Die Notfallseelsorge MEO
Shownotes
In dieser Folge sprechen wir mit Judith Beck von der Notfallseelsorge über ihre Arbeit in akuten Krisensituationen. Sie begleitet Menschen in Momenten von Verlust, Schock und Ausnahmesituationen – oft dann, wenn Worte fehlen. Wir erfahren, wie Einsätze ablaufen, welche Rolle Zuhören und Schweigen spielen und wie sie mit emotionalen Belastungen umgeht. Eine eindrückliche Folge über Mitgefühl, Präsenz und Hilfe, wenn nichts mehr normal ist.
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00:00:00: Herzlich willkommen zum Podcast BBHSV.
00:00:07: Wir müssen noch mal klären, warum.
00:00:09: BBHS-V.
00:00:10: Ja wir sind aus dem Bad Brechthaus hier in der Innenstadt von Oberhausen und SV steht für Sophia
00:00:17: und Volker.
00:00:19: Herzlich Willkommen!
00:00:20: Ja herzlich willkommen auch zu unserer neuen Besucherin Judith Beck.
00:00:26: Wolltest du dich kurz vorstellen?
00:00:27: Es geht ums Ehrenamt, das schieb ich noch schnell wieder da rein.
00:00:31: Wir sind immer noch in den Folgen zum
00:00:34: Ehrenamt.".
00:00:35: Genau!
00:00:35: Mein Name ist Judith Beck.
00:00:37: Ich bin von der Notfallseesorge Mühleim Essen-Oberhausen kurz MIU.
00:00:42: Seit dem ersten, ersten sechsundzwanzig bin ich jetzt nicht nur noch ehrenamtlich tätig sondern auch tatsächlich als Koordinatorin und freue mich hier zu sein und ein bisschen zu erzählen.
00:00:58: Erzähl mal ein bisschen.
00:01:00: Ja, wir sind quasi die psychosoziale Akkuthilfe.
00:01:04: Das heißt wenn irgendwo Schlimmeres Unglück passiert Ob das jetzt ein häuslicher Todesfall ist Sonstige unglücke Gewalt verbrechen Reanimationen dann werden wir quasi von der Feuerwehr berufen und gehen dann mit in den Einsatz rein um uns eben um die Betroffenen zu kümmern, die nicht vom Rettungsdienst oder von sonst jemandem behandelt und betreut werden.
00:01:28: Sondern dann sind wir da und können ein bisschen übernehmen und helfen, die Situation durchzustehen und ein bisschen Aufbauarbeit, Normalität und den Weg
00:01:38: weiterzugehen.".
00:01:42: Ich weiß, es gibt die Malteser.
00:01:44: Es gibt den THW.
00:01:46: Die Feuerwehr erkenne ich an den Autos und ihr seid so nicht sichtbar!
00:01:52: Ihr seid... ja wer seid ihr?
00:01:55: Wir sind ein bisschen mehr im Hintergrund glaube ich.
00:01:57: wir sind die Lilan-Personen die schon mal auftauchen wenn Einsätze sind von der Einsatzkleidung her, aber wir werden kirchlich beauftragt und sind damit wirklich eher im Hintergrund tätig wenn wir in Haushalte reingehen oder eben ja wirklich im Hintergrunt arbeiten.
00:02:13: Das sind sehr viele Ehrenamtliche bei uns eben so habe ich auch angefangen und zusätzlich eben noch Koordinatoren die jetzt nicht nur vor Ort mit dabei sind sondern auch eben im Hinterground arbeiten.
00:02:23: das heißt wir sind relativ großes Team was Ja, ich sag mal.
00:02:27: Vierundzwanzig Stunden am Tag, sieben Tage die Woche.
00:02:30: Dreihundertfünfundsechzig Tage wirklich Schichten belegt um eben ja dann mit Betroffenen zu helfen.
00:02:35: Puh!
00:02:37: Ist Karetas dann Träger oder wie?
00:02:40: Nein bei uns tatsächlich die Kirche.
00:02:42: Die Kirche ist der Träge.
00:02:43: wir werden kirchlich beauftragt und das ist bei uns jetzt im Moment seit dem ersten, ersten sechsten zwanzig wirklich der evangelische Kirchenkreis Oberhausen unter den Superintendenten.
00:02:53: Der ist jetzt hier federführend für Müller im Ästen und Oberhausin.
00:02:57: Seit wann gibt's das Notfallseesorge?
00:03:00: Die Notfall-Seesorge gibt es schon mindestens dreißig Jahre.
00:03:05: Wir haben auch Kollegen dabei, die von Anfang an mehr oder weniger hier in Oberhausen bei der Notfallsee-Sorge waren und das Ganze weiter mit vorangebracht haben.
00:03:15: Der Start hat angefangen und wurde dann erwartet auf Müll am Essen.
00:03:19: Ja, also Oberhausen war mit der Erste.
00:03:21: Wir sind auch immer relativ weit voraus was so insgesamt die Zusammenarbeit angeht weil das einfach die Koordinatorin die als erstes da war oder die am meisten gearbeitet hat kommt aus Oberhaus.
00:03:32: und so hat sich das Ganze dann dass wir jetzt versuchen Müllheim und Essen eben mit ins Boot zu wohnen.
00:03:37: Das war alles relativ Angleichen von unseren Arbeiten von den Einsätzen von den Abläufen auch dann eben mit Feuerwehrenpolizei zusammen.
00:03:45: Seit wann bist du dort?
00:03:48: Wenn du sagst, du bist ursprünglich auch im Ehrenamt eingestiegen.
00:03:51: Genau ich bin noch nicht so lange dabei.
00:03:53: Ich hab die Ausbildung in Januar, dann haben wir knapp elf Monate Ausbildung.
00:03:58: Dann wurde ich im November, das war da eine Feuerwache in Mühlheim in der Berufsfeuerwehr und seitdem war ich jetzt ehrenamtlich tätig.
00:04:14: Also verstehe ich das richtig, wenn ich mich für die Notfallseesorge bewerbe.
00:04:18: Bewerbe ich mich eigentlich bei der Feuerwehr?
00:04:19: Nee
00:04:20: tatsächlich bei der Kirche!
00:04:22: Also es ist der kirchliche Träger und wir arbeiten einfach nur über das Alarmierungssystem eben mit der Feuerwärts zusammen.
00:04:29: dass sie wirklich sagt so wie haben hier den Einsatz und Der Kollege vor Ort sagt Wir bräuchten dann jetzt mal jemand von der notfallseersorge Und weil wir auch unsere Ausbildungsräume da haben sind wir wirklich mit der feuerwehr sehr verbunden.
00:04:43: Wie sieht so eine Ausbildung aus?
00:04:46: Wenn ich jetzt sehe, man muss ja schon ein bisschen was mitbringen.
00:04:49: Ich kann das wahrscheinlich nicht mal eben einfach machen.
00:04:51: wenn ich sage ich habe morgen Zeit bin ich morgen wahrscheinlich nicht einsatzfähig.
00:04:56: Elf Monate sagst du ist es richtig mit praktischem Teil.
00:05:01: wie sieht so einer Ausbildung?
00:05:03: Wir haben ganz viele verschiedene Module, die wir in der Ausbildung durchlaufen müssen.
00:05:07: Das heißt einmal kommen erst diese religiösen Themen wie TU DC und solche Sachen alle, die einfach für uns grundlegend sind um jetzt wirklich auch vom Glauben her damit arbeiten zu können sag ich einfach mal.
00:05:20: Und dann kommen wirklich viele verschiedene Referenten, die auch schon teils Jahre dabei sind und erzählen uns zu eben anderen Themen wie zum Beispiel Suizide oder eben Psychosozial, Traumatologie und so was alles.
00:05:35: Das heißt wir bekommen da wirklich jede Woche ist da ein Termin wo man wirklich um die vier Stunden sitzt und dann entsprechend es beigebracht bekommt erstmal theoretisch bevor man dann überhaupt hinterher ungefähr immer ab den Sommerferien machen war das dass man dann als Tandem bei erfahrenen Notfallseelsorgern und Seelsorgerinnen mitfahren kann.
00:05:57: Was war für dich die Motivation, dich diese Ausbildung für dieses Ehrenamt zu engagieren?
00:06:05: Ich habe davon in der Zeitung gelesen und fand es tatsächlich einfach wahnsinnig interessant.
00:06:11: Was da alles so hinterstehen könnte was man vielleicht macht mit wem man arbeitet wie das Team ist Und deswegen war das für mich der ausschlaggebende Punkt zu sagen ich hab selber schon Todesfälle in der Familie gehabt auch nicht wenig.
00:06:25: Ich hab da nie von gehört, dass es wirklich die Notfallseersorge so gibt.
00:06:28: Und deswegen war nie Hilfe und das heißt wir haben uns immer selber geholfen.
00:06:32: aber ich fand's einfach faszinierend zu sagen Das geht auch anders.
00:06:36: also da sind welche die kann man rufen und man steht eben nicht mit seinem Ganzen was man da gerade vor sich her schiebt.
00:06:43: alleine da
00:06:44: Ist das dann so ein halbes Psychologie Studium?
00:06:48: Weil das klingt schon ziemlich umfangreich.
00:06:51: Also psychologisch tätig werden wir tatsächlich in dem Sinne eher nicht.
00:06:55: Wir bekommen zwar auch natürlich was dazu erzählt, damit wir so ein bisschen die Zusammenhänge haben aber wir dürfen nicht therapieren.
00:07:02: Nein das ist ja auch gar nicht der Platz
00:07:04: der
00:07:04: Ort.
00:07:07: Man erfährt halt vieles dann auch in diesen elf Monaten dass wir wenigstens ein bisschen Grundwissen haben um zu verstehen was passiert jetzt gerade warum ist auf einmal das Thema, ich bin schuld an dem Ganzen was passiert ist oder was hätte ich verhindern können.
00:07:20: Dass man da einfach merkt, da geht ganz viel im Kopf vor wo wir dann einfach nur versuchen dass alles ein bisschen zu sortieren und den richtigen Baden zu lenken
00:07:27: Und wahrscheinlich spielt ihr denn verschiedene Szenarien auch durch?
00:07:30: Genau also wir haben immer kleinen Gruppen die wir dann machen wo verschiedene Sachen einfach geübt werden.
00:07:37: Das heißt man kriegt wie so einen kleinen Zettel in die Hand gedrückt, jeder kriegt eine Aufgabe.
00:07:42: Der andere weiß auch gar nicht so genau was drin steht.
00:07:44: und dann versuchen wir einfach gewisse Vorfälle einsetze Design könnten ein bisschen durchzuspielen.
00:07:50: das ist natürlich jetzt nicht ganz nah an der Realität aber so hat man einfach schon mal ein bisschen Gefühl dafür was da vielleicht kommen könnte.
00:07:58: Ähnliches macht ja die Feuerwehr mit dem Katastrophenschutz auch.
00:08:02: also man bereitet sich auf Szenarien vor wo man eigentlich nicht will dass sie eintreten.
00:08:07: Genau richtig
00:08:09: Man braucht diese Zeit, um sich darauf vorzubereiten.
00:08:13: Ja doch schon!
00:08:14: Also es ist viel was in diesen Stunden die wir dann da pro Woche einmal haben sag ich, was da durchgenommen wird, was wir beigebracht bekommen und was wir dann irgendwie für uns auch verarbeiten müssen um zu überlegen wie könnte ich das denn jetzt anwenden?
00:08:28: Und wo könnte das passieren?
00:08:29: Deswegen sind das sehr viele Termine wo wir Sachen auch immer wieder durchsprechen.
00:08:33: Das heißt wenn irgendwas unklar ist oder sich irgendjemand unwohl fühlt mit irgendeiner Sache der gehört hat gesehen oder irgendwie sich einfach selber im Kopf ausgemalt hat, dann sind da wirklich viele Leute und viele Einheitenunterricht wo wir das alles noch mal durchkauen können.
00:08:47: Wie viel Teilnehmerinnen habt ihr in so einem Kurs wenn ihr den anfängt?
00:08:51: Das ist ziemlich unterschiedlich!
00:08:52: Im Moment sind wieder um die sechsundzwanzig.
00:08:55: Das ist aber dann wirklich Müllheimessen und Oberhausen.
00:08:57: Die verteilen sich dann hinterher entsprechend in ihre Orte, um da die Einsätze zu fahren weil es keinen Sinn macht wenn ich z.B.
00:09:05: wohne im Oberhause, wenn ich in Essen einen Einsatz fahre bis ich vor Ort bin, brauche ich gar nicht mehr starten.
00:09:12: Obwohl Borbeck manchmal näher ist oder Dünnten oder Styrum als Spartendorf im Moment mit der Verkehrslage?
00:09:18: Stimmt leider!
00:09:20: Wir sind eher ortsgebunden.
00:09:21: tatsächlich
00:09:23: Hast du dich dann aktiv auf die Suche gemacht nach einem ... Ich will mich irgendwie engagieren.
00:09:28: Ich suche eine Beschäftigung, das klingt jetzt so profan aber...
00:09:35: Ja doch ich hatte da schon tatsächlich länger drüber nachgedacht.
00:09:38: Ich war aber bis jetzt immer eher natürlich durch Kinder in der Schule tätig oder im Kindergarten also was man so gemacht hat.
00:09:45: Wenn wir die Leseparten gesucht haben oder dann musste man halt wieder irgendwo mit hinfahren zu ausflügen.
00:09:50: Das war so die Beschäftigung, die ja dann da war neben der Arbeit.
00:09:54: Und dann wird das halt weniger oder fiel dann einfach auf weg und dann hab ich halt überlegt, da könnte man auch mal was anderes machen.
00:10:02: Ich helf ganz gerne!
00:10:05: Nicht nur mir selber sondern am liebsten natürlich anderen.
00:10:08: Deswegen habe ich mich ein bisschen auf die Suche begeben.
00:10:11: und dieser Artikel wo es um den Infoabend ging hier, der stieg wir dann einfach ins Auge Bewerbe ich mich da mal drauf, mal gucken was das ist.
00:10:20: Du hast auch nicht vorher etwas anderes ausprobiert?
00:10:23: Also jetzt... Das übliche was man macht wenn die eigenen Kinder klar backt man dann Kuchen oder Pferd oder im Sportverein also diese ganzen Sachen wo man sich engagiert.
00:10:35: Nein sonst habe ich vorher tatsächlich nichts ausgesucht.
00:10:37: als ich war mir dann nachdem ich auf die Suche gegangen bin das war auch nicht lange und dieser Artikel mir da über ein Weg lief hab ich gedacht dass das Schicksal da schlag' ich zu
00:10:47: Was hatte ich da so besonders angesprochen?
00:10:51: Ja, ich sag mal irgendwo vielleicht das Gesamtpaket sogar.
00:10:53: Also es ist etwas ... Wir machen zwar viele Einsätze alleine so dass ich weiß Ich mache da so mein eigenes Ding und keiner beobachtet mich, keiner beurteilt mich.
00:11:03: wir fahren Einsätze zusammen, wir sind ein ziemlich großes Team Und das hat mir schon gut gefallen.
00:11:10: Das war ja im Infoabend schon so absehbar wo ich dann dran teilgenommen habe Dass das so sein könnte oder so sein wird und das hat mich angesprochen.
00:11:18: Kannst du dich an deiner ersten Einsätze erinnern noch?
00:11:22: Ja, also ich weiß dass ich mich tatsächlich ein bisschen geärgert habe.
00:11:26: Weil im Tandem das heißt wir als Unerfahrene können uns dann bei erfahrenen im Tantem eintragen und in der Schicht ist man dann wenn einen Einsatz kommt halt dabei.
00:11:35: da kam halt rein gar nichts.
00:11:37: Und dann hatte ich natürlich schon die Befürchtung oh mein Gott jetzt bin ich beauftragt Jetzt kann ich mich selber eintragen Als Notfallseesorgerin und hab ein bisschen mit mir gehadern und hab gedacht ach das machen wir jetzt einfach wer weiß wann da mal was kommt.
00:11:49: Und das kam dann echt Schlag auf Schlag.
00:11:50: Also ich bin Ende November beauftragt und ich glaube im Dezember hatte ich schon vier Einsätze oder sowas, und ich sag mal der erste Einsatz war tatsächlich so wie man jetzt sagt ein relativ normaler häuslicher Todesfall.
00:12:06: da war auch sehr glücklich drüber.
00:12:07: Ich war sehr aufgeregt dass ich hingefahren bin.
00:12:09: also ich hatte schon die Befürchtung ich komme mit dem Auto gar nicht mehr da an weil wir fahren hier in Oberhausen auch selber mit unseren Autos war es dann aber relativ schnell, dass ich gemerkt habe doch das klappt.
00:12:22: Der Notarzt der Rettungsdienst die Polizei die Angehörigen Das waren zwar viele Menschen in einer sehr kleinen Wohnung Aber vom Einsatz her war das so Dass ich da direkt gemerkt hab das klappt und die Leute spiegeln mir auch direkt dass Ich da eigentlich ganz gut aufgehoben bin was ich bis jetzt tatsächlich in jedem Einsatz Eigentlich so hatte dass mir keiner gespiegelt hat also was wir jetzt hier machen weiß ich nicht sondern Es kam immer dieses Ich bin sehr froh, dass sie da waren und danke, dass Sie da waren.
00:12:52: Und deswegen der erste Einsatz hat zum Glück wirklich gut gestartet.
00:12:56: Es wird ja wahrscheinlich auch schwierige Momente geben.
00:12:59: Schwierige Vorfälle, Unfälle sind jetzt nicht wirklich planbar.
00:13:03: dafür sind es Unfälle.
00:13:06: man ist ja quasi wie auf Bereitschaft wenn so ein Telefonat reinkommen kann man bitte zum Einsatz du musst schnell reagieren
00:13:13: Ist richtig.
00:13:14: Wir haben unsere Dienstpläne, in die können wir uns als Ehrenamtler oder Koordinatoren, wie auch immer, wirklich eintragen.
00:13:21: Das sind Schichten von vier bis fünf Stunden.
00:13:24: Die Nachtschicht ist ein bisschen länger.
00:13:27: D.h.,
00:13:27: man ist ja geplant dann schon so ein bisschen vom Kopf her drin.
00:13:31: Also wir sollten dann irgendwo schon im Raum Oberhausen bleiben, dass wir relativ schnell am Einsatzort sind.
00:13:36: Man kann aber natürlich einfach das was man macht, so weitermachen.
00:13:40: Aber es ist schon auf abruft.
00:13:43: Das heißt, wir haben immer unser Handy dabei.
00:13:46: Da ist diese App drauf die Vera-Vierundzwanzig Sieben heißt sie und wenn da dann ein Einsatz kommt, dann hört's auch jeder im Umkreis von einem Kilometer wahrscheinlich weil die App dann wirklich sehr laut Alarm gibt Und dann gehts los.
00:14:01: Dann nehmen wir nochmal Rücksprache bei der Leitstelle der Feuerwehr um noch mal so'n paar Infos Die jetzt nicht unbedingt in dem kurzen Alarmtext drinstehen zu bekommen.
00:14:10: Wir haben bei gewissen Einsatzindikationen, fahren wir zum Beispiel von vornherein nicht alleine.
00:14:14: Das heißt da wird sofort nachalarmiert über den Hintergrunddienst und das heißt man ist schon immer auf Abruf aber rechnet auch so ein bisschen damit weil es dann eben die eigene Schicht ist dass es so der Normalfall
00:14:27: Also für dich im Kalender schon planbar.
00:14:29: Aber dann, wohin du fahren musst oder was sich erwartet, weißt du halt eben nicht?
00:14:34: Ganz genau!
00:14:34: Aus Erfahrung
00:14:35: heraus...
00:14:36: Was sind die meisten Einsätze?
00:14:37: Ich sag das du gerade schon, es sind häusliche Todesfälle.
00:14:42: Hab ich so gar nicht auf dem Schirm gehabt dass da direkt eine Notfallseesorge mitgeschickt wird.
00:14:47: Wir sind nicht in der Alarmierung so drin, dass wir automatisch geschickt werden sondern ist eigentlich immer so, dass die Kollegen vom Rettungsdienst oder der Notarzt wirklich vor Ort melken.
00:14:56: da brauchen wir jetzt jemanden.
00:14:58: Also die kommen hier nicht gut alleine zu Recht.
00:15:00: oder das sind vielleicht auch sehr viele, oder es sind Kinder zu Hause, dass sie wirklich von sich aus sagen, jetzt können wir da einen Notfallseelsorger gut gebrauchen und dann bekommen wir die Alarmierung eben und fahren los.
00:15:12: Differenziert man nochmal mit der Hilfe bei Erwachsenen?
00:15:14: Oder bei Kindern wenn Kinder involviert sind?
00:15:17: Ja also wenn wer die Alarmerung bekommt ich zum Beispiel die Leitstelle anrufen und die sagen mir oh, da sind ein zwei drei Kinder vor Ort dann ist bei uns tatsächlich schon so, dass wir in der Regel nicht alleine fahren.
00:15:29: Das heißt ich würde mein Hintergrunddienst anrufen und die Kollegin alarmiert über die Vera selber nach eine Nachforderung eben, sodass sich ein zwei Leute melden und wir zu zweit oder zu dritt rausfahren um erwachsene Kinder betreuen zu können.
00:15:46: weil Kinder doch relativ oft untergehen einfach.
00:15:49: Die sitzen teilweise auf dem Sofa haben vielleicht ihr Handy in der Hand unbetroffen aus.
00:15:55: Aber wenn man sich mit denen dann ein bisschen beschäftigt, dann sieht das natürlich schon wieder ganz anders aus.
00:15:59: und damit die uns nicht untergehen haben wir direkt gesagt bei so Sachen zum Beispiel fordern wir direkten Kollegen nach.
00:16:07: Hast du noch andere Beispiele für Einsätze?
00:16:11: Was relativ oft jetzt mittlerweile tatsächlich schon ist sind Betreuung nach oder während Reanimationen.
00:16:18: Das heißt dass es doch schon als Einsatzindikationer zugekommen Und da werden wir auch ganz gerne zugerufen, was ich persönlich sehr gut finde.
00:16:28: Weil wenn die der Rettungsdienst der Notarzt alle sind damit beschäftigt diesen Menschen, der da jetzt liegt eben am Leben zu erhalten und alles zu tun, was irgendwie geht und die Familie steht weinend schreiend daneben dann macht das schon einen großen Sinn dass wir dahin kommen und eben versuchen Ja, die Personen erst mal so ein bisschen davon vielleicht wegzuholen und schon zu erklären was passiert hier gerade.
00:16:53: Was läuft da jetzt?
00:16:55: Und sobald natürlich Informationen da sind ob es jetzt ins Krankenhaus geht oder eben die Person leider doch verstorben ist dann können wir die nächsten Schritte mit denen schon immer wieder ein bisschen durchsprechen.
00:17:06: also wir wiederholen sehr viel.
00:17:08: Also diese Reanimationen sind auch mittlerweile ziemlich großer Anteil geworden
00:17:14: sind ja auch bei der Reanimation wirklich sehr lange Minuten, die da zählen.
00:17:19: Wo man wirklich nur zugucken kann als Betroffenen oder als Angehörige.
00:17:23: Die stehen oft gerne unter Schrock.
00:17:26: wenn dann weiterhin ins Krankenhaus gefahren wird dürfte mitfahren?
00:17:29: Seid ihr dann auch im Krankenhaus vertreten.
00:17:31: Ja, wenn der Einsatz vorher schon läuft das heißt wir sind zum Beispiel schon zu Hause oder wir sind auf dem Weg Dann fahren wir als Notfallseelsorge auch mit ins Krankenhaus weil normalerweise sind im Krankenhause natürlich die Krankenhausseelsorger eigentlich vor Ort.
00:17:45: Das heißt da ist dann wieder ein anderes Aufgabengebiet.
00:17:48: aber wenn wir vorher alarmiert wurden dann können wir mit ins Kankenhaus und bleiben dann auch da.
00:17:54: Ich könnte mir vorstellen, dass die Menschen sehr dankbar sind.
00:17:57: Dass mich eine Person begleitet und nicht den ersten Betreuung... Machst du, dann kommt dir ja jemand anderes.
00:18:06: Das ist glaub ich schon ... ihr baut da schnell eine Vertrauensbasis auf oder?
00:18:10: Ja genau das ist auch so ein bisschen der Gedanke dahinter nicht dass man der Krankenhausseesorge die Arbeit wegnehmen möchte sondern dass wir wirklich sagen wir sind vorher dabei.
00:18:18: Wir haben jetzt vielleicht schon eine halbe Stunde mit denen zu tun gehabt und wir sehen viel, wir fahren viel Und dann fahren wir natürlich auch mit und bleiben dann auch ganz eng dabei um eben Ja, das mitdurchzustehen was da jetzt in den nächsten Minuten oder vielleicht auch Stunden manchmal passiert.
00:18:36: Ich habe jetzt so Fälle aus meinem Umfeld hatte ich noch nicht oder so.
00:18:42: aber ich weiß Man ist schnell überfordert, weil es einerseits um juristische Fragen auf einmal ganz schnell geht.
00:18:52: Um die Feuerwehr macht irgendwas was ich nicht verstehe.
00:18:55: Die Ärzte sind unheimlich betriebsam Ich verstehe die Prozesse nicht oder so.
00:19:00: Also reden ist sicherlich ein großer großer Anteil.
00:19:04: Deckt sich die Ausbildung die er hattet mit den realen
00:19:08: Fällen,
00:19:09: die du dann jetzt erlebst und passt dir das garantiert an?
00:19:13: Doch, also das passt schon.
00:19:14: Also von dem was ich bis jetzt so hatte muss ich sagen die Ausbildung hilft da schon gut mit den Modulen die wir haben aber die werden natürlich auch immer angepasst.
00:19:22: Wenn jetzt eine Indikation dazu kommt oder wenn man merkt da ist vielleicht doch irgendein Prozess der sich bei der Feuerwehr oder der Polizei wieder geändert hat dann ändern wir das eben in der Ausbildung natürlich auch dass das alles angepaszt wird.
00:19:34: Aber dieses Reden ist ein großes Thema, das stimmt.
00:19:38: Wir reden sehr viel, wir wiederholen sehr viel eben was Rettungsdienst und Feuerwehr sagen bei Menschen in diesen Belastungssituationen die können das gar nicht aufnehmen.
00:19:47: aber teilweise sitzen wir da auch wirklich und schweigen Und das ist persönlich finde ich auch Teilweise sehr anstrengend weil man so das Gefühl hat Ich mache ja jetzt gar nichts!
00:19:57: Aber diese Schweigen was wir manchmal mit den Betroffenen da wirklich aushalten Da wird uns hinterher auch gespiegelt.
00:20:03: Das war so toll, ich war nicht alleine und also das kann man in der Ausbildung schwer lernen.
00:20:10: Es wird uns immer wieder gesagt manchmal sitzt man da und sagt wirklich eine halbe Stunde nichts aber wenn man dann wirklich da sitzt und einfach vielleicht mal ne Viertelstunde oder zwanzig Minuten wird kein Wort gesprochen.
00:20:21: Das ist tatsächlich relativ schwer auszuhalten.
00:20:25: Schwalgen klingt für mich passiv?
00:20:27: Zeit schenken aktiv.
00:20:29: Genau, richtig!
00:20:30: Also es ist natürlich trotzdem zeitschänken aber es ist auch irgendwie wie so ein aktives Schweigen könnte man sagen also wir tun schon was dabei und auch bei den Betroffenen tut sich da irgendwas.
00:20:41: aber man hat vom Gefühl her sitzt man da erst mal.
00:20:43: wenn man's so das erste Mal hatte sage ich jetzt mal und denkt er ist jetzt komisch Aber es hilft.
00:20:50: Auch das ist dann eine gute Sache.
00:20:52: Alle anderen sind so betriebsam und machen Packentaschen aus.
00:20:55: Und du sitzt rum und machst nichts?
00:20:58: Genau, das erste Mal habe ich auch gedacht mein Gott jetzt bin ich hier und mache überhaupt nichts.
00:21:04: aber auch das wird uns eben in der Ausbildung gesagt dass dieses manchmal schweigen aushalten und eben gar nicht
00:21:09: tun
00:21:10: trotzdem sehr aktiv ist und die Menschen da trotzdem sehr dankbar sind weil man eben nicht irgendwas Unnötiges jetzt vor sich hin redet.
00:21:18: Ja, ich finde so Energie von Menschen die überträgt sich ja gerne auf andere Menschen und eine akute Notfall-Situation.
00:21:27: Die Hektik kommt auch von den Rettungskräften.
00:21:29: Die müssen schnell agieren gerade bei einer Reanimation.
00:21:33: Man steht einfach wirklich nur dabei und guckt sich den Film an – alles geht schnell!
00:21:38: dass dann da auch ein Ruhepol der eigentlich nur da ist und fast gar nichts sagt, noch mal so einen Halt für solche Menschen in solchen Situationen.
00:21:49: Ja das stimmt!
00:21:50: Wobei ich sagen muss wir stehen jetzt ja nicht die ganze Zeit daneben.
00:21:54: also in der Regel... versuche ich schon mit den Angehörigen immer, den Raum zu verlassen wenn das geht.
00:21:58: Wenn die räumlichen Begebenheiten so sind dass man eben nicht mit dabei bleiben muss weil es ist auch nicht immer schön mit anzusehen was da natürlich gemacht wird mit seinem Angehöhrigen sondern dass wir dann in irgendeinen anderen Raum gehen um da eben die Zeit zu verbringen und abzuwarten wie das Ganze jetzt tatsächlich ausgeht.
00:22:16: Euer Hauptfokus Augenmerk liegt aber immer auf Angehöhrigen also nicht Personen die körperliche Schäden Unglücke hatten.
00:22:28: Genau, also eigentlich dafür für diese körperlichen Unglücke schäden.
00:22:33: Dafür ist ja eigentlich der Rettungsdienst vor Ort die machen da ihre Arbeit.
00:22:36: wir sind erstmal für die betroffenen Augenzeugen oder wer auch immer halt wirklich dabei war.
00:22:42: Wir sind dann für diese Personengruppe da um die sich jetzt der Rrettungsdienste eben nicht kümmern kann Weil die dafür nicht die Kapazitäten haben und weil das eigentlich jetzt ja auch nicht ihre Hauptaufgabe ist.
00:22:52: Also, die sollen wirklich schön leben retten, medizinisch da sein und wir können beides nicht.
00:22:58: Und deswegen sind wir dann für die Betroffenen da um eben diese Situation mit auszuhalten und dann die nächste Schritte zu gehen.
00:23:07: Wenn ich vorher wäre euch anruft, werden die darum gebildet von Betroffenenen oder schätzen sie die Situation ein?
00:23:14: Hast du auch manchmal die Erfahrung dass Betreffende eurer Hilfe eigentlich gar nicht haben wollen, dass ihr abgelehnt werdet vor Ort.
00:23:24: Also alles drei sage ich jetzt mal.
00:23:25: einerseits schätzt das wirklich der Rettungsdienst vor Ort ein?
00:23:29: Der dann sagt die können wirklich gut Hilfe gebrauchen.
00:23:33: wenn ich zum Beispiel jetzt da hinkommen und wirklich die Betreuung da ihren Lauf geht, dann merkt man auch das passt.
00:23:41: Es gibt natürlich auch Einsätze, da kommt man hin und die Betroffenen sagen, ich wollte doch
00:23:46: gar nicht.
00:23:47: Dann hat der Rettungsdienst gedacht, dass könnte schon helfen.
00:23:50: aber die Betroffene wollen einfach Patu nicht und dann fahren wir wieder.
00:23:54: also es ist überhaupt kein Problem.
00:23:56: es ist niemand gezwungen mit uns zu arbeiten nur weil wir jetzt gerufen wurden sondern wir nehmen das auch nicht persönlich.
00:24:02: Wir fahren dann wieder und es kann dann auch schon mal sein Akkuthilfe, das heißt, vierundzwanzig Stunden nach dem Eintritt dieses Ereignisses sind wir da.
00:24:11: Es kann dann auch schon mal sein, dass wir dann wieder nachgefordert werden, dass also doch irgendwann im Laufe des Einsatzes oder auch manchmal ein paar Stunden danach die Betroffenen melden und sagen, da war jemand eben wollte ich das nicht.
00:24:23: aber jetzt könnte ich den vielleicht doch ganz gut gebrauchen und schicken sie mir nochmal.
00:24:28: Und dann fahren wir auch noch einmal raus!
00:24:29: Also das ist überhaupt kein Problem.
00:24:31: Genauso ist es aber auch... seltenere Fälle, dass die Betroffenen davon gehört haben.
00:24:37: Dass es uns gibt und uns anfordern oder eben einfach nur sagen ich brauche jemand zum Reden also gar nicht jetzt getiteln Ich brauche jetzt jemand von der Notfallseelsorge sondern ich brauch jetzt hier irgendjemand nicht.
00:24:48: ich komme jetzt nicht ich weiß nicht.
00:24:50: und dann sagt er Rettungsdienst eben wir haben da jemanden
00:24:53: Gibt's da?
00:24:54: so eine ist garantiert bundesweit unterwegs
00:24:58: ja Genau.
00:25:00: Ich sag mal, nicht jede Stadt hat eine Notfallsehesorge aber hier in der Gegend gibt es schon viele.
00:25:04: wie gesagt Mühleimessen-Oberhausen laufen jetzt unter der Schirmherrschaft Oberhausen Aber es gibt auch in Duisburg, in Köln, Dortmund und in Sollingen.
00:25:12: also es gibt wirklich überall einfach notfallssehesorge Und die rücken dann von ihrem System her halt aus.
00:25:18: Gibt's spezifische Besonderheiten für Oberhausen?
00:25:22: Für Essen, für Mühleheim fürs Rohrgebiet?
00:25:25: Bei uns ist einfach die Besonderheit, glaube ich nur, dass wir wirklich zusammenarbeiten.
00:25:29: Dass wir also drei Städte sind, die zusammen arbeiten und nicht jeder sein eigenes Süppchen mittlerweile weiterkocht sondern das wir auch überörtliche Hilfe leisten.
00:25:38: Wir helfen uns also untereinander.
00:25:39: Das heißt Müller im Essen vor allen Dingen weil sie auch den Fahrdienst haben der sich zur Einsatzstellen bringt.
00:25:45: das heißt die helfen sich wirklich überörtlich öfter Oberhausen wenn jetzt Einsätze sind zum Beispiel die größere Laken sind dann können wir eben über diese App, die wir haben.
00:25:55: Über die Vera halt auch sofort nach alarmieren und das sind dann drei Systeme, die da zusammengreifen und das ist nicht so oft tatsächlich.
00:26:03: Ich probiere es nochmal anders in den letzten Jahren hat sich an der Bevölkerungsstruktur was geändert.
00:26:10: also was macht sozusagen eine demografische Wandel aus?
00:26:16: Was macht sozusagen da in der Vereinsamung der Gesellschaft?
00:26:20: merkt ihr sowas, ist das bei euch konkret messbar?
00:26:24: Die meisten wohnen hier nicht im Mehrfamilienhaus oder mehr Generationenaus.
00:26:29: Also dass wir da jetzt wirklich sagen könnten, da hat sich in den letzten Jahren was getan eigentlich eher nicht weil wir werden ja zu diesen Fällen gerufen wie eh und je aber ich selber merke natürlich in Einsätzen Haushalten, vor allem wenn es ältere Menschen sind.
00:26:47: Die sind sehr alleine wo man dann als Notfallseesorge auch wirklich nicht nach einer Stunde geht weil eigentlich ja ist das Thema durch und diese akute Phase ist vorbei und wir könnten gehen.
00:27:00: wo wir dann aber wirklich sagen nee wir bleiben da jetzt einfach noch um vielleicht auch nur ein bisschen Gesellschaft noch zu leisten oder vielleicht kommt doch noch irgendein Familienteil was wirklich weiter weg wohnt noch angefahren Das merken wir schon.
00:27:14: Es sind viele alleine mittlerweile, viele ältere Menschen aber auch jüngere Menschen die nicht mehr viel Kontakt zu der Familie haben aus welchen Gründen auch immer.
00:27:24: also das ist schon zumindest tatsächlich, ich sag mal so ein bisschen in unserer christlich geprägten Gesellschaft.
00:27:30: Wenn wir natürlich wie ja jetzt hier auch sehr oft ist zum Beispiel in muslimischer Haushalte kommen oder so da ist das ganz anders und das ist unglaublich wenn man dahin kommt da ist keiner alleine dass es eine ganze Nachbarschaft eine ganze Gemeinschaft die das trägt.
00:27:47: Habt ihr das sprachliche Barrieren?
00:27:49: Also du hast verhindert der oder die fährt dann raus.
00:27:52: also wie ist bei euch der gesellschaftliche Durchschnitt.
00:27:57: Also wir sind tatsächlich ja, ich sag mal als christlichen Notfallseelsorge unterwegs.
00:28:02: das heißt bei uns selber sind keine muslimischen Kollegen oder Kolleginnen von anderen Religionen.
00:28:09: Das muss schon christlich geprägt sein.
00:28:10: Wir haben aber seit dem letzten Jahr auch die Notfallbegleiter Die auf unserem Ticket sagen immer so schön also die bei uns mitfahren Und das ist fantastisch.
00:28:20: Also einen Einsatz hatte ich auch schon mit einem Notfallbegleiter und das ist wirklich eine gute Sache, dass wir die selber alarmieren können.
00:28:28: wenn dann da entsprechend zum Beispiel wirklich ne Großfamilie ist wo wir viele Hintergründe vielleicht gar nicht verstehen die mit der Trauer zu tun haben mit dem was eigentlich jetzt laufen müsste was natürlich Polizei bedingt gar nicht laufen kann sag' ich jetzt einfach mal und da haben wir unsere muslimischen Notfall Begleiter die dann mit ausdrücken, die Sprachbarriere einmal auffangen natürlich weil sie sind sprachlich sehr bewandert.
00:28:54: Wir haben da zum Glück eine kleine Auswahl mittlerweile aber auch was den religiösen Hintergrund angeht hilft uns das ungemein.
00:29:01: Wenn ich jetzt an Sehsorge denke habe ich hauptsächlich eigentlich das Telefonangebot im Sinn.
00:29:08: ist es ein Haus bei euch?
00:29:09: Die Notfallsehsage und die Telefonsehsorge?
00:29:12: Nee, nicht unbedingt.
00:29:14: Wir haben Notfallseersorger, die auch in der Telefonseersorge arbeiten.
00:29:18: Das ist aber eher nicht die Regel.
00:29:21: Aber wir weisen auf die Telefonsaersorge gerne hin und haben eine Flyer- und Karten im Gepäck um zu sagen, dass es sie gibt.
00:29:32: Da kann man sich Hilfe holen wenn wir fahren oder nicht mehr zuständig sind.
00:29:38: Es ist nicht das selbe Haus, sag ich einfach
00:29:40: mal!
00:29:41: Wenn ich jetzt betroffen bin und ich hab nach zwei Tagen noch mal bedarf, dann kriege ich eine Telefonnummer wo ich konkret nicht erreiche oder...
00:29:49: Nein.
00:29:50: Nein tatsächlich nicht!
00:29:52: Also wir sind diese Akuthilfe das heißt eigentlich nur die ersten vierundzwanzig Stunden.
00:29:57: Die Feuerwehr weiß das soweit auch.
00:29:59: es gibt immer mal Ausnahmen der Regel aber normalerweise Betreuen wir nicht langfristig.
00:30:03: da müssen wir dann oder auch die Betroffene natürlich gucken dass man sich da anderweitige Hilfe sucht über den Hausarzt psychosoziale Beratungsstellen oder irgendwas anderes.
00:30:13: Das können wir einfach dann auch gar nicht mehr leisten, dafür sind wir nicht mehr zuständig.
00:30:18: Wir haben viele Hilfen im Gepäck wenn wir kommen.
00:30:20: das heißt wenn wir einmal da sind haben wir viele Möglichkeiten zum Beispiel auch für Kinder und Jugendliche.
00:30:26: es gibt noch so ein Miniprojekt und sowas.
00:30:28: also es gibt Möglichkeiten aber wir sind irgendwann als Notfallseersorge eigentlich nach vierundzwanzig Stunden wirklich raus.
00:30:34: Wenn ihr zu diesem Einsatz kommt, geht es jetzt viel um Angehörige und Betroffene.
00:30:40: Kommst du auch nur wegen der Einsatzkräfte?
00:30:42: Dass die Feuerwehr und die Sanitäter einfach jemandem brauchen, weil der Unfall zu schwer war?
00:30:47: Nein
00:30:48: tatsächlich auch da nicht!
00:30:50: Wir sind psychosoziale Notfallversorgung für Betrofene und nicht für Einsatzkräften.
00:30:55: also da gibt's in dieser PSNV-Welt nochmal B betroffende E-Einsatzkräfte und wir gehören wirklich zu dem Zweigbetroffener.
00:31:03: Wir dürfen Einsatzkräfte gar nicht eigentlich behandeln oder mit denen sprechen groß.
00:31:09: Das heißt, wenn natürlich jemand zu uns kommt, das sagen wir den auch immer.
00:31:13: Wir würden die nicht abweisen in dem Sinne aber wir würden sie ganz schnell an ihren Schichtleiter, Einsatzleiter weiterführen und sagen da musste jetzt mal gucken bei ihm oder bei ihr Da ist jetzt gerade ganz schön was im Argen Aber wir dürfen da nicht weiter handeln.
00:31:27: Die haben ihre eigenen Teams.
00:31:31: Weil ich glaube, das ist auch immer so eine Gratwanderung.
00:31:34: Eine Bindung aufbauen?
00:31:36: Das sollt ihr wahrscheinlich nicht!
00:31:38: Das könnt ihr nicht!
00:31:40: Kannst du wahrscheinlich auch nicht leisten und da gibt es bestimmt so Faktoren wo das schneller geht oder nicht.
00:31:46: Oder wie ist das mit persönlichen Bindungen die du dann zu den Personen hast.
00:31:53: Fällt dir das dann schwer abzugeben oder ist das einfach Teil von deiner Ausbildung?
00:31:59: Mir fällt es eigentlich nicht schwer, die abzugeben.
00:32:02: Ich bin da jetzt raus.
00:32:03: Natürlich hätte man immer gerne noch ein bisschen mehr Infos.
00:32:06: wie geht's weiter?
00:32:07: Wie laufen die nächsten Tage oder Wochen?
00:32:11: Die bekommen wir eigentlich eher nicht als Rückmeldung.
00:32:15: aber wenn ich in dem Einsatz bin dann sind das ein paar Stunden meines Tages, die ich da vielleicht beschäftigt bin und die ich dann auch wirklich alles gebe und wo ich mit dem Herzen dabei bin.
00:32:25: Aber wenn wir aus dem Einsatz rausgehen, dann ist das normalerweise wirklich so dass wir diesen Einsatz auch für uns schließen.
00:32:32: Wir schreiben ja wie zum Abschluss nochmal ein Einsatzbericht den verfassen wir.
00:32:36: da schreiben wir noch mal alles rein was uns irgendwie wichtig war.
00:32:39: Da können wir auch reinschreiben Wenn wir mit Koordinatoren nochmal sprechen wollen oder eine Supervision wollen oder irgendwas anderes und darüber können wir unsere Einsätze relativ gut abschließen und nehmen die eben nicht Mit nach Hause.
00:32:54: da gibt es nicht unbedingt eine persönliche Bindung.
00:32:56: Die ist immer sehr herzlich.
00:32:58: die Bindung, die wir in dem Moment haben würde ich sagen das schon aber es ist auch irgendwo professionell dass man merkt danach ist das dann auch erst mal vorbei.
00:33:06: Da gibt's bessere Stellen andere Stellen.
00:33:08: wenn ich zum Psychologen nachher gehen muss dann ist das ein jahrelange Verbindung und
00:33:16: Das können wir in den paar Stunden, die wir haben.
00:33:18: Können wir das nicht leisten?
00:33:20: Wie gesagt dürfen wir eigentlich auch gar nicht und deshalb werden die dann wirklich an die nächsten Stellen weitergehen.
00:33:26: ich glaube da wird so eine Bindung dann nochmal stärker wenn sie sich da anvertrauen als jetzt zu uns.
00:33:30: im akuten Moment ist sehr viel was auch glaube ich hinterher aus dem kopf rausgefallen ist was die überhaupt gemacht haben.
00:33:36: diese notfallsehnsorger
00:33:38: aber auch für dich ist es ja immer du wirst immer aus irgendwas herausgerissen.
00:33:42: Du bist mit den Kindern und dem Hund oder du hast irgendwie bei dem schönen Wetter, bist du spazieren?
00:33:48: Und dann musst du von jetzt auf gleich einspringen da sein Präsenz ein.
00:33:54: Ich finde das auch bei der Feuerwehr also bei diesen ganzen
00:33:59: Blaulicht-Familien.
00:34:00: Das haben wir gestern gelernt.
00:34:04: Extrem!
00:34:05: Also dieses Umswitchen normale Welt und dann in was ganz anderes... eintauchen.
00:34:14: Das klappt aber, das ist wirklich eigentlich sobald dieser Alarmierungston auf dem Handy kommt dann weiß schon meine Familie okay da geht es gleich wieder ab und dann schaltet man auch irgendwie direkt um.
00:34:27: also dann bin ich nicht mehr diejenige die zuhause vielleicht gerade mit den Kindern Karten gespielt hat sondern dann habe ich meine Anziehsachen an gehen mein Auto und fahr los und auf dem Weg dahin ist die Rolle dann einfach wieder gewechselt wirklich.
00:34:41: Also das geht schon, da ist man sehr gut glaube ich aufgestellt weil es einfach sehr spontan halt immer ist.
00:34:48: also wenn man da sehr lange für brauchen würde, dann hätten wir ein Problem.
00:34:51: Ich habe schon das Gefühl dass bei allen Kollegen immer relativ schnell geht, dass man sich da sehr klar ist.
00:34:57: Du bist so ein Mitnahm.
00:34:59: nicht uniform, aber mit so einer gebrandeten Jacke reingekommen ist.
00:35:02: Das heißt du ziehst die an und bist eine andere Person.
00:35:06: also du bist immer noch die gleiche Person, aber du hast eine andere Funktion.
00:35:10: Genau ja!
00:35:11: Also wir haben wirklich Einsatzkleidung.
00:35:13: Wenn man häusliche Tudesfälle gehen das heißt wir sind oder wir sind zumindest innerhäusig Dann haben wir in der Regel nur unser Polo.
00:35:22: Oder diese Jacke, die ich an hatte, wo dann auch wirklich unser Logo drauf ist, wo noch mal Notfallseelsorge draufsteht.
00:35:28: Weil das ist immer ganz wichtig, dass alle, die da irgendwie rumlaufen und damit zu tun haben, wissen wer es jetzt, die darum springt.
00:35:37: Deswegen haben wir da unsere Sachen und wenn es wirklich außerhäusige Einsätze sind, dann haben wir auch entsprechende Einsatzjacken die entsprechend auch leuchten müssen.
00:35:47: Wenn's dunkel ist, die uns eben als Notfallseesorge ausweisen mit Sicherheitsschuhen, mit Hose, mit allem was man dann eben anziehen muss damit man da überhaupt in diesem Einsatz teilnehmen kann.
00:35:58: Wie viele Einsätze hast du so im Monat?
00:36:01: Aber
00:36:03: das ist immer ein bisschen schwierig zu sagen, je nachdem wie oft man sich in den Dienst einträgt.
00:36:08: Wie oft man die Schichten nimmt... Also es gibt Monate da habe ich vier Einsätze, fünf dann gibt's aber auch schon mal im Monat wo ich auf einmal nur einen hab oder sowas.
00:36:19: also es ist immer sehr unterschiedlich wenn da wirklich so die Einsätze reinkommen wie oft ich mich selber eingetragen habe und da da ist nicht so eine richtige Pauschale Zahl.
00:36:35: Aber jetzt ganz blöd, also guckst du die Wetternachrichten anders?
00:36:40: Also wenn du weißt es wird jetzt kalt das schneit also kommen jetzt fangen jetzt die Autounfälle an Das wird wärmer Herzkreislauf oder ja hast du andere Augen für deinen Alltag.
00:36:53: Also so ein bisschen tatsächlich schon.
00:36:55: Ich glaube, was man auf jeden Fall sagen kann ist wenn ich dann irgendwo unterwegs bin und ich höre Martinshorn-Polizei-, Feuerwehr oder irgendwie sowas, dass ich dann schon denke oh was denn da loskommt da gleich irgendwas?
00:37:07: Was natürlich eigentlich nicht die Regel ist.
00:37:10: also es ist aber schon so ein bißchen anders guckt man schon seitdem man damit zu tun hat doch doch ja
00:37:16: auch Nachrichten.
00:37:18: also wenn wenn ich sowas sehe wie Krasmontana für alle Beteiligten sowohl.
00:37:28: Nimm dich das anders mit, betrachtest du das professioneller?
00:37:32: Wenn ich ins Kino gehe dann habe ich entweder Filme die mir also Popcorn filmen oder Filme, die ich mir wirklich angucke.
00:37:40: Ja, also wenn so Einsätze sind und ich lese dann in der Zeitung was da wahrscheinlich passiert ist oder man hat ja auch Videos zu sehen bekommen und solche Sachen.
00:37:48: Dann denke ich natürlich drüber nach, wenn das jetzt hier ein Oberhausen wäre oder im Mülleim oder in Essen.
00:37:53: Wie würden wir mit der Lage jetzt umgehen?
00:37:55: Und wer wär da alles?
00:37:56: Was würden wir da alles tun?
00:37:58: Mit wem hätte man es zu tun?
00:37:59: Also da sind schon viele Hintergedanken, was da so dranhängen würde.
00:38:04: aber ansonsten glaube ich bin nicht dabei.
00:38:06: So Sachen genauso betroffen wie jeder andere auch.
00:38:08: Sprecht ihr dann darüber?
00:38:11: Von der Feuerwehr haben wir gelernt, dass wenn irgendwo anders ein Unglück ist wie jetzt Stromausfall in Berlin.
00:38:19: Dass sie sich sehr genau angucken welche Szenarien da waren und wie würde man in Oberhausen darauf reagieren?
00:38:28: Bei den Fällen bei uns eigentlich nicht weil wir sehen ja gar nicht so in den öffentlichen Medien.
00:38:34: was macht da zum Beispiel, wenn die das haben.
00:38:36: Was macht der?
00:38:37: Die Notfallseersorge?
00:38:38: oder wer hängt dann noch dran?
00:38:39: Das sieht man so gar nicht deswegen.
00:38:41: Wir können ja nicht viel draus lernen aus so Sachen weil man da einfach gar nicht viel sieht.
00:38:45: also wir haben nicht die Möglichkeiten zu sagen oh das ist jetzt besonders gut gelaufen und das übernehmen wir jetzt mal.
00:38:50: Wir könnten tatsächlich mehr daraus lernen wenn bei uns irgendwelche Einsätze waren ob das jetzt Schulen sind oder ob das Krankenhäuser sind dass wir merken das lief jetzt besonders Gut das ist schon alles ganz gut geregelt.
00:39:04: Ne, also da müssen wir jetzt noch ein bisschen an den Stellschrauben drehen.
00:39:06: Das war nix!
00:39:08: Das heißt es gibt auch sowas wie eine Nachausbildung?
00:39:11: Also dass man sich sozusagen nehmt und ist elf Monate in dieser Ausbildung aber danach weitere Schulungen?
00:39:16: Ja Also wir haben kontinuierlich Schulungen zu unterschiedlichen Themen.
00:39:21: Es wird auch immer in Teamsitzung wieder gefragt, ob vielleicht die Teammitglieder selber irgendwelche Ideen für Schulungen haben.
00:39:27: Da sind wir schon dran, um zu gucken, dass da wirklich immer irgendwas angeboten wird und darauf geachtet wird, dass die erste Hilfeausbildung muss halt alles aktuell sein.
00:39:37: Und da ist schon immer ein reger Verkehr was Schulungen angeht.
00:39:42: ja!
00:39:43: Also der Austausch unter den Kollegen nach solchen Einsätzen ist bestehend.
00:39:47: Ihr redet über eure Erfahrungen und abhängig von der Supernova.
00:39:52: Ja, wir haben Supervisionen, genau!
00:39:54: Supernova?
00:39:55: Supernova ist auch süß aber... Ich hab jetzt überlegt
00:39:57: was
00:39:59: das mit den Sternen zu tun hat.
00:40:01: Genau Ne, also Supervision.
00:40:04: Ja ja doch die haben wir auch!
00:40:05: Da sprechen wir Einsätze auch gerne durch.
00:40:07: da ist dann halt immer wirklich eine Supervisorin hier in Oberhausen dabei die das Ganze so ein bisschen professionell aufbaut.
00:40:13: aber klar wenn wir aus einsätzen rauskommen in der Regel ruft immer am nächsten Tag damit man mal einmal drüber schläft irgendjemand vom Koordinationsteam an und sagt möchtest du noch mal darüber sprechen?
00:40:24: Ist irgendwas oder so?
00:40:26: oder Jetzt in den Ausbildungskursen haben sich ja auch Freundschaften gebildet, dass ich dann zum Beispiel genau weiß.
00:40:31: Ich kann jetzt bei der Kollegin anrufen oder ich kann jetzt mit dem Kollegen anruffen wo man einfach weiß da bin ich gut aufgehoben und da können wir sprechen und die verstehen mich und ich verstehe die und da kann man auch durchsprechen wenn dann mal irgendwie der Gedanke ist war das jetzt gut?
00:40:47: Habe ich das gut gemacht oder war es jetzt irgendwie doof?
00:40:50: Und dann sprechen wir das wirklich Schön durch und das hilft, also schön.
00:40:55: Also seh dieses ganze Team was dahinter ist.
00:40:57: Man genau weiß da ist immer irgendjemand zu jeder Tages- und Nachtzeit die nicht wirklich anrufen könnte.
00:41:03: Genauso wie die auch wissen zu jeder Tagess und Nacht Zeit können sie auch bei mir anruffen.
00:41:07: Also es ist wirklich schön!
00:41:08: Und die Supervisionen?
00:41:11: Sind Sie auf Bedarf oder muss ich ein Soll erfüllen?
00:41:16: Muss ich zweimal im Monat gehen, dass ich das auf jeden Fall habe oder ist das wirklich nach Bedarf... Ich könnte quasi auch nach jedem Einsatz eine Supervision einfordern.
00:41:28: Also die sind bei uns immer so in wirklich zeitlichen Abständen, alle paar Wochen gibt es einen festen Termin dann für die Supervision wo man sich als Teammitglied anmelden kann.
00:41:38: Wir sagen immer oder auch als ich in der Ausbildung war wurde immer gesagt nehmt das ruhig an!
00:41:42: Das ist interessant auch von anderen mal zu hören und sich untereinander auszutauschen mit den Kollegen die man vielleicht nicht so oft sieht oder mit denen man nicht so viel Kontakt hat.
00:41:52: Aber es ist tatsächlich keine Vorschrift.
00:41:54: Es ist immer mehr, dieses Leben das doch war geht doch mal hin.
00:41:58: aber es ist natürlich im Ehrenamt dann eben auch so.
00:42:00: man hat ja schon wirklich viel Zeit die man jetzt mit den Einsätzen verbringt oder einfach nur in Schichten eingetragen ist Und ein Amt hat ja nun mal auch noch ein schönes Privatleben in der Regel.
00:42:13: und wenn man dann auch noch Schulungen, die wir regelmäßig haben oder dann die erste Hilfekurse, die nachgearbeitet werden müssten.
00:42:21: Oder dass von eben dann Supervisionen, Teambesprechung haben wir auch... Das ist sehr viel Zeit was das Ganze in Anspruch nimmt und deswegen nicht jedes Teammitglied schafft es wirklich zu jedem Termin.
00:42:32: Es geht einfach nicht!
00:42:34: Aber als Angebot finde ich das sehr hilfreich oder klingt erst mal sehr gut, weil ich will ja auch nicht mit jedem Anliegen an meinen Partner ran.
00:42:44: Also dass man das dann schon noch einmal versucht irgendwie zu trennen und nicht... Ich mache das Ehrenamt?
00:42:51: Das ist dann meine aber immer familiäre Entscheidung garantiert.
00:42:57: Aber
00:42:58: ich muss das nicht alles noch mit abladen, mitbringen, drüber sprechen da gibt es bestimmt
00:43:05: Ja, genau.
00:43:06: Also wir dürfen da niemals irgendwie persönliche Daten oder irgendwas was wir da besprochen haben also sowieso nicht.
00:43:11: und bei mir zu Hause mit zwei Kindern haben ja die Wände Ohren.
00:43:15: Da muss man wirklich gut aufpassen.
00:43:17: was ich dann vielleicht an meinem Mann mal irgendwie erzählen und sage das war jetzt aber ne?
00:43:21: Das hat mich jetzt gar nicht schwer gefallen.
00:43:24: Deswegen dann lieber wirklich Teammitglieder, Supervisionen, Teamsitzung Da können wir besser sprechen.
00:43:32: Da ist keiner, der gar nichts davon hören soll oder wie jetzt eben die Kinder, die das völlig falsch verstehen könnten.
00:43:38: also die halte ich da dann schon gerne ganz raus.
00:43:41: Also auch trotz deiner Rolle, die du ganz gut ablegen kannst nimmst du doch mal zwischendurch etwas heimlich mit nach Hause was dich denn doch mehr beschäftigt als es sollte.
00:43:51: Ja, es gibt immer schon mal Einsätze über die ich natürlich zu Hause dann auch nochmal nachdenke.
00:43:57: Zumal wenn ich dann eben das Protokoll schreibe und da muss ich ja noch einmal nachdenken was war denn da?
00:44:02: Und wer war da?
00:44:03: Was haben wir da so gemacht?
00:44:05: wo ich dann wirklich denke der Einsatz war jetzt mal wieder ein bisschen schwieriger als alle.
00:44:10: Wenn's dann so näher an das eigene persönliche Empfinden geht weil zum Beispiel Todesfälle von Kindern sind oder irgendwie sowas dass ich dann natürlich nach hause gehe meine anguck und denk Ja, also das war jetzt ... Die Schreihe werde ich so schnell nicht vergessen von der Mutter.
00:44:27: Und das nimmt man schon mit nach Hause.
00:44:30: Aber wenn ich dann darüber gesprochen habe, meistens mit Teammitgliedern, ist da schon irgendwie wie öfter ich drüber spreche, desto besser wird es.
00:44:40: Also es ist dann doch wieder Arbeit.
00:44:42: irgendwann aber mit nachhause nehmen schon so manche Sachen.
00:44:45: ja
00:44:47: Glaubst du, du hast in deinem Alltag eine höhere Wertschätzung für deine persönlichen positiven Momente mit deinen Kindern?
00:44:55: Wenn du weißt eigentlich es gibt wirklich viel Elend und vor allen Dingen paralleles Elend.
00:45:01: Also jeder trauert auf seine Weise aber jeder hat irgendwann mal ein Todesfall in der Familie.
00:45:07: das eins uns schon.
00:45:08: Der Umgang damit ist ja individuell.
00:45:12: dass das Dadurch dass du so viel mit negativen Sachen zu tun hast, das positive in deinem privaten Raum noch mehr wertschätzt.
00:45:21: Dass du so dankbar bist, dass alles okay ist eigentlich!
00:45:24: Also ich würde gerne sagen ja, aber es ist tatsächlich so glaube ich dass sich wie jede andere Mutter auch teilweise genauso schnell genervt von allem bin.
00:45:34: Wie eben diejenigen die nicht gerade aus dem Einsatz kommen.
00:45:37: das heißt fünf Minuten bin ich vielleicht sehr dankbar und in der sechsten Minute wenn die Kinder zu Hause anfangen sich zu streiten dann denke ich ah also verdammte Hacke!
00:45:47: Aber Ich reagiere schon mehr auf die positiven Sachen, aber die sind nicht immer so haltbar.
00:45:57: Also diese entfleuchen mir dann auch gerne mal und dann bin ich glaube ich genauso genervt wie jeder andere auch.
00:46:04: Aber das geht um eine Grundhaltung!
00:46:07: Während Corona habe ich gelernt wenn ich was machen will mache ich das jetzt.
00:46:11: Ich schiebe es nicht auf.
00:46:14: Und ich kann anders Sachen annehmen mich darüber freuen oder auch an das damit umgehen, weil ich weiß wo auch Gefahren sind.
00:46:24: Also auch ein bisschen was der Herr von der Feuerwehr erzählt hat also wie schnell so etwas kippen kann und von der Grundhaltung glaube ich ist das dann eine andere?
00:46:36: Genau wir haben vielleicht mehr Hintergrundwissen.
00:46:39: da ist natürlich schon dass ich mir vielleicht anders Gedanken mache als so der Autonormalverbraucher also das auf jeden Fall So für mich Hintergrundwissen habe, wo ich auch immer denke das jetzt nicht so schön zu wissen was da vielleicht alles kommen kann.
00:46:54: Aber dass ich dadurch jetzt viel resilienter bin oder sowas das kann natürlich auch sein Weil ich mich einfach schon anders drauf einstelle oder weil wir eben auch mit der Feuerwehr zusammenarbeiten, zum Beispiel jetzt im Katastrophenfall diese Notfallinformationspunkte und was es da gibt.
00:47:12: Ich weiß halt das geholfen wird wenn etwas passiert und an wen ich mich wenden kann und wo entsprechende Hilfen sind.
00:47:20: Da habe ich die Befürchtung dass weiß noch nicht so jeder eben also wo zum Beispiel Notfall Informationspunkten sind wie man an Informationen kommt überhaupt Da bin ich klein im Vorteil.
00:47:33: Und vielleicht meine Freunde verwandten dann eben auch, ne?
00:47:37: Das hat nichts mit Angst zu tun!
00:47:39: Ich glaube, wer würde jetzt nicht sagen, du gehst ängstlicher durchs Leben weil du weißt was passiert?
00:47:43: Weil das weiß grundsätzlich fast jeder.
00:47:46: Ja...
00:47:47: Also ängsterlich würde ich nicht sagen.
00:47:48: Einmal mehr Gedanken in bestimmte Richtungen einfach, weil ich bei irgendeiner Sitzung wieder höre dass ich denke oh das gefällt mir alles nicht so gut.
00:47:58: Aber andererseits habe ich ja eben den Gegenpool zu wissen, es wird aber was getan und es wird daran gearbeitet.
00:48:03: Dass selbst wenn jetzt mal ein Ernstfall eintritt dass irgendwo Hilfen da sind die in Anspruch genommen werden können und eben keiner wirklich auf der Strecke bleibt Und das hilft mir auch, dass sich da wirklich sagen kann Da kann ich gut mit umgehen
00:48:15: Und finde ich wirklich sehr, sehr wertvoll.
00:48:18: Also nicht nur zu sagen da sind Defizite das passiert ja nicht, da kümmert sich keiner drum sondern sich irgendwas zu suchen in der Blaulicht-Familie wo man selber tatsächlich etwas macht, etwas ändert, etwas verbessert
00:48:35: Genau, ich glaube schon als Notfallseesorge haben wir die Chance da auch wenn wirklich mal was passiert entsprechend zu helfen.
00:48:43: Nicht mit unglaublich medizinischem Fachwissen oder so sondern einfach durch die Art dass wir da sind und viele Sachen besprechen können vielleicht das wir der Polizei dann wieder helfen können weil es wird dann vielleicht um Überbringung von Todesnachrichten gehen oder irgendwelche anderen Sachen wo wir dann eben mit dabei sind und die Menschen nicht alleine dastehen oder sitzen müssen.
00:49:04: Die Ehrenamtlerinnen, die bei euch sind, sind die im ersten Beruf Handwerker oder Psychologen und wollten sowas schon immer machen.
00:49:13: Also wie ist sozusagen wegkommen zu euch?
00:49:15: Das ist ganz, ganz gemischt tatsächlich.
00:49:20: Wir haben von Ärzten über soziale Berufe, über auch Handwerke, Lehrer... Da ist alles vertreten.
00:49:31: Ich denke, alle führt irgendwie dieses, dass sie eben was tun müssen oder tun wollen.
00:49:35: Was Sinnvolles um Menschen zu helfen.
00:49:38: Also ich glaube da hat jeder so ein bisschen dieses Helfer-Syndrom von uns und da sind wir ganz gut alle aufgehoben.
00:49:45: Braucht man für einen Ehrenamt bei euch Vorkenntnisse?
00:49:51: Brauche ich eine bestimmte Berufsausbildung?
00:49:54: Brauch ich ein bestimmtes Mindset?
00:49:57: Also eine bestimmten Einstellung?
00:49:59: Ja also wir müssen alle christlich zumindest geprägt sein.
00:50:02: Das heißt, wir müssen nicht der Kirche unbedingt angehören sondern wir sollten schon die Werte schätzen und ob das jetzt nächste Liebe ist und alles was halt dazu gehört.
00:50:12: Berufliche Voraussetzungen gibt es bei uns tatsächlich nicht.
00:50:15: ich selber komme zum Beispiel aus dem Steuerrecht also von daher dass sind wirklich ganz unterschiedliche Arten von Menschen die da aufeinander treffen.
00:50:24: aber wir müssen alle eben so dasselbe Ziel wenigstens haben.
00:50:28: Wir sollten schon eine gewisse Lebenserfahrung mitbringen.
00:50:31: Also wenn wir jemanden haben, der jetzt achtzehn ist oder neunzehn dann sagen wir da wirklich das bringt einfach noch nicht viel weil diese Lebenserfahrungen die man doch schon braucht um anderen eben beistehen zu können oder auch selbst vielleicht ein bisschen gesetzt dazu sein schon in seinem ganzen Gefühlswelt.
00:50:48: Das heißt Wenn jemand noch zu jung ist Dann können sie bei uns die Ausbildung noch nicht machen.
00:50:53: Das hatten wir jetzt auch.
00:50:55: Dann bewerben die sich ein Jahr später noch mal oder einen Jahr später nochmal und da wird jedes Mal dann geguckt... Können wir die Ausbildung jetzt vielleicht starten?
00:51:03: Wie sieht das aus, was hast du schon gemacht.
00:51:05: Also wir haben zum Beispiel auch Rettungsdienstler, die wirklich sagen Wir möchten jetzt einfach mal in die Richtung gehen weil wir merken wenn wir dann da aus dem Einsatz rausgehen Dann sind die Menschen alleine.
00:51:15: Das gefällt uns gar nicht.
00:51:16: Was gibt es denn da?
00:51:17: also?
00:51:17: dass sind sehr unterschiedliche Ambitionen Die die Leute dahin führen und aber auch ganz unterschiedlich.
00:51:23: wo man schon Mal sagen kann das passt Jetzt Einfach Nicht.
00:51:26: Wir Glauben Dass für dich jetzt in dem Moment nicht die richtige Ausbildung ist.
00:51:31: Das wird also auch ganz klar gesagt, es wird auch immer noch mal nach der Hälfte der Ausbildung so was wie ein Zwischengespräch geführt wo dann wirklich die Koordinatoren sich mit jedem Einzelnen hinsetzen und nochmal drüber sprechen.
00:51:44: hast du irgendwelche schlechten Gefühle?
00:51:47: haben wir irgendwelchen schlechten Gefühl können weitergehen oder soll man das Ganze lieber beenden.
00:51:53: Also da wird sehr offen kommuniziert, weil einfach das was wir hinterher sehen und machen und tun auch schon schwer ist.
00:52:00: Und wenn dann da jemand sich nicht sicher ist und wirklich schon den Straucheln gerät während der Ausbildung, dann macht es mehr Sinn zu sagen Dann trennen wir uns jetzt hier und entweder du bewirbst dich dann nochmal Wenn Du denkst Das was Du selber vielleicht gerade mit Dir rumschleppst Das hast du gut verarbeitet, dann versuchen wir es nochmal.
00:52:18: Oder such dir ein anderes Ehrenamt?
00:52:20: Weil Oberhausen hat genug Ehrenämter!
00:52:22: Es gibt genügend... Mein Sohn wollte nach der Schule unbedingt freiwilliges Soziales Jahr in Afrika machen und habe ich gesagt super Idee.
00:52:29: Du machst erst eine Brunnenbaurausbildung oder du machst ne Landwirtschaftsgärtner Ausbildung irgendwas was du wirklich dann auch weitergeben kannst weil als Mittelständler bürgerlich im Hintergrund, was willst du da?
00:52:43: Du kannst nicht helfen.
00:52:44: Die Motivation ist gut aber nicht in dem konkreten Fall oder so
00:52:49: das.
00:52:49: Ja und wir haben keine beruflichen Voraussetzungen dass wir jetzt sagen wir brauchen unbedingt jemand aus einem medizinischen Bereich oder wir hätten gerne jemand handwerklichen oder so also das wirklich gar nicht sondern da ist mehr dass man gucken muss was hast du denn vielleicht bis jetzt erlebt?
00:53:05: Wie bist du selber psychisch aufgestellt?
00:53:07: Wie weißt du dir zu helfen, wenn du aus Einsätzen kommst.
00:53:10: Hast du irgendwas was dich dann runterbringt und wo du dann selber sagen kannst jetzt weiß ich nicht mache ich ein T-Ritual oder irgendetwas anderes halt um wirklich zu sagen Du kannst da auf dich selber achten.
00:53:24: also wir müssen schon auf uns selber achte sonst könnten wir das nicht machen.
00:53:28: Das war vorhin so ein bisschen, du ziehst die Nijaka an oder welche Rituale gibt es um in die Rolle zu schlüpfen?
00:53:34: Oder eben auch um da wieder rauszukommen.
00:53:39: Verpflicht' ich mich!
00:53:41: Also das ist sehr viel Zeit und sehr viel Engagement.
00:53:46: Das ist ein großes Commitment sowohl von der Organisation als auch von den Ehrenamtlernen.
00:53:55: Unterschreib' ich da
00:53:56: was?!
00:53:57: Also wir haben Ehren am Vereinbarung und weiß nicht was, also man unterschreibt tatsächlich etwas.
00:54:02: Und deswegen auch das Aussage vor Weigerungsrecht und so.
00:54:07: Wir sind ja wirklich kirchlich bestellt,
00:54:09: d.h.,
00:54:09: wir haben eine Schweigevereinbarung usw.
00:54:12: Also man unterscheidet wirklich was.
00:54:15: Er erklärt sich auch bereit hinterher, wenn diese Ausbildung eben absolviert wurde.
00:54:21: Nicht nur die Ausbildung für sich zu bekommen sondern eben auf seinen Dienst wirklich dann in unseren Schichtplan quasi zu stellen.
00:54:28: und es ist ein bisschen das wir sagen so vier Dienste im Monat wäre schon ganz schön, wenn's jeder irgendwie hinkriegt.
00:54:37: Aber bis jetzt muss ich sagen, zumindest was jetzt hier Oberhausen angeht.
00:54:42: Stimmt das ganz gut?
00:54:43: Das kommt schon hin dass jeder der die Ausbildung macht auch wirklich in den Dienst tritt und wenn das mal nicht klappt, dann hat es auch wirklich private Gründe.
00:54:52: Also wir haben jetzt schon zwei Ausbildungskurse gehabt wo wir auch direkt die Notfallseersorge Babys mit reingebracht haben.
00:54:59: also das heißt dass da natürlich die Mütter entsprechend dann erstmal wieder rausgegangen sind um zu sagen Das klappt jetzt mal gerade nicht aber das ist dann auch in Ordnung.
00:55:09: Die erste kommt jetzt zurück zu uns und sagt ich möchte an jetzt wieder anfangen Und da wird keiner gezwungen, aber es ist schon so ein bisschen, dass man sagt also das wäre schön wenn du dann danach entsprechend deine vier Schichten im Monat vielleicht machst oder
00:55:22: sowas.
00:55:23: Das hat schon eine Ernsthaftigkeit!
00:55:25: Also das ist was anderes als andere Ehrenämter ohne die jetzt zu diskreditieren und das ist schon ja...
00:55:33: Man muss sich da schon so ein bisschen drauf verlassen können, weil jeder von uns trächt sich in den Dienstplan ein.
00:55:38: Und schön ist es natürlich wenn's dann auch relativ gerecht verteilt ist einfach dass da nicht einer alles macht andere gar nichts.
00:55:46: und deswegen Kann ich nur sagen, bis jetzt läuft das alles wirklich gut.
00:55:51: Dass wir ein gutes Team sind und jeder einen stützt.
00:55:53: Es kann immer mal was passieren, dass man seinen Dienst nicht antreten kann.
00:55:56: Wir können die löschen, wir können die tauschen... Wir haben entsprechende Gruppen in denen wir kommunizieren.
00:56:03: Ich lieg flach, ich bin krank, ich kann nicht!
00:56:05: Wer kann denn in einer Stunde meinen Dienst übernehmen?
00:56:08: Und es ist eigentlich nie so, dass sich da keiner meldet.
00:56:11: Also es wird immer geholfen
00:56:12: wirklich.".
00:56:15: Es wäre schon schön, wenn man vier Diensteinsätze vielleicht im Monat hätte.
00:56:20: Gibt es da eine Obergrenze, dass man auch nicht zu viel macht?
00:56:24: Richtig festgelegt von der Anzahl her ist das jetzt nicht mehr ... Da war meine Obergrez, aber das war vor meiner Zeit.
00:56:32: Aber die Koordinatoren haben immer darauf geachtet, zu sagen, schaffst du das was du da einträgst oder eben ... Nimm den Dienst jetzt einfach mal nicht.
00:56:42: Also es ist immer so eine Fürsorgepflicht, dass die Koordinatoren da immer drauf achten zu sagen Es darf nicht zu viel werden.
00:56:49: also nicht nur du musst mal langsam wieder eine Schicht machen Sondern achte auch mal auf dich Mach was anderes!
00:56:56: Also das ist schon so, dass da immer gut darauf geachtet wird Dass das eben nicht zuviel wird Zumal wir natürlich von den Schichten her sind.
00:57:04: halt vier Schichten pro Tag sag ich jetzt einfach mal, also Schicht eins bis schicht vier.
00:57:09: Und wenn da jemand jeden Tag Schicht Eins nimmt oder so dann hätten andere vielleicht wieder Probleme die sagen ja aber genau die könnte ich jetzt eben auch.
00:57:19: und deswegen wir tragen in der Regel dass man so vier Schichten im Monat schon verteilt Und wenn dann hinterher noch was frei ist, findet sich da immer jemand der die Schicht eben zusätzlich nimmt und dann mal kurzfristig noch einspringt.
00:57:32: Das heißt es wird schon einmal mehr aber im anderen Monat ist es dann mal weniger.
00:57:36: in der Regel gleicht sich das immer ganz schön aus.
00:57:39: Ich finde grundsätzlich hört ich's als sehr umfangreich an.
00:57:42: also ich glaube der ist das Ehrenamt dass tatsächlich keinen Zufall bei euch sondern wenn ich mich für elf Monate für eine Ausbildung entscheide Dann mache ich die eigentlich auch.
00:57:52: Es ist jetzt nochmal ein bisschen anders, also wir sprechen ja hier über Ehrenamt was mit Menschen zu tun hat.
00:57:57: Ich denke jetzt aber auch so an Tierschutz zum Beispiel wo ich spontan ja am Endeffekt sagen kann okay ich gehe mal eine Runde mit dem Hund irgendwie spazieren und das gilt auch als Ehrendamt.
00:58:07: Ich empfinde euch viel umfangreicher mit viel viel mehr Verantwortung auf einen selber.
00:58:16: Ich meine, das ist noch mal anders als eine Verabredung.
00:58:19: Klar ich kann zusagen aber auch eigentlich eine Verablierung ein bisschen schieben.
00:58:24: Das ist bei euch ja gar nicht der Fall!
00:58:26: Man braucht halt schon eine gewisse Kategorie Menschen die darauf wirklich Bock haben oder?
00:58:31: Ja Das ist auch das, weswegen wir eben zum Beispiel bei der Ausbildung noch mal so Zwischengespräche machen.
00:58:36: Weil dann so langsam doch vielleicht im Rahmen der Ausbildung klar wird wo das Ganze so hin führt wie viel das vielleicht ist.
00:58:42: jeder hat irgendwie schon eine Vorstellung wahrscheinlich wie es danach weitergeht.
00:58:47: aber was das wirklich genau heißt dass merkt man eigentlich erst wenn man dann wirklich beauftragt ist und richtig drin ist.
00:58:54: Es gibt Notfallseersorger oder notfallsehsorgarin bei uns.
00:58:58: die hatten bis jetzt Die Ausbildung begonnen im Januar letzten Jahres, wurden beauftragt.
00:59:05: Im November letzten Jahres und hatten bis jetzt noch keinen Einsatz, obwohl die Zichtmal im Schichtplan schon drin waren.
00:59:10: Also man weiß eben auch nicht wie umfangreich ist die Zeit wirklich, die ich da investiere?
00:59:16: Die sind natürlich dann immer irgendwo... Alarm bereit, das heißt man hat da seine von sieben bis zwölf Uhr morgens zum Beispiel.
00:59:25: Man hat seine Sachen vielleicht an und macht seinen Zeug und man wartet ob was kommt aber es kommt dann einfach auch nichts.
00:59:30: Das heißt man hatte seine Stunden gehabt Aber man hatte halt keinen Einsatz.
00:59:35: Und dann gibt's halt auch wirklich Notfallseersorger oder Seersorgarin.
00:59:39: die sind in der Schicht drin und haben sofort einen Einsatz und die sind In den nächsten schicht und haben wieder ein einsatz.
00:59:44: also ist sehr unterschiedlich.
00:59:46: und dass merkt man eigentlich auch erst, wenn man wirklich dann voll drin ist.
00:59:51: Wo stehe ich jetzt gerade?
00:59:52: Habe ich jetzt wirklich mega viele Einsätze und fahre jede Schicht raus, dann mache ich vielleicht mal zwei Wochen dann doch weniger.
01:00:00: Ich sage es reicht jetzt wirklich.
01:00:02: also jetzt bin ich mal so kurz durch oder trage mich einfach weiter in Schichten ein weil ich einfach noch nichts hatte und weil ich einen Einsatz möchte um zu gucken ja was ist das jetzt wirklich?
01:00:14: so viel Theorie So viel Information und ich krieg jetzt ja einfach nix rausgebracht.
01:00:20: Ist doch eigentlich
01:00:21: toll!
01:00:23: Also sowohl für die Feuerwehr als auch für Malteser ist doch toll, wenn nichts
01:00:28: zu
01:00:28: tun ist.
01:00:30: Dann hat irgendjemand anders was richtig gemacht.
01:00:32: Genau also es ist auch wirklich so, dass dann... Wenn man keine Einsätze hat, ist man so ein bisschen zwiegespalten.
01:00:38: Einerseits trächt man sich ein, um natürlich helfen zu können.
01:00:42: Also wie gesagt unser Helfer-Syndrom vielleicht so ein bisschen und andererseits ist man aber auch wobei man sagen kann okay es ist jetzt wahrscheinlich einfach nicht so schlimmes passiert dass ich dafür ausrücken muss weil wenn wir kommen ist nun mal irgendwas Schlimmes passiert.
01:00:54: da ist nicht eine Katze auf dem Baum geklettert und jemand ist traurig sondern es ist halt irgendetwas passiert was einfach nicht gut ist.
01:01:02: Welche positiven Dinge lebst du aber trotzdem mit, wenn ich immer alles so gut ist?
01:01:06: Die ganzen Unfälle.
01:01:09: Abgesehen von einer gewissen Dankbarkeit, die du dann am Abend vielleicht mit nach Hause nehmen darfst.
01:01:14: Aber das ist es im Endeffekt natürlich.
01:01:16: Wir kriegen ja das Feedback ... Ich krieg's da meistens direkt vor Ort dass die Leute sagen, da hab' ich sie in meinen Armen nehm', das war toll, dass die hier sind oder so.
01:01:24: Also immer wieder dieses ... dafür mach' ichs!
01:01:28: Und ich hab das Gefühl, das hilft dann dem Betroffenen.
01:01:31: Es hilft vielleicht auch den Einsatzkräften die vor Ort sind einfach zu sagen Ich weiß dass wir jetzt ja schon längst wieder weiter müssen und die Oma sitzt jetzt nicht alleine da sondern da ist einfach jetzt jemand.
01:01:42: also immer dieses Wissen genau zu sagen Wir haben geholfen!
01:01:45: Wir haben vielleicht sogar in mehreren Stellen geholpen weil der vom Rettungsdienst konnte wieder losfahren zum nächsten Einsatz und muss sich gar nicht mehr gedanklich mit fassen.
01:01:53: die Oma, der Opa, die Personen, die wir da sitzen hatten.
01:01:57: Die konnten mal gut helfen.
01:01:59: Wir haben dafür gesorgt, dass sie ihre Familie anrufen und das Leute aktiviert werden, die dazukommen.
01:02:05: Da ist sehr viel, wo ich wirklich nach so einem Einsatz sagen kann ... Das lief jetzt gut!
01:02:10: Und da freue ich mich dann auch wirklich
01:02:11: drüber.".
01:02:12: Du hast vor Momente, wo du wusstest, jetzt bin ich auch mittendrin, jetzt gibt's keinen zurück mehr und dafür lohnt es sich weiterzumachen?
01:02:21: Meinst du jetzt so in Einsätzen oder überhaupt?
01:02:24: Vielleicht einfach eine sehr prägnante Erinnerung, die sehr wertschätzend gegenüber war.
01:02:31: Ja also die meisten Einsätze sind wertschätzend aber es gibt natürlich auch welche.
01:02:35: zum Beispiel dass ich war bei einer Reanimation eines Jugendlichen dabei und habe dann die Familie betreut.
01:02:41: das waren zwei Personen Und wir waren dann quasi noch mit dabei, bis der Jugendliche verstorben ist.
01:02:48: Also die Familie konnte sich verabschieden und ich war dann dabei.
01:02:52: aber dadurch dass wir dann im Krankenhaus mittlerweile angekommen haben, waren da auch das ganze Krankenhauspersonal was wirklich mitgearbeitet hat.
01:02:59: Die standen in diesem Raum an den Wänden leise und waren einfach dabei als diese Mutter und die weitere Person da wirklich nochmal Abschied genommen haben.
01:03:09: Das war so der Punkt...das war unglaublich schlimm!
01:03:12: Also wie gesagt, das ist so der Einsatz.
01:03:14: Wo ich sagen würde diese Schreie der Mutter die werde ich auch so schnell nicht vergessen.
01:03:18: Es war aber auch andererseits wirklich Diese Gemeinschaft zu sehen wie die alle für diese mutter und die andere personen da waren.
01:03:25: Das war das war schon toll.
01:03:27: also soweit man dass in dem momentan irgendwie sagen konnte
01:03:32: Nee deswegen ich finde es nämlich auch wichtig auch gala bei totes fällen auch.
01:03:35: trotzdem holt man sich da irgendwie was positives raus.
01:03:40: das ist schon Ist ja einhergehend einfach,
01:03:44: genau.
01:03:45: Wie ist so die ... Wenn du davon erzählst, wo du jetzt hingehst?
01:03:49: Warum sie dir die Jacke erzielt?
01:03:51: Wir sind so die Reaktionen aus deinem Umfeld persönlich Familie.
01:03:59: Was kriegst du da zu hören?
01:04:02: Die meisten sagen natürlich eher, ich könnte das nicht und es so.
01:04:05: die Hauptreaktion, die natürlich kommt Wobei ich da gar nicht so genau weiß, ob wir wissen was wir alles machen oder mit wem wir quasi arbeiten.
01:04:15: Es ist schon so ... Ich bin stolz darauf, dass du das tust und zum Beispiel mein Mann steht natürlich auch dahinter, sagt aber ganz klar nee also ich könnte es nicht oder für mich ist das nichts.
01:04:26: Und dann ist ja schon ein bisschen die Bestärkung zu sagen Ja, ist eben für viele nix und dafür sind eben so.
01:04:34: ich sag mal Wir sind jetzt hundert acht Kollegen Dafür sind wir eben da.
01:04:37: Meine erste Reaktion wäre genau die.
01:04:40: Für mich wär das nichts, ich könnte das nicht!
01:04:44: Was wären meine Schritte rauszufinden, das trotzdem zu tun?
01:04:47: Also andersrum gefragt wer kann sich bei euch melden?
01:04:52: wie funktioniert das konkret?
01:04:54: Melden kann sich bei uns erst mal jeder, der irgendwie dem christlichen Glauben angehört.
01:04:59: Also wie gesagt muslimische Ausbildung ist separat.
01:05:02: Bei uns gibt es eben die christliche Ausbildung.
01:05:05: das heißt melden kann ich prinzipiell erstmal jeder der denkt dass könnte was für mich sein und dann wird ja erstmal so ein Erstgespräch geführt.
01:05:13: also es gibt den Informationsabend.
01:05:15: da hört man sowas erste grobe was das heißt wie viel Zeit die Ausbildung in Anspruch nimmt, wann die Ausbildungsabende sind.
01:05:22: Da hat man schon den ersten Einblick zu sagen okay das sind ja jetzt schon so vielinhalb Stunden jede Woche und manchmal noch Samstagstermine.
01:05:31: und ist das jetzt schon was für mich?
01:05:33: Und wenn man dann sagt ja dann kommt eben das nächste Ja wie Bewerbungsgestreich da werden einem auch wirklich schon persönliche Fragen gestellt warum wieso weshalb welche Erfahrungen Wie ist dein Umgang mit stressigen Situationen?
01:05:47: Was tust du für dich, um zur Ruhe zu kommen.
01:05:50: Also dann geht's wirklich in ein Bewerbungsgespräch wo man vielleicht auch schon eben merkt ja doch bin ich immer noch dabei möchte und dann beginnt die Ausbildung tatsächlich wo man wieder die Möglichkeit hat im Zwischengespräch zu sagen Ja, ich bin immer noch voll dabei Und wir als Team sagen dann ja Wir sind auch immer noch toll mit dir dabei Also es geht in Schritten immer weiter.
01:06:15: Man hat immer die Möglichkeit zu sagen, ich spring ab und kann das eben nicht mehr.
01:06:19: Welche Fragen werden im Bewerbungsgespräch, die wir beiden jetzt nicht gestellt haben?
01:06:26: Sind wir durch?
01:06:27: Hast du alles erzählt?
01:06:30: Haben wir was vergessen zu fragen?
01:06:32: Nee.
01:06:33: Also tatsächlich sind das im Endeffekt schon so.
01:06:36: die Fragen, die da kommen natürlich was man eigentlich jetzt schon beruflich macht welche Erfahrungen man selber vielleicht in Bezug darauf schon gemacht hat auch ob man mobil ist.
01:06:45: also bei uns in Oberhausen ist es doch schon recht gut wenn man ein Auto hat tatsächlich weil wir halt mit dem Auto ausrücken und nicht mit dem Fahrrad.
01:06:52: Und das sind eigentlich so die fragen die auch da aufkommen wo man dann schon so ein bisschen merkt Ist das jetzt was?
01:06:59: oder habe ich mich da vielleicht in irgendwas voran oder was ganz anderes, als ich mir runter vorgestellt habe.
01:07:06: Ich hätte nur Thema Empathie.
01:07:09: noch mal kurz – ich wäre da völlig geeignet!
01:07:12: Ich hab zu viel Empathies und es ist auch manchmal einfach wirklich ein Fluch.
01:07:18: Man braucht ja Menschen die wirklich ein gutes Feingefühl haben für jede individuelle Situation.
01:07:26: Darf ich aber trotzdem mein Tränchen vergießen, wenn ich vor Ort bin oder müsste ja so professionell sein?
01:07:32: Nein.
01:07:33: Das klappt auch glaube ich gar nicht immer.
01:07:35: also wir haben nicht eine dreijährige Ausbildung mit keine Ahnung was und unterdrücke deine Gefühle oder sonstiges.
01:07:41: also wir sind alles nur Menschen die da wirklich arbeiten.
01:07:45: Und wenn wir da hinkommen und es ist schlimm, dann dürfen wir das schon zeigen.
01:07:50: Also wir sollten jetzt nicht selber in Tränen ausbrechen und ungrößlich sein aber ... Wenn einem damals Wasser in die Augen steigt oder auch mal eine Träne runterläuft, dann ist das eigentlich nur absolut menschlich.
01:08:02: Bis jetzt wurde mir nie gespiegelt oder wenn ich's von anderen gehört hab, dass wenn einem eben die Träner in den Augen stehen, dass das als unprofessionell angesehen wird eher dieses dass man merkt, die Angehörigen gucken einen an und sehen ... Die versteht mich.
01:08:17: Die ist jetzt wirklich dabei.
01:08:19: Und sie sitzt da nicht und denkt, mein Gott, hoffentlich ist das hier gleich zu Ende?
01:08:22: Sondern man is ja schon in der Situation drin.
01:08:26: Ich möchte dann auch wie gesagt dabei sein und ein bisschen mitfühlen und mittragen halt.
01:08:32: Dadurch, dass es aber dein Alltag ist, hast du denn das Gefühl, dass du abgestumpft bist?
01:08:38: Also du weißt ja zumindest, was dich erwartet.
01:08:43: als der Unterschied zum.
01:08:45: Ich habe meinen ersten Einsatz bei einem Todesfall oder ich hab jetzt schon zwanzig Familien begleitet.
01:08:51: Habe ich mir am Anfang Gedanken zugemacht ob man irgendwann so ein bisschen abstumpft weil wenn man hört häuslicher Todesfahl und noch einer.
01:08:59: Aber dadurch, dass die ja alle tatsächlich immer anders sind.
01:09:02: Es sind immer andere Menschen, jeder geht mit der Situation anders um, fahre ich in jeden Einsatz wirklich rein und denke da ist wieder irgendwas Neues.
01:09:11: Und meistens ist das auch einfach so.
01:09:12: Das heißt abstumpfen ist eigentlich nie weil jeder Mensch anders ist, weil jeder auch anders in der Situation... selber reagiert und damit umgeht.
01:09:22: Und wir dann auch wieder anders reagieren müssen, also das ist schon immer ein neues Thema was da wirklich aufkommt.
01:09:29: deswegen habe ich da nicht das Gefühl und ich sage mal dieses nach Hause gehen und da vielleicht abgestumpft sein ist nochmal eine ganz andere Schiene.
01:09:37: Ich glaube das sind für alle eher gar nicht weil da ist ja dann wieder persönlich.
01:09:41: Also wenn da jetzt irgendwas wäre Dann wäre ich diejenige, die die Notfallseersorge anruft und sagt jetzt brauche ich mal kurz Hilfe.
01:09:48: Weil das schaffe ich nicht.
01:09:50: Das ist dann ja mein Trauer und mein Thema wirklich.
01:09:53: Also das ist schon noch was anderes.
01:09:56: Du bist seit knapp drei Jahren zwei Jahre.
01:10:00: Wenn du jetzt aber an deine Pubertät zurückdenkst inwiefern bist du selber nochmal gewachsen durch die zwischenmenschliche Arbeit?
01:10:08: Durch die Ausbildung?
01:10:10: Da muss ja ganz viel Wissen auch dazu gekommen sein und Erfahrung.
01:10:14: Würdest du deinem Pubertätstich sagen, mach das vielleicht sogar ein bisschen früher?
01:10:21: Ja ich glaube tatsächlich schon aber viel früher hätte ich es wahrscheinlich gar nicht machen können weil ich da vielleicht dann doch noch nicht bereit dazu war oder mir da gar keine Gedanken zu gemacht habe dass es eben anders laufen könnte.
01:10:33: Vieles ist ja einfach auch immer so gewesen.
01:10:35: Das heißt, man macht zu seinen eigenen Törn und man lebt zu sein eigenes Leben und hat seine eigene Erfahrung und von daher früher hätte ich es schon machen können.
01:10:46: Aber in der Pubertät?
01:10:47: Definitiv nicht.
01:10:48: Also wenn ich da einen solchen Einsatz gefahren wäre, dann hätte keiner Spaß dran gehabt glaube ich.
01:10:53: Ja weil das ist so den Moment wo man nochmal überlegt muss auf jeden Fall die Notfallesehe sorge.
01:10:59: Definitif nicht!
01:11:00: Nur wenn irgendwie zwanzig, fünfzwanzig Jahre einfach dazwischen waren dass man durch so eine Arbeit noch mal anders wächst.
01:11:11: Ich vermute, wenn ich das jetzt schon zwanzig Jahre machen würde wäre es natürlich wieder ein ganz anderes Thema.
01:11:16: Aber das was ich in meinem Leben bis hierhin gemacht habe hat mich ja auch dahin gebracht erst mal so sage ich einfach mal.
01:11:22: Diese ganzen Schritte diese ganze Arbeit und das Ehrenamt und das hat mich zu dem gemacht was ich jetzt bin und ich hab das Gefühl wenn ich in Haushalte reingehe oder Zu einsetzen, sage ich mal, mache ich meine Sache auch ganz gut.
01:11:37: Und von daher waren glaube ich alle Zwischenschritte die da jetzt so waren eigentlich ganz hilfreich.
01:11:41: Das hört sich auf jeden Fall nach einem guten Währleggang an.
01:11:43: Ich finde aber aus ein bisschen Konträer im privaten Umfeld dann wenn du auf den Steuerrechten kommst und dann plötzlich wirklich in diese Lebenshilfe, in diese Menschenhilfe reingehst...
01:11:55: Es ist beides sehr strukturiert eigentlich!
01:11:58: Also ob ich jetzt in der Lohnsteuhilfe steuerlich arbeite, da ist alles sehr strukturiert.
01:12:04: Und wir von der Notfallsehsorge sind schon strukturierter.
01:12:07: Wir haben einen Plan, wenn wir irgendwo hingehen alleine durch die Ausbildung halt ... Es kommt mir schon alles zu Gute, dass ich dann im Kopf mir gewisse Sachen zurechtlegen kann, die ich gerne versuche auch anzuwenden oder eben wo man dran denkt mit den Menschen noch mal drüber zu sprechen.
01:12:25: Also es passt schon!
01:12:26: in eine Durcheinanderwelt Ordnung
01:12:30: rein.
01:12:30: Ganz genau!
01:12:31: So eher, weil meine Steuern sind... Also wenn ich
01:12:34: die
01:12:35: durcheinanderwelt und dann muss ich mich sehr konzentrieren da ordnung reinzubringen willst du die welt ordnen?
01:12:45: Nein.
01:12:45: Nee, ordnen will ich sie nicht!
01:12:47: Also ich möchte ja eigentlich nur dass die Welt für die Menschen dann irgendwie weitergeht.
01:12:51: Dass die merken, ich bin noch hier auch wenn da gerade ganz Schlimmes passiert ist was meine Welt so hat komplett zusammenbrechen lassen sondern wirklich dieses Ich Bin Ja Noch Hier.
01:13:00: Ich muss jetzt an mich denken und ich werde da meinen Weg schon finden Und Da eben Dann So Die Ersten Schritte Zu Gehen und Dann Eben Schon Kleine Wege kleine Richtungen einfach zu zeigen, wo es dann hingehen kann.
01:13:15: Das ist schon ein bisschen Planung vielleicht aber jetzt nicht in großen Schritten sondern wirklich im ganzen Minimal klein.
01:13:21: So viel wie man eben tun kann?
01:13:25: Ja
01:13:27: das war sehr umfangreich!
01:13:31: Vielen vielen Dank!
01:13:32: Gerne
01:13:33: Danke schön für deinen Besuch.
01:13:35: Ich habe zu danken für die Einladung.
01:13:38: ich finde das unglaublich spannend Feld des Ehrenamtes, also so in Doppers.
01:13:43: Total
01:13:45: und wichtig einfach wirklich wichtig das mit mehr tun als sie müssen und damit einfach Oberhausen mitgestalten und erweitern.
01:13:54: Ja schön zu hören danke
01:13:56: gerne.
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