es ist unbezahlbar das Engagement aber Gesten zählen für mich und da sind so Gesten die ihr versucht.
00:32:47: Man muss sich aber auch in dem Moment wieder vor Augen führen jeder Mensch ist halt einfach auch anders.
00:32:51: Also wenn du sagst, du findest die Karte toll.
00:32:53: Ist das ein nettes sichtbarer?
00:32:56: Sagen andere ist nicht meins.
00:32:57: Denen ist wichtiger wirklich zu sagen ich werde im Alltag gesehen mit Kleinigkeiten.
00:33:03: Als ich aus meiner Masse arbeitete war zum Beispiel ein Thema... Wenn man zum Beispiel keine Zeit hat dass man dann nicht einen blöden Spruch bekommt sondern sagt ja okay dann sehen wir nächste Woche wieder weiter.
00:33:16: also dass halt Ehrenamt auch in der Form wertgeschätzt wird Sichtbar ist, es ist halt eine Freie.
00:33:23: Ich bin freiwillig da.
00:33:25: Also dass die Person auch wahrgenommen wird und das was die Person einbringt.
00:33:31: Das reicht vielen schon um trotzdem dabei zu bleiben.
00:33:35: oder gerade so die Identifikation mit der Organisation.
00:33:38: also einer aus der Feuerwehr sagte die Kameradschaft ist das halt was ihnen... Auch wenn es viele Termine sind immer wieder dazu bringt zu sagen okay ich fahre gerne hin Es sind so die Kleinigkeiten im Alltag, wo man auch Wertschätzung zeigen kann.
00:33:56: Wir als Stadt versuchen natürlich irgendwie nachhaltigere Wertschätzungen mit einzubringen zum Beispiel in sogenannten Engagement-Nachweis, den machen wir auch mit dem Land zusammen.
00:34:06: Den können auch andere Vereine ausstellen.
00:34:08: also die müssen sich einfach nur ans Land wenden und dann dürfen diese Ausstellungsberechtigung wieder im deutschen Sprachgebrauch... Erwirken.
00:34:18: und Ehrenamtliche, die zum Beispiel bei der Stadt ehrenamtlich tätig sind können diesen Engagement Nachweis bekommen.
00:34:22: Wir machen das z.B.
00:34:23: dieses Jahr wieder fürs Jugendparlament.
00:34:25: Der wird dann vom Oberbürgermeister unterschrieben und dann steht auch drin was man halt gemacht hat in der Zeit.
00:34:29: Und dieser Engagement-Nachweis kann an der Uni bei Bewerbungen helfen.
00:34:35: Der hilft aber auch gerade bei Stipendien.
00:34:37: Also, wenn man sich für ein Stipendium bewirbt und man hat so einen Engagement-Nachweis.
00:34:41: Und kann nachweisen ich war hier schon mal ehrenamtlich und ich habe mich für andere eingesetzt und so bringt es halt auch so Pluspunkte.
00:34:51: Ich finde das auch völlig legitim.
00:34:52: also auch wenn ich mein wegen im Gesundheitsbereich rein möchte oder so übers Ehrenamt zu gucken ist das was für mich?
00:35:00: Also da reinzuwachsen oder auch dass daraus ein Berufs Feld entsteht, finde ich völlig legitim als...
00:35:09: Tatsächlich gibt es da Beispiele sogar in Oberhausen.
00:35:13: Dass eine Jugendliche mal in einem Altenheim einfach Praktikum gemacht hat und dann ehrenamtlich geblieben ist und mittlerweile halt tatsächlich auch die Ausbildung gemacht hat.
00:35:22: Also auch solche Geschichten gibt es über das Ehrenamt Die sind jetzt nicht jeden Tag Das muss man sich auch bewusst sein.
00:35:30: Aber auch dass es möglich also manche Gerade auch Menschen, die eine Langzeiterkrankung haben versuchen oft über eine ehrenamtliche Tätigkeit auch wieder Struktur in den Alltag zu bringen.
00:35:42: Muss man natürlich auch vorsichtig sein ne?
00:35:44: Die Langzeiterkrankung kommt ja nicht von ungefähr.
00:35:47: aber auch da kann Ehrenamt tatsächlich als Unterstützung fungieren weil man dann zum Beispiel einen festen Termin in der Woche hat und dieser eine feste Termin da steht halt einfach.
00:35:59: Und selbst wenn man da nicht kann, dann ist man nicht in der Verpflichtung.
00:36:02: Sondern ruft man morgens an und sagt ich schaffe es heute nicht.
00:36:05: Das ist dann halt auch gut.
00:36:07: Aber es kann halt Struktur geben und es kann auch Sinn geben, wo wir vorhin schon mal waren.
00:36:14: Rhythmus war nicht so eine Routine.
00:36:16: Ich hatte das vergleich gerne mit einem Sportverein einfach weil wenn ich mich als junger Mensch auf die Suche nach dem Sportvereinen mache was eigentlich aus also wirklich dafür steht für Zusammenhalt.
00:36:27: Ich hab tatsächlich mehr den Sinn einfach im Ehrenamt gefunden,
00:36:32: weil ...
00:36:33: ja ist auch körperlich irgendwie anstrengend.
00:36:35: Ich habe zweimal die Woche einen Termin.
00:36:37: Ob ich jetzt da bin oder nicht?
00:36:39: Mir reißt keiner den Kopf ab am Ende.
00:36:42: Aber... Da hab' ich auch!
00:36:43: Man hat ein anderes Zusammensein dadurch dass man sich jeder gegenseitig irgendwo hilft.
00:36:50: Hast du viel Resonanz also bist du in der Beratung.
00:36:53: aber noch mal wieder Kerne die Bericht erstatten.
00:36:57: Ja Also es sind tatsächlich auch einige, die sich einfach zwischendurch mal melden und sagen ja ich habe jetzt was gefunden.
00:37:04: Und das tut mir total gut!
00:37:06: Es gibt welche, die sagen oh nee da wo ich jetzt beim ersten Mal hingegangen bin, war jetzt nichts für mich kann man nochmal gucken und das machen wir dann auch.
00:37:14: also das ist ja letztendlich.
00:37:16: bei einem stundengespräch kann man ja nicht... also bei manchen passt es sehr gut was wir an Ideen entwickeln, bei manche passt es halt einfach nicht und dann macht man halt noch ein weiteres Gespräch.
00:37:26: Tatsächlich ist es so, dass jeder wirklich auch anders rangeht.
00:37:33: Und die Argumentation zu sagen ... Ich hab da zwei Termine und eine feste Gruppe.
00:37:38: Das hat ja auch viel als Motivation zum Ehrenamt.
00:37:42: Ich möchte Menschen kennenlernen.
00:37:44: Und ich möchte Menschen Zeit mit Menschen verbringen.
00:37:48: Das ist für viele einfach auch eine Motivations- um Ehrenamten.
00:37:52: Ich habe versucht, darum herumzureden, aber ich hab schon wieder die Frage vergessen!
00:37:55: Ich helfe dir aus, oder ich leite einfach über.
00:37:57: hier in der VHS ist dieses Jahr zum Beispiel Einsamkeit.
00:38:00: So eine Meta-Ebene, die steckt ganz viel über ein Programm oder irgendwie so.
00:38:05: Das ist doch ein Supermittel gegen Einsamigkeit.
00:38:08: also alles was du sagst.
00:38:11: Grundsätzlich ja!
00:38:12: Also grundsätzlich ist es ja... In der Regel ist das Gemeinschaft dadurch dass es nach außen gerichtet ist und in der Öffentlichkeit hat man die Wahrscheinlichkeit, dass man in einer Form von Gemeinsschaft kommt Die Menschen, die vereinsamt sind.
00:38:26: Also sie von Einsamkeit betroffen sind.
00:38:28: Den fällt es natürlich schwer rauszugehen und sich ein Ehrenamt zu suchen.
00:38:34: Da versuchen wir natürlich halt auch mit kleinen Sachen, dass wir uns auf unser Borussiaplatz stellen also das wir versuchen auch In die Stadtteile zu gehen Und quasi vor Ort ist zu ermöglichen damit man nicht unbedingt erst nach Oberhausen ins Amt kommen muss so.
00:38:49: Aber letztendlich den menschen die von einsamkeit bedroht sind die sind ja Den fällt es halt einfach auch schwer auf andere zuzugehen und das ist eine Gruppe, die man auch nur ganz schwer für Ehrenamt begeistern kann.
00:39:02: Obwohl sie das vielleicht sehr gerne machen würden.
00:39:04: aber dadurch dass man nicht unbedingt weiß wer es ist, kann man ja auch nicht proaktiv auf die Menschen zugehen.
00:39:10: Das ist noch ein Riesenstück wo man ran muss diese Menschen zu erreichen und denen zu zeigen, hey es gibt Möglichkeiten raus aus eurer Einsamkeit ohne dass ihr vielleicht Angst haben müsst irgendwo hinzugehen oder Sorge vor Ablehnung habt.
00:39:25: Oder es gibt ja Gründe für die Einsamkeiten warum man sich irgendwann zurückgezogen hat.
00:39:30: also Und die kann man auch mit einem Beratungsstand nicht regeln aber vielleicht indem man Also ne Vielleicht kann so ein Podcast einfach auch helfen Menschen irgendwie die Angst zu nehmen sich zum Beispiel auch irgendwie mal Wenn man zum Beispiel für Kinder vorlesen möchte, zu einer Kita zu gehen und zu fragen hey hättet ihr Interesse dass ich hier so eine Lesethante Oma was auch immer sein könnte.
00:39:53: Und in der Regel also gerade den Oberhaus einer Kindergärten gibt es da viele Möglichkeiten und wenn die Kinder gar nicht weiß dann rufen sie uns an und fragen wie können wir hier ehrenamtliche einsetzen?
00:40:05: Also das man die Angst nimmt, weil wer weiß was selber regeln zu müssen sind die Organisationen die halt einfach in dem Moment regeln.
00:40:13: Einzige, vielleicht schwierigste Part ist den ersten Schritt zu tun und loszugehen.
00:40:20: Aber ich kann halt immer nur wieder ermutigen sich darauf einzulassen.
00:40:26: Endlich ist es auch davon abhängig in was für eine Gruppe man kommt und ob man mit dem Menschen klarkommt.
00:40:31: Also das weiß man vorher nicht.
00:40:34: Nichtsdestotrotz hat man da die Möglichkeit zu sagen hey, das passt für mich nicht und geht dann wieder.
00:40:39: Das ist ja auch möglich.
00:40:41: aber grundsätzlich haben wir jetzt nicht, dass wir sagen Bord dieses Jahr machen wir dieses Thema nächstes Jahr jenes.
00:40:46: Also wir sind ja bei uns hier auch die zum Beispiel Leben im Alter als Stelle mit dabei.
00:40:52: Wir hatten auch das Thema Wohnen.
00:40:54: so machen wir das bei uns im Ehrenamtsbüro nicht.
00:40:56: also wir bleiben generalistisch wir sind einfach da für alle und versuchen es möglich zu machen.
00:41:03: klar setzen mir manchmal so den Schwerpunkt auf junges Engagement.
00:41:06: Da muss man aber auch überlegen, was heißt junges Engagement in den Gruppen die generell eine hohe Altersstruktur haben.
00:41:14: Wäre ich mit meinen sieben Vierzig natürlich auch junges Engagemo.
00:41:17: Muss man halt ganz klar sagen.
00:41:19: Das Inner
00:41:21: Age!
00:41:23: Für uns ist es wichtig wirklich wer sich engagieren möchte da eine Möglichkeit zu finden.
00:41:29: das ist so dieses Grundthema.
00:41:32: und grundsätzlich Es gibt sogar Studien dass eine ehrenamtliche Tätigkeit die Lebenserwartung erhöht.
00:41:41: Also, Ehrenamt ist gut und weil du sagtest sehr positiv ja ich komme ja aus der wie gesagt sozialen Arbeit und da ist es ja oft problembeladene Beratungen.
00:41:51: also das muss man halt einfach auch ganz klar sagen die Menschen suchen sich Hilfe nicht weil alles so super ist sondern weil sie halt den Bedarf haben.
00:42:01: Jetzt in der Beratung zum Thema Ehrenamt ist es wirklich, die haben nicht unbedingt den Bedarf.
00:42:05: Klar wenn man jetzt jemanden hat, der einsam ist oder wie gesagt Langzeitenkrankungen sind oft auch so der Auslöser.
00:42:12: aber grundsätzlich kommen die Menschen eher zu uns weil sie sagen hey ich kann was und ich will das weitergeben und Das ist halt einfach auch das Schöne an der Arbeit und auch das schönen am ehrenamt dass es halt.
00:42:23: Man kann so vieles von sich halt auch weiter geben und man kann sich einbringen man kann neue Ideen entwickeln.
00:42:31: Kleiner Vorstandsarbeit ist man da eher begrenzter mit Kreativität.
00:42:36: Das sind halt Schriftführer, Kassenwarte und das sind aber Sachen die müssen halt tatsächlich auch besetzt werden.
00:42:45: Aber viele andere Positionen im Ehrenamt sind tatsächlich der Spaßfaktor oder die Gemeinschaft?
00:42:52: Die Freude!
00:42:54: In den sozialen Netzwerken wird total viel gemäckert.
00:42:57: also da habe ich so eine Meckermentalität mittlerweile.
00:43:01: Also das heißt, ich rege mich auf.
00:43:03: Ich schaffe eine Emotion was natürlich mit Algorithmus total gut funktioniert und das Ehrenamt ist für mich komplett konträr dagegen.
00:43:12: also ich mache etwas.
00:43:15: Ich weiß es gibt einen Mangel und der Staat kann nicht alles bezahlen die Stadt kann sich nicht um alles kümmern.
00:43:21: aber ich habe zwei Möglichkeiten zum Meckern nichts zu machen und nichts witzig ändern oder aktiv sozusagen Müll aufzuheben oder mich um die Kinder zu kümmern.
00:43:33: Oder mit dem Rund spazieren zu gehen, die Möglichkeiten sind ja unendlich.
00:43:37: also für mich ist das wirklich so.
00:43:38: ich mache was funktioniert das im Ruhrgebiet besonders gut also mentalitätsmäßig anpacken etwas sehen etwas verbessern zu wollen.
00:43:50: Ich glaube schon dass es im Ruhergebiet eine große Kraft ist.
00:43:53: Also ich bin ja tatsächlich auch auf Landesebene in Netzwerken unterwegs und auf Bundesebene zum Teil.
00:44:00: Die Mentalität hier ist schon sehr zupackend.
00:44:03: Das ist tatsächlich so, also während sie gerade in den Großstädten schon auch so... Also grade Münster ist zum Beispiel ja sehr jugend geprägt durch die Unis, die da sind.
00:44:17: Die sind natürlich nochmal ganz anders unterwegs als hier Oberhausen und da sind wir gefühlt doch ein bisschen schwerfälliger, gerade bei neueren Themen.
00:44:26: aber grundsätzlich würde ich sagen das Hier gerade in Oberhausen noch sehr viele informelle Netzwerke bestehen, dass sich gerade auch in bestehenden Nachbarschaften sehr viel geholfen wird ohne dass man es an die große Glocke hängt.
00:44:43: Gerade so in den Stadtteilen hier Schmachtendorfer oder so, also die anderen kenne ich jetzt nicht so... Intensiv, aber zum Beispiel gibt dem Bürgerring Altstaaten die ganz viel für Altstaat machen.
00:44:52: Und das kommt ganz klassisch aus der Zivilgesellschaft heraus.
00:44:55: Das ist nicht irgendwie gesagt da ist ein Bedarf sondern wir möchten gerne was für den Bürgerring macht für für Alt Staaten machen.
00:45:02: Man muss sich aber auch im Klaren sein also ich will jetzt hier nicht immer alles nur ganz toll machen.
00:45:06: Also sorry das geht für mich leider auch nicht weil ich will ja auch realistisch sein dass gerade auch diese zupackende Mentalität aber auch manchmal zu Konflikten führen kann.
00:45:15: Also gerade wenn man dann irgendwie an rechtliche Vorgaben gebunden ist, zeitliche Vorgeben.
00:45:20: Das ist manchmal auch ein bisschen ermüdend, wenn man ganz tolle Ideen hat und einen bürokratischen Hürden scheitert.
00:45:30: Also das muss man leider auch sagen – auch das gibt es heute noch.
00:45:34: Wahrscheinlich wird es das in Deutschland immer geben weil Bürokratie ist nochmal halt ein deutsches Thema aber es gibt viel Gestaltungsmöglichkeiten.
00:45:44: so Man findet gefühlt auch immer jemanden, der mitmacht.
00:45:48: Also wir haben ja in Oberhausen auch verschiedene Gruppen die sich frei gegründet haben also gar keinen Verein sind.
00:45:55: diese nennen sie klassisch Initiativen Die sich über Social Media zusammenfinden um zum Beispiel an manchen Tagen dann irgendwie Müll aufzusammeln und das sind unterschiedliche Gruppengrößen.
00:46:06: immer wer Zeit hat ist da.
00:46:07: Es gibt aber auch immer die eine Person, die quasi die Termine festsetzt.
00:46:11: Die halt auch diese Social Media bespielt, die aber auch die Absprache hat, dass der Müll dann auch entsorgt wird und solche Sachen.
00:46:17: Also es braucht immer ne Person,die sich kümmert.
00:46:20: Das muss kein Hauptamt sein also niemanden, der dafür bezahlt wird.
00:46:24: Aber es braucht quasi immer so eine Person ,die ein bisschen den Hut aufhat.
00:46:29: Egal wie zupackend man ist und wie kreativ.
00:46:32: Man muss sich als Gruppe in irgendeiner Form immer wieder formieren was jetzt nicht heißt, dass man das nicht jederzeit machen kann.
00:46:39: Also auch in einer Gruppe können ja auch Positionen sich verändern und Aufgaben anders zugeschrieben werden.
00:46:45: Grundsätzlich würde ich aber schon sagen, dass in Oberhausen viele Projekte aktiv sind wo es in anderen Städten große Förderprogramme zu gibt, wo aber hier einfach auf kleiner Ebene das getan wird, was man kann.
00:46:59: Und das ist glaube ich auch echt ein Reichtum von Oberhausens.
00:47:04: Wir als Ehrenamtsbüro, es gibt ja wie gesagt auch im Ruhrgebiet verschiedenste Freiwilligenagenturen Zentrum für bürgerschaftliches Engagement in Mühlheim und Essen wird von der Stiftung die freiwillige Agentur finanziert.
00:47:16: Die haben ganz anderen Mitarbeitenden stammen.
00:47:18: Sie finanzieren sich über Projekte und sie initiieren dann diese Projekten.
00:47:22: Und wenn ich dann manchmal so mitbekomme was an Projekton initiiert wir denke ich auch das wäre auch schön wenn wir das könnten.
00:47:27: Ich glaube dass wir Kommune sind können wir halt viele Fördergelder nicht beantragen aber ist ein Zeitkick.
00:47:32: Und dann krieg ich mit, dass in dem einen Stadtteil das einfach von sich aus so.
00:47:36: Die haben es irgendwie mal aus Essen mitbekommen und die machen's jetzt im Kleinen halt.
00:47:40: Also ... Ich glaube da ist Oberhausen schon beeindruckend.
00:47:44: leider wird das nicht oft so gesehen.
00:47:46: also wir sind ja eigentlich eher so die Stadt der Staus-Baustellen So, ne?
00:47:52: Dass wir aber super viele Menschen gibt, die einfach in Oberhausern aktiv sind wie gesagt das nicht an die große Glocke hängen sondern Da muss eine Kirche erhalten werden, weil die Unterdenkmalschutz steht und dann Wendbücher, Flugmärkte organisiert.
00:48:08: Und Kuchenverkäufe also wirklich noch so.
00:48:10: die ganz klassischen Sachen und auch die können funktionieren.
00:48:15: Also das ist ja das was Besonderes, was Ehrenamt einfach auch ausmacht ne?
00:48:19: Es gibt ja den Begriff Zivilgesellschaft.
00:48:21: Das hört sich ja immer alles ein bisschen hochtrahmend an aber die hat halt einfach auch die Funktion zwischen Staat und den ganzen Organisationen aktiv zu sein.
00:48:31: Und Dinge voranzutreiben, wo halt manches einfach auch schwieriger ist wenn man das tatsächlich als Stadt tun müsste wegen der gesetzlichen Vorgaben, wegen der finanziellen Engpässe.
00:48:44: Das haben wir auch gelernt, dass freiwillige Arbeit aber trotzdem irgendwie finanziert werden muss im Background zumindest.
00:48:51: Wir hatten jetzt unterschiedliche Ja, Modelle sag ich mal.
00:48:56: Der Sebastian hat immer direkt schon gesagt also wenn du eine Gitarre spielen kannst dann komm vorbei und wenn wir drei Leute zusammen haben dann machen wir einen Gitarrenkurs.
00:49:03: jetzt von der Notfallhilfe bedarf jetzt noch einmal eine ganz andere Ausbildung im Vorhinein weil da sind elf Monate Ausbildung die muss ja auch finanziert werden.
00:49:12: weißt du darüber irgendwas?
00:49:13: ist das teilweise auch einfach frustrieren.
00:49:15: wenn du schon sagst in anderen Kommunen läuft es manchmal ein bisschen flüssiger als hier in Oberhausen
00:49:20: Ich würde nicht unbedingt sagen flüssiger, aber es gibt andere Möglichkeiten.
00:49:24: Das bleiben wir beim CBE und bei der Stiftung in Essen.
00:49:28: dadurch dass das gemeinnützige Organisation sind haben die ganz anderen Möglichkeiten Fördergärte zu akquirieren.
00:49:33: Das können wir als Kommune tatsächlich nicht.
00:49:35: Wir sind auf verschiedenste Sachen halt einfach reglementiert.
00:49:39: Die Vereine selber haben aber die Möglichkeit entsprechend Förderungen zu beantragen wobei die Notfallseelsorge auch über die Kirche mitgetragen wird.
00:49:48: Ich glaube, die Feuerwehr wird auch mitgetragen.
00:49:51: Und sie tragen halt auch die Kosten mit.
00:49:54: Also das heißt wenn Ehrenamtliche diese Ausbildung machen müssen die dafür natürlich auch nix zahlen.
00:49:59: Die müssen halt nur ihre Zeit einbringen – nur!
00:50:02: Aber letztendlich ist das halt immer Thema von den verschiedenen Organisationen und Vereinen.
00:50:07: dass solche Sachen dann halt einfach auch finanziert werden.
00:50:11: Das ist natürlich für viele Vereine eine extreme Herausforderung.
00:50:15: also gerade auch die Hospiize die ja zum Teil über die Krankenklassen finanziert werden, gerade die Ehrenamtlichen Hospizbegleiter.
00:50:24: Die müssen ja vorher ausgebildet werden.
00:50:26: Es gibt Situationen wo man einfach auch eine kompetente Person vor sich sitzen haben möchte und nicht womöglich das es noch schlimmer wird oder?
00:50:35: Und es gibt andere Bereiche wo man wirklich auch eine Form von Ausbildung vorher macht Und das organisieren und finanzieren aber tatsächlich die Vereine.
00:50:44: Was schade ist, dass wir als Kommune uns da in der Form kaum beteiligen können weil halt einfach die Gelder nicht da sind.
00:50:52: Aber auch da gibt es ja mittlerweile viele faszinierende Zusammenschlüsse.
00:50:56: also gerade Crowdfunding ist ein Riesenthema, die EVO macht halt auch so einen Crowdfunding.
00:51:00: Die Genossenschaften machen ja solche Themen.
00:51:05: Es gibt aber auch Möglichkeiten, dass Vereine zum Beispiel mit Wirtschaft kooperieren.
00:51:09: Also es gibt die Möglichkeit, einmal im Jahr wird der sogenannte Rurdax organisiert.
00:51:16: Dieses Jahr ist er halt in Mühleheim.
00:51:18: Wo's halt darum geht Wirtschaft trifft Ehrenamt und da gehts nicht darum wir geben euch mal Geld für euer Projekt sondern man schaut halt wie können wir uns gegenseitig unterstützen?
00:51:28: also gerade sowas Baby wie Social Days oder so dass die MSHA-Genossenschaft ganz weit vorne das sie halt versucht auch Organisationen zu unterstützen.
00:51:37: Es gibt viele Sachen, wo man schon auch im Vorfeld sich so ein bisschen vorbereiten muss auf den Einsatz.
00:51:45: Auf der anderen Seite gibt es aber auch Sachen, die klar vorgegeben sind.
00:51:50: zum Beispiel wenn man polizeiliches Führungszeugnis braucht also wenn man mit Kindergruppen arbeitet muss man einen polizeiliches Führungzeugnis haben das erweiterte polizeieliche Führungen Zeugnis und da ist es tatsächlich in Oberhausen auch so dass Wenn man mal so das Einstellung, also ein Führungsgespräch in der Organisation hat und beide Seiten können sich dafür entscheiden.
00:52:10: Die Person arbeitet jetzt hier bei uns oder will bei uns jetzt hier arbeiten und mit Kindern zusammenarbeiten, dass man der Person dann halt auch einen Schreiben ausstellt.
00:52:18: damit kann die dann zum Bürgerservice gehen und muss es halt einfach nicht bezahlen.
00:52:21: Das ist Führungzeugnis.
00:52:24: Also da sind so die Sachen, die halt einfach auch versucht werden Ehrenamt zu ermöglichen wo's rechtlich Vorgaben sind, wo es vielleicht auch Kosten daran sind aber dass sie zumindest die Ehrenamtlichen solche Kosten dann nicht haben.
00:52:36: Bei so einer Sache wie Gitarrenkurs zum Beispiel, da braucht man Raum und eine Person, die Gitarre spielen kann.
00:52:41: also das sind Sachen, die sind schön einfach wenn jetzt der Gitarrent Kurs aber aus der Person und drei Kindern besteht Dann wiederum braucht man halt auch wieder das polizeiliche Führungszeugnis weil man ja mit Kinder an Arbeit mit vulnerablen Gruppen nennt sich das Und dafür ist es dann sinnvoll in der Organisation irgendeine Form von Hauptamt gibt.
00:53:03: Also, irgendein Person muss ja keine Vollzeitkraft sein aber die mit einem gewissen Stundenkontingent einfach da ist um den Ehrenamtlichen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
00:53:15: gerade wenn man so mit Kindern arbeitet also wenn es jetzt um das Mülleinsammeln geht was ich vorhin beschrieben habe da braucht es nicht zwingend Hauptamt klar Hauptamt um das abzusorgen transportieren.
00:53:28: WBO ist dann am, aber das kann jeder Bürger, jede Bürgerin, Kontakt aufnehmen und sagen wir möchten das machen.
00:53:34: Und dann macht die WBO das auch möglich dass es abgeholt wird.
00:53:37: Aber gerade so bei Gruppen wo man mit Menschen zusammen arbeitet.
00:53:44: Die Menschen mit Behinderung, Senioren also auch grad bei Senioren.
00:53:50: Es ist unabdingbar dass man ein fehlerfreies Führungszeugnis hat
00:53:58: Ein ehrlicher Mensch.
00:54:01: Es kann einem ja auch mal was Dummes passiert sein, aber letztendlich sind halt Menschen mit denen man arbeitet und da ist es schon wichtig dass es in irgendeiner Art und Weise auch mit dem Hauptamt unterstützt wird also eine Person die einfach da ist und die das im besten Fall auch in ihrem Stellenplan mit drin hat.
00:54:24: Ich musste auch mal eine Erweiterung des Führungszeugnissons für Ferien spielen, nochmal so ein Ehrendamt vielleicht.
00:54:32: War jetzt das geringste Problem tatsächlich?
00:54:34: Also wenn dann habe ich mit dem Hauptradhaus eher ein zeitliches Problem gehabt, da ist aber der technische Rathaus eingesprungen.
00:54:41: War sehr nett!
00:54:43: Worauf ich eigentlich hinaus wollte war manchmal bedarf es einfach an Ausbildung von extern und manchmal komme ich als Person und bringe das mit was ich eh schon kann Und auch manchmal ein bisschen dieses Man arbeitet in der Öffentlichkeit.
00:54:59: Merkst du das in der Beratung, dass viele Eigeninitiativen kommen?
00:55:03: oder also mit einer Aufgabe irgendwie mit einem Talent?
00:55:08: Mit etwas was sie weitergeben wollen oder wirklich?
00:55:11: ich habe gar keine Ahnung.
00:55:12: Ich hab aber Lust mich zu engagieren.
00:55:14: hast Du was für mich zum vorzeigen?
00:55:17: Also ich glaube, der zweite Teil ist mehr.
00:55:20: Wie gesagt, die macht das jetzt seit zehn Jahren.
00:55:22: und die Wahrscheinlichkeit, dass jemand von sich auch sagt, ich möchte gern das machen, sagt mir eine Organisation, wo ich das tun kann?
00:55:29: Die Menschen sind so ... Eigeninitiativ, die brauchen uns nicht im Ehrenamtsbüro.
00:55:34: Das muss man ganz klar sagen.
00:55:36: Auch wenn Menschen zu mir kommen und sagen, ich hab mir drei Sachen rausgeholt, jetzt muss ich zur Inselberatung kommen.
00:55:41: Nee, müssen sie nicht!
00:55:42: Wenn Sie eine Idee haben, dann ... Dann los, ne?
00:55:46: Feel free.
00:55:46: Also das ist nicht dass man erst zu uns kommen muss sondern unser Angebot ist tatsächlich eher also aus der Erfahrung würde ich sagen für Menschen die sagen boah ich will eigentlich was machen aber ich weiß nicht was Ich weiß einfach echt nicht Was es möglich was muss ich mitbringen und auch so die Idee von oder auch gar nicht so die idee haben was macht mir überhaupt Spaß.
00:56:07: also das finde ich auch oft schade dass Menschen halt zu mir kommen und sagen ja vollständig was mir Spaß machen würde wo ich mir denke Okay, gut.
00:56:16: Lass uns das mal herausfinden was denn Spaß machen könnte.
00:56:22: Man muss ja ganz realistisch sagen ich schenke meine Zeit und es ist halt total schön wenn ich das Gefühl habe dass diese Zeit mir dabei sinnhaft sinnvoll verbracht ist.
00:56:33: also ich erlebe die zeit als positiv Und das muss natürlich dann auch zu meinen Interessen passen.
00:56:40: wenn ich jetzt aber gerade dass ich ein schwierigeres Thema in einer hochgradigen Depression bin.
00:56:45: Dann könnte einen Ehrenamt natürlich auch helfen, muss man aber halt auch schauen was könnte in dem Moment passen wo das ist nicht noch eine zusätzliche Überforderung kommt?
00:56:54: Aber es gibt halt auch ehrenamtliche Tätigkeiten die nicht unbedingt immer nur komplett mit allen Menschen sind.
00:56:59: also wir haben ja zum Beispiel auch den Kulturportruhr.
00:57:02: da sind ehrenamtliche die halt menschen anrufen und übrig gebliebene Tickets zur Kulturveranstaltungen halt weitergeben.
00:57:11: Klar, man muss telefonieren also das ist für viele ja auch eine Herausforderung.
00:57:14: Ich telefoniere mich nicht mehr gerne mittlerweile aber da sieht eigentlich keiner.
00:57:18: Man ist am Telefon und man muss mit niemanden wirklich so in den Kontakt dass man auch das Gefühl hat ich war dass die Haare jetzt gut haben oder was auch immer.
00:57:26: Oder ich muss freundlich lächeln, nee hört keiner am Telefon.
00:57:29: und auch da solche ehrenamtlichen Möglichkeiten gibt es auch immer mal wieder.
00:57:33: Es gibt die Möglichkeit im Backoffice zu arbeiten bei manchen Vereinen, dass man sagt wir brauchen eigentlich jemanden der uns irgendwie regelmäßig die Post abheftet oder so.
00:57:41: Das sind nicht die klassischen Ämter, die uns gemeldet werden, die gesucht werden aber auch das kann man herrere.
00:57:47: also da gibt's Möglichkeiten.
00:57:48: Ich selber würde mich nie in der Hospizarbeit sehen, obwohl ich Sozialarbeiterin bin.
00:57:52: Weil das ist so ein Thema ... Das würde mich einfach immer mit mir nach Hause nehmen und ich glaube dass die Ausbildung, die die Hospizbegleiterinnen machen sehr gut und sehr fundiert ist.
00:58:05: also ich kenn den Lehrplanen und ich glaub auch wenn man das durchläuft und sich darauf einlässt, dass man nochmal sehr viel von sich selber auch erlebt kennenlernt.
00:58:16: Und vielleicht auch ganz neue Facetten von sich kennenlernen was man im eigenen Leben nachher super gut gebrauchen kann.
00:58:22: Ich glaube aber, dass ich so abgeklärt bin das ich sagen kann für mich wäre es halt einfach in der Form nichts.
00:58:29: Ich habe früher immer gedacht Menschen mit Behinderung Böhrungsängste wie verhalte ich mich richtig?
00:58:36: Jetzt arbeiten wir teilweise mit der Kommission Oberhausen barrierefrei zusammen Also, ich jetzt eher weniger.
00:58:41: Aber wo man einfach auch erlebt ... Wenn man im Ehrenamt unterwegs ist, dann fragt man einfach, ne?
00:58:49: Es gibt kaum Berührungsängste.
00:58:51: und trotzdem ist es ja so, dass man sagen kann, nee, das ist nicht der Bereich in dem ich arbeiten möchte.
00:58:55: Ich hab ganz viele Menschen da, wo ich erst so beim ersten Blick gedacht habe, ach, dir empfiehlt sie Leso-oma oder so, vom ersten Einblick!
00:59:04: Und dann sagt die, hör keinen Fall, will dich was mit Kindern machen Hm, hm.
00:59:11: Kam anders rüber so, ne?
00:59:13: Aber das ist halt ... Das ist das Schöne am Ehrenamt.
00:59:19: Es gibt wirklich ... Also es gibt kaum jemanden für den wir nichts gefunden haben.
00:59:24: Selbst wenn wir auch zwei oder drei Termine gemacht haben bis dann irgendwann mal klar was wirklich gewünscht ist.
00:59:31: Wäre schön, wenn ich so zwei, drei aufzählen könnte, die jetzt irgendwie gerade gesucht werden.
00:59:36: Ich verstehe... seine Zurückhaltung.
00:59:38: jetzt vielleicht ein paar Beispiele zu nennen, weil das fällt unglaublich groß ist.
00:59:44: Also in Oberhausen ja auch wieviel Organisation habt ihr in Kooperation bei euch zum Beispiel?
00:59:49: Wir haben im Moment über siebzig Angebote auf der Internetseite was nur die sind, die Sie selber eingestellt haben.
00:59:56: dann zukommen wir noch die von denen wir wissen die sich aber da aus verschiedenen Gründen noch nicht irgendwie eingemeldet haben.
01:00:03: Wir haben aber auch tatsächlich bei der Stadt Oberhausen selber nochmal Tätigkeitsfelder, wie du gesagt hast im Kleinen es gibt diese sogenannten Sauberkeitspaten Es gibt die Spielplatz-Parten Es gibt Baumscheiben-Paten.
01:00:14: Da wusste ich vorher überhaupt nicht dass das so etwas gibt.
01:00:17: Tatsächlich eine Nachbarin von mir hat die Baumscheibe gepflegt und ist jetzt leider weggezogen.
01:00:23: Und für diejenigen, die nicht wissen was es ist.
01:00:26: Die Baumscheiben sind ja quasi die Flächen rund um Bäume an der Straße und da kann man zum Beispiel sich bei der Stadt Oberhausen melden und sagen ich pflege diese Baumscheibe und dann kriegt man jedes Jahr eine Kleinigkeit als Dankeschön.
01:00:36: Also das ist jetzt nicht die Welt aber mittlerweile kommen dann halt auch so Schilder dran.
01:00:39: Ich werde gepflegt also wenn man weiß dass da jemand ist und dann kann man sich wenn man jetzt keinen eigenen Garten hat kann man dich da rein theoretisch total ausleben.
01:00:48: Man kann die Frühjahrsblühe setzen Alles möglich.
01:00:51: Es gibt wirklich auch spannende Baumscheiben schon hier in Oberhausen, man kann aber auch wie gesagt bei den Sauberkeitspartnen dass man sich bereit erklärt an einem bestimmten Platzort im eigenen Stadtteil zu sagen okay ich werde da regelmäßig schauen und vielleicht auch so eine Zange von der Stadt bekommen damit ich das halt auch alles gut aufsammeln kann oder so.
01:01:13: es gibt ja auch diese sogenannte Plogging dass man beim Spazieren gehen Sachen auf sammelt.
01:01:18: Das passiert manchmal sogar auch im Kaisergarten, dass sich Leute dazu verabreden da zu joggen und aufzusammeln.
01:01:24: Das passiert dann über die sozialen Medien.
01:01:27: also das ist kein städtisches Ehrenamt aber das sind so auch Sachen.
01:01:35: es gibt auch so Projekte das sind jetzt Sachen wo man gerade gesagt hast wo man nicht unbedingt was mit Menschen machen muss.
01:01:41: Aber es gibt wirklich ganz schöne Projekten die halt von der Staat initiiert sind wie zum Beispiel das Projekt Gesellschaft Leben.
01:01:48: Das ist ursprünglich aus dem Städtischen gekommen, ist mittlerweile in drei Seniorenheimen angedockt.
01:01:55: In Altoberhausen, in Osterfeld und in Sterkrade wo Ehrenamtliche auch gesucht werden die in so einer Attandem unterwegs sind.
01:02:04: So viele Organisation haben jetzt wieder Frühlingsmärkte dann kommen die Herbstmärkte die Wintermärkten Selbst wenn ich sage, okay, ich hab nicht viel Zeit und kann mich nur punktuell einbringen.
01:02:15: Aber ich helfe euch beim Aufbau oder beim Abbau oder wie auch immer, dann hat man den einen Tag, wo man sich einbringt.
01:02:21: Und das ist schon toll!
01:02:23: Das ist generell so eine Entwicklung gerade für die Jüngeren, dass sie halt einfach auch nicht mehr dieses.
01:02:30: Ich habe jetzt in der Jugend angefangen und bin im Rentenalter noch immer in der gleichen Einrichtung.
01:02:36: Das haben wir ja auch am Job nicht mehr.
01:02:37: also wir müssen zum Studieren nach Münster oder wo auch immerhin, dann ist es einfach nicht möglich noch weiter in Oberhausen aktiv zu sein.
01:02:45: Man findet den Münster aber auch bestimmt was.
01:02:47: Aber trotzdem gibt's ja auch immer mehr Möglichkeiten.
01:02:50: während der Pursen nach dem Ukraine-Angriff haben sich viele Menschen gemeldet dass sie etwas tun wollen und es gab aber auch viele die gesagt haben ich will irgendwie helfen aber so richtig Begleitung oder so ist jetzt nicht meins.
01:03:08: Das DRK hat die dann quasi für sich gebündelt den Anführungszeichen und hatte dann kurzfristig angerufen, wenn zum Beispiel mal wieder Betten aufgebaut werden mussten.
01:03:18: Und dann sind da zehn, fünfzehn Menschen samstags morgens mit ihren Angeboren erschienen und haben Stockbetten aufgebaut so ne?
01:03:26: Auch das bedeutet Ehrenamt dass man auch manchmal einfach so kurzfristige Sachen macht und einem Aufruf folgt und mitmacht.
01:03:34: Also gewisse Notlagen merkt ihr dann schon über die Jahre.
01:03:37: Also jetzt Ukraine wurde angesprochen, wir hatten ja noch mal so eine Pandemie dazwischen.
01:03:42: wo eigentlich dieses bürgerliche Engagement bringt man der Nachbarin wenn du schon einmal Klopapier kriegst bringe man eine Rolle mit.
01:03:50: Hast Du das gemerkt?
01:03:51: Du bist hier seit zehn Jahren da also im Jahr zwei Tausend Sechzehn hast Du glaube ich noch mitbekommen in die Pandemie dass es da eine Änderung gab im Engagement Also in dieser Freiwilligen einfach, wenn ich einen Koffengebrich hier ist heute mit.
01:04:05: Da gab es sehr viele gerade in der Pandemie.
01:04:07: Wir haben zum Teil versucht das auch ein bisschen zu steuern um halt niemanden zu übersehen.
01:04:15: aber letztendlich die Hierßbereitschaft war total groß und viele haben sich auch gefunden um Masken zu nähen wo man nach FPS gestellt hat okay.
01:04:24: Die verbringen eigentlich gar nichts!
01:04:26: Aber man hat's gemacht so ne?
01:04:31: Man muss halt auch realistisch sein, die letzten Jahre waren von vielen Krisen.
01:04:36: Also es begann zwei Fünfzehn mit der Flüchtlingskrise.
01:04:39: Dann kam die Pandemie-Ukraine... Herr Schrantz hat immer von Stapelkrisen gesprochen und ich würde jetzt nicht sagen dass das Engagement weniger wird aber es verändert sich ein bisschen.
01:04:52: also im Sinne als bei der A-Überflutung sind ganz viele Menschen von Oberhausen auch mit Transporter runtergefahren, haben sich vor Ort eingebracht.
01:05:05: Was wir natürlich vom Ehrenarztbüro aus überhaupt nicht organisieren konnten.
01:05:09: Das war wirklich Eigenorganisation und aber in meinen Absprachen mit dem Krisenstab vor Ort.
01:05:15: Und das ist total beeindruckend!
01:05:18: Es gibt einfach viele Menschen die in den Krisen ganz aktiv sind.
01:05:23: Die aber auch dann, wenn sie merken okay, dass es jetzt geregelt läuft jetzt quasi wieder, sich dann auch zurückziehen können und nicht sagen ... war ja ganz am Anfang mal.
01:05:36: Ich brauch das für mein Selbstwert, dass ich hier unbedingt weitermache, sondern dass wir es gut stehen lassen können.
01:05:41: Es gibt natürlich in dem Zusammenhang, muss man klar sagen, Strömungen, die teilweise erschreckend sind.
01:05:48: Dass man der einen Gruppe helfen will oder den anderen nicht.
01:05:52: Muss man leider auch stehenlassen ist aber grundsätzlich eine Entwicklung, auch manchmal sichtbar ist.
01:06:01: Haben wir noch was vergessen?
01:06:02: Möchtest du noch irgendwas ... Ich
01:06:04: würde jetzt ungern mit so einem
01:06:06: ... Werbeblock noch, kommen Sie von Montags bis Donnerstags von sechzehn bis ... Nein!
01:06:13: So was damit gehen wir nicht raus.
01:06:15: Nein, nein,
01:06:17: nein...
01:06:17: Also man kann es auf der Internetseite finden aber tatsächlich ist das halt auch so dass Ein monatliches Beratungsangebot immer machen am ersten Mittwoch im Monat in einem technischen Rathaus, dass wir halt vor Ort sind.
01:06:29: Ansonsten sind wir per Mail erreichbar, per Telefon.
01:06:34: Wir haben sogar auch schon mal Beratungen per Videosprechstunde gemacht.
01:06:37: also das ist... Wir sind da kreativ.
01:06:41: Ihr
01:06:41: verändert euch genauso wie die Gesellschaft!
01:06:44: Ja, aber mit dem Ziel zu ermöglichen.
01:06:46: Also nicht zu blockieren sondern zu ermüglichen.
01:06:48: ich würde jetzt gerne dass wir das ja nicht mit einem was traurigen beenden sondern irgendwie mit etwas schöne.
01:06:53: ganze zeit nur also wirklich bei mir so da das gibt es auch noch und so also wirklich tolle geschichten oder tolle möglichkeiten aufgezählt für engagement.
01:07:05: also das fand ich jetzt schon hat mir auch nochmal neue perspektiven eröffnet.
01:07:09: danke das freut mich zu hören.
01:07:13: Vielen Dank Inga, ich hab mich sehr gefreut.
01:07:14: Ich fand das sehr informativ heute.
01:07:17: Sehr gerne.
01:07:17: Danke euch!
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